Als das frühe Vogerl ganz klein war, war ich eine große Freundin der Wickeltasche. Darin fanden sich Strumpfhosen, Söckchen, Bodies, Windeln, Unterlagen, Spielzeug und Schnuller. Später dann auch noch ein Wasserfläschen, ein Reisegläschen und ein Plastiklöffel. Irgendwas fehlte trotzdem nahezu immer. Irgendwann nahm ich sie dann seltener.

Ausrüstung für einen Abendausflug

Dann ging ich dazu über Stoffbeutel zu packen, mit den wichtigsten Dingen. Ist effizienter, dachte ich mir. Und leichter. Zumal immer deutlicher wurde: Die meisten Mütter tragen die Wickeltaschen nur am Anfang, dann scheint es zwei Trends zu geben.
Coole Muttis: Stopfen alles was unbedingt mit muss in klitzekleine Handtäschen mit denen sie problemlos in jeden Club könnten. Und improvisieren: Statt Holzauto wird der Löffel im Kaffeehaus zum Spielzeug und das Taschentuch zum Feuchttuch.
Nicht-so-coole-Muttis: Haben – passend zu den Outdoor-Klamotten –  nun auch Outdoor-Rucksäcke, wo alles reingeht. Irgendwie scheint darin aber  auch ein Stückchen Weiblichkeit zu verschwinden. Das mit den Beuteln erscheint mir eine gute Zwischenlösung.

Neulich waren ich und meine Handtasche erstmals alleine aus. Kein Stoffbeutel, sondern eine richtige Tasche durfte mit. Mit im Gepäck jede Menge Zeugs. Dazwischen: zwei kleine graue Handschuhe. Hab sofort Heimweh gekriegt. Und die Erkenntnis, dass das mit den Stoffbeuteln doch am besten funktioniert. Muss wohl aus der Zeit sein, als ich noch in der Taschen-Findungs-Phase war.

In welcher Handtasche verpackt Ihr Krempel von Kind und Mutter?

Dieser Text geht zurück auf eine Umfrage von Geborgen Wachsen.