Kultur mit Kind, Nachgefragt

„Als letztes Jahr die Pegida-Märsche begannen, dachte ich mir noch, die sind eine Minderheit und das geht bestimmt wieder vorbei“. / Dresden: Blogger für Flüchtlinge

Immer am Dienstag gibt es hier ein Kultur mit Kind – Interview. Aus aktuellem Anlass geht es in den kommenden Wochen darum, wie Eltern ihren Kindern Toleranz beibringen. Den Anfang macht Simone: Sie wohnt in Dresden und setzt sich online unermüdlich für mehr Toleranz gegenüber Flüchtlingen ein. 

Dieses Bild hat Simone auch für die Aktion  #dresdnergesichter genutzt. 

Stell Dich doch bitte kurz vor.

Gerne, ich bin Simone Leithe, 3 Kinder (11, 8 und 5) , 2 Jobs, 1 Göttergatte
zur Zeit wohnen wir in Dresden (vorher Neuss/Düsseldorf, La Coruña/Spanien, Dinkelsbühl/Bayern, Köln, Stuttgart, Münster, u.v.m.).

Blog Logo.

Ich bin selbständig mit KiKo KinderKonzepte, wo ich im Blog von meinem Leben als Familienmanagerin berichte. Außerdem vertreibe ich den Thermomix von Vorwerk!

Du lebst in Dresden. Dein Mann arbeitet in Heidenau. Wie empfindest Du Deine Heimat aktuell?

Seit wir vor fünf Jahren hierher zogen bin ich restlos begeistert von der wunderschönen Stadt. Baulich und auch menschlich gesehen ist es einfach toll. Wir sind herzlich aufgenommen worden und fühlen uns sehr wohl. Klar begegne ich auch noch immer Wessi-Skeptikern, aber die meisten konnte ich inzwischen mit meiner fröhlichen Art überzeugen. *schmunzel*

Als letztes Jahr die Pegida-Märsche begannen, dachte ich mir noch, die sind eine Minderheit und das geht bestimmt wieder vorbei. Und nach ein paar Monaten verebbte der Hype ja auch wieder und sie wurden unsichtbarer.

Aber inzwischen mache ich mir echt Sorgen um die Einstellung so mancher Mitmenschen in dieser Stadt. Auch in meiner unmittelbaren Umgebung. Ich lerne meine Nachbarn von ganz neuen Seiten kennen und bin ab und an sehr verunsichert welcher Einstellung die Mitschüler, anderen Eltern, Erzieher & Lehrer meiner Kinder denn wohl folgen. Ich weiß nicht ob Eltern von Klassenkameraden des Sohnes in Heidenau mitmarschiert sind oder Steine geworfen haben. Oder vielleicht Kollegen meines Mannes? Eigentlich möchte ich lieber gar nicht darüber nachdenken und verdränge das Thema immer sehr schnell.

Die Kleine fragte mich letzte Woche ob die Flüchtlinge sie tot machen wollen! Mit ist kurz das Herz stehen geblieben. WOHER hat die sowas?

Es gibt Tage, da möchte ich die Koffer packen und einfach wieder weiterziehen! Aber dann sehe ich auch wieder wie viele Menschen helfen und eben doch nichts gegen die Aufnahme der Flüchtlinge haben. Diese sind aber noch zu leise und die Gegner einfach zu laut. Und das motiviert mich weiterzumachen und zu helfen. Wir bleiben!


Du bist sehr engagiert und setzt Dich gegen Fremdenfeindlichkeit ein. Auf Facebook hast Du geschrieben, dass Dich Deine Nachbarin als „kleine Sozialarbeiterin“ bezeichnet hat. Das macht sicher wütend. Welche Erfahrungen machst Du in diesen Tagen?

Das Projekt „Blogger für Flüchtlinge“ ist Simone sehr wichtig. 

Ja, *lach* ich bin nicht sicher ob es Neid ist, weil ich mich traue klar Stellung zu beziehen und was tue, oder ob sie sich einfach vor den anderen aufspielen wollte. Es hat kurz weh getan, aber da stehe ich drüber. Ich lasse mich auch sonst nicht einschüchtern und sage weiterhin was ich denke. Damit mache ich mir zwar nicht immer Freunde, aber ich mag mich nicht verstellen.
Viele verstehen was ich tue und reden mit mir auch offen darüber, aber eben oft nur hinter vorgehaltener Hand und ganz leise. Ich vermute, sie sind in Freundeskreis und Familie ziemlich alleine mit dieser Meinung. Es macht mich traurig und wütend wie ängstlich viele Menschen noch immer sind Ihre Meinung einfach kund zu tun. Ich persönlich vermute, dass das noch immer Nachwehen aus DDR-Zeiten sind. Wenn sie laut Ihre Meinung gesagt haben, dann doch hinter verschlossenen Türen oder vorgehaltener Hand. Es dauert vermutlich noch ein bis zwei Generationen bis sich das „auswächst“

Welche Werte möchtest Du Deinen Kindern mitgeben?

