Im Winter 2014 war ich dickbäuchig, müde und hungrig. Ein bisschen launisch und sehr erwartungsfroh. Ende Februar war der sogenannte ET. Ein gesetztes Datum, das uns zu Eltern machen sollte: Wir wussten alles und gleichzeitig noch nichts.

Erste Insta-Bilder.

Viel ins Kino sollten wir gehen vor der Geburt des Kindes, sagten andere Eltern. Das geht dann eine Weile nicht. Wir entschieden uns fürs Essen gehen: Viatnamesisch, indisch, italienisch und ein paar andere Nationalitäten –  im Februar 2014 haben wir uns durch halb Berlin gefuttert. Essen, schlafen und gespannt sein.


Wie wird es sein?

Am 24. Februar waren wir wieder essen. Eine große Pizza für mich alleine. Und ein paar Süßigkeiten. Und schließlich sogar noch eine Oransoda, das Sodbrennen ignorierend. Im Anschluss holten wir den Kinderwagen, den wir schon vor langer Zeit bestellt hatten. Und dachten nun haben wir wohl alles. Theoretisch kann es dann jetzt auch mal losgehen. 
Und immer ein bisschen diese komische Angst, es nicht zu merken, wenn es denn losgeht. Drei Stunden nach dem Festmahl ging es los. Keine Ahnung, wie ich dachte, dass ich das nicht merken könnte.


Zwei Jahre später

Nun backe ich Kekse. Geburtstagskekse. Bin wieder etwas runder und ein bisschen hungriger. In wenigen Stunden ist es zwei Jahre, dass dieses entzückende kleine Wesen, dieses frühe Vogerl, das Licht der Welt erblickt hat. Dass ich verstanden habe, dass dieses Klischee “Keiner kann Dir vorher sagen, wie viel Du tatsächlich für so ein Kind empfindest” wahr ist. Zwei Jahre, die mich mein Kind verzaubert, und in denen ich so viel über uns alle gelernt habe. Wie sehr ich diese Mutterrolle mag, wie gut wir als Familie funktionieren und wie schwierig das Loslassen doch manchmal ist.

Wie nahe einem manche Menschen plötzlich sind, und wie andere plötzlich weiter wegrücken. Wie sehr mich dieses kleine Lächeln täglich begeistert, und wie sehr ich mich jeden Tag freue diesen Typen zu Mittag von der KITA abzuholen: Und das auch wenn er manchmal etwas müde ist, und nicht ganz so happy über den Abholdienst wie ich. Wie großartig das Gefühl von kleinen gatschigen Händen auf meinem Bauch, und das Hören von Glucksen, wenn jemand den Bagger auf der Straße entdeckt.

Ich bin ein bisschen sentimental: Aber mein Baby wird heute zwei: Happy birthday, frühes Vogerl!