“Der Vater des schrecklichen Kindes war auch noch zugehackt bis oben hin: Kein Wunder.”. Diesen Satz sagte eine Frau, schätzungsweise um die 30, zu ihrer Freundin. Und ja, das war tatsächlich 2015. Und es war tatsächlich mitten in Berlin.

Symbolbild.

Bis zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass Tätowierungen heute so etwas sind wie Haarklammern, Mützen, bunte Schuhe oder lustige Lippenstifte: ein weiterer Ausdruck der Persönlichkeit. Nicht mehr und nicht weniger. Anscheinend nicht für jeden.

Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als meine Bloggerkollegin Bella eine neue Interview-Reihe vorgestellt hat. Unter #elterntattos stellt sie jede Woche eine Mutter vor, die sich die Symbole für ihre Kinder versinnbildlicht auf die Haut hat stechen lassen. Das erste Interview kommt gleich von der großartigen Rike Drust, Autorin von Muttergefühle.

Bella hat die Reihe ins Leben gerufen, um Ideen zu sammeln, wie sie selbst die Geburt ihrer Tochter auf ihre Haut transportieren könnte.  Bella erzählt von einer überwältigen Resonanz. Es bleibt also zu hoffen, dass die Mütter wohl doch eher noch ein Einzelfall sind. Ich selbst habe übrigens nur ein Tattoo, mittlerweile fast ein Jahrzehnt alt. Warum es nicht mehr wurden? Mir tut das einfach zu weh.

Und wie steht Ihr zu Tätowierungen?