Da fallen mir spontan Offenheit & Toleranz ein. Ich toleriere alles Mögliche. Alle Religionen, alle Meinungen, alle politischen Haltungen, alle Lebens- & Erziehungsstile. Soll doch jeder denken was er oder sie möchte, ich mag es nur nicht, wenn jemand seine Einstellung anderen aufzwingen möchte. Das meine Nachbarn eine andere Meinung haben, dafür bin ich offen. Solange sie niemandem körperlich schaden. Trotzdem grüßen wir uns weiterhin, quatschen und tratschen weiterhin, trinken auch mal ein Käffchen zusammen. Sie versuchen nicht mich von Ihrer Meinung zu überzeugen und ich bleibe bei meiner!

Das ist es was ich meinen Kindern vorlebe und Ihnen versuche zu vermitteln. Wenn in Ihrem Umfeld jemand stottert, eine andere Hautfarbe hat, unsere Lebensweise kritisiert oder dick ist, dann ist das kein Grund ihn oder sie abzulehnen oder vorzuführen. Sie bekommen mit welche Hilfsaktionen ich hier anstoße und was ich zum Schutz der Familie nicht an die Öffentlichkeit weitergeben möchte. Nach einer Interviewanfrage einer öffentlichen Zeitung an eine Blogger-Kollegin habe ich lange mit den Kindern über die Flüchtlinge, die Gegner und darüber gesprochen was passieren könnte, wenn die Gegner von dem was ich mache erfahren und was diese dann machen könnten. Sie bekamen natürlich Angst, wobei die Große auch überlegte wie schade es ist wenn wir uns das vermiesen lassen. Und zum Schutz unserer Kinder und Familien haben wir uns dann gegen das Interview entschieden und uns lieber Blogger für Flüchtlinge angeschlossen.

Die Kinder haben einen Teil Ihres Spielzeugs gespendet. Sie haben vor ein paar Wochen eine spontane Zirkusaufführung bei einem Grillfest im Innenhof veranstaltet und anschließend (eigene Idee!!!) Spenden für arme Familien gesammelt und nun an #BloggerFuerFluechtlinge gespendet. Und die Große komponiert an einem Willkommenlied herum.
Ich bin stolz auf sie und auch ein bisschen auf mich und meine Erziehung.


Was wünscht Du Dir für Dresden?

Dass die Presse/Medien/Nachrichten doch bitte mal mehr über das berichten, was sonst noch so passiert in dieser Stadt. Ohne dieses mediale „Ausschlachten“ der Krawalle, Geschehnisse und Verfehlungen von Radikalen, hätten die Asylgegner doch gar keine so große Bühne! Den Medien geht es doch bei Ihrer Berichterstattung nicht um Aufklärung, sondern um Druckauflagen, Klicks und Verkaufszahlen, und die sensationslustigen Menschen zu versorgen, die das süchtig inhalieren. Bei vielen Menschen schürt das die Angst vor dem was da um uns herum passiert. Gerade die älteren Generationen. Die sind vielleicht nicht so weltoffen wie wir, die schon selber im Ausland gelebt haben. Die haben Angst vor Einbrüchen, die haben Angst vor diesen fremden dunklen Augen in den fremdartigen Gesichtern. Die sprechen nicht genug Englisch, um ins Gespräch zu kommen.

Stell Dir mal vor, wie das wäre wenn die Presse ausschließlich aufklären würde warum es so viele junge Männer sind, oder nur über die berichten würden, die die Flüchtlinge Willkommen heißen!

Stell dir mal vor wie sich bei vielen die Angst legen würde und dann vielleicht auch die Vorurteile.

Ich würde Dresden wünschen, dass es niemandem peinlich ist im Rest der Welt zu erzählen, dass man aus Dresden kommt. Im Urlaub gab es allerorten Naserümpfen wenn man Dresden erwähnt. Das macht mich unendlich traurig.

UND ich wünschte die Politiker in Dresden, Sachsen, Deutschland, Europa würden einfach endlich mal Stellung beziehen und Entscheidungen treffen! Dann würde nämlich viel mehr voran gehen!

Danke für das Interview. 

Ihr habt auch ein Kind, dem ihr Toleranz beibringt und wollt darüber reden? Schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Eine Übersicht über die bisher geführten Interviews zum Thema „Kultur mit Kind“ findet Ihr hier.

Kultur mit Kind, Meinung, Nachgefragt

Abstandsbetrachtungen / Gastartikel von Rike von Nieselpriem über den Altersunterschied bei Kindern

Einer meiner liebsten Bloggerinnen ist Rike von Nieselpriem. Im Geburtstagsmonat August schreibt sie über Abstandsbetrachtungen, und wie sich das so anfühlt zwei Kinder im Abstand von 13 Jahren zu haben. 

