Älteren Menschen gegenüber bin ich positiv eingestellt. Schon immer. Weil sie ja eigentlich so viel schon erfahren haben im Leben. Und, und das wiegt mit Sicherheit schwerer, weil ich meine Großeltern sehr liebe. Und deshalb diesen natürlichen Altersrespekt schon immer hatte.

 

Aber, aber: jetzt geht es los. Kürzlich war ich in einem Einkaufszentrum. Mein Sohn stand niedlich im Eingangsbereich rum. Eine augenrollende Rentnerin stampfte mit dem Krückstock auf – ja, das ist ein Klischee, aber trotzdem wahr – und der dazugehörige Mann murmelte Böses. Als wir uns in unser kleines Eckchen ging es mit netten Blicken weiter.

Ich schau nicht immer freundlich.

Ich schau nicht immer freundlich.
Ich frage mich nur: Warum denn bloß? Warum denn bloß? Rentner, zumindest solche fortgeschrittenen Alters, sind doch auch nicht die schnellsten und sollten doch eigentlich Verständnis haben. Menschen, die nicht immer mithalten können, sollten das doch auch bei anderen akzeptieren. Nein? Ich dachte, wenn einem das Alter eines lehrt: dann Gelassenheit. Aber wohl nicht jeden.

Augenrollende Rentner

Heute waren wir bei Ikea: Anderes Kind, gleiches Spiel. Ich stand mit dem Kinderwagen am Rande, als mich eine Frau laut stöhnend darauf hinwies, dass sie da jetzt vorbei muss. Ein Gesichtsausdruck, als hätte sie soeben ungefähr fünf Jahre Lebenszeit verloren. Tatsächlich vielleicht drei Sekunden: Wir schoben uns ja gleich zur Seite.

 

Ich gestehe: Ich reagiere darauf nicht besonders erwachsen, und zeige entweder die Zunge oder murmle etwas von “blöde Trulla”.

 

Kann natürlich auch nach Hinten los gehen. Wie heute – auch bei – Ikea: Ein Alter Mann schimpft über Kinderschlange. Ich, tapfer zu meinem mir fremden Gegenüber: “Der Frust der Rentner nimmt überhand”. Hinterher hat mich mein Mann taktvoll darüber aufgeklärt, dass ich mich beim Sohn vom Schimpfer über diesen beschwert habe. Na ja.

 

Und wie reagiert Ihr darauf: Wenn jemand über Eure Kinder stöhnt, augenrollt oder sonst wie negativ werkelt, obwohl diese eigentlich gar nichts machen?

 

PS.: Natürlich gab es auch sehr nette Leute – dazu ein anderes Mal mehr.