Noch ein paar Seiten sind offen

Mütter, die Bücher schreiben, wie es ist Mutter zu sein, gibt es immer mehr. Manche sind unterhaltsam. Manche sind langweilig. Wenige sind wirklich außergewöhnlich.

“Völlig fertig und irre glücklich” ist so eines. Eines dieser wirklich außergewöhnlichen Bücher. Es ist außergewöhnlich schön.

Okka Rohd ist Journalistin. Kann also schreiben. Das an sich ist zwar löblich, doch auch noch nicht wirklich außergewöhnlich. Okka Rohd aber kann die Liebe konservieren und diese formschön verpacken. Über die ersten Jahre mit ihrer Tochter schreibt sie, darüber wie müde sie manchmal ist, und darüber wie viel sich verändert hat. Und wie sie lernt sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Schon alleine deshalb ist es ein ideales Geschenk für werdende Mütter, weil es Gefühle transportiert, die ich während meiner Schwangerschaft gerne so gelesen hätte. Aber das Büchlein funktioniert auch außerhalb der Baby-Ecke.

Okka Rohd erzählt auch von der Liebe zu Geschwistern. Der perfekten großen Schwester, und wofür deren Kühlschrank steht, und wie es sich anfühlt im Elternhaus wieder Kind zu sein. Sie erzählt von der Patentante, die die Patentochter liebt, aber darüber den Wesenskern von deren Mutter nicht verlieren möchte. Sie erzählt von der Liebe zu sich selbst, die sie langsam ganz neu entdeckt, noch vor dem Idealgewicht. Und von der Liebe zum Leben, und von der Neugierde darauf.

Es gibt viele Mütterbücher. Dieses sollte von vielen Leuten gelesen und weiterempfohlen werden.

Es ist: Schön.
Es kostet: Weniger als es gibt.
Es dauert: Ein paar Tage. Genau kann ich es noch nicht sagen, ich zögere das Ende hinaus.
Es hat mich fasziniert: Vor allem das wechselnde Verhältnis der Autorin zu ihrem Körper.
Empfehlung: Für alle, die Menschen mögen oder zumindest darüber nachdenken.

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