Rike und ihr kleiner Sohn

Es gibt Menschen, die planen ihre Kinder. Zwei Jahre soll ein guter Abstand sein, hab ich gehört. Dann könnten sie miteinander spielen. Und man ist noch „drin“ in der Materie. Andere bekommen um die Einschulung des ersten Kindes ein weiteres, damit sie das erste Schuljahr daheim sind und den ABC-Schützen intensiv begleiten können.

Wieder andere kriegen ihre Kinder nach dem Zufallsprinzip. Anscheinend.
Bei uns in der Familie sind große Altersabstände mehr Regel als Zufall. Zwischen meinem Vater und seiner jüngsten Schwester liegen vierzehn Jahre, zwischen mir und meiner Schwester zehn. Zwischen dem Bärtigen und seinem Bruder neun Jahre und zwischen unseren eigenen Söhnen dreizehn.

Meine Schwiegermutter und ihre jüngste Schwester trennen sogar achtzehn Jahre und sie war zeitgleich mit ihrer eigenen Mutter schwanger (Tante und Neffe sind quasi gleichalt).

Ich glaube, in jedem dieser Fälle war „Planung“ das letzte, was zu dieser Konstellation geführt hat. Unfall, Zufall, Glücksfall? Glücksfall möchte ich sagen. Zumindest für mich.

Wenn ich behaupte, mein Vater hatte von all seinen Geschwistern das innigste Verhältnis zu seiner kleinsten Schwester, dann meine ich nicht, dass er die anderen nicht mochte oder liebte. Vielmehr war da in seinem Blick immer noch etwas anderes: Stolz und sowas Ähnliches wie Vaterliebe. Auch wenn der Angetraute von seinem Bruder spricht, zeigt sich eine ganz besondere Beziehung. Ganz viel Bewunderung schwingt in seiner Stimme. Der Bärtige ist der Kleinere von beiden und weiß noch heute, wie er morgens mit all seinen Kuscheltieren zu seinem Bruder ins Bett kroch und sich von diesem kraulen und schmusen ließ. Wie sehr er zu ihm aufgeblickt hat. Sich von ihm beschützt und angespornt fühlte.

Ich bin die Ältere von uns beiden Schwestern. Ich hatte mir wirklich jahrelang sehnsüchtig ein Geschwisterchen gewünscht. Ich weiß noch ganz genau, wie meine Mutter mit einem Kopfkissen unterm Arm schwerfällig zu meinem Vater ins Auto stieg am Tag der Niederkunft. Ich stand am Fenster und beobachtete alles. Und wartete. Und wie ich dann später auf den Balkon rannte und den Nachbarsfrauen, die ihre Wäsche im Hof aufhängten, zubrüllte: „MEINE SCHWESTER IST DA! ICH HABE EINE SCHWESTER!“. Ich weiß noch, wie meine Mutter mir eine Woche später die Tür öffnete, als ich aus der Schule kam. Was sie anhatte (ein weites indisches Kleid) und dass ich ihr eine Kekspackung von meinem Taschengeld gekauft hatte als Geschenk.

Wie ich aufgeregt die Hände waschen musste um dann endlich (ENDLICH!) das Schwesterchen angucken zu dürfen. Wie die Kleine da lag im Bett meiner Eltern, in der Besucherritze. Schwarze Haare, wie ein Hahn in der Mitte nach oben gekämmt. Eine Haut, als käme sie gerade aus dem Urlaub im FDGB-Heim in Bulgarien („Rike, das kommt davon, weil ich so viel Möhrensaft in der Schwangerschaft getrunken habe!“, erklärte meine Mutter). Das war alles so aufregend! Und später bin ich stolz wie Oskar mit dem Kinderwagen im Wohngebiet rumgecruist. Angegeben habe ich. Und wie! Und alle waren sie neidisch. Niemand hatte so eine hübsche kleine Schwester wie ich. Alle hatten nur doofe Brüder, die ihnen an den Haaren ziepten und mit denen man immer alles teilen musste. Oder zänkische Schwestern, die alles besser wussten. Ich war ein echter Glückspilz! Und natürlich kroch sie später jeden Morgen mit ihren Stiften, Büchern, Teddys und Kram zu mir unter die Decke und spielte mich wach. Ich liebte sie innig. Keinen Wunsch konnte ich ihr abschlagen. Okay, manchmal habe ich auch ausgenutzt, dass sie so winzig war und keine Ahnung hatte. Ich habe ihr immer die Kinderriegel aus dem Westpaket abgeluchst und behauptet, die Blockschokolade, die ich hätte, wäre sowieso viel leckerer (Bei West-Schokolade hörte nicht nur jede Freundschaft auf, sondern auch jegliche Blutsverwandtschaft! Also bei mir.).

