Ich mit Buch
Elternfragen

Trotzphase: „..Das Gehirn eines Kindes, das gerade einen Wutanfall hat, ist in einer akuten Krise…“-Elternfragen-Interview mit Expertin Katja Seide

Mit „Elternfragen“ möchte ich ab sofort einmal wöchentlich mit Experten reden, Mythen hinterfragen und Antworten auf Fragen finden, die sicher nicht nur mich beschäftigen. Fragen stellen finde ich nicht nur bei Kindern wichtig.

 

Heute geht es um das Thema Trotzphasen. Wie komme ich mit der eigenen Hilflosigkeit klar, was mache ich, wenn im Supermarkt die Post abgeht und welche Fragen sind wirklich wichtig: Antworten gibt Katja Seide (alias Snowqueen vom Blog „Das gewünschteste Wunschkind„), die mit ihrer Kollegin grad den Bestseller Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen (Amazon Link) zum Thema geschrieben hat.

 

Manche sagen heute, dass es das „Trotzalter“ gar nicht gibt. Ihr habt einen Bestseller über den erfolgreichen Umgang mit Trotzphasen geschrieben: Wie würdest Du die „Trotzphasen“ definieren?

Die Kernaussage unseres Buches ist eigentlich, dass es den Trotz, den unsere Eltern und Großeltern in unseren Kindern zu erkennen glauben, eigentlich gar nicht gibt. Es gibt natürlich Wutausbrüche und Verweigerung, es gibt Auf-den-Boden-werfen vor Verzweiflung und es gibt „Du doofe Mama!“-Aussagen, aber das alles passiert nicht, wie die Experten früher dachten, um „die Grenzen auszutesten“ oder „zu sehen, wie weit man gehen kann“. Auch die Definition einer „Ablösung von den Eltern“ im Sinne einer Autonomiephase halte ich nicht für ganz richtig.

 

Das heißt aber nicht, dass ich nicht sehe, dass es in jedem Fall eine sehr herausfordernde Phase im Alter zwischen etwa einem und fünf Jahren gibt. Über diese Herausforderungen und ihren Ursprung haben wir geschrieben. In dieser Zeit erlernen Kinder zum Beispiel den Umgang mit bisher unbekannten Emotionen. In dem Moment, in dem ein Kind erkennt, dass es eine eigenständige Person ist und seine Wünsche nicht immer mit denen seiner Umwelt übereinstimmen, fühlt es zum Beispiel zum ersten Mal Wut. Dieses Gefühl ist neu, es ist überwältigend und überfordert mit seiner Wucht das Gehirn, so dass es dort zu einer emotionalen Kurzschlussreaktion kommt. Wenn ein Kind noch nicht gut genug mit Worten ausdrücken kann, was es will, wird es vor Verzweiflung wütend. Wenn ein Kind etwas aus Neugier und Lernwillen ausprobieren möchte, aber seine Eltern das nicht zulassen, wird es wütend. Wenn ein Kind etwas schaffen möchte, aber es gelingt nicht so, wie es sich das vorstellt, wird es wütend.

 

Dieses Gefühl – und all die anderen Gefühle auch – beherrschen zu lernen, dazu braucht das Kind viel Zeit und viel Übungsraum. Ich glaube, dass die sogenannte Trotzphase eben die von der Natur eingerichtete Spielwiese ist, diese Gefühle zu erleben, zu lernen, sie gesellschaftsfähig auszudrücken und sie als normalen und guten Bestandteil des eigenen Charakters zu integrieren. Das heißt, dass wir Eltern uns im Prinzip über jeden Wutanfall freuen könnten, da er unser Kind ein Stück weiter in seiner Entwicklung bringt. Aber ok, dieser Gedanke ist vielleicht eher utopisch. Ich bin auch genervt, wenn mein Sohn (2,5) zum fünften Mal am Tag schreiend zusammenbricht, weil DER DOOFE BAUSTEINTURM NICHT STEHEN BLEIBT….wuuuääääh! Da kann ich mir noch so oft sagen, dass er gerade lernt, mit kleinen Frustrationen umzugehen – mich stört das Geschrei trotzdem. Ich schimpfe deswegen aber nicht, oder rede seinen Frust klein („Das ist doch nicht so schlimm!“), und ich zeige ihm auch nicht die kalte Schulter, wie es die Generationen unserer Eltern oder Großeltern vielleicht in dieser Situation gemacht hätten.

 

Euer Buch habe ich wirklich gerne gelesen und mich in vielen Dingen wiedergefunden. Besonders gut gefallen hat mir die Kernaussage „So viele Ja’s wie möglich“ machbar machen. Welche Tipps hast Du hier für den Alltag?

Foto BestsellerlisteUns Eltern wird ja gerne eingeredet, wir würden kleine Tyrannen heranziehen, wenn wir zu viel erlauben. Wir würden schon sehen, dass unsere Kinder uns irgendwann auf der Nase herumturnen würden. Aus dieser Angst heraus sagen viele Eltern zu oft Nein. Das führt aber möglicherweise bei ihren Kindern zu innerem Frust, denn ihr natürliches Explorationsverhalten wird dadurch sehr gestutzt. Das wiederum kann dazu führen, dass die Kinder ihrerseits nicht mehr kooperativ sind – es wird ihnen ja nicht vorgelebt. Wir plädieren deshalb dafür, diese Angst des Verwöhnens abzulegen, und eine „Ja-Umgebung“ zu schaffen, also die Wohnung für eine Zeit lang so einzurichten, dass man möglichst wenig verbieten muss.

 

Ich zum Beispiel habe, als meine Töchter klein waren, die Toilettenbürste nach oben weggestellt, weil ich nicht wollte, dass sie dieses keimige Ding untersuchen. Dafür habe ich ihnen eine neu gekaufte Bürste ins Kinderzimmer zum Spielen gegeben. Die konnten sie meinetwegen auch anlecken und ihre Neugier so ganz und gar ausleben. Als sie dann alles über die Toilettenbürste wussten, was es zu wissen gibt, und nicht mehr scharf darauf waren, konnte ich die im Bad wieder runterstellen – ich musste nicht ein einziges Mal Nein zu ihnen sagen.

 

Eine Freundin von mir fand dieses Vorgehen total schlimm. Sie meinte, Kinder müssten manchmal eben auch einfach mal akzeptieren, dass bestimmte Dinge eben nicht gehen. Sie würde ihren Sohn immer wieder von der Toilettenbürste wegschleppen und laut und deutlich Nein zu ihm sagen. Irgendwann hätte er es dann verstanden. Na klar, das kann man so machen und es funktioniert auch nach einer Weile. Ich finde nur, dass Erziehung sich nicht wie ein ermüdender permanenter Kampf anfühlen sollte. Ich finde es ganz natürlich, dass ein Kind Interesse an der Toilettenbürste hat und denke, man kann das Kind sie untersuchen lassen – wenn sie nicht gesundheitsgefährdent ist. Ich überlege also als Erwachsener, wie ich dem natürlichen Drang des Kindes, alles über die Klobürste zu lernen, entsprechen kann – ich versuche, so viele Ja`s wie möglich zu realisieren.

