Alltag, Elternfragen

„Nichtperfekte Mütter dürfen auch mal ausrasten und rummeckern wie ein Rumpelstilzchen.“

Entthronungsphase, Geschwisterliebe und Vorbereitung aufs Geschwisterkind: Bloggerkollegin und Journalistin Nathalie Klüver hat  sich in ihrem neuen Buch Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder diesen Themen angenommen. In den Elternfragen beantwortet sie Wisssenwertes und am Ende gibt es zwei Exemplare zu gewinnen. 

 

Du bist Mutter zweier Kinder und grad mit dem dritten (hoch)-schwanger. Nun hast Du einen Ratgeber geschrieben, der sich damit auseinander setzt, wie es ist wenn Familienzuwachs ins Haus steht. Was war für Dich die größte Herausforderung beim zweiten Kind?

 

Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie ich genug Zeit für beide Kinder habe und wie ich beiden gerecht werden kann – der Klassiker wahrscheinlich. Was dann aber tatsächlich die größte Herausforderung war, war genug Zeit für mich selbst zu finden! Ich schrieb beim zweiten Kind zwei Bücher in der Elternzeit und habe immer dann geschrieben, wenn das Baby schlief. Und nachmittags war der Große zuhause. Der vielzitierte Rat, man soll sich Zeit für sich nehmen, wenn das Baby schläft, hat also null funktioniert. Diesmal habe ich das Buch lieber schnell geschrieben, bevor das Baby auf die Welt kommt. Zwei Kindern gerecht zu werden, empfand ich tatsächlich als weniger schlimm als befürchtet. Natürlich gab es Momente, die einem einen Stich ins Herz versetzten, weil man sich grad nicht um beide so kümmern konnte, wie man eigentlich wollte. Aber alles in allem hat es sich schneller eingegroovt als gedacht. Aber ich selbst blieb irgendwann auf der Strecke, naja und der Haushalt, der auch heute nicht zu meinen Prioritäten zählt. Wie sag ich immer zu meinen Kindern: „Ich habe nur zwei Hände, mir ist keine dritten an den Rücken gewachsen“. Die dritte Hand bräuchte man mit zwei Kindern manchmal schon!

 

 

Immer wieder lese ich in Facebook-Gruppen, dass Mütter in die Runde fragen, ob andere Mütter ein zweites Kind „empfehlen“ würden. Ich finde das befremdlich, aber anscheinend helfen die Antworten anderen. Was würdest Du antworten?

 

Bei dem Thema zweites Kind – ja oder nein kann man wirklich keine Pauschalempfehlung aussprechen. Denn jede Familie ist anders, jedes Kind und jede Mutter. Das ist wie bei dem idealen Altersabstand, den es irgendwie auch nicht gibt: Diese Entscheidung muss jeder selbst treffen. Ich kann da nur auf meine Erfahrungen verweisen: Ich finde mehrere Kinder toll – so toll, dass wir uns ja sogar noch für ein drittes entschieden haben! Klar, es wird anstrengender, zumindest am Anfang. Es wird chaotischer. Es wird mehr Momente geben, in denen man sagt „ich kann nicht mehr“. Aber dafür wird einem auch unglaublich viel gegeben, was die ganze Anstrengung aufwiegt! Ich bin mit einem Bruder aufgewachsen und mir war immer klar, dass ich kein Einzelkind möchte. Ich mag dieses Leben in der Bude – und ich glaube, dass es meinen Kindern so viele Erfahrungen gibt, die sie als Einzelkind nicht hätten. Und diese Erfahrungen will ich ihnen nicht vorenthalten. Es ist toll zu sehen, wie meine Jungs zusammenspielen, wie sie zusammen durch Dick und Dünn gehen und sich gegenseitig vermissen, wenn der einen bei einem Freund ist. Ganz abgesehen davon, was sie an sozialen Fähigkeiten voneinander lernen. Allen, die zweifeln, ob sie es packen mit zwei Kindern, kann ich nur sagen: Man wächst mit seinen Aufgaben. Und vieles, was beim ersten Kind noch eine echte Herausforderung war, wird beim zweiten Kind einfacher!

 

 

Du hast andere Eltern befragt und viel für dieses Buch recherchiert: Was sind Deine Tipps dafür ein Geschwisterteam nachhaltig miteinander zu verbinden?

Viel gemeinsam unternehmen! Wir ziehen immer gemeinsam als Familie los. Es ist die Ausnahme, dass mal nur der Große etwas mit mir macht oder der der Kleine nur mit dem Papa. Wir machen eigentlich alle Unternehmungen an den Wochenenden zu viert. Außerdem ist es wichtig, die Geschwister nicht untereinander zu vergleichen. Denn das schafft nur Eifersucht und Rivalität – die sowieso kommen werden, weil sie ganz normal sind. Da muss man das nicht noch künstlich anheizen durch blödsinnige Vergleiche! Also kein „schau mal, wie toll dein Bruder schon mit dem Messer umgehen kann“ und kein „als du so alt warst, konntest du noch nicht so gut malen“. Besser ist es, Gemeinsamkeiten zu betonen. Und die Kinder zu loben, wenn sie etwas gemeinsam machen und im Team lösen. Aber wie gut so ein Geschwisterteam funktioniert, hängt natürlich auch noch von anderen Faktoren ab – denn jedes Kind ist anders!

