Vom 16.-21. September ist Berliner Art Week in Berlin. Fräulein Julia meinte, dass die art berlin contemporary die Veranstaltung ist, die sich am besten mit Kind, vorne im Tascherl, realisieren lässt. Meine Erfahrungen im Messebereich bisher sind ja eher in der Literatur und im Textil angesiedelt, gestern also Kunst.

Ab 12 Uhr öffnen die alten Lagerhallen am Gleisdreieck in Kreuzberg ihre Toren. Ein nahezu leeres Parkhaus, Foodtrucks, die in Berlin jetzt viele Veranstaltungen begleiten, und relativ wenig Leute sind zu sehen, als wir gegen halb zwei eintreffen. Auf drei großräumigen Hallen sind die unterschiedlichsten Menschen und Werke verteilt. Ein Raum mit alter Videotechnik, lebende Personen, die Teil eines Kunstwerkes sind, ein Hund bei dem es nicht ganz klar ist, ein Teenie-Mädchen, das neben einer Vielzahl von Fotos ihrer eigenen Frisur sitzt, ein großer “Porn”-Schriftzug aus Corten-Stahl, ein großer Kronleuchter und am Schönsten: Nach einem kurzen Zwischenstop am Hackeschen Markt es gibt hier Menschen jeder Altersstufe und jeder zieht sich anders an, ohne im Vorfeld einen Rundruf gestartet zu haben.
Es ist: Sehenswert. Und für Babies anscheinend kein Geheimtipp, schließlich sind hier jede Menge unterwegs.
Es dauert: Genau einen Tascherl-Schlaf lang.
Es kostet: 12 Euro pro Person, Babies, unklar bis zu welcher Größe, haben freien Eintritt.
Es hat mich fasziniert: Wie schön, die Menschen sind. Und die Kunst, natürlich. Und die durchsichtigen Socken einer jungen Ausstellerin. Und diese tollen Stoffbeutel, die ich einfach immer mitnehmen muss.
Empfehlung: Heute um 12 für Kunstinteressierte mit Kind.