Es gibt doch noch viele, viele andere Situationen, in denen ein Nein unbedingt sein muss (an die Steckdosen gehen, über die Straße rennen, auf die heiße Herdplatte fassen, ans offene Fenster gehen) und an denen kann mein Kind dann lernen, dass es manche Dinge eben nicht darf. Im Buch haben wir deshalb ein paar Leitfragen gestellt, damit Eltern besser einschätzen können, ob sie etwas wirklich verbieten müssen:

1. Ist es lebensgefährlich?

2. Ist es problematisch, wenn es kaputt geht?

3. Ist das Nein ein Nein aus Bequemlichkeit?

4. Ist das Kind entwicklungspsychologisch überhaupt schon in der Lage, das Nein einzuhalten?

5. Tut mir das Ja körperlich oder psychisch weh?

Gerade die Neins, die aus Bequemlichkeit gesagt werden, sind die, die im Alltag gut vermeidbar sind. Aber zu diesen Punkten können deine Leser_innen dann in unserem Buch genauer lesen, das würde hier den Rahmen sprengen…

 

Kratzen, beißen, zwicken: Ihr macht sehr deutlich, dass es recht wenig bringt, zum Beispiel einem Zweijährigen zu erklären, dass Zwicken der Mutter weh tut. Der Grund ist
schlüssig, weil die Kinder da noch nicht empathiefähig sind. Ab wann funktioniert das, und vor allem was macht man davor?

 

KatjaNun, dass mir das Zwicken weh tut, kann man auch schon einem Zweijährigen sagen. Man sollte nur nicht erwarten, dass er deshalb damit aufhört – das liegt noch nicht in seiner Kompetenz. Man braucht ihn wegen des Zwickens auch nicht ausschimpfen. Es ist ja eine impulsive Reaktion, die eben aufgrund der Unreife des Gehirns noch nicht unterdrückt werden kann. Meines Erachtens ist es sinnlos, ein Kind für etwas auszuschimpfen oder gar zu bestrafen, das es aufgrund seines Alters noch gar nicht leisten kann. Dennoch kann man deutlich signalisieren, was sein Verhalten mit mir macht– und das sollte man auch unbedingt tun.

 

Es ist wichtig, dem Kind zurück zu melden, welche Emotionen durch sein Tun ausgelöst
werden, denn diese Reaktion werden in seinem Gehirn als Referenz für spätere, ähnliche Situationen abgespeichert. Wenn es dann alt genug ist, um sich in jemanden anderes einzufühlen (Empathie) oder dessen Sicht der Dinge zu erkennen (Perspektivenwechsel), würde der Impuls, zu zwicken, vom Gehirn unterdrückt werden, wenn das Kind vorher abgespeichert hat, dass das dem anderen Menschen weh tut und dieser dann zu weinen beginnt.

 

Kinder müssen lernen, Körper- und Gesichtsausdrücke bei anderen zu erkennen, zu entschlüsseln und einem Gefühl zuzuordnen. Emotionale Zeichen wie Tränen für Traurigkeit oder zusammengezogene Augenbrauen für Wut helfen bei der Entschlüsselung. Wenn ein Elternteil gehauen wird und dabei (bspw. aus der Erwägung, dass das Kind ja noch nicht empathisch sein kann) keine Regung zeigt, dann wird das Falsche im Gehirn abgespeichert.

 

Es gibt nur eine kurze Zeitspanne, in der das eben Gesagte nicht gilt – im Alter von 1-2 Jahren sind Kinder eher am Ursache-Wirkungs-Prinzip interessiert. Wenn man da laut aufschreit, wenn es zwickt, dann wird es das eher öfter machen, weil auf seine Ursache (das Zwicken) eine so interessante Wirkung (das Schreien) gefolgt ist. Es würde dann öfter zwicken, um zu erforschen, ob diese Reaktion immer wieder so auftaucht. Und das ist ja nicht im Sinne der Eltern. In diesem Altersabschnitt raten wir also tatsächlich eher dazu, das Zwicken/Hauen/Beißen zu übergehen, ohne viele Emotionen zu zeigen. Dann hört es schneller auf, weil es keine Wirkung erzielt.

Verständnis, Geduld und Liebe: Das klingt wie ein wunderbares Patenrezept Was macht man, wenn das Kind aber trotzdem nicht aufhört zu bocken, und man – just in dem Moment – aber wirklich dringend los muss? 

 

Ja, das ist wirklich eine schwierige Situation. Also, erst einmal hilft es langfristig, wenn man als Elternteil eben auch kooperativ ist, d.h. wenn möglich, auf die Wünsche der Kinder eingeht. Je öfter sie Kooperation vorgelebt bekommen, desto leichter fällt es ihnen, ebenfalls kooperativ zu sein. Ich zum Beispiel sitze nach dem Abholen oft noch eine halbe Stunde in der Garderobe der Kita, weil mein Zweieinhalbjähriger noch rumalbern will, oder dort noch mit seinen Autos spielen will, oder was auch immer. Ich warte einfach ab, bis er bereit ist, freiwillig zu mir zu kommen und sich anziehen zu lassen. Ich sage zwischendurch immer mal, dass ich gerne gehen möchte, aber ich schnappe ihn mir nicht, um ihn anzuziehen. Letztens aber mussten wir dringend pünktlich nach Hause, weil wir einen Handwerker erwarteten. Ich hatte also keine Zeit, abzuwarten. Doch mein Sohn war auf seine übliche Routine eingestellt und wurde bockig, als ich sagte, heute müssen wir schneller los. Ich merkte, dass er in eine Verweigerungshaltung ging und wurde innerlich ein bisschen verzweifelt, weil ich den Zeitdruck spürte. Ich sackte äußerlich so ein bisschen zusammen und sagte: „Es ist mir wirklich wichtig, dass wir schnell losgehen. Ich möchte dich jetzt anziehen. Bitte.“ Er stand einen kurzen Moment unschlüssig vor mir, dann gab er sich einen Ruck und kam. So läuft es im Idealfall.

Natürlich gibt es auch Situationen, da können die Kleinen dann nicht von ihrem Wunsch abrücken und verweigern ihre Kooperation. Für solche Fälle habe ich eine Art Checkliste, die ich abarbeite. Ich habe nämlich festgestellt, dass das Nein eines Kindes oft nicht einfach Nein bedeutet, sondern eher: „Jetzt nicht.“, „Hier nicht.“ oder auch „Du nicht.“ Da ich nicht weiß, welches dieser Neins mein Kind meint, klopfe ich alles vorsichtig ab. Will er vielleicht jetzt nicht mit, weil er ins Spiel vertieft ist? Kann ich noch fünf Minuten warten? Oder kann ich ihn mit dem Kompromiss, sein Spielzeug mitzunehmen, zur Kooperation bringen? Möchte er sich vielleicht hier nicht anziehen lassen, weil ihm der Schneeanzug im Haus zu warm ist? Kommt er, wenn ich im vorschlage, den Schneeanzug im kühlen Treppenhaus anzuziehen? Oder möchte er gerade nicht von mir angezogen werden, aber seine Schwester dürfte das? In 9 von 10 Fällen kann ich so seine Verweigerung umwandeln in aktive Kooperation. Bleibt noch das eine Mal, bei dem das alles nicht funktioniert. Wenn es wirklich, wirklich wichtig ist, würde ich dann meine körperliche Überlegenheit einsetzen, und ihn gegen seinen Willen hoch- und mitnehmen.