 

 

Schluss mit dem Perfektionismus und Prioritäten setzen: Das sind sehr wertvolle Tipps, die da in Deinem Buch Einklang gefunden haben. Wie schaffst Du es selbst, diese nicht aus den Augen zu verlieren?

 

 

Für Perfektionismus fehlt mir schlicht die Zeit. Im Ernst, davon habe ich mich schon lange verabschiedet. Ich muss nicht immer die Beste sein. Ich habe nicht den Anspruch, die beste Journalistin, die größte Bloggerin oder die Bestsellerautorin zu sein. Das gilt genauso für mein Mutterdasein: Ich muss nicht die perfekte, beste Mutter sein mit den perfekten besten Kuchen. Mein Anspruch ist es, gut genug zu sein. Nichtperfekte Mütter dürfen auch mal ausrasten und rummeckern wie ein Rumpelstilzchen. Und müssen nicht immer pädagogisch perfekt sein. Kinder verzeihen das – und deshalb sollte man es sich selbst auch verzeihen! Das Thema ist mir übrigens so wichtig geworden beim Buchschreiben, dass daraus ein neues eigenes Buch geworden ist. Es wird im Frühjahr ebenfalls im Trias Verlag erscheinen und sich mit dem Thema auseinandersetzen, wie man als Mutter mehr Zeit für sich hat – durch Prioritätensetzen und vor allem dem Mut, nicht perfekt zu sein!

 

 

In wenigen Wochen wirst Du zum dritten Mal Mutter: Was glaubst Du wird beim dritten Kind noch mal anders?

 

Ich bin selbst sehr gespannt! Und gleichzeitig relativ entspannt. Beim zweiten Kind war ich aufgeregter, wie das alles wohl klappen wird. Aber diesmal vertraue ich auf unsere Erfahrungen. Und meine Jungs sind mit 4 und 6 aus dem Gröbsten raus. Das ist etwas anderes als beim zweiten Kind, wo der Abstand mit zwei Jahren viel herausfordernder war. Meine Jungs sind nun doch deutlich selbständiger geworden. Aber man weiß es nicht. Viele sagen ja, der Unterschied von einem zu zwei Kindern sei sehr viel größer als von zweien zu dreien. Iass das mal auf mich zukommen und berichte in einem Jahr, wie es wirklich war!

 

Vielen lieben Dank für Deine Antworten, Nathalie. Zwei Bücher von Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder hat der Verlag zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Hierfür müsst Ihr nur folgende Frage beantwortet: Welche Erfahrungen/Erwartungen habt Ihr in bei Geschwisterkindern? Beantwortet direkt im Blog oder auf anderen Kanälen, am 27.11. wird dann gelost.

 

Das Gewinnspiel ist bereits beendet.

 

Nathalie bloggt auf Eine ganz normale Mama.

 

Alltag, Elternfragen, Kultur mit Kind

Elternfragen zum Basteln: Einfache Tipps für Einsteiger

Weihnachten naht und langsam kommen meine Kinder ins Bastelalter. Da ich da völlig unbegabt bin, habe ich mir für die Elternfragen Tipps von Lily (Wunder-Bastel-Bloggerin auf monstamoons.at) geholt. 

 

Ich bin ein echter Bastelhonk und merke mein Dreijähriger überholt mich bald. Vor allem aber hat er echt Lust da drauf, deshalb an Dich: Welche Einsteigertipps hast Du für das Mutter-Kind-Basteln?

 

Hehe, du wirst es nicht glauben, aber ich war ursprünglich auch eine wenig begeisterte Bastlerin. Auch bei meinem Sohn merkte ich jedoch, dass er sich sehr für Kreatives interessiert. Deshalb begannen wir diverse Materialien zu sammeln und ohne Konzept irgendetwas daraus zu gestalten. Das heißt, ein Tipp von mir wäre, nichts zu planen, sondern mit Stöpseln, Stöcken, Farben und Co einfach darauf loszubasteln. Das macht richtig Spaß und man ist immer überrascht was alles aus „Nichts“ entstehen kann.

Der Spaß ist das wichtigste, das Ergebnis nur nebensächlich!

 

Welches Basis-Bastelmaterial empfiehlst Du immer zu Hause zu haben?



 

Das ist einfach. Man hat eigentlich schon fast alles zu Hause. Ich bastle meist mit Altpapier, Stöpseln, Naturmaterialien, Flaschen und Ähnlichem. Abgesehen davon braucht man natürlich auch immer folgendes:
• eine gute Schere
• einen lösungsfreien Bastelkleber
• eine Heißklebepistole (natürlich nur für Erwachsene)
• speichelechte Acrylfarben
• Dekomaterial wie Buntpapier, Pompons oder Pfeifenputzer

 

Dein Blog ist voller Bastelideen: Stell doch bitte mal eine Idee vor, die sich an einem regnerischen Basteltag auch schon mit ganz kleinen Kindern gut bewerkstelligen lässt?

