Als ich schwanger wurde, dachte ich, dass ich sicher niedlich aussehe. So in Latzhosen. Als ich entbunden hatte, dachte ich, dass ich nun wieder alles tragen kann. Sofort. Als mein Kind aufgehört hatte, ein Stillbaby zu sein, dachte ich, dass ich mir diesen Quatsch mit dem Extra-T-shirt nun sparen kann.

Ich habe mich in meinem Leben schon mehr als einmal getäuscht. Auch in so wichtigen Mode-Fragen. Deshalb hier meine fünf ultimativen Mode-Tipps für die Schwangerschaft, die Stillzeit und die lebhafte Beikostzeit, die mir im Vorfeld unglaublich geholfen hätten. Hätte ich sie gewusst. Für Mütter. Natürlich.

Ich habe eine persönliche Strumpfhosenlieferanterin.
Ich schätze sie unglaublich. Nicht nur dafür.

1.) Wenn ihr zu Beginn Eurer Schwangerschaft bunte Klamotten seht: Schlagt zu. Je dicker ihr werdet, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit etwas in Farbe zu finden. Wenn Ihr also im fünften Monat ein nettes Teil in bordeaux seht, kauft es. Dass Euch bordeaux eventuell nicht so gut steht, kann getrost ignoriert werden. Sehr viel farbenfroher ist Schwangerschaftsmode selten, und besser als grau ist es allemal. Und fast alles ist grau, oder gestreift. In gestreift geht es übrigens bei der Stillmode weiter.

2.) Männerhemden sind das Ding und lassen sich problemlos auch noch in den ersten Monaten gut zu allem tragen. Wenn der Mann nur ungleich schwerer ist, unbedingt im Verwandten- und Bekanntenkreis umschauen. Sowas könnte sonst unter Umständen frustrieren. An schlechten Tagen.

Bettie mit Hut
Dieser wunderbare Hut stammt von Helena Ahonen.

3.) Aller Wahrscheinlichkeit nach könnt ihr das nette kleine Teil vor der Schwangerschaft nicht gleich wieder tragen. Es könnte ein paar Monate dauern. Es könnte sogar Teile geben, in die ihr nie wieder hineinpasst. Aber, jetzt das Positive: Strumpfhosen sind es nicht. In allen möglichen Farben hat man daher bereits kurz nach Verlassen des Wochenbettes das Gefühl, ganz aktuell zu sein. Und bunt. Ein Hoch auf bunte Strumpfhosen. Sie geben jedem alten, weil noch aus der Schwangerschaft stammenden, Kleid, neuen Glanz.

4.) Mit pinken Beinchen und in einem neu gekauften Kleid in Größe 38 kam ich mir unglaublich
schick vor. Und ein bisschen entblösst, als ich dann nur mit pinkem Strümpfchen im Hinterzimmer eines Arztes rumturnte. Hochgeschlossen ist nicht immer gut. Deshalb: Die Stillzeit ist eine Knöpfchenzeit. Aber hey: Knöpfchenkleider gibt es in Farbe.

5.) Mittlerweile passt mir ein Großteil der Klamotten wieder. Die Breizeit war modisch einwandfrei. Nun sind wir beim freien Essen des Kindes angelangt. Klappt super. Allerdings muss meist einer von uns beiden hinterher etwas anderes anziehen. Nicht immer habe ich für uns beide etwas dabei. Meine absolute Empfehlung: Tragt Hut. Ist fast nie betroffen, und lenkt ab. Von möglichen Flecken.

Ach ja, und das ultimative modische Accessoire ist, und bleibt natürlich: ein feuchtes Tuch. Immer.

Habt Ihr noch andere Tipps auf Lager ?