Trotzdem glaube ich, das Besondere an Geschwistern mit so großem Altersunterschied ist das Fehlen einer Rivalität. Also so, wie man das unter Geschwistern natürlicherweise kennt. Das Buhlen um Mutters Liebe, Vaters Lob. Die längere Zeit auf dem Schoß, sowas. Neid auf Spielsachen gibt’s natürlich auch nicht. Oder auch die völlige Abwesenheit eines Entthronungstraumas. Das Nesthäkchen wird vom Geschwister so innig geliebt wie von den Eltern und gar nicht als Rivale wahrgenommen.

So erlebe ich es auch bei meinen eigenen Kindern. Der Große liebt den Kleinen so abgöttisch und begegnet ihm mit einer solchen Hingabe und Geduld, dass mir das Herz überläuft. Nie, nicht ein einziges Mal in den vergangenen zwei Jahren hat er mal gesagt: „Boah, der nervt!“. Und das dürfte er sagen! Der nervt ja auch manchmal. Nein, der Große ist nie genervt. Und der Kleine hängt jetzt schon mit einer ganz besonderen Anhänglichkeit an seinem Bruder. Der erste Weg morgens ist der in dessen Zimmer, rauf aufs Bett und ordentlich anschmusen. Der erste Mensch, den er in seiner Familie geküsst hat, war sein Bruder. Und lange Zeit war das auch ausschließlich ein Bruderprivileg!

Nachmittags fragt er in halbstündlichen Abständen durch fragendes Rufen des Namens, wann denn der Bruder endlich aus der Schule kommt. Um ihn dann anzuhimmeln, extra Quatsch zu machen, um ihn zum Lachen zu bringen und dergleichen mehr.

Des Kleinsten liebste Freizeitbeschäftigung ist das Ansehen von Videos, die der große Bruder gedreht hat und wirklich das Allergrößte, wenn er auf dessen Schreibtischstuhl sitzen darf. Dann schaut er ernst und klackert auf der Tastatur herum mit seinen kurzen Babyfingern und bewegt angelegentlich die Computermaus hin und her. Wie der Große!

Geschwisterliche Bürotätigkeiten

Als ich meine Schwester befragte, wie das denn so war mit einer deutlich älteren Schwester, sagte die mir auch, ich sei ein Vorbild gewesen. Nein, korrigierte sie sich, ich sei das Maß aller Dinge gewesen!

Was ich sagte, machte, wie ich mich kleidete, das war das Erstrebenswerte. Sie meinte, ich hätte immer tolle Schminke gehabt und stets so gut gerochen. Und erst meine Klamotten! (Exkurs: Wir reden über die Achtziger der DDR, man darf Schwestern nicht alles glauben.).

Umso erschrockener war ich, als diese in ihrer Pubertät nicht nur gegen unsere Mutter rebellierte, sondern auch gegen mich. „Ich musste mich irgendwie von Dir lösen, befreien!“, erklärte sie mir viele Jahre später. Ich stand dem in der Situation allerdings vollkommen hilflos und entsetzt gegenüber. Wir hatten wirklich schwierige Jahre miteinander und da wir beide Hitzköpfe sind, ist auch unser Verhältnis heute noch manchmal angespannt.

Ich verstehe das nun besser. Nie ist sie die erste, ich war da schon. Heiraten, Kinder kriegen. Alles schon mal da gewesen. Hat alles die große Schwester schon vorgemacht. Und in der Schule war die auch viel besser! Damals. Aber nichts kann die Gewissheit trüben, dass wir beide etwas wunderbar Einzigartiges zusammen haben, was auch eine Freundin nie ersetzen kann.

Ob das bei Geschwistern mit kleinerem Altersabstand ähnlich ist? Letzteres bestimmt.
In meiner Rolle als Mutter muss ich rückblickend sagen, dass es das Beste war, was uns allen passieren konnte. Dieser Nachzügler. So lange ersehnt, so erhofft. „Oh Gott, jetzt fängst du noch mal an?“, sagten Freundinnen. „Ich bin froh, aus dem Gröbsten raus zu sein!“.

Ich war froh, dass ich noch mal anfangen konnte. Noch mal anfangen kann. Alles ist, als wäre es das erste Mal. Ich wusste nicht mehr, wie ein Babykopf riecht. Ich hatte sogar das Gebären vergessen, so sehr ich auch glaubte mich erinnern zu können. Das Gefühl der Schwere eines kleinen Körpers auf dem eigenen. Das Tragen, zwei Arme und zwei Beine um einen geschlungen. Das Gefühl einer kleinen, weichen, kugeligen Hand in der eigenen. Ich wusste nicht mehr, wann mein Großer das letzte Mal an meiner Hand gegangen war und es war viele Jahre her. Ich vermisste das schmerzlich.