Auch mit ganz kleinen Kindern kann man schon vieles machen! Beispielsweise gemeinsam Stöcke sammeln und diese dann gemeinsam bemalen:

Basteln wenn man nix daheim hat

Außerdem finde ich, dass Sockentiere, die man nur befüllen und mit Filzstiften anmalen muss für die Kleinen ein Hit sind: http://www.monstamoons.at/2017/02/20/sockenhase-in-wenigen-schritten/.

 

Welche Basis-Bastel-Materialen finden sich in der Natur und was kann man damit machen? 



 

Die Natur verfügt über fast alle meiner Basis Bastelmaterialien:
Im Frühling und Sommer zum Beispiel kann man diverse Blüten und Blumen verbasteln. Ihr könnt gemeinsam Kränze flechten, aber auch die Blumen in Büchern trocknen und pressen um sie dann für Karten oder Fensterbilder zu verwenden.

Der Herbst ist meine absolute Lieblingsbastelzeit. Kein Wunder, denn in dieser Jahreszeit liegen Tonnen an Bastelmaterial gratis vor der Haustür:

Kastanien: Mit Kastanien kann man so viel gestalten, zum Beispiel Spinnen mit Beinen aus Zahnstochern oder Ketten. Aber auch die getrockneten Schalen der Kastanien können zum Basteln verwendet werden. Wir gestalteten daraus beispielsweise einfache Igel.

 

Eicheln: aus Eicheln kann man super Anhänger aller Art basteln und natürlich mithilfe von Zahnstochern diverse Tiere.

 

Blätter: Blätter sind etwas Tolles: getrocknet kann man sie zu einer Girlande verarbeiten, weiß bemalt zu einem Geist, laminiert zu schönen Fensterbildern oder mit etwas braunem Buntpapier zu einem großen Herbstbaum.

 

Zapfen: aus Zapfen haben wir bereits diverse Tiere, Flugzeuge oder Bäume gebastelt. Auch ein Türkranz mit Zapfen sieht bestimmt wunderschön aus.

Stöcke:
Stöcke kann man wie gesagt bunt bemalen, aber auch für Mobiles verwenden oder zu einem hübschen Weihnachtsstern zusammenbinden.

Steine:
Ähnlich wie Stöckchen findet ihr auch Steine fast zu jeder Jahreszeit. Aus Steinen könnt ihr einfache Spiele wie ein „Tic Tac Toe“ basteln, sie bunt bemalen oder auch ein Steinbild erstellen.

 

Weihnachten naht: Was sind Deine Basteltipps für tolle selbsterstellte Weihnachtsdeko von Kleinkindern?



 

Weihnachten bietet so viele Bastelideen. Eine erste einfache Dekoidee ist ein Christbaum aus Tonpapier, den man an die Wand kleben und dann dekorieren kann. Eine weitere Idee für Weihnachten mit Kindern wären außerdem kleine Tannenbäume aus grün bemalten Zapfen mit einem Korken als Stamm.

Weihnachtsbaumanhänger kann man zum Beispiel aus Bügelperlen, mit Eicheln oder aus Nudeln gestalten.

Was meinen Kindern letztes Jahr sehr gefallen hat, war außerdem ein kleines Rentier aus einer Klopapierrolle.

 

Vielen lieben Dank, Lily. 

 

Mehr Elternfragen findet Ihr hier: Wenn Ihr ein Thema habt, dass Ihr gerne hier mal behandelt haben möchtet, dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.

Alltag, Kultur mit Kind

Ein Ort, den nur Eltern kennen können – 12v12 im November

Immer am 12. des Monats nehmen wir Euch in 12 Bildern mit durch unseren Alltag. Dieses Mal hat es uns an einen Ort verschlagen, den nur Eltern kennen. Seid Ihr schon eingeweiht?

 

Der Morgen beginnt mit Kaffee.

Disney steht bei uns hoch im Kurs: auch bei der Kleidung.

Der Hund stellt sich für ein Foto zur Verfügung.

Wir planen einen Ausflug zu dem wir andere Kinder mitnehmen, deshalb haben wir das Auto aufgerüstet.

Das Frühstück schmeckt dort sehr gut.

Der Rest ist gewöhnungsbedürftig. Wir sind an dem Ort, wo sich kinderlose Menschen niemals hin verlaufen und den wir auch noch nicht lange kennen: Wir sind auf einem Indoor-Spielplatz.

Im Auto gibt es ein Auto-Selfie.

Der Kindersitz neben mir ist mittlerweile leer und dort parkt Kuchen.

Guter Kuchen.

Zuhause wird geturnt.

Und es gibt eine Stückchen Film.

Und einen Kaffee zu viel.

 

Wie ist das bei Euch: Seid Ihr oft auf Indoor-Spielplätzen und kommt ihr gut mit dem Gewusel klar? Ich fand es dann ganz nett, so lange keine Aktivitäten abverlangt werden: Mir wird recht schnell schlecht.

 

Mehr 12 von 12 findet Ihr bei Draußen nur Kännchen.

