Als wir vor ein paar Jahren, diese wunderbare und wochenlange Reise durch das winterliche Schweden gemacht hatten, war ich von vielem angetan. Eine Sache war die skandinavische Mode. So freute ich mich damals, dass ich kurz danach in Rostock einem schwedisch inspirierten Laden entdeckt hatte.

Als wir vor ein paar Tagen wieder an der Küste waren, stellte ich mit Freude fest, dass es das Liebreiz am Doberaner Platz immer noch gibt. An Gemütlichkeit hat es zugenommen, und der Laden lässt sich auch mit Kindern gut besuchen: Ohne Kindercafé-Flair zu kriegen.  Auf der rechten Seite handelt es sich um einen gut sortierten Klamottenladen. Rosa gestreifte Blüschen, violette Leinenhosen, hellblaue Wollpullis und schwarze Baumwollröckchen mit Lochstickereien: es gibt einige Klamotten mit Liebhab-Potenzial. Das Sortiment ist nur für Damen, ein Kleinkind hat sich trotzdem verirrt und krabbelt hinter seiner Mutter her. Extern betreut wird es von einer ca. 11-Jährigen, die sich als Tochter der Besitzerin entpuppt und den weltschönsten geflochtenen Zopf der Welt trägt. (Foto fehlt aus Datenschutz-Gründen.) 

Das Beste an dem Laden ist aber, dass sich zur linken Seite ein Kaffeehaus erstreckt. Es gibt Kaffee, Kuchen, Schokolade, Aufstriche und eine freundliche Bedienung, die nach den Wünschen fragt. Ach ja, und eine Spielecke für die Kleinen, die gibt es auch. 

Während ich rechterhand eine bereits vorhandene Liebe zu den Kleider-Marken Noa Noa und Sorgenfri Sylt verstärke, hängen der Mann, der nur noch wenige Tage Elternzeit hat, und das frühe Vogerl im Kaffehaus-Teil ab. Meine Vorliebe für Rosa lässt sich bei diesem Einkauf gut befriedigen und so marschiere ich zwischen den beiden Teilen probierend hin und her, und bin zum Schluss so umsatzkräftig, dass der Kaffee mit drinnen ist.
Shoppen mit Kind ist hier also möglich, ohne das jemand genervt ist. Ein bisschen Vorfreude auf den nächsten Schwedenaufenthalt gibt es auch mit dazu. Eine meiner liebsten Freundinnen wohnt schließlich in Stockholm, und die kann nicht mal schnell eben nach Rostock kommen. Schade eigentlich.