Symbolbild

Wie oft mein Sohn geimpft wird, wie viel und wie oft er schläft und wie groß der Einsatz meiner Brüste bei der täglichen Ernährung ist, all das möchte ich Dir nicht verraten, liebes Internet. Damit bin ich nicht alleine, die andere Seite ist aber auch groß: Impfen, stillen und schlafen – die großen Aufreger, die nahezu jedes Elternherz höher schlagen lassen, geistern klickstark durch das weite Netz.

Aktuell ein Artikel von Stadt-Land-Mama Katharina: Sehr polemisch äußert sie sich dazu, warum das Familienbett für sie untragbar ist. Zahlreiche Artikel gibt es bereits, die davon handeln, warum das Familienbett – für sie – das Non-Plus-Ultra ist. Der Punkt, der mich daran wirklich irritiert, ist jener: Was haben all die Leute in den Betten fremder Kinder zu suchen? Woher weiß Mutter A, wo Kind B schlafen soll? Und wer gibt mir das Recht, die Schlafsituation meiner Mitmenschen zu kritisieren?

So beschwert sich die Stadt-Land-Mama über einen Abend bei Freunden. Dort ist tatsächlich die Mutter für ganze zwei Stunden verschwunden. Der Grund: Sie hielt dem Kind das Händchen. Und bitte schön, hier kriege ich auch eine Meinung: Egal, wie Eltern das handhaben, ob sie stillen, impfen oder umeinander-gewickelt-einschlafen: Keiner braucht Freunde, die einem nicht verzeihen, dass man dem Kind das Händchen hält. Von Zeit zu Zeit. Denn haltende Hände sollte jedes Kind haben. Meine Einstellung dazu, kannst Du ruhig wissen, liebes Internet.