 

Familienrollen

Geburt: “ Bei mir hatten die Geburtserfahrungen definitiv Einfluss auf mein Wochenbett, aber auch auf die Zeit danach.“

Das Internet ist voller teils gruseliger Geburtsberichte. Die heutigen Familienrollen sind einer Frau gewidmet, die sich dafür einsetzt, dass Frauen mit Freude auf die Geburt zugehen: Vorhang auf für Motherbirth, die nicht ohne Grund dieses Pseudonym gewählt hat.

 

Dein Blogthema ist „Auch auf eine sehr schlimme Geburtserfahrung kann eine gute folgen.“ Warum ist es Dir, als Mutter dreier Kinder, so wichtig für dieses Thema einzustehen? 

 

Ich glaube das Kernthema hinter allem ist: „Angst“. Ich weiß aus eigener – leidvoller – Erfahrung, wie groß diese nach einer traumatischen Geburtserfahrung sein kann. Gerade wenn dies die erste und einzige war, die frau hatte – so wie ich. Und es sind eben nicht nur die eigenen Ängste, die einen beschäftigen und manchmal auch quälen. Ebenso Freunde, Familie und auch Ärzte verunsichern Frauen zusätzlich, anstatt ihnen Mut, Hoffnung und Selbstvertrauen zu geben.

 

Das durfte ich in meiner zweiten Schwangerschaft am eigenen Leib erfahren. Es hat mich damals unfassbare Überwindung und Kraft gekostet meine eigenen Ängste zu überwinden und mich gleichzeitig noch gegen die auf mich projizierten Ängste meines Umfeldes zu wehren. Dabei fühlte ich mich so unendlich allein. Als eine Einzelkämpfern. Ich hätte mir damals sehr gewünscht, einen Blog wie meinen, lesen zu können. Und aus diesem Gefühl heraus, ist mein Blog auch entstanden:

 

mir liegt es am Herzen, anderen Frauen durch meine eigenen Erfahrungen, durch meine eigene Geschichte, zu helfen ihren Weg zu finden – angstfrei und wieder im Vertrauen in sich und ihren Körper gebären zu wollen. Einfach in guter Hoffnung sein zu dürfen. Vorfreude zu haben. Ich möchte Ängste nehmen, Mut spenden und Hoffnung geben.

 

Und ich denke, es gelingt mir. Immer wieder erreichen mich E-Mails von Frauen, die mir schreiben, wie wertvoll und hilfreich sie meinen Blog fanden. Ich hätte ihnen die Angst genommen. Das ist für mich der größte Lohn für meine Arbeit.

 

Und so habe ich es tatsächlich geschafft das zu verwirklichen, was ich mir 2015 vorgenommen habe, als mein Mann mich fragte: „Was willst du mit deinem Blog eigentlich erreichen?“ und ich antwortete: „Ich will Frauen erreichen. Ich will ihnen helfen statt Angst Vorfreude zu spüren. Ihnen Vertrauen geben und Mut machen.“ Mein Mann schaute mich damals noch ungläubig an. Heute muss er mitweinen, wenn ich ihm aus den E-Mails der Frauen vorlese, denen ich helfen konnte und er sagt: „Du hast alles genau richtig gemacht.“ Das glaube ich auch.

 

 

Schöne Geburt vs. schlimme Geburt: Auf Deinem Blog finden sich beide Erfahrungen, bzw. mittlerweile drei Geburten: Welche unterschiedlichen Erfahrungen hast Du dadurch im Wochenbett gemacht? 

 

Bei mir hatten die Geburtserfahrungen definitiv Einfluss auf mein Wochenbett, aber auch auf die Zeit danach.

 

Die traumatische Geburtserfahrung war für mich kein guter Start in mein erstes Wochenbett. Diese sofortige innige warme Verbindung, von der immer alle schwärmen, verspürte ich bei meinem ersten Sohn nicht. Liebe schon, aber da war irgendeine Distanz, die ich bis heute nicht wirklich greifen, noch beschreiben kann. Damals war es mir nicht einmal wirklich bewusst. Erst in der Retrospektive weiß ich es – im Vergleich.

 

Mein Verhältnis zu meinem Sohn war anfangs stark geprägt durch Unsicherheiten und Ängste. Ich wollte endlich alles „richtig“ machen, alles aufholen. Wollte vielleicht sogar Abbitte leisten, weil ich mich schuldig fühlte, dass ich für ihn, für uns nicht mehr gekämpft habe, mich nicht mehr widersetzt habe, mir alles gefallen lassen habe. Ich habe Jahre gebraucht, um anzukommen in meiner Mutterrolle. Ich wurde eben nicht hineingeboren – kein „Mother Birth“ eben. Daher auch der Blogname … aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich habe es mir Stück für Stück erkämpft, zurückerobert. Ein langer Weg mit viel Tränen und Selbstvorwürfen. Bei meinen beiden anderen Kindern fehlte dieser Kampf. Im Wochenbett fügte sich irgendwie alles wie selbstverständlich zusammen. Das war um so viel leichter.

Was ich anderen Müttern raten kann? Verzeiht euch selbst! Es klingt so einfach, aber das ist es in Wahrheit leider nicht. Mir persönlich hat eine Therapie mit EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) sehr helfen können. Dabei habe ich mich stark mit mir, meinen Gefühlen und den Erlebnissen auseinander gesetzt. Denn Verdrängen ist immer die schlechteste aller Optionen. Aufarbeiten ist nachhaltiger. Man hat dadurch noch die Chance selbst an einer negativen Geburtserfahrung zu wachsen. Ihr etwas Positives abzugewinnen. Und bitte wartet nicht so lange wie ich. Holt euch sofort Hilfe. Lasst keine Tage, Wochen, Monate oder Jahre verstreichen.