Ich kann das alles nun noch einmal genießen, in vollen Zügen. Den Anfang, das „Gröbste“. Wunderbar! Und bei allem sitzt neben mir mein großer Sohn und bestaunt seinen kleinen Bruder mit der gleichen Liebe und Hingabe wie ich. Wir haben Zeit, unser Wunder noch einmal zu genießen. Und wenn der Große mich in seinem Puberversum ärgert, dann streichle ich dem Zwerg über sein Köpfchen und weiß, der Große war auch mal so klein und duftend und anschmiegsam. Ich kann mich dann erinnern! Er ist nicht der kratzbürstige Lulatsch, dem alles „offn Sack“ geht, was wir sagen und wollen. Er ist nur verkleidet.

Oft hört man, Nachzügler würden ganz anders behandelt als ihre großen Geschwister. Mit mehr Langmut, Nachsicht, Geduld. Ich habe das als große Schwester so empfunden und ich sehe das auch in meinem eigenen Handeln als Mutter. Ich denke, dass ist diesem Zauber geschuldet, den so ein kleiner Mensch verursacht, wenn er denn nach so langer Zeit als „Wunder“ in dein Leben tritt. Oder als „Unfall“, „Zufall“, wie auch immer.

Für mich als ein Glücksfall.

Vielen Dank, Du Liebe, für diesen Beitrag. 

Und was sind Eure Erfahrungen zum Altersabstand von Kindern?

Alltag, Kultur mit Kind

Lesewahnsinn, Kuchenschummeln und der Garten / Unser Wochenende in Bilder vom 29. bis 30. September 2015

Samstagmorgen scheint überraschenderweise der Sommer nach Berlin zurückgekommen zu sein. 
Wir frühstücken, bevor sich die Jungs auf zum Shoppen machen. 
Ich habe in der vergangenen Woche sechs Bücher gelesen. Die sind aber auch spannend. Samstagmorgen beende ich – endlich – den sechsten Teil. Die Überraschung am Ende: Es sollen noch Teile folgen. 
Nach einem Mittagessen, dass viel besser schmeckte, als es auf dem Foto aussah, geht es ins Kindercafé. 
Einer wirft sich schon in Position. 
Es gibt eine Waffel mit Obst und Joghurt. 

Manche sind ja skeptisch, aber ich mag Kindercafés. Über das Rosinchen im Norden von Berlin habe ich auch schon mal geschrieben. 
Abends sitzen wir noch im Garten. 
Und finden beim Reingehen ein paar Überraschungen auf dem Sofa vor. 

Am Sonntag geht es ins Hundeauslaufgebiet. 
Ich bin zu herbstlich angezogen. Aber auch nur so ist ein Foto aus dieser Perspektive möglich. 😉
Auch nicht so spannende Sachen passieren an diesem Sonntag. 
Ich bekenne: Manchmal benutze ich tatsächlich Backmischungen. 
Wir fahren zu einer Freundin, deren Sohn spannendes Spielzeug hat. 
In der Zwischenzeit erreicht uns ein Foto von dem Familienmitglied, das gerade am Teufelsberg unterwegs ist. 
Gartenarbeit ist nicht zu unterschätzen. 
Jeder ist auf seine Art hilfreich. 
Ich esse ja kein Fleisch, einige andere ja schon. 
Mit dem Tatort-Thema scheint es heute wieder ein Gartenabend zu werden.

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Und wie war Euer Wochenende so?

Kultur mit Kind, Nachgefragt

Engagierte Interviewpartner gesucht / Toleranz und Ehrenamt

Ihr Lieben, seit Monaten mache ich eine „Kultur mit Kind“ – Interviewreihe.

Viele haben bereits teilgenommen. Tolle Antworten sind entstanden. Antworten von Menschen, die gerne musizieren, malen oder auch mal meditieren.

Die Kinder waren immer Thema. Und die Kultur.

In den kommenden Wochen soll es auch um Kultur gehen. Um kulturelle Werte. Und wie man sie Kindern vermitteln kann.

Nun interessiert mich: Während jeden Tag eine schlimme Schlagzeile die alte toppt, was macht Ihr um Eure Kinder positiv zu erziehen? Wie schützt Ihr Euer Kinder vor Fremdenfeindlichkeit und übler Rede? Und wie helft Ihr Ihnen Dinge einzuschätzen?

In meiner Timeline sind so tolle Menschen. Ich möchte gerne mehr erfahren über Euer Engagegement und wie es Ihr den Kindern vermittelt. Und wie auch andere davon profitieren können.

Aus diesem Grund soll die „Kultur mit Kind“ Reihe in den kommenden Wochen um Engagement gehen. Wollt Ihr mir Eure Geschichte erzählen? Dann meldet Euch unter fruehesvogerl@gmail.com und ich schick Euch meine Fragen.

