Vor ein paar Wochen frage mich meine Freundin, damals hochschwanger, wie es denn so aussieht mit den Männern der Mamablogger. Kaum einer sei ihr je beim Lesen begegnet und ein bisschen wirke es so als wären wir in den 50ern. Also blogtechnisch.
Dass das nicht ganz so stimmt, wollte ich ihr gerne beweisen und habe Ende Mai zur Blogparade “Männerrollen” aufgerufen, um Stimmen zu sammeln.

Den Anfang machte ich selbst, in dem ich den Vater vom frühen Vogerl in einem Interview kurz vorstellte. Dieser berichtete von unserem Kneipenvorleben und wie unser Hund auf das Kind vorbereitet wurde. Besonders mochte ich auch die Liebeserklärungen einiger Bloggerinnen, die durch die Blogparade zu mir kamen.

Liebe: sichtbar gemacht.

Sarah von mamaskind.de zum Beispiel bedankt sich bei ihrem Mann dafür, dass er immer den Rücken freihält. Katarina von blogprinzessin.de bedankt sich in einem Brief bei ihrem Mann, dass sie seine Frau sein darf. Jessi von feiersun.de stellt fest, dass er der Verstand und sie das Herz ist, und warum das gut so ist. Sehr berührend fand ich den Artikel von cosmopolimam.com, deren Liebe zu ihrem Mann über den Sohn begann. Einer meiner liebsten Beiträge kommt von der Zweifachmama: Sie beschreibt, wie sich die Liebe ändert, wenn die Kinder größer werden. Sarah von Zwergenzimmerchen erzählt, dass sie ihr Mann wirklich lieben muss, sonst hätte er sicherlich nicht zwei Schwangerschaften mit ihr überlebt. Heike von Emma und Lukas geht davon aus, dass jeder glaubt, dass er mit dem besten Mann verheiratet ist, und berichtet, warum sie sicher ist, dass es ihr Mann wirklich ist. Schön fand ich auch den Text von Mama hoch Drei über die Vereinbarkeit vom Eltern-sein-und-Paar-bleiben.

Gewohnt pragmatisch berichtet die liebe AndalusienMutti, warum der Mann so selten vorkommt, einfach weil er nicht so häufig da ist. Endlich kann ich mir das mal ein bisschen vorstellen, mit dem Alltag bei ihr in Spanien.
Sehr gerne lese ich den Blog von Susanne von Nullpunktzwo, und habe mich gefreut über ihren Beitrag mit plausiblem Grund, warum der Mann so wenig Thema ist. Anna von Familie Motte überlegt, ob ihr Mann ein kleines Interview geben soll und ich wäre sehr dafür. Warum die Männer Randfiguren, auf dem Blog und nicht im Leben, sind berichten auch Bella von familieberlin, Dani von Glucke und So und von Frau Venus von dailydress. Zum Redigieren oder Bilder absegnen treten die Männer von Spinnliesl und Biene von Klitzekleinedinge in Erscheinung.

Warum sie die Anonymität besonders schätzt, ihr Zahnarzt, nicht aber ihr Mann eine Rolle in dem Blog hat, berichtet Wunschkindwege. Gleich mit zwei kontroversten Beiträgen ist das Stadtlandkind dabei, einmal warum sie findet, dass sich eingespeichelter Keksbrei und Sex leider ausschließen und über Diskussion mit dem Mann, wenn Frau trotz krankem Kind arbeiten möchte. Eine meiner Lieblingsbloggerinnen hat auch gemacht, wer ist eigentlich der Mann von Rieke von Nieselpriem? Der Mann von der Bloggerin Meermond hat in seinem Bollerwagen seine Zwillingsjungs, statt Bier, und wird deshalb besonders geliebt. Und wie das Leben so ist als Teil eines Twitterpärchen hat schließlich Anne von aenny-cant-sleep beigesteuert. Fast untergegangen wäre der sehr lesenswerte Beitrag von Saskia von Essential Unfairness. Sie schreibt darüber, wie es ist wenn der Familienblog vom Mann gestartet wird.

Ich danke Euch für die vielfältigen Beiträge.

Habt Ihr verpasst, daran teilzuhaben? Oder wollt Ihr erzählen, warum die Männer bei Euch keine Rolle spielen? Weil Ihr alleinerziehend seid, mit einer Frau zusammenlebt oder ganz andere Erfahrungen gemacht habt? Dann kommentiert, oder schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. Ich bin gespannt. Und meine Freundin, die Skeptikerin, sicher auch.