 

Mit solchen Maßnahmen bin ich aber sehr vorsichtig, weil ich glaube, dass sie dem natürlichen Kooperationsbestreben schaden. Je öfter wir Großen unseren Willen durchsetzen, weil wir es aufgrund unserer körperlichen Überlegenheit können, desto weniger offen sind Kinder, Dinge freiwillig zu tun, wenn es uns wirklich wichtig ist. Hier kommt wieder der Punkt der vermeidbaren Neins ins Spiel. Nehmen wir nochmal das Beispiel beim Abholen nach der Kita. Viele Kinder wollen sich eigentlich nicht so schnell anziehen lassen, sondern noch ein bisschen in der Garderobe abhängen, sich mit Freunden unterhalten etc. Sie werden aber von ihren Eltern angehalten, schnell zu machen – sie sollen also kooperieren, weil die Eltern schnell nach Hause wollen. Wenn man sich hier die Zeit nimmt, nach dem Tempo des Kindes zu gehen, vermeidet man ein Nein aus Bequemlichkeit („Nein, du kannst jetzt hier nicht mit deinem Freund quatschen, weil ich nach hause will, um das Abendbrot vorzubereiten.“). Ich möchte nicht falsch verstanden werden – es ist natürlich legitim, schnell nach hause zu wollen, weil man Hunger hat und müde vom Tag ist! Aber wenn man es kann, dann sollte man an dieser Stelle dem Kind die halbe Stunde Übergangszeit gewähren, weil so Stress vermieden wird, das Kind ein gutes Gefühl hat und man selbst mit wenig Aufwand Kooperation vorlebt.

 

Kürzlich war ich ganz alleine einkaufen. Es waren fast nur Mütter mit Kindern, im Alter zwischen 1 und 4, unterwegs und wirklich alle wirkten etwas gestresst. Die
Kinder wollten in die andere Richtung, noch ein bisschen mehr Schokolade oder
den Wagen haben, der grad nicht verfügbar war. Die Mütter streichelten,
schimpften, drohten oder warteten ab.

Was ich wirklich schlimm fand, waren die anderen Passanten, die allesamt gute Tipps
parat hatten, wie die Mütter ihre Kinder „wieder in den Griff“
kriegen. Was rätst Du Eltern, dass Sie sich durch Publikum nicht aus dem Konzept bringen lassen? Was Passanten, dass sie Eltern stärken, ohne aufdringlich zu sein?

Für die Eltern: Seufz, ja… in solchen Situationen war ich auch schon. Das Kind ist müde, hungrig oder überreizt und schwupp, gibt es einen mega Wutanfall beim Süßigkeitenregal des Supermarkts. An sich ist diese Situation ja nicht dramatisch – man begleitet das Kind eben so gut es geht und bietet Trost an. Schlimm sind tatsächlich eher die anderen Menschen. Man wird angeschaut wie die letzte Erziehungsversagerin, da werden Köpfe geschüttelt, oder gemurmelt, dass es früher so etwas nicht gegeben hätte. Manche gut meinenden Mitmenschen sprechen das wütende Kind an und sagen, es habe ja schon kleine Hörner oder auch, dass das alles doch nicht so schlimm sei…. Hilfreich ist das alles jedenfalls eher nicht.

 

Dass uns die Einmischung der anderen Menschen zusätzlich zum Wutanfall auch noch stresst, können wir nicht ändern. Was wir aber üben können, ist der Umgang mit der Einmischung. Mir haben da zwei Dinge geholfen.

Zunächst einmal weiß ich, dass in so einem Stressmoment auch in meinem Erwachsenengehirn das Sprachzentrum so gut wie ausgeschaltet wird. Ich denke, das kennt jeder von uns: Wenn wir aufgeregt sind, fallen uns keine schlagfertigen Antworten ein, unser Gehirn ist irgendwie blockiert. Deshalb habe ich eine Antwort auf eine Einmischung zuhause in ruhigen Momenten vor dem Spiegel geübt. Ich sage meist: „Danke, dass sie Anteil nehmen und sich um mein Kind sorgen. Das ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. Zu viele Menschen denken nur noch an ihr eigenes Wohl. Sie sind da eine echte Ausnahme. Wissen Sie – das hier ist mein drittes Kind, und ich habe die Situation im Griff. Ich weiß, wie ich das am besten löse. Mein Sohn ist einfach müde und hungrig, aber wir schaffen das schon. Im Moment brauche ich Ihre Hilfe nicht, aber danke, dass Sie sie angeboten haben“. Und dann drehe ich mich um und widme mich ganz und gar meinem Jüngsten und seiner Wut. Meist gehen die Leute dann weiter. Eine kürzere Antwort wäre eigentlich noch besser, aber da ich meist von älteren Mitmenschen angesprochen werde, will ich so nett wie möglich antworten.

 

Das Zweite, was mir hilft, ist der Gedanke, wer eigentlich Priorität in meinem Leben hat: ein fremder Mensch, der sich in einem öffentlichen Raum, aus dem er auch weggehen könnte, von meinem schreienden Kind gestört fühlt, oder mein schreiendes Kind, das gerade von den heftigsten Gefühlen aller Zeiten geschüttelt wird und allein mit diesen Emotionen noch nicht umgehen kann? Ich will damit nicht sagen, dass wir alle egoistisch sein sollten und unsere Kinder überall stören lassen können, „weil es nun einmal Kinder sind“. Das nicht. Aber das Gehirn eines Kindes, das gerade einen Wutanfall hat, ist in einer akuten Krise – es braucht emotionalen Halt und Co-Regulation, um damit fertig zu werden. Ich finde es wichtig, meinem Kind in diesem Moment zur Seite zu stehen und nicht, die Erwartungen wildfremder (!) Menschen, die erwachsen sind (!) und sich gerade nicht in einer akuten emotionalen Krise befinden (!), zu erfüllen. Dieser Gedanke hilft mir, selbstbewusst bei meinem Kind zu bleiben und nicht aus gesellschaftlichem Druck heraus etwas zu tun, was gegen mein Muttergefühl spricht.
Für die Passanten: Schwer finde ich, pauschal zu sagen, was Passanten tun können, um Eltern zu stärken, ohne aufdringlich zu sein. Wir sind ja alle verschieden, demnach hilft uns allen etwas anderes, oder? Ich versuche meist, mitfühlend zu gucken und dann weiterzugehen, weil genau das mir in der gleichen Situation helfen würde. Von anderen Müttern habe ich gehört, dass sie es erleichternd fanden, wenn ihnen anderen Menschen zuflüsterten: „Diese Phase geht wieder vorbei!“ oder „Sie machen das wirklich gut!“

 

Danke Dir für die ausführlichen Antworten, liebe Katja.

