Anlässlich der Weltstillwoche (28.9. – 4.10.2015) gibt es 5 Fragen an 10 Langzeitstillerinnen, Emma von Emmaswunderwelt ist eine davon.

Wie lange hast Du gestillt?

Ich bin Zwillingsmutter von zwei wunderbaren Mädchen. Ich stillte beide voll bis zum Beikostbeginn mit ca. 5 1/2 Monaten. A., die Jüngere der Beiden stillte sich selbst mit etwa 16 Monaten vollständig ab, M. stillte ich noch bis kurz vor ihrem 2. Geburtstag, auch sie entschied das selbst.

Wie hat Dein Umfeld drauf reagiert?

Ich habe erste blöde Kommentare zu hören bekommen, als meine Kinder etwa neun Monate alt waren. Ich hörte Dinge wie “Aber nicht, dass deine Kinder immer noch an der Brust hängen, wenn sie schon laufen können”, “Irgendwann sieht das nicht mehr schön aus!”und Ähnliches. Das hat mich sehr verletzt und ich konnte nicht damit umgehen. Ich vermied es ab dann, woanders als zu Hause zu stillen. Ich sprach nicht darüber, und dass ich eine echte Langzeitstillerin war, wissen nur sehr wenige Menschen in meinem realen Leben. Meine Filterblase im Internet hat aber geholfen, dass ich mich nicht ganz so “anders” fühle.

Wie schwer fiel Dir das Abstillen?

Ich spielte oft mit dem Gedanken abzustillen. Ich setzte mir immer Ziele, wann ich mit dem aktiven Abstillen anfangen wollte, hielt das aber nie durch. Die Kinder brauchten diese Zeit und heute bin ich froh, dass es so gekommen ist.

Was mochtest Du besonders am Stillen?

Ich hatte dadurch auch eine Auszeit, durfte mich hinsetzen und ausruhen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil noch so viel zu tun ist. Ich war flexibel, musste nicht viel packen, wenn wir unterwegs waren. Die Kinder hatten so eine Exklusivzeit mit Mama, wo sie mich ja sonst immer teilen mussten.

Was hast Du als stillende Mutter vermisst?

Unabhängigkeit und das Gefühl, auch mal ohne Kinder im Hinterkopf entspannt, irgendwo sein zu können.

Die Zusammenfassung aller zehn Teilnehmerinnen der kleinen Blogparade gibt es hier.