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Leben mit einem Haustier – Werbung

Anzeige. Wir sind eine fünfköpfige Familie. Mutter, Vater, zwei Kinder und ein wuscheliger Bearded Collie. Unsere Kinder kennen seit ihrer Geburt den felligen Typen, dessen Hundefutter sie manchmal durch die Gegend schießen und der im Gegenzug dazu die Figuren aus dem Kasperltheater etwas “verändert”.

Sie wissen, dass sie Dinge, die im Maul des Hundes verschwinden von einem Erwachsenen holen lassen sollen und merken von selbst, wenn der Hund seine Ruhe möchte und dass er diese auch braucht. Wir alle schätzen die Gutmütigkeit unseres Hundes, denn die ist absolut nicht selbstverständlich ist und zeichnet unseren Hund aus.

Andere zu Besuch

Unseren Bearded Collie erwähne ich spätestens dann, wenn Freunde, ob groß oder klein, uns zum ersten Mal besuchen wollen, und damit automatisch unseren Schurkenbeardie kennenlernen.

Manche Menschen haben eine Hundehaarallergie. Für die ist es bei uns nur im Garten nett. ein Langhaarhund ist nun mal ein Langhaarhund. Manche haben ein bisschen Angst vor großen Hunden, manche freuen sich einfach über den Wildfang und manche haben selbst einen Hund, die sehen da überhaupt keine Probleme.

Hunde und fremde Kinder

Manchmal besuchen uns Kinder deren Umgang mit Hunden toll ist: Wie das Mädchen, das mit dem Hund durch den Garten rannte und genau wusste, wann sie das Stöckchen nicht fischen sollte. Der Hintergrund: Der Vater hatte selbst drei große Hunde daheim.

Hin und wieder kommen aber auch welche vorbei, die vor dem Hund Angst haben. Da war das kleine Mädchen, das hysterisch schrie, weil ein Dackel ihr einst schlechte Erfahrungen beschert hat. Oder der Junge der Angst vor unserem Hund hatte, aber in seiner Panik mit dessen Hundenest auf das Sofa sprang: Suboptimal. Oft ist es so, dass diese Kinder kaum Kontakt zu Tieren haben, unseren Hund nicht gut kennen und daher verunsichert sind. Trotzdem ändert das nichts an dem Wunsch nach einem eigenen Tier.

Unsere Kinder und der Schurkenbeardie

Das kann ich gut verstehen. Unsere Kinder profitieren sehr von dem felligen Familienmitglied: So geht unser dreijährige Sohn vor der Kita bereits mit Vater und Hund spazieren, und merkt bereits beim Frühstück, dass diese Runde morgens wirklich sein muss. Er lernt, dass ein Spaziergang unabhängig vom Wetter sein muss, aber natürlich auch je nach Wetterlage unterschiedlich Spaß macht. Unser Junge weiß bereits, dass man keine Schokolade (gefährlich für den Hund) auf dem Tisch liegen lassen darf und dass ein Hund eben kein Plüschtier ist: also weder beritten noch ungefragt bekuschelt werden soll.

Unser eineinhalbjähriges Mächen vollführt mit dem Schurkenbeardie bereits eigene Schurkentaten: Der Hund wird nicht vom Tisch gefüttert, das sehen die Zwei ganz anders und teilen frech ihr Essen.

Tiere und Eltern

Wie viel Zeit so ein Hund eigentlich beansprucht und wo man Hund und Kind doch besser beaufsichtigen soll, diese Dinge lernt man mit Haustier garantiert. Wenn Erwachsene wenig Bezug zu Haustieren haben, können Kinder oft wenig einschätzen, was ein Haustier eigentlich bedeutet. Durch ein Gespräch alleine lässt sich das nicht vermitteln. Zum Glück gibt es für den Fall Experten, die da helfen können, vor allem wenn Kinder darüber nachdenken selbst ein Tier besitzen zu wollen: Experten, die an die Grundschule kommen.

Der richtige Umgang mit den felligen Freunden

Für Grundschüler wurde das Projekt „Liebe fürs Leben” (Tracking Link: ) ins Leben gerufen, das der Tiernahrungshersteller PURINA gemeinsam mit dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) umsetzt. Tierschutzlehrer und Tierärzte gehen in Grundschulen, um dort Sechs-bis-Zehn-Jährigen den idealen Umgang mit Tieren beizubringen.

