Berlin ist zugepflastert mit Wahlplakaten. Sie sind überall. Es gibt die wirklich gruseligen der AFD, die sagen, dass man sich hier zu Lande “Neue Deutsche selber macht” und die weniger gruseligen von anderen Parteien. Manche sind beschmiert. Manche sind es nicht.

 

Ich schaue sie mir alle an, wenn ich mit dem Auto dran vorbei fahre. Es sind Plakate für Politiker, die in dem Land, in dem ich lebe, regieren wollen: Sie wollen Stimmen. Meine kriegen sie alle nicht. Denn obwohl ich seit 13 Jahren in Deutschland lebe, habe ich hier keine Stimme.

 

Mein Wochenende besteht also nicht aus Aufrufen zur Wahl: mein Wochenende hat mit der Wahl wenig zu tun.

 

Wir gehen spazieren. Zu Fünft.

 

Wir gehen durch den Prenzlauer Berg zu Viert und hängen dort ab.

 

Wir essen Kuchen.

 

Kein Bild. 

Sonntagnachmittag verschwindet mein Mann kurz. Und wählt.

 

Aber natürlich darf ich auch wo wählen. An einem Ort an dem ich schon lange nicht mehr wohne, deren Politik aber mir dennoch nicht egal ist. Aber dafür habe ich noch ein bisschen Zeit.

 

Heute bin ich erstmal mit ängstlich, denn auch wenn das Land meine Stimme nicht haben will, werde ich die Auswirkungen spüren und hoffe auf ein gutes Ergebnis.

 

Was ist mit Euch: Ward Ihr wählen?

 

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen: Sicher auch mit dem einen oder anderen Selfie aus der Wahlkabine.