Obst, das meine Mutter auf einer Platte drapiert. Ein Gemüstestrudel mit einer selbstgemachten Soße von meiner Oma. Der Grießbrei meiner anderen Oma. Der Schokoladenpudding, den mein ehemaliger Mitbewohner immer für mich machte. Die Fischnudeln meines Mannes. Das neue Pasta-Rezept meiner Freundin. Seelenessen, oder Essen, dass einem gut tut, das bereiten für mich meist andere zu.

Aber dennoch: Ein Gericht, dass ich gerne koche, wenn ich mir oder anderen etwas Gutes tun will, habe ich doch: Frittatensuppe. Oder wie man in Deutschland oft sagt: Pfannkuchen in der Suppe.

Das Rezept ist recht simpel. Man vermenge: 180g Mehl, 6 Eier und drei Achtel Liter Milch mit einer Prise Salz. Der Teig kommt in die Pfanne. Das Ergebnis, das theoretisch mit Zucker auch eine Palatschinke sein könnte, schneidet man in Streifen und gibt es in die Suppe. Idealerweise: Viel Einlage, wenig Suppe.

Schmeckt hervorragend, auch wenn es mir in Deutschland schon passiert ist, dass ein Freund – ja, das gibt es bei uns auch für Gäste nicht selten – nach Messer und Gabel verlangt hat.

Dieser Text ist Teil der Blogparade von Papa mit Hut zum Thema #soulfood.