#bloggerfuerfluechtlinge

Familienrollen, Kultur mit Kind

„Ernähre Dein Kind vegan und alle laufen Sturm“ -Familienrollen zum Thema Veganismus und alleinerziehend mit Zwillingen

Jeden Freitag gibt es hier die #familienrollen: Heute erzählt Ela vom Leben als alleinerziehende Zwillingsmutter und von extremer Übelkeit in der Schwangerschaft. Außerdem berichtet sie, welchen Vorurteilen sie als Veganerin, die auch ihre Kinder so ernährt, begegnet. 

Dein Blog heißt Keins bestellt, 2 bekommen, vom Partygirl zur alleinerziehenden Zwillingsmama. Wie hast Du Deine Schwangerschaft wahrgenommen und Dich auf das neue Leben vorbereitet? 

Vor der Schwangerschaft

Meine Schwangerschaft kam sehr plötzlich und unerwartet und vor allen Dingen ungewollt. Ich hatte grade angefangen im Beruf weiter voran zu kommen, hatte kurz vorher diverse Fachweiterbildungen beendet und wollte darauf aufbauend studieren. Dementsprechend geschockt war ich und musste das erst einmal vernünftig verdauen, da ich auch erst mega mega kurz mit dem Twinpapa zusammen war.  Nach dem ich das aber verdaut hatte, konnte ich mich freuen.

8 SSW: Erstes Mal im Krankenhaus,
kurz vor der künstlichen Ernährung. 

Leider dauerte die Freude nicht lange, denn ich wurde von extremer Übelkeit und Erbrechen, der sogenannten Hyperemesis Gravidarum, geplagt. Bis zu 40 mal am Tag musste ich mich übergeben und habe sehr schnell viel Gewicht verloren und lag mehrfach wegen Blutungen und Kreislaufbeschwerden so wie dem Erbrechen im Krankenhaus.

Das ist auch mit einer der Hauptgründe, warum die Beziehung neben zwischenmenschlichen Problemen zerbrach. Ich konnte die Nähe vom Twinpapa nicht ertragen.

Wie gestaltet Ihr drei heute Euren Alltag und wie sehr hast Du Dich verändert? 

Der einzige Tag ohne Kotzen: Mit Freunden im Hamburg

Was sind Partys? Spaß beiseite, ich bin jetzt Mutter und jetzt sind Mädchenbaby und Männerbaby klein und brauchen mich. Die Partys laufen nicht weg, sie warten und manchmal kann ich sie schon riechen. Meine letzte Party war das Konzert einer meiner absoluten Lieblings-Bands in Hamburg. Ich war im 6. Monat und bin morgens mit Eimer und Medikamenten bewaffnet nach Hannover gedüst und bin dort mit meinen über alles geliebten Freunden Silke und Jürgen ( Pate der Minis) weiter nach Hamburg gefahren. Das war einer der wenigen Tage an denen ich mich nicht übergeben musste.

Alltag gibt es eigentlich keinen wirklichen, ich stelle mich voll und ganz auf die Bedürfnisse der Twins ein und lerne gerade auch meine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Hat sich für uns als am besten herausgestellt, da es so keinen Druck macht und man mehr schafft als mit einem richtig festen Plan. Und man geht so Frustration und Enttäuschungen aus dem Weg. Das ist ganz gut so.

Du bist alleinerziehend und hast jeden Tag zwei kleine Kinder zu versorgen. Hast Du Hilfe?

Sieben Monate danach

Ich versuche mit einem Mindestmaß an Unterstützung aus zu kommen, um die Ressourcen meiner Helfer für wirklich schlimme Tage zu schonen. In der Regel funktioniert das recht gut, wobei es momentan aus gesundheitlichen Gründen so ist, dass ich schon signifikant mehr Hilfe benötige als in den Monaten zu vor. Die ganze Belastung hat sich nach unserem Umzug so aufgestaut das ich nicht mehr konnte. Denn vor Kurzem sind wir in die Nähe meiner Familie gezogen.

Ich plane drei Jahre zu Hause zu bleiben aber das ist abhängig von mehreren Faktoren: Wie geht es mir? Wie meinen Eltern?  Wie pendelt sich der Kontakt zum Twinpapa nach dem Umzug ein? Und nicht zuletzt das Thema Geld. Das ist auch nicht unerheblich, sollte aber nicht die erste Geige spielen bei der Entscheidung früher in den Beruf zurück zu kehren.

Ob Kita oder Tagesmutter längerfristig zur Gewöhnung und für mehr Freiräume eine Rolle spielen, das wird sich zeigen. Das hängt auch an vielen Faktoren, welche in erster Linie auch abhängig von mir und meiner Gesundheit sind.

Du ernährst Deine Kinder zu 99 Prozent vegan.  Worauf muss man eigentlich achten? Und vor allem: Welchen Vorurteilen begegnest Du? 