 

Vergangene Woche hat Nora ihr Wissen zum Thema Schlaf geteilt.

 

Wenn Ihr ein Thema habt, über das ich unbedingt mal mit einem Experten reden soll, dann schreibt mir doch eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.

 

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Mädchen chillt
Alltag

12 von 12: Unser Alltag in Bildern

Wie immer am 12. des Monats gibt es unseren Alltag in 12 Bildern.

Brot

Wir starten den Tag mit Toast.

Müsli

Und Müsli.

 

 

Selfie

Unterwegs schnell Zeit für ein Selfie. Es ist kalt im Auto.

Kaffeehaustisch

Ein Kaffeehaus-Date steht an: Dort vergesse ich allerdings bei netter Unterhaltung aufs Foto machen.

Gemüsestaberl

Schnelle Küche.

Schokolade

Und Schokolade.

Schneematsch

Schnell zur Kita rutschen.

Mädchen chillt

Und dann ein bisschen abhängen.

Kaffee

Ein bisschen Blogzeit.

Bearded Collie

Nachmittags haben wir noch ein Kaffee-Date: wieder ohne Foto. Dafür eines vom hungrigen Hund.

Ein guter Plan

Und noch ein bisschen Blogdingens.

 

Spielzeug auf Tisch

Und hier noch ein bisschen Krams.

Wir haben den Film „Cars“ übrigens nie gesehen, haben aber wohl wirklich viel davon. Und anscheinend liegt bei uns überall Spielzeug rum. Das kennt Ihr doch auch, oder?

 

Mehr 12 von 12 gibt es bei Draußen nur Kännchen.

Familienrollen

Aufgewachsen ohne Vater: „Ich hatte nie das Gefühl, einen Vater zu brauchen.“ -Benjamin im Familienrollen-Interview

Jeden Donnerstag erscheinen hier die Familienrollen, die eine andere Familie vorstellen. Diese Woche ist Benjamin zu Gast: Er ist Vater eines kleinen Jungen, hat aber seinen eigenen Vater nie wirklich kennengelernt. Warum das so ist, und wie er das findet: Das und mehr erzählt er im Interview. 

 

Als ich auf der Suche nach einem Interviewpartner, der ein Elternteil nie kennengelernt hat, hast Du Dich gemeldet. Wie bist Du aufgewachsen? 

 

Direkt nach meiner Geburt ist meine Mutter mit mir zu meinen Großeltern gezogen, die im oberen Teil ihres Hauses noch ausreichend Platz parat hatten, uns für eine gewisse Zeit unterzubringen. Meine Eltern haben im Grunde wohl schon vor meiner Geburt gewusst, dass es mit den beiden nichts für die Ewigkeit wird und haben sich dann irgendwo um meine Geburt herum getrennt, verheiratet waren sie nie. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich der Grund für die Trennung gewesen bin, mein Vater also vor der Verantwortung als Vater fliehen wollte. Wenn dem doch so gewesen sein sollte, konnte meine Mutter das immer gut vor mir verbergen.

 

In der DDR war es ja irgendwie so geregelt, dass alleinerziehenden Müttern schneller freie Wohnungen günstig angeboten wurden, damit diese eine Bleibe hatten. (Wie genau das alles gesetzlich lief ,weiß ich leider nicht mehr, darüber wurde selten gesprochen) So bekamen auch wir recht schnell eine Wohnung in einem Plattenbau angeboten, die knapp 60qm groß war, anfangs noch einen schönen Kachelofen besaß und wo ich mich bis heute an jede noch so kleine Ecke eines jeden Zimmers erinnern kann. Dort lebten wir zu zweit bis ich dann 12 Jahre alt war. Wir lernten, als ich 10 war, meinen jetzigen Vater kennen und zogen dann mit diesem noch einmal zwei Jahre später in eine weitere Wohnung, bis es dann irgendwann mal hieß: Wir bauen bei den Großeltern an, es geht in ein Haus!

 

In den Jahren nach dem Umzug aus dem Haus meiner Großeltern lernte meine Mutter auch ein oder zwei Männer kennen, sie wollte ja schließlich auch nicht alleinerziehend bleiben und da hatte ich auch immer Verständnis für.

 

Mir war das natürlich trotzdem immer nix mit den Typen, ich hatte nie das Gefühl, einen Vater zu brauchen – wahrscheinlich weil ich es zuvor nie anders kennengelernt habe.

 

Bis sie dann gegen ’95 Mathias kennenlernte, den ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe und ihn auch binnen kürzester Zeit versuchte mit „Paps“ oder „Papa“ anzusprechen. Hat ihm offensichtlich gefallen, denn ich durfte das beibehalten.

Deine Vater war abwesend, in wie weit wurde das in Deinem Umfeld thematisiert?

 

Die Abwesenheit meines Vaters war tatsächlich nie ein Thema. Mir war schon sehr früh bewusst, dass ich natürlich auch einen Vater habe (als Kind muss man ja auch den Fakt erst einmal begreifen lernen), dass dieser aber nun einmal nicht mehr bei uns lebt und eine neue Familie gegründet hat. Meine Mutter konnte immer gut Kind und Arbeit unter einen Hut bekommen. Sie nahm damals nebenbei noch an Fortbildungen/Schulungen teil, machte eine Ausbildung zur Malerin und wechselte irgendwann durch die Möglichkeiten, die sich ihr boten, in eine ganz andere Schiene als Rechtsanwalts-Fachangestellte. Dort arbeitet sie auch heute noch.

 

Ich fühlte mich nie vernachlässigt, wurde aber auch viel von meinen Großeltern betreut, wenn es nötig war. Das war auch schön, denn wir lebten generell alle eher so zusammen, als wohnten wir alle in einem großen Haus, ganz so wie es kurz nach meiner Geburt ja auch war. Ich habe auch nie erlebt, dass irgendwann einmal abfällig von meinem leiblichen Vater gesprochen wurde. Es gab einfach keinen Bedarf danach, ihn zu thematisieren. Meine Mutter hatte sicherlich damals gerade in Sachen Unterhalt, etc. häufiger gedanklich und sicher auch persönlich mit ihm zu tun. Davon bekam ich aber eben auch nie etwas mit.

 

Wie kam es schließlich zum Kontakt zu Deinem Vater? 

Ich erinnere mich noch daran, dass ich irgendwo im Alter von acht Jahren auf der heimischen Couch gesessen habe und gerade mein Abendbrot mümmelte. Dann klingelte das Telefon und der erste am Apparat war natürlich ich. Meine Mutter spurtete aus dem Bad ins Wohnzimmer und übernahm dann das Gespräch. Alles wie immer. Nur, dass der Mann am anderen Ende, der der so zögerlich „…..Hallo?…… Bist du Benjamin?….. Ob du mir deine Mama mal ans Telefon holen könntest?“ gefragt hat, mein leiblicher Vater gewesen ist. Meine Mum meinte direkt nach dem Telefonat „Das war übrigens Henry, dein Vater.“ Für einen kurzen Moment dachte ich darüber nach, wie ich wohl reagiert hätte, wenn ich das im Vorfeld gewusst hätte. Hätte ich ihn ausgefragt zu seiner Person, zu dem Grund, warum er uns damals verlassen hat? Keine Ahnung.
Nun bist Du selbst Vater eines Sohnes: Hat sich dadurch noch mal ein anderer Blick auf Deinen Vater ergeben?

