Partyhütchen, Silvesterraketen und Feiern in großen Gruppen mag ich besonders gerne. Nicht. Von daher feiern wir Silvester immer ähnlich. Nämlich gar nicht.

Schurkenbeardie genießt die Ruhe

Als gutes Argument zählt immer ein Beardie. Seit diesem Jahr nun auch ein kleines niedliches Baby. Deshalb fuhren wir am 26. raus aus Berlin. Denn während Berlin zu Weihnachten herrlich leer ist, will Silvester plötzlich jeder dort sein. Da ist es so laut, dass man glatt vergessen kann, dass es die unschönsten Tage im schönen Berlin sind. Alle fünf Sekunden wird etwas geknallt. Für den Hund ein Fiasko. Für das Baby etwas laut. Für uns aber genau so schrecklich.

Da war außer uns fast niemand unterwegs

Eine Woche hatten wir da dieses wunderbare kleine Häuschen auf der Insel Römö in Dänemark. Zum dritten Mal fuhren wir in diesen Tagen auf die Insel, auf der es eine Ruhe gibt, die man anderswo vermisst. Wo scheinbar jeder zweite einen Hund hat, und sehr weit gehen kann, ohne jemand anderen zu begegnen. Vielleicht ist es dort ja nicht immer so, aber wir waren bisher immer nur im Spätherbst oder Frühwinter da.

Wir hatten eine Woche voller Ruhe mit wunderschönen Spaziergängen, großartigen Tagesschläfchen, viel Lesen, zwei Tatort (zwei Filme in einer Woche!!), einem Drittel gestrickten Schal, gutem Essen, einem Baby, dem der Wind um die Nase weht, einem Hund, der springt und Silvester nur ein paar Stunden genervt ist von ein bisschen Knallerei, ganz wenig Internet und viel Ruhe.

Und das erste Silvester mit dem frühen Vogerl? Großartig. Ein Blick auf die Dünen. Ein Stamperl dänisches Bier zum Anstoßen. Ein Hund, der sich nur kurz fürchtet. Ein Baby, dass das Feuerwerk verschläft. Und Eltern, die es ihm gleichtun.

Ein bisschen irritierend waren nur die Dänen im Nachbarhaus, die plötzlich das Partyhütchen auspackten. Aber jeder feiert schließlich anders. Und wie war es bei Euch so?