Anzeige. Ich bin eine leidenschaftliche Gärntnerin, zumindest gedanklich. Mir gefällt die Vorstellung Salat anzupflanzen, Kräuter zu ziehen, meinem Mädchen die ersten Tomaten zu reichen, oder meinem Jungen zeigen, wo er die Erdbeeren findet. Und, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben: Manches schmeckt aus dem eigenen Garten erst so richtig gut.

 

Leider bin ich praktisch nicht so gut drinnen. Im vergangenen Jahr hatte ich zwar Ideen, wie mir das gefallen könnte, habe aber dann doch andere Familienmitglieder mit unserem Hochbeet betraut. Dieses Jahr sollte es anders laufen. Aber Mitnichten: Wir waren ja den halben Mai unterwegs und seitdem wir wieder hier sind ist es zeitlich knapp. Da stehen andere Dinge im Vordergrund: ein paar Renovierungsarbeiten, ein bisschen Familienzeit und dann ist da noch Alltag – große Gartenaction ist erstmal nicht drinnen.

 

real01So habe ich die Beetplanung erstmal verschoben: Im Juli wollten wir uns  noch einmal damit auseinandersetzen, ob im Gemüsebett dieses Jahr noch etwas möglich ist. Ich tippte auf Kürbis, den Herbsttypen unter den Gemüsen, denn auch im Gartenmarkt herrscht schon ein bisschen Ebbe. Es gibt einfach zu viele Leute, die ihr Gartenvorhaben nicht nur gedanklich hatten, sondern tatsächlich auch noch umgesetzt haben. Da bringt uns real mit seiner Sammelaktion im Juni noch ein bisschen Kräuterflair.

Mein kleiner Bio-Garten

Seit dem 12. Juni und noch bis zum 22. Juli kriegt man dort bei jedem Einkauf über 20 Euro ein Sammelpflanztöpfchen dazu. Wir machen uns also auf, um ein bisschen einzukaufen und uns dabei ein kleines Kräuterjunges zu holen.

 

Vorab habe ich ein bisschen Angst, dass mein Kräuterjunges die Hitze nicht verträgt. Schließlich muss es – frisch eingekauft noch drei Stunden im Auto verbringen, bevor es – wie auch immer – zur Blüte gebracht wird. Meine Angst ist völlig unbegründet unser Kräuterjunges kommt in einem Pappbecher.

 

Die Pflanze ist ein  Mini-to-Go und sieht fürs erste aus wie Astronautenfutter. Unverwüstlich. Noch.

 

Zuhause gießt mein Mann ein Glas ins Töpfchen. Die Quelltablette pufft auf und dann: passiert erst mal gar nichts. Bis zu einer Woche dauert es, bis wir dann endlich Kräuterchen sprießen haben. Geduldig schauen wir regelmäßig nach und tatsächlich bewegt sich was.

 

Zeit im Hochbett Platz zu räumen, sieht gut aus: Außer den Pfefferminz-Sträuchern vom Vorjahr ist da noch nichts. Und während wir von Spaghetti mit Tomatensauce mit eigenen Kräutern träumen, zeigt unser Pflänzlein das erste Grün. Und vielleicht kriegt das Pflänzchen noch Geschwister: im Hochbett ist ja noch ausreichend Platz.

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Und wie kommt Ihr mit Eurer Garten- oder Balkonplanung voran: Habt Ihr schon alles gepflanzt und vielleicht sogar schon geerntet?