Man muss vorweg nehmen das kein einziges deutsches Institut vegane Kinderernährung für sinnvoll hält, die Gründe liegen in erster Linie darin, dass es empfohlen wird Vitamin B12 zu supplementieren. In den USA wird eine gut geplante, ausgewogene Ernährung für alle befürwortet.

Ich achte bei der Ernährung auf Vollwertigkeit, regionale und saisonale Produkte, ich kaufe gerne (wenn möglich) Bio und Fair Trade. Dazu kommt eine große Auswahl verschiedener, hochwertiger Öle und Nussmuse sowie verschiedene Getreide und Pseudogetreide (Anmerkung: Es wird darüber gestritten,ob Pseudogetreide im ersten Lebensjahr ok sind oder nicht. Ich gebe sie aber nur selten und in kleiner Menge. Mein Motto: Die Dosis macht das Gift).

Dazu ergänze ich verschiedene Hülsenfrüchte, gelegentlich Tofu oder Seitan. Zum Kochen verwende ich selten Sojamilch, meist mache ich Hafer- oder Mandelmilch selber und verwende sie.
Wichtigstes Thema (auch ein Streitthema) für mich ist die Gabe von Vitamin B 12 und Vitamin D3 (in den ersten 2 Jahren tgl, danach in den Wintermonaten). Das gebe ich.

Die Vorurteile sind enorm und sie gehen manchmal sehr unter die Gürtellinie. Erst kürzlich las ich einen Blogbeitrag einer veganen Mama, die sogar von Lesern beim Jugendamt angezeigt wurde.

Die  Ängste sind wirklich groß, seitens alles essender Menschen. Von Mangelernährung bis zu Hirnschäden und Kindeswohlgefährdung ist alles dabei. Meine Erfahrungen zeigen allerdings, das vegan lebende Menschen sich viel mehr mit ihrer Ernährung und allem was dazu gehört, auseinander setzen als andere und sich sehr gut mit (Micro-) Nährstoffen und Ernährung auskennen.

Ich sage immer: Ernähre Dein Kind vegan und alle laufen Sturm, gehe mindestens  zweimal die Wochen mit deinem Kind zu McD*nalds und gebe ihm in der übrigen Zeit Fast Food und Konserven und kein Mensch interessiert sich dafür.

Es gibt auch Fachberater für vegane Ernährung. Meine Bekannte, die liebe Carmen H.von Vegan in anderen Umständen und Go Vegan Kitchen, ist zum Beispiel eine. Sie hat mir sehr geholfen als unsere ehemalige Kinderärztin mich zwingen wollte den Zwillingen Fleisch zu geben.

Was wünscht Du Dir von Deinem Umfeld?

TOLERANZ! Das ist das Wichtigste und davon gibt es leider sehr wenig in dieser Welt. Das intolerante Verhalten vieler unserer Mitmenschen hat uns überhaupt erst in diese schreckliche Lage, in der die Welt sich befindet, gebracht. Außerdem mehr Mut aus Regeln und Konventionen auszubrechen und vor allem die Fähigkeit selbstständig zu denken.

Das würde mir die Zwillingsmama-Hass-Frage Nummer 1 nämlich ersparen: Sind das Zwillinge?
Mit der Fähigkeit zu denken könnte man erkennen: Die sehen sich ähnlich, sie scheinen gleich alt zu sein, sie sitzen im gleichen Kinderwagen bzw werden gemeinsam getragen, das müssen Zwillinge sein. 😉

Vielen Dank für das Interview. 
Alle Bilder wurden von Ela zur Verfügung gestellt. 

Hier geht es zu Elas Blog.

Jeden Freitag gibt es ein Interview zum Thema „Außergewöhnliche Familienmodelle“ unter dem Schlagwort #familienrollen. Ihr kennt auch jemanden auf den das zutrifft, habt selbst eine Geschichte oder eine Idee, was Ihr unbedingt mal gerne lesen möchtet? Dann schreibt mir unter fruehesvogerl@gmail.com.

Kultur mit Kind, Nachgefragt

„Sie wird sich hoffentlich selbst das für sie Beste aus beiden Kulturen aussuchen“. / Kultur mit Kind: Christina aus Bremen erzählt von der Verbindung zu Kroatien

Durch ihren Mann hat Christina die Liebe zu Kroatien entdeckt. Wie sie beide Kulturen in ihren Alltag integrieren und welche Ausflugstipps sie für ihre Heimatstadt Bremen geben kann, verrät sie im „Kultur mit Kind“-Interview.
Stell Dich doch bitte kurz vor. 

