Ich hab mich mal wieder gerne zur Verfügung gestellt, als Bettie mich gebeten hat, ein Buch zu lesen, bei dem sie vermutete, dass es in eine Richtung geht, die nicht ganz ihr Geschmack ist.

Erst mal kann ich dich, liebe Bettie, und auch alle anderen, die empfindlich sind, bei Thrillern, in denen es um Kinder geht, beruhigen: Das ist hier nicht der Fall. Es werden hier keine kleinen Kinder zu Mordopfern oder sie sind auch nicht gefangen in den Händen von irgendwelchen Perversen.

“Der Manipulator” hört sich vom Klappentext her total spannend an und man geht sehr erwartungsvoll ran. Stuart Nicklin ist ein Serienmörder par excellence, der im Gefängnis sitzt und damit raus rücken will, wo eines seiner Mordopfer begraben ist – seine einzige Bedingung: Der Ermittler Tom Thorne muss die Reise auf die einsame Insel, wo die Leiche vergraben ist, begleiten. Das ist eigentlich auch schon die ganze Story. Daneben laufen noch zwei weitere Handlungsstränge – einer davon ist die Geschichte, was vor 25 Jahren auf besagter Insel passiert ist. Titel und Klappentext versprechen einem viel, das beim Lesen dann aber nicht gehalten wird.

Die Geschichte will einfach nicht so richtig in Gang kommen und man erwartet viel mehr Manipulation und Psychospielchen, die man aber einfach nicht bekommt. Alles in allem, versucht der Autor Mark Bilingham eine sehr atmosphärische Stimmung zu schaffen, indem er das Buch auf einer Insel in Wales spielen lässt, aber das allein macht halt leider keinen Thriller lesenswert.

Meine Cousine Steffi springt ein, wenn mir das Buch zu gruselig ist: Danke. Mal wieder. Das Buch scheine ich problemlos lesen zu dürfen. Nur so richtig überzeugt es mich nicht. Habt Ihr Krimi-Tipps für mich?