Was hat sich für Dich durch das Muttersein verändert?

 

Ich bin definitiv stärker geworden. Selbstbewusster. Bin klarer indem, was mein Weg ist – orientiere mich weniger an anderen. Heute fällt es mir leicht manchmal „aus der Reihe“ zu fallen – etwas „Besonderes“ zu wagen, z.B. beim Langzeitstillen. Früher für mich undenkbar. Ich war viel zu unsicher. Mir fehlte es schlicht an genügend Selbstsicherheit. Ich brauchte immer die Rückversicherung und Bestätigung meines Umfeldes, dass ich auch alles „richtig“ machen würde. Ich war schwach. Heute weiß ich, was ich im Stande bin zu leisten. Ich muss mich nicht verstecken oder mich kleiner machen als ich wirklich bin. Und dieser Wandel hat das Muttersein bei mir mit sich gebracht. Ein inneres Reifen. Nicht sofort, sondern in kleinen Schritten. Ich bin gewachsen an meiner Aufgabe. Immer ein Stückchen mehr.

Und noch was hat sich geändert: mir fällt erst als Mutter so richtig auf, wie antiquiert noch immer die Rolle der Frau gesehen wird und zum Teil auch von den Frauen so gelebt wird – was mich ehrlich gesagt am meisten schockiert. Ein simples aber eindrückliches Beispiel: Hausgeburt. Wenn ich erzählt habe, dass wir eine Hausgeburt planen, habe ich oftmals die Antwort erhalten:

„Das finde ich total toll. Hätte ich auch so gerne gemacht, aber mein Mann würde das niemals erlauben/zulassen.“

Solchen Antworten lassen mich dann sprachlos zurück. Meinem Mann wäre es, glaube ich, nie in den Sinn kommen, dass er mir eine Hausgeburt kategorisch verbieten kann bzw. ich seine Erlaubnis dafür bräuchte. Es fehlt mir an Augenhöhe. Wieso kann der Mann über den Geburtsort offensichtlich allein entscheiden, ohne dass die Frau „Widerworte“ gibt, obwohl ihr eigener Wunsch etwas ganz anderes ist. Natürlich kann man das Für und Wider einer Hausgeburt besprechen, Wünsche klar äußern und Bedürfnisse kundtun, aber dann sollte man eine Lösung finden, die für beide passt. Mein Mann geht sogar noch ein Stück weiter und sagt:
„Du musst gebären. Erfülle dir deine Träume. Ich gehe deinen Weg mit. Egal wie er aussieht.“

 

Und er ist offensichtlich mit dieser Meinung immer noch in der Minderheit. Denn auch er wurde in der Zeit der Schwangerschaft immer wieder darauf angesprochen, ob er mir nicht „die Flausen mit der Hausgeburt“ ausreden kann bzw. mal ein „Machtwort“ sprechen soll, da dass ja alles viel zu gefährlich sei… Die Antwort meines Mannes: „Ich vertraue meiner Frau.“

 

Ein gegenseitiges Vertrauen ist für mich die Basis für eine Partnerschaft auf Augenhöhe, in der Wertschätzung und die Achtung der Bedürfnisse gelebt werden. Und dieses innige Vertrauen konnte erst durch das gemeinsame Erleben und Durchleben der Geburten so sehr wachsen. Dafür bin ich unendlich dankbar.

 

 

Das Internet ist voller gruseliger Geburtsberichte. Ich verstehe, dass manche Frauen so verarbeiten. Während einer Schwangerschaft habe ich sie allerdings nie gelesen, weil ich keine Ängste dadurch kriegen wollte. Wie stehst Du zu Geburtsberichten?

 

Die Frage scheint auf den ersten Blick leicht zu beantworten zu sein, aber das ist sie nicht. Sie ist vielschichtig und nicht eindeutig. Es gibt so viele Facetten, die zu bedenken sind… Mit dieser Frage tue ich mich deshalb wirklich schwer, da es keine allgemein gültige Antwort gibt, sondern nur ein individuelles Abwägen und Überlegen, welche Aussage hinter dem eigenen Text stehen soll bzw. welche Bedeutung der Text für mich selbst hat. Ist er eine Art heilende Selbsttherapie nach einer traumatisch erleben Geburt – „man möchte sich alles von der Seele schreiben…“. Oder möchte man Kritik am System laut werden lassen, wenn man das Fehlverhalten bzw. die Gewalt im Kreissaal thematisiert, was an den Geburtsberichten zum Roses Revolution Day deutlich wird. Es ist ein Aufzeigen des Missstandes. Ein Laut werden. Ein Öffentlich machen.