Ich heiße Christina, bin 31 Jahre alt, seit 2012 mit meiner großen Liebe Ivo verheiratet und Mutter einer eineinhalbjährigen Tochter. Seitdem ich schreiben kann, schreibe ich. Erst Notizbücher voll mit fantasiereichen Geschichten. Dann, als die Fantasie der Realität weichen musste, nach erfolgreichem Journalismus-Studium und Volontariat hauptberuflich bei einer Bremer Nachrichtenagentur. Und zu Hause, für mich, vielleicht auch in nicht allzu ferner Zukunft auf einem Blog – Zukunftsmusik… Facebook und Instagram nutze ich auch, aber im Moment eher sporadisch. Leider!
Durch meinen Mann – zwar in Bremen geboren, aber mit dem Herzen in Dalmatien und Bosnien-Hercegovina – habe ich die Liebe zu Kroatien gefunden. Dort sind wir, entfliehen dem deutschen Alltag, wann immer es uns möglich ist.

Bevor Deine Tochter zur Welt kam, hast Du als Journalistin gearbeitet. Einer dieser Berufe, die sich gerne mit dem Privaten vermischen. Wie handhabst Du das heute? 

Mein Beruf war mir, bis ich schwanger wurde, immer sehr wichtig. Ein 9-bis-5-Job war das natürlich nicht. Oft saß ich auch nach Feierabend noch an einem Text, bin abends und am Wochenende auf Veranstaltungen gegangen. Seitdem unser Kind da ist, haben sich meine Prioritäten verschoben: erst kommt die Familie, dann – sehr viel später – der Job. Beides nach einem Jahr Elternzeit in Einklang zu bringen, war erst nicht so einfach, klappt nun aber ganz gut. Mein Traum ist es, irgendwann freiberuflich zu schreiben, mir die Themen aussuchen zu können. An einem Konzept arbeite ich schon seit Längerem, und auch abseits vom Journalismus habe ich Ideen, aber da ist noch nichts spruchreif, das bleibt erst einmal mein Hobby nach 20 Uhr 😉

Einen Teil Eurer Elternzeit habt Ihr in der Heimat Deines Mannes verbracht. Was soll Eure Tochter aus der Kultur von Euch beiden mitbekommen? 

Wir leben in Deutschland, mein Mann ist in Bremen geboren, wir reden überwiegend deutsch – da bleibt im Alltag leider nicht allzu viel kroatische Kultur übrig. Umso wichtiger finde ich es, so oft wie möglich dort zu sein, und möglichst viel Zeit mit Baka (Oma) und Dida (Opa) zu verbringen. Die gesamte Familie meines Mannes spricht mit unserer Tochter außerdem nur kroatisch. Uns ist wichtig, dass sie sich später in beiden Sprachen verständigen kann. Ansonsten folgen wir keinem Erziehungskonzept. Sie wird sich hoffentlich selbst das für sie Beste aus beiden Kulturen aussuchen.

Ihr drei lebt in Bremen. Was kann man dort als junge Familie besonders gut machen?

Bremen hat auf den ersten Blick für junge Familien in meinen Augen nicht wirklich viel zu bieten. Ich finde, man muss schon ein wenig suchen, um die kleinen, aber feinen Schätze der Stadt ausfindig zu machen. Natürlich ist es auch abhängig vom Alter des Kindes. Seitdem Adriana laufen kann und sich immer mehr für ihre Umwelt interessiert, ist es einfacher, etwas zusammen zu unternehmen. Wir sind gern im Bürgerpark, dort gibt es neben vielen Wiesen, Wäldern und Platz zum Toben auch ein Tiergehege mit Eseln, Schweinen, Ziegen etc. Schön ist auch der Zoo am Meer im Bremerhaven. Ich freue mich auf die Zeit, wenn wir mit ihr ins Kino, ins Theater und auf spezielle Veranstaltungen wie die Breminale am Weserufer gehen können und sie all diese Dinge auch ganz bewusst erlebt.

Und meine Lieblingsfrage: Wie enstpannst Du? 

Die EINE Entspannungstechnik habe ich für mich nicht. Dinge, bei denen ich runterkomme: Abtauchen in Geschichten, egal, ob Bücher oder Filme (zuletzt gesehen und wunderbar entspannt (und am Ende auch geweint): Verstehen Sie die Béliers?). Zeichnen. Seitdem Adriana auf der Welt ist, auch gerne abends allein im Auto die Musik aufdrehen und mitsingen 🙂 Eine heiße Dusche. Manchmal reichen mir auch zehn Minuten absolute Ruhe auf der Couch. Mit Kaffee!

Dankeschön für das Interview. 

Die Bilder wurden freundlicherweise von Christina zur Verfügung gestellt.

Und hier geht es zum privaten Instagram-Account von Christina, den sie auf Anfage aber vielleicht für Euch freischaltet.

Ihr habt auch ein Kind, interessiert Euch für Kultur und möchtet darüber reden? Schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 


Eine Übersicht über alle bisher geführten Interviews findet Ihr hier.