Der Unterricht ist werbefrei: Inhalte sind die Bedürfnisse der Tiere und welche Aufgaben mit einem Haustier einhergehen. Die Freude, die so ein Tier mit sich bringt, kann man sich nämlich meist schneller vorstellen als die Verantwortung.

Was bedeutet das genau?

Konkret geht es natürlich um Hund und Katz: Wie viel Nähe verträgt eine Katze? Wie viel Zeit braucht ein Hund? Was geht eigentlich mit beiden gut, was nicht? Denn allzu oft, malt man sich Dinge aus und weiß gar nicht, was das eigentlich bedeutet. Hier setzt die Initiative an

Kinder sollen lernen, wie viel Freude es macht mit einem Freund auf vier Pfoten gemeinsam aufzuwachsen, aber gleichzeitig auch wie viel Verantwortung es bedeutet sich täglich um das Tier zu kümmern.
Wenn Ihr euch das auch für die Grundschule eurer Kinder gut vorstellen könnt, bekommt ihr hier: mehr Informationen.

Wie schaut es bei euch aus: Habt ihr ein Haustier und wer kümmert sich ihr oder eure Kinder?

 

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6 Kommentare

  • Avatar
    Reply Agy 31. Januar 2018 at 9:36

    Wow – ich wusste gar nicht, dass es so einen Dienst gibt, finde ich schon gut, denn viele unterschätzen eben doch, wieviel Mühe es machen kann. Wir haben ja “nur” eine Katze und Wellensittiche, aber auch der Kater mag versorgt werden, wenn wir in den Urlaub fahren. Aber Tiere können soviel geben und ich erinnere mich gerne an viele Momente in denen der Kater den Kids Seelentröster und Freund war, grad als sie noch kleiner waren. Er gehört zur Familie und wird heiß und innig geliebt. Kümmern tun wir uns alle gemeinsam, Futter geben, macht der der grad daheim ist und Zeit hat, geknuddelt wird er von allen und die Haustür zu öffnen, wenn er halt rein/raus möchte, macht auch grad der der in der Nähe ist … 😉

    • Bettina Apelt
      Reply Bettina Apelt 2. Februar 2018 at 10:43

      Irgendwann musst Du mir noch verraten, wie Wellensittiche und Katzen nebeneinander friedlich existieren können… 😉

  • Avatar
    Reply Carolin 31. Januar 2018 at 9:58

    Das ist für uns ein super spannendes Thema. Ich hab dir ja mal erzählt, dass Anna leider eine sehr schlechte Erfahrung mit einem Hund gemacht hat und seitdem panische (!) Angst vor Hunden hat. Das geht wirklich soweit, dass sie wie am Spieß schreit, wenn ein Hund an ihr vorbeiläuft. Meistens springt sie dann auch den Kinderwagen, meinen Arm oder einfach nur weg.
    Der Kleine hingegen ist sehr angstfrei und findet alle Tiere super interessant. So ein Training finde ich wirklich wichtig, damit sich beide Seiten, Tier und Kind, aufeinander einstellen können.

    Liebe Grüße,
    Caro

    • Bettina Apelt
      Reply Bettina Apelt 2. Februar 2018 at 10:43

      In Annas Fall wäre das wahrscheinlich mit einer Katze leichter. 😉 Aber im Ernst: Ich wünsche Euch, dass sie bessere Erfahrungen macht, Tiere sind so toll, aber ich verstehe sie auch ein bisschen: Ich hab zum Beispiel diese Angst vor Katzen…

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    Reply Kleinstadtlöwenmama 2. Februar 2018 at 10:19

    Ja, wir haben auch einen Hund – bis September waren es sogar zwei und der Abschied von meiner Hündin fiel uns allen sehr schwer: https://kleinstadtloewen.blog/2017/09/16/ein-abschied/
    Der Hund ist ein vollwertiges Mitglied in unserer Familie und gerade jetzt nach der Trennung vom Löwenpapa war die Präsenz des Hundes ein toller Trost.

    • Bettina Apelt
      Reply Bettina Apelt 2. Februar 2018 at 10:41

      Oh ja, das glaub ich, wenn sich viel verändert, können Tiere eine gute Beständigkeit bieten.

      Alles Gute für Euch. <3

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