 

Mutter mit Kind

Mutter mit Kind

Unser Sohn kam im August 2012 zur Welt. Dass das ein enormer Umstieg im Leben eines jeden ist, muss ich wohl niemandem erzählen.

Der Blick auf meinen Vater hat sich glaube ich nur in der Form geändert, dass ich heute überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie man seine Frau und sein Kind verlassen kann.

Bei dem bloßen Gedanken daran schnürt sich mir immer der Hals zusammen. Man hört so oft, dass Menschen Kinder in die Welt setzen und danach keine Schwierigkeiten haben, ihre Partner und das Neugeborene zu verlassen. Nun habe ich aber auch andere Berührungspunkte zu meiner Frau und meinem Sohn, als es mein leiblicher Vater damals zu uns hatte.

 

Ich bin mehr als glücklich verheiratet, liebe auch meinen Sohn vom ersten Tag an und versuche mit beiden so viel Zeit wie möglich am Tag zu verbringen, was auch nicht immer leicht fällt. Mein Vater schien damals ja schon den Entschluss gefasst zu haben, dass eine Trennung unumgänglich ist. Da ändert wahrscheinlich auch ein kurzer Kontakt zum dann sicher nicht mehr ganz so gewollten Kind nichts mehr dran. Lieber die Trennung vollziehen und Mutter und Kind allein zurechtkommen lassen und jeder versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dass das klappen kann, hat mir meine Mutter eindrucksvoll bewiesen!

 

Ich fühle mich dadurch aber eben nicht vordefiniert. Ich habe nicht das Gefühl, dass es das normalste der Welt ist, so zu agieren, wie es meine Eltern damals taten. Meine Frau ist bei uns beiden diejenige, die immer wieder mal danach fragt, ob ich nicht doch mal Interesse daran hätte, wenigstens ein Mal mit Henry zu reden. Eine Aussprache, die beide entlasten soll und dass man diese innere Ungewissheit nach dem „Wer ist dein Vater eigentlich?“ endlich mal hinter sich lassen kann.

 

Das „Problem“ ist, mich belastet da überhaupt nichts. Ich habe nicht das Gefühl wissen zu müssen, wer mein leiblicher Vater ist. Er hat sogar zwei weitere Kinder, Söhne, in die Welt gesetzt. Auch zu den beiden fehlt mir völlig der Bezug. Es gibt sie, die beiden sollen ein glückliches Leben führen, aber damit ist das für mich auch gut. Wenn ich es recht mitbekommen habe, lebt mein Vater auch immer noch in dem Ort, in den er damals nach der Trennung irgendwann gezogen ist. Knapp eine halbe Stunde entfernt von meinem Geburtsort Waren Müritz.

Dein Sohn ist noch ein Kleinkind. Bestimmt machst Du mit ihm Dinge, die Du selbst in der Form gar nicht aus Deiner Kindheit kennst. Wer ist Dir Vorbild für Deine Vaterrolle?

 

Ich versuche halt ein Vater zu sein, wie der Volksmund ihn gerne beschreibt. Fürsorglich, erziehend, liebevoll und trotzdem eine gewisse Strenge, die ab und an einfach gewisse Mentalitäten unseres Sohnes im Zaum halten soll. Das gelingt mir natürlich alles nicht immer, ich knicke gern mal ein, wenn er lange genug niedlich jammernd um etwas bettelt. Auch erlebe ich mich des Öfteren, wie ich meine innere Weißglut wieder löschen muss, bevor ich ein Wort heraus bringe, da er den Bogen einfach mal überspannt hat. Das kennen, denke ich, alle Eltern. Aber grundsätzlich agiere ich so, wie es mir mein Verstand vorgibt. Man weiß ja eigentlich als einigermaßen „normal“ erzogener Mensch, was sich gehört und was nicht. Ein Kind hat Bedürfnisse, die Eltern irgendwie ja auch schnell kennenlernen und ohne langes Überlegen doch das Richtige tun.

 

Meine Mutter war mir immer ein gutes Vorbild, sie hat mir schon damals rechtzeitig zu verstehen gegeben, was ich darf und was nicht. Auch ich wusste, wie ich meine Optionen ausreizen konnte. Das ist ja so eine geheime Superkraft von Kindern.

 

Aber sie war immer liebevoll bemüht, mich zu behüten und trotzdem auch mal mahnend zu erziehen, wenn es notwendig war. Das versuche ich auch bei unserem Sohn anzuwenden. Aber schließlich soll auch meine Frau ihre Einflüsse einbringen können, das ist mir wichtig: Unser Kind – unsere Erziehung.

Das gilt auch bei Musik, Liam hört seine CDs oder Radio Teddy. Sitzt er bei mir im Auto will er Papas CDs hören. „Papa, machst du Broilers an?“ „Papa, ist das Volbeat?“ Natürlich muss ich aufpassen, ist ja nicht jeder Text was für’s Kind. Aber generell scheint ihm unser Musikgeschmack zu gefallen. Meine Mutter hat mich nie auf Kinderlieder getrimmt, im Radio lief was kam und im Auto trällerten die Kassetten mit Hits der Achtziger. Ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Frau sich so liebevoll um unseren Sohn kümmert. Wir sind beide berufstätig und Papa ist nach der Arbeit oft im Haus beschäftigt mit Umbauarbeiten. Sie gibt ihm den Halt, den er bei Papa manchmal dann in dem Moment leider nicht hat. Mit mir tobt er dann lieber mehr oder kuschelt sich ran, wenn er müde wird oder Angst vor etwas hat. Wenn das Papa-Sein ist, dann fühle ich mich da schon ganz wohl.

Was wünscht Du Dir für Deinen Sohn für die Zukunft?

 

Kleiner RadfahrerIch wünsche ihm, dass er seinen eigenen Weg findet und diesen dann auch bis zum Ziel verfolgt. Er soll in der Liebe glücklich werden dürfen und auch beruflich von Erfolg verfolgt sein.

 

Klar, das wünschen sich alle Eltern für ihr Kind. Ich habe damals aber leider zu oft mal in der Schule „keinen Bock“ gehabt und mich am Ende geärgert, dass es „nur“ zum Fach-Abi gereicht hat. Wenn er die Möglichkeiten hat – und er ist schon jetzt alles andere als doof – dann wünsche ich ihm, dass er die Kraft und den Mut hat, diese auch zu ergreifen und sich bereits früh im Leben eine sichere Basis für später zu schaffen.