 

Alles hat seine Berechtigung. Alles hat seine Leserschaft. Bei dezidiert triggernden Geburtsberichten würde ich mir allerdings wüschen, dass dies dem Leser im Vorfeld klar und deutlich angezeigt wird. Da sehe ich den Schreiber in der Verantwortung. Ob frau es dann doch lesen möchte, ist ihre selbstverantwortete Entscheidung. Ich persönlich würde schwangeren Frauen tendenziell abraten Geschichten von dramatisch verlaufenden Geburten zu lesen. Denn wir wissen alle: schwanger sind wir emotional offener und deutlich verletzlicher als sonst. Die Worte, die wir dann in Geburtsberichten lesen, brennen sich mitunter unwiederbringlich in unser Unterbewusstsein ein und können Ängste auslösen.

 

 

An die Geburt Deines dritten Kindes bist Du mit sehr viel Zuversicht herangegangen: Was empfiehlst Du anderen, die das nicht so automatisch können?

Das stimmt. Bei mir war das aber auch nicht so „automatisch“, wie es nach außen zu sein schien. Es ist vielmehr ein Prozess gewesen, ein Arbeiten an sich selbst und und meinen Ängsten. Und was ich am meisten brauchte, war eine große Portion Selbstvertrauen. Ich mußte mir sicher sein, was ich wirklich möchte. Was mein Weg sein soll. Diesen habe ich für mich schon vor der dritten Schwangerschaft gefunden. Oder besser gesagt: WIR hatten ihn für uns gefunden. Denn ich empfand es als größte Stütze bzw. Unterstützung, dass mein Mann mir ein unendliches Vertrauen entgegen gebracht hat.

 

Er ist meinen Weg immer mitgegangen, hat nie gezweifelt, nie kritisiert. Hat nach außen hin immer klar gemacht, dass es keinen Sinn hat Zweifel zwischen uns zu sähen. Ich konnte mich ganz auf mich und die Schwangerschaft konzentrieren. Was so in der zweiten Schwangerschaft – die ein innerer und äußerer Krampft und Kraftakt war – nicht der Fall war.

 

Also ganz allgemein würde ich sagen, dass man Angst durch Vertrauen ersetzten sollte. Dadurch war es mir möglich innerlich ruhig und ausgeglichen zu sein. Es war vielleicht sogar mehr als nur Zuversicht, die ich damals gespürte – es war Klarheit ohne Selbstzweifel. Ich wusste, was ich wollte und habe genau das getan. Das gab mir eine zuvor nie gekannte Zufriedenheit.

 

Du trägst Dich mit dem Gedanken eine Doula-Ausbildung zu machen: Was willst Du anderen Frauen mitgeben?

Wenn man jetzt meinen 10-Jahresplan betrachtet, steht sicherlich am Ende dieses Weges, dass ich Frauen als Doula in Schwangerschaft und unter der Geburt begleiten möchte. Da dies aber mit einer Rufbereitschaft einhergeht, dies zur Zeit noch nicht vereinbar mit meiner jetzigen familiären Situation ist, möchte ich nächstes Jahr zunächst die Ausbildung zur Hypnobirthing-Kursleiterin machen. Ich denke, so kann ich die Frauen ganzheitlicher auf ihrem Weg zu ihren ganz persönlichen Traumgeburten begleiten.
Mein „Werbeslogan“ könnte folgendermaßen lauten:

„Statt Angst vor – mache ich Lust auf Geburt.“

Und genau das ist, was ich den Frauen mitgeben will: Vorfreude auf das hoffentlich schönste und prägendste Ereignis ihres Lebens – die Geburt ihres Kindes. Denn nur wenn man die Würde der Frauen achtet, ihnen zuhört, ihre Wünsche wahrnimmt und ihre Selbstbestimmung erhält, können Geburten erst zu schönen Erlebnissen werden. Und leider werden genau diese Punkte in der heutigen Geburtshilfe immer noch sträflich vernachlässigt. Als Doula möchte ich dafür eintreten, die Frauen stark zu machen und ihnen notfalls auch eine Stimme zu verleihen. Ich freue mich jetzt schon darauf.

 

Vielen lieben Dank für Deine Offenheit. 

 

Ihr habt auch eine Geschichte, die Ihr gerne in den Familienrollen erzählen möchtet? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com und ich stelle Euch, wenn es passt, gerne ein paar Fragen.

Kultur mit Kind

Freiburg: Zu Gast bei Freunden

Als ich vor fast eineinhalb Jahrzehnten nach Berlin gekommen bin, lernte ich einige Freiburger kennen: Sie alle hatten eines gemeinsam, sie wollten irgendwann wieder nach Hause zurückkehren.

 

Eine sehr liebe Freundin hat nun genau das gemacht: Sie ist mit ihrer Familie nach Freiburg im Breisgau gezogen und ich habe ziemlich geklagt. Nach dem ich mich gefangen habe, war aber auch klar, wir fahren uns endlich diese Stadt anschauen. Und so war es:

 

 

Die Fahrt: Es war unsere erste richtige Bahnfahrt als Familie und dementsprechend aufgeregt waren wir.

Fazit: Bahnfahren klappt ganz gut. Gelernt haben wir auch einiges: Wenn die S-Bahn ausfällt, hast Du ein Problem. Ein Kleinkind-Abteil ist der pure Luxus. Manchmal kommst Du Deinen Mitreisenden schon sehr nah. Die kleinen Spielzeugeisenbahnen, die die Deutsche Bahn für ihre kleinen Gäste hat, die die  sind Gold wert: Ein Hoch auf Ida und Nick.

 

In Freiburg angekommen, haben wir es uns gut gehen lassen und ein paar tolle Dinge erlebt, einige eignen sich zum Nachahmen.

 

1.) Der Dom und der dazugehörige Platz: Wunderschön war es im Dom und wir haben Kerzen angezündet, eine Tradition, die ich aus Österreich kenne und die ich in Berlin immer wieder vermisse. Irritierend fand ich, dass sich so viele Leute mit dem Handy selbst permanent ablichten mussten. Besonders schön war auch der Münstermarkt davor mit den vielen wunderbaren Blumen.

 

2.) Das Museum „Natur und Mensch„:  In unserer Reisegruppe waren Kinder zwischen eins und sieben Jahren, dementsprechend passend musste auch das Kulturprogramm sein. Wir haben ein Museum gefunden, das man auch mit Kleinkindern gut besuchen kann. Es gibt Materialien zu befühlen, Orte, wo man reinkriechen kann und auch etwas Philosophisches haben wir gefunden: eine Tafel, die effektiver ist als eine Bucket-List, find ich.

 

3.) Konditorei Gmeiner: Freiburg hat aktuell kein Kindercafé, mit sechs Kindern wollten wir kein Kaffeehaus besuchen, aber trotzdem frischen Kuchen haben. Also holten wir uns Macerones, Baumkuchen und Törtchen: sehr zu empfehlen.

 

 

4.) Schloßberg: Was ich schon aus Salzburg kenne und mag, über eine Stadt schauen:Wir fuhren mit dem Aufzug ein Stück und nach einer kleinen Wanderung hatten wir vom Schloßberg eine tolle Aussicht. Auch schön: der Gastgarten und der schöne Spielplatz auf Hin-und Rückweg.

 

 

5.) Bächleboote: Im Sommer kann man die Bächleboote durch die kleinen Bächle Freiburgs ziehen. Angeblich. Ende Oktober waren die Bächlebeete leider leer, und die Kinder konnten überall in der Stadt drinnen rumturnen. Zwei Bächleboote haben wir trotzdem gekauft.

 

Mindestens wegen Punkt 5 müssen wir wiederkommen und wegen der Freunde und ihrer Wohnung: Dort war es nämlich eigentlich am schönsten.

 

Habt Ihr auch Freunde in anderen Städten, die ihr deshalb besser kennenlernen konntet? Erzählt doch mal.

Kultur mit Kind

Kosmetische Veränderungen während der Schwangerschaft: was bleibt und was geht – Werbung

Anzeige. Immer am Dienstag gibt es hier die Elternfragen: Heute geht es um Themen wie Bindegewebsschwäche, Schwangerschaftsmaske und Wassereinlagerungen, oder darum wie sich der Körper während einer Schwangerschaft verändert. Kosmetikerin Daniela, Verantwortliche vom neuen Yummy Mummy Programm aus Salzburg, hat mir Rede und Antwort gestanden.

 

Welche grundlegenden Veränderungen erfährt der Körper während einer Schwangerschaft aus kosmetischer Sicht?



 

Daniela Srubar: „Ich bin selbst Mutter und kann mich noch gut an meine Schwangerschaft und die Stillzeit erinnern. Man will das Beste für das Baby und darf aus diesem Grund nicht auf sich selbst vergessen. Geht es der Mama gut – geht´s auch dem Baby gut.“

Während einer Schwangerschaft hat jede Frau mit großen körperlichen Belastungen zu kämpfen. Dazu kommen auch noch starke hormonelle Veränderungen. Diese sind in vielen Fällen auch äußerlich erkennbar. Die Folgen sind Hautveränderungen, Pigmentflecken, Bindegewebsschwäche, Wassereinlagerungen und Rötungen.

Die Bindegewebsschwäche zeigt sich in Form von Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen. Bei den Pigmentflecken spricht man von der sogenannten Schwangerschaftsmaske.

 

Auch Wassereinlagerungen und Hautveränderungen, wie Akne, Pickel oder Ausschlag lassen sich häufig ausmachen und diese können Juckreiz hervorrufen.

Hautveränderungen gelten während einer Schwangerschaft als normale Begleiterscheinung. Dennoch ist nicht jede werdende Mutter davon betroffen. Auch die Stärke der Ausprägung variiert von Mensch zu Mensch.

 

In den meisten Fällen sind die Hautveränderungen negativer Natur. Es gibt allerdings auch Beispiele, bei denen eine positive Veränderung der Haut zu beobachten ist. Zumeist verschwinden diese Hautveränderungen noch vor oder kurz nach der Geburt. Dennoch können auch bleibende Schädigungen der Haut entstehen.

 

Diese sind zwar aus medizinischer Sicht in der Regel unbedenklich, aus kosmetischer Sicht können sie allerdings zum Ärgernis werden. 

Auch Bindegewebsschwächen können in Form von Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen auftreten. Während einer Schwangerschaft ist die Haut sehr empfindlich und kann leicht gereizt werden. Deshalb reagiert die Haut bei den meisten Frauen deutlich sichtbar auf Dehnungen. Diese können zum Beispiel durch das Baby hervorgerufen werden. Das Baby macht sich im Mutterleib breit und schon wird die Haut gedehnt. Auch die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft kann derartige Dehnungen hervorrufen. Zu erkennen sind die Hautveränderungen sehr schnell, da diese als rote oder rot-blaue Flecken in Erscheinung treten. An den Brüsten und am Bauch sind solche Veränderungen am häufigsten zu finden. Oftmals lassen sie sich allerdings auch an den Oberschenkeln oder der Hüfte finden.

Sehr unangenehm können Wassereinlagerungen sein. Das Östrogen wirkt in diesen Fällen zu stark auf die Haut ein und deshalb kann sich eine große Menge Wasser einlagern. Das Gesicht kann daraufhin aufgequollen wirken.

Die Durchblutung nimmt zu und die Rötungen der Haut, welche bereits vor der Schwangerschaft zu sehen waren, verstärken sich. Manchmal bilden sich sogar neue Rötungen.

 

Kann man etwas gegen hormonelle Veränderungen tun (z.B. Haarwuchs im Gesicht / Schnurrbart) oder muss man damit leben?



 

Nach der Geburt findet im Körper eine erneute Hormonumstellung statt. Der Körper spielt also wiederum „verrückt“. In einigen Fällen werden nach der Schwangerschaft vom weiblichen Körper zu viele männliche Hormone produziert. Durch das männliche Sexualhormon wird das Wachstum des Damenbarts angeregt. Dies liegt daran, dass das Hormon auf die Haarwurzel und die Haarfollikel einen direkten Einfluss hat.

 

Die Haare wachsen nicht nur schneller und dunkler, sondern auch dicker.

 

Wie kann man gegen Bartwuchs vorgehen?

 Oftmals bemerken Frauen nach der Geburt plötzlich einen männlichen Bartwuchs bei sich. Zunächst einmal sollte in diesem Fall der Kontakt zum Frauenarzt gesucht werden. Der Frauenarzt wird im Anschluss die Hormonwerte der Frau ermitteln. Wenn die Werte von der Norm abweichen, kann der Arzt die entsprechenden Schritte einleiten. Häufig reguliert sich der nach der Schwangerschaft veränderte Hormonhaushalt nach einiger Zeit von selbst wieder. Dennoch will keine Frau mit einer männlichen Gesichtsbehaarung leben, weil diese einfach nicht schön anzusehen ist. Die Haare können mit verschiedenen Mitteln entfernt werden.

 

Einzelne Haare können zum Beispiel mit einer Pinzette ausgerissen werden. Anders sieht es natürlich bei dichterem Haarwuchs aus. Hier können eine Laserhaarentfernung oder Waxing für Abhilfe sorgen. Beim Waxing, also der Haarentfernung durch Wachs, verschwinden die Haare bis zu 4 Wochen. Hier gibt es spezielle Produkte, die für die Haarentfernung zwischen Nase und Oberlippe entwickelt wurden. Auch eine Bleichung dieser Haare gilt als Alternative zur schmerzhaften Waxing-Behandlung. Für einen dauerhaften Effekt eignet sich allerdings keine dieser beiden Methoden.

Die Laserhaarentfernung sorgt dagegen für eine dauerhafte Haarentfernung. Die Behandlung ist allerdings sehr kostspielig und muss in den meisten Fällen mehrfach wiederholt werden. Der Diodenlaser gilt als beste Variante, der er aufgrund seiner hohen Effektivität der IPL Haarentfernung vorgezogen werden sollte.

 

Haarausfall und Pigmentflecken nach der Schwangerschaft

: Was kann man da tun?

 

Nicht selten leiden Frauen nach Schwangerschaft und Geburt unter Haarausfall. Im Laufe der Schwangerschaft sorgt der veränderte Hormonspiegel noch für kräftiges und volles Haar. Nach der Geburt sieht es bei vielen Frauen anders aus. Die Östrogenwerte sinken nach der Geburt ab und die Haarfollikel fallen in eine Ruhephase. Der Haarausfall nimmt seinen Lauf. Bereits wenige Wochen oder bis zu 5 Monate nach der Entbindung wird der Haarausfall bemerkt. Zumeist ist der gesamte Kopf betroffen.

 

Nach einem Jahr sollte sich der Haarausfall wieder reguliert haben.

Für die Pigmentflecken ist dagegen eine Überproduktion von Pigment (Melanin) verantwortlich. Bei dieser sogenannten „Schwangerschaftsmaske“ entstehen bei hellhäutigen Frauen dunkle Flecken auf dem Hals und im Gesicht. Bei dunklen Hauttypen sind die Flecken hell und fallen damit noch deutlicher auf. Durch die Einstrahlung von Sonnenlicht wird der Kontrast von den Flecken zur Haut noch verstärkt, da die Produktion von Hautfarbstoff durch die Pigmentzellen (Melanozyten) angeregt wird. Normalerweise verschwinden diese „Schwangerschaftsmasken“ in den ersten drei Monaten nach der Geburt.

 

Was hat es mit Wasseransammlungen