 

Was jetzt aber erst einmal wichtig ist, ist seine Kindheit! Die wollen wir ihm so schön wie möglich gestalten und dafür sorgen, dass er sich auch später mit einem Lächeln daran zurück erinnern kann. Das Schicksal soll ihm immer wohlgesinnt sein und es soll ihm auch an schlechten Tagen immer jemand zur Seite stehen, der ihn dann auffangen kann. Auch dann, wenn wir mal nicht mehr sein sollten. Ich denke, darauf kommt es in einer Familie auch an: Das Gefühl von Geborgenheit.

 

Das hatte ich, das hatte meine Frau und das soll auch unser Sohn haben. Seinen späteren Lebensweg soll er aber dann auch so unvoreingenommen wie möglich angehen können. Wir werden ihn weder zum Bund zwingen, noch ihm eine Lebensart vorgeben. Wir sind dann da, wenn er uns braucht – alles andere darf er selbst in die Hand nehmen.

Vielen lieben Dank, Benjamin. Hier geht es zu Benjamins Blog. 

 

Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.

Alltag, Kaffeehauskultur

Ernährung im Kleinkind-Alter in fünf Punkten – Werbung

24 Adventkalenderkastln gefüllt mit Schokolade, putzige, kleine Schokonikoläuse und die obligatorischen Gummibärchen: Der Dezember war sehr süß für unseren Sohn. Auf dem Portal „1000 Tage“ wird erläutert, dass sich Kleinkinder gerne die Ernährung ihrer Eltern abschauen: Nun ja, ein süßigkeitenarmer Dezember war das für uns alle nicht.

 

Getreu diesem uralten Leitsatz „Durch Süßigkeiten wächst man nicht“ und Vernunft wollen wir nun wieder zurückrudern und ich erinnere mich an ein paar Dinge, mit denen wir damals unsere Ernährung festzurrten.

Unsere fünf Regeln:

  1.  Da ich selbst nicht sonderlich wasseraffin bin, wollte ich, dass mein Sohn ein großer Wasserfreund wird. Zum Teil gelungen, er trinkt Wasser pur: mit einem Schuss Saft umso lieber.
  2. Obst und Gemüse: Frisch, regional und saisonal. Wahrscheinlich sind wir da wie jeder Haushalt. Zwei bis drei Mal am Tag sollte es sein. Obst klappt besser: Tomaten und Gürkchen sind ihm etwas suspekt.
  3.  Einmal am Tag essen wir warm: Ob das wissenschaftlich fundiert ist, oder nicht, keine Ahnung, aber kein Mensch ernährt sich nur vom Brot alleine. Auch kein kleiner.
  4. Aufessen muss nicht sein: Ich wurde als Kind nie gezwungen, Dinge zu essen, die ich nicht mag. Das soll auch unser Kind nicht.
  5. Ach ja, die Süßigkeiten: Im ersten Jahr gab es gar nichts, im zweiten waren wir da sehr verhalten und im dritten wurden wir da etwas großzügiger. Aber immer noch im Rahmen, wäre da nicht der entgleiste Dezember.

 

Wir haben das Glück, dass unser Kind nicht mäkelig ist: Wenn es also nicht grad Tomaten gibt, funktioniert alles einwandfrei. Jetzt müssen wir nur noch die Schokolade wieder ein bisschen aus dem Blickfeld bringen, dann sind wir wieder bei unseren fünf Punkten.

 

Welche Ernährungsgrundsätze habt Ihr: Und vor allem, wie handhabt Ihr das mit den Süßigkeiten?

 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Portal „1000 Tage“ entstanden. Hier könnt Ihr Euch zum Thema Kleinkindalter informieren und findet viele Rezepte. Es handelt sich bei diesem Beitrag um Werbung.

Nora Imlau mit Kind
Elternfragen

Babyschlaf: „Schon bei Neugeborenen gibt es Lerchen und Eulen! – Elternfragen-Interview mit Expertin Nora Imlau

Mit „Elternfragen“ möchte ich ab sofort einmal wöchentlich mit Experten reden, Mythen hinterfragen und Antworten auf Fragen finden, die sicher nicht nur mich beschäftigen. Fragen stellen finde ich nicht nur bei Kindern wichtig.

 

Heute geht es um das Thema Schlaf. Warum ist das Thema so brennend interessant, werden Babys schon mit einem Biorhythmus geboren und was kann man tun, damit alle gut in den Schlaf finden: Antworten gibt Buchautorin und Journalistin Nora Imlau.

Du hast ein Buch mit dem Titel Schlaf gut, Baby!: Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten (GU Einzeltitel Partnerschaft & Familie – Amazon-Partnerlink) geschrieben. Das Thema Schlafen erhitzt die Gemüter und ist bei jungen Eltern sehr zentral: Warum ist das so ein Aufreger-Thema?

Dass für Eltern der Schlaf ihrer Kinder – und ihr eigener Schlaf! – ein großes Thema ist, ist nicht verwunderlich: Schlaf ist schließlich ein Grundbedürfnis, niemand kann ohne leben. Gleichzeitig erleben viele Mütter und Vätern in den ersten Wochen und Monaten mit ihrem Baby einen Schlafmangel, wie sie ihn bis dahin nicht kannten. Sie spüren: zu wenig Schlaf kann einen Menschen wirklich fertig machen. Klar, entsteht da schnell die Sorge: Was, wenn das jetzt immer so weitergeht? Dazu kommt die Sorge ums Baby: Weint es möglicherweise so viel, weil es zu wenig Schlaf bekommt? Wäre es ausgeglichener, wenn es länger am Stück schliefe? Ich finde es deshalb absolut normal und legitim, dass junge Eltern oft zunächst kaum ein dringenderes Anliegen haben als einen Weg zu finden, die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse von ihnen selbst und ihren kleinen Kindern unter einen Hut zu kriegen.
Dass der Kinderschlaf nicht nur ein großes, sondern auch ein sehr emotionales und umstrittenes Thema unter jungen Eltern ist, hat jedoch noch einen anderen Grund: Der Schlaf unserer Kleinen wird in unserer Kultur oft auch als das erste große Erziehungsfeld angesehen, an dem sich sozusagen ablesen lässt, wer sein Kind im Griff hat und wer sich auf der Nase herumtanzen lässt.

 

Eltern, deren Baby sich abends problemlos hinlegen lässt, ernten dafür oft viel Lob: Das habt ihr aber prima hinbekommen! Vermeintlich schlechte Schläfer lassen ihre Eltern hingegen gefühlt oft als Versager dastehen.

 

In der Folge lügen Eltern bei kaum einem Thema so viel wie bei der Frage nach dem Kinderschlaf. „Schläft es schon durch?“ – „Ja, schon lange.“ Ende der Diskussion.
Das Problem an dieser Unehrlichkeit ist, dass dann natürlich im gesamten Umfeld gefühlt alle Babys besser schlafen als das eigene. Und das nährt wiederum die Selbstzweifel: Haben wir unser Baby doch schon verwöhnt? Sind wir zu nachgiebig, zu weich, zu inkonsequent mit ihm? Und vor allem: Wird sich jemals etwas ändern, wenn wir nicht langsam mal andere Saiten aufziehen?
Zum absoluten emotionalen Eklat kommt es dann, wenn übermüdete Eltern darüber diskutieren, welche Strategien im Umgang mit „schwierigen Schläfern“ moralisch okay sind.
Die einen Eltern sagen: egal wie heftig unser eigener Schlafmangel ist – unser Baby schreien zu lassen ist keine Option. Wir geben unserem Kind die Geborgenheit und Begleitung, die es braucht, auch wenn wir dabei weit über unsere eigenen Grenzen gehen müssen.
Die anderen Eltern sagen: Zufriedene Babys brauchen zufriedene Eltern, und dauerhafter Schlafmangel macht alle unglücklich. Dann lieber einmal konsequent sein und ein Schlaflernprogramm durchziehen – und danach haben alle nachts ihre Ruhe.
Beide Fraktionen haben ihre Argumente, ihre Artikel und Studien, ihre Experten, die ihr Weltbild bestätigen. Und fahren im Kampf um ihre Wahrheit schwere Geschütze auf.
„Ihr zerstört aus Egoismus das Urvertrauen Eurer Babys“ – „Ihr zieht durch eure Selbstaufgabe verweichlichte Tyrannen heran“.
Und plötzlich geht es nicht mehr nur um das Thema Schlaf, sondern um zwei gegensätzliche Entwürfe guter Elternschaft – und das birgt natürlich ein unglaubliches Verletzungspotential.

 

 

Familienbett, das Baby im Babybay oder das Baby bereits früh im eigenen Zimmer: Nicht jeder findet die gleiche Schlafsituation entspannend. Wie findet jede Familie ihr Ideal?

 

Prinzipiell gilt: Eltern sind verschieden, Kinder sind verschieden – deshalb kann es nicht eine richtige Schlaflösung für alle geben. Das können die meisten Mütter und Väter auch so unterschreiben – so lange sie nicht das Gefühl haben, jemand leidet unter dem Arrangement. Interessant wird’s, wenn Familienmitglieder unterschiedliche Bedürfnisse haben, etwa wenn das Baby offensichtlich am liebsten im Elternbett schlafen will, seine Eltern das aber aus irgendeinem Grund nicht wollen.

 

Wie sieht dann die Lösung aus? Setzen die Eltern ihr Bedürfnis zu 100 Prozent und das des Babys gar nicht um, suchen sie einen Mittelweg, oder stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten des Babys hintenan? Diese Frage bietet natürlich auch wieder viel Zündstoff für hitzige Diskussionen unter jungen Eltern. Prinzipiell gilt: Es ist gut, wenn jede Familie ihren eigenen Weg findet – aber was für Eltern am angenehmsten ist, ist nicht unbedingt das Beste fürs Baby. So tragen viele Eltern mit großer Überzeugung vor, dass in ihrer Familie alle besser schliefen seit das Babybett im eigenen Zimmer stehe. Das mag auf den ersten Blick so sein, doch tatsächlich ist dieser tiefere, längere Schlaf im eigenen Zimmer für Babys gar nicht gesund, sondern ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod. Aus meiner Sicht findet jede Familie ihr Schlaf-Ideal, indem sie sich zunächst informiert was für sicheren Babyschlaf wichtig ist (im ersten Lebensjahr im Elternschlafzimmer schlafen, stillen, nicht rauchen, im Schlafsack auf den Rücken legen) und dann ein Arrangement finden, diese Bedingungen für sich so bequem wie möglich zu erfüllen.

Mein Sohn ist fast drei, meine Tochter ein halbes Jahr alt und schon jetzt stelle ich fest, dass beide hinsichtlich ihres Schlafverhaltens oft unterschiedlich sind. Wie ist das: Werden Kinder schon mit einem eigenen Biorhthymus geboren?

Absolut, ja. Das ist ja das Gemeine an der Unterstellung, guter Schlaf sei Erziehungssache. In Wirklichkeit kommen unsere Babys mit ihrem eigenen inneren Schlaf-Plan zur Welt. Wir Eltern haben also völlig unterschiedliche Ausgangsbedingungen in diesem verrückten Wettbewerb um das Super-Schlaf-Kind, der in vielen Krabbelgruppen ausgefochten wird.

 

Denn wie Babys schlafen, ist vor allem eine Frage ihres angeborenen Bio-Rhythmus (schon bei Neugeborenen gibt es Lerchen und Eulen!), ihres individuellen Schlafbedarfs (der schwankt enorm, manche Babys brauchen doppelt so viel Schlaf wie Gleichaltrige!) sowie ihrer angeborenen Selbstregulationsfähigkeit.

 

Etwa 40 Prozent aller Neugeborenen bringen die Fähigkeit mit, sich alleine zu beruhigen und (fast) ohne Unterstützung einzuschlafen. Weitere 40 Prozent brauchen deutlich mehr Unterstützung, und die restlichen 20 Prozent tun sich selbst mit viel liebevoller Begleitung mit dem Einschlafen einfach schwer und schreien sich oft in den Schlaf, selbst wenn sie in Mamas oder Papas Armen liegen. Deshalb meine Bitte an alle Mütter und Väter gut schlafender Babys: Freut euch und seid dankbar, dass euer Baby so toll schläft, aber gebt bitte nicht eure besten Schlaf-Tipps übermüdete Mit-Eltern weiter. Denn nein, euer Kleines schläft nicht so problemlos ein, weil ihr es von Anfang an liebevoll, aber konsequent mit seiner Spieluhr an den Stubenwagen gewöhnt habt. Ihr habt einfach nur Glück gehabt.

 

Das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ ist zu Recht umstritten und auch sonst halte ich von Schlaflernprogrammen nichts. Ich denke Du auch nicht. Kannst Du noch mal explizit sagen, warum man davon die Hände lassen soll?

Um es ganz klar zu sagen: Anders als man oft im Internet liest gibt es keine wissenschaftliche Studie, die beweisen würde, dass Schlaflernprogramme Kindern schaden. Wie sollte die auch aussehen? Man lässt 500 Babys schreien und 500 nicht und guckt dann, wer dreißig Jahre später Psychotherapie benötigt? Nein. Was es gibt, sind so genannte Fragebogen-Erhebungen, bei denen Eltern im Nachhinein aus der Erinnerung angeben, wie sie ihrem Baby das schlafen beigebracht haben, und dann wird geguckt, ob das betreffende Kind in der Schule irgendwelche Probleme macht. Angesichts dieser ungenauen Methodik ist es kein Wunder, dass die einzigen Studien zum Effekt von Schlaflernprogramme bisher ergeben haben, dass sich keine Unterschiede zwischen schlaftrainierten und nicht schlaftrainierten Kindern feststellen lassen.

 

Das heißt jedoch nicht, dass das so genannte „Ferbern“ harmlos wäre. Denn ich bin überzeugt: Es macht etwas mit Kindern, wenn sie in ihrer Verzweiflung und Angst ignoriert werden. Selbst wenn sie die Resilienz aufbringen, von dieser Erfahrung nicht nachhaltig und nachweisbar krank zu werden – in dem Moment, in dem sie allein in ihrem Bettchen liegen und die Erfahrung machen, in größter Seelennot wieder und wieder verlassen zu werden, geht es ihnen schlecht. Richtig schlecht. Und allein das müsste als Grund doch eigentlich schon reichen, um von Schlaflernprogrammen die Finger zu lassen.
Zur Sicherheit trotzdem noch ein paar weitere Gegenargumente:
– Schlaflernprogramme erklären normales kindliches Schlafverhalten zur Störung und damit das Kind zum Problem – dabei sind es wir Eltern, die mit den Schlafbedürfnissen unserer Kinder oft so unsere Probleme haben.
– Schlaflernprogramme suggerieren, das geferberte Baby mache während des Trainings eine Lernerfahrung und verstehe, wie richtiges Einschlafen geht. Das ist Quatsch. Das Baby lernt nichts, es resigniert einfach irgendwann.
– Beim kontrollierten Schreienlassen wird der Körper des Babys von riesigen Mengen des Stresshormons Cortisol geflutet, und zwar in einer Weise, die nach Ansicht führender Hirnforscher wie etwa Dr. Margot Sunderland die empfindlichen Hirnstrukturen kleiner Kinder empfindlich schädigen kann.
– Babys haben noch kein Zeitgefühl. Das heißt: dass alle paar Minuten jemand nach ihnen guckt, lindert ihre Verzweiflung und ihre Angst kein bisschen. Sie schreien beim Ferbern also eine gefühlte Ewigkeit, und machen zwischendurch immer wieder die Erfahrung, mit all ihrem Schmerz und all ihrem Flehen Mama oder Papa nicht zum Bleiben bewegen zu können.
Das wichtigste und stärkste Argumentation ist für mich jedoch der moralische Imperativ:

 

Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu. Stellen wir uns alle mal kurz vor, wir sind 97 Jahre alt und Pflegefälle, körperlich und geistig auf dem Stand eines Babys, und auf permanente Hilfe und Rückversicherung angewiesen. Und wir liegen im Bett, und es geht uns schlecht. Und wir rufen um Hilfe. Und keiner kommt. Und wir schreien lauter, und werden immer verzweifelter, und jemand kommt, und winkt kurz, und lässt uns wieder allein, ohne uns zu helfen. Und wir schreien und schreien, und keiner kommt, bis wir irgendwann erschöpft und resginiert aufgeben. Für mich ist das eine ganz gruselige Vorstellung, ja, eine regelrechte Menschenrechtsverletzung.

 

Und deshalb schließe ich mich den Worten des spanischen Kinderarztes Dr. Carlos Gonzales an, der die Frage, warum er Schlaflernprogramme ablehne, einmal kurz und knapp so beantworte: „Es gibt Dinge, die tut man einfach nicht.“
Du hast drei Kinder und bist Expertin für Elternfragen nun kommt die Frage aller Fragen: Was kann eine Familie tun, damit alle entspannt nachts Kraft tanken, also gut schlafen??

Müden und verzweifelten Eltern von Schlaflernprogrammen abzuraten und ihnen dann keine anderen Möglichkeiten aufzuzeigen, besser zu schlafen, hilft niemandem weiter – das war der Ausgangspunkt für das Buch „Schlaf gut, Baby!“, das ich gemeinsam mit dem Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster geschrieben habe. Denn wir beide finden Schlaflernprogramme zwar furchtbar, sehen aber auch den echten Leidensdruck, unter dem viele übermüdete Eltern stehen.

 

Die in bedürfnisorientierten Kreisen so beliebten Durchhalteparolen („Irgendwann schlafen sie alle“) werden aus unserer Sicht diesem Problem nicht gerecht. Denn Schlafmangel kann wirklich etwas Schreckliches sein, und es ist gut und richtig, wenn Eltern dann den Impuls haben, etwas zu verändern. Nur plädieren wir eben dafür, diese Veränderungen nicht durch einen vorübergehenden Beziehungsabbruch wie beim Ferbern zu erreichen, sondern mit unseren Kindern in Beziehung zu bleiben während wir unsere Schlafsituation verbessern. Wir halten in unserem Buch keine allgemeingültigen Patentrezepte bereit, aber jede Menge Ideen, wie Familien zu mehr Schlaf und besseren Nächten für alle finden können.

 

Prinzipiell gilt: Je weniger wir gegen das angeborene Bedürfnis unserer Kinder nach Nähe ankämpfen, desto entspannter werden unsere Nächte. Es spricht also nichts dagegen, Babys in den Schlaf zu stillen, zu tragen und zu kuscheln und mit ihnen in einem Bett zu schlafen – im Gegenteil: alles, was Babys hilft, gut zu schlafen, kommt auch der Schlafqualität von uns Eltern zugute. Verwöhnen ist so unmöglich! Sind die Nächte mit Baby im Bett irgendwann einfach nur noch anstrengend, ist unser vielleicht wichtigster Tipp, Zumutungen gerecht zu verteilen.

 

Das heißt: wenn eine Mutter an den Punkt kommt, ihr älteres Baby nachts nicht mehr stillen zu wollen, ist es vollkommen legitim, eine nächtliche mehrstündige Stillpause einzuführen. Es ist auch völlig okay, wenn das Kind seine Wut oder seine Traurigkeit darüber ausdrückt, indem es weint oder schreit. Entscheidend ist allein, dass die Eltern ihr Kind mit diesem Schmerz nicht alleine lassen, sondern es liebevoll da durch begleiten. Dann merkt das Kleine: Mama und Papa achten gut auf sich und gleichzeitig gut auf mich. Und das ist der wahre Schlüssel zu guten Tagen und entspannten Nächten.

 

Liebe Nora, vielen lieben Dank für Deine ausführlichen Antworten. Mehr Informationen über Nora findet Ihr hier.

Bild 1: Christoph Luttenberger

Bild 2: Malina Ebert

 

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Alltag

Schnee in Berlin – unser Wochenende in Bildern vom 7. bis 8. Jänner 2017

Nach Weihnachten und unserem etwas ruhigen Silvester in Österreich, sind wir dieses Wochenende wieder zuhause: Wir erleben Berlin im Schnee.

Obst

Kuchen gibt es auch: Aber von Zeit zu Zeit essen wir sogar Obst.

Kleinkind auf Schlitten

Es hat geschneit: Wir packen den Schlitten aus.

Hund liegt im Schnee

Immer wieder müssen wir Pause machen: Pfoten-Pediküre.

Weihnachtsbaum im Schnee.

Überall liegen Weihnachtsbäume: Wie jedes Jahr bin ich unschlüssig, ob ich das besonders lustig, oder ein bisschen traurig finden soll.

Berliner Drecksack

Manche haben sich wohl im Neuen Jahr vorgenommen, sich um den Garten zu kümmern: Erstaunlich viele Drecksäcke begegnen uns.

Nicht zu vernachlässigen: die Fellpflege.

Und wie war Euer Wochenende so: Habt Ihr auch so schönes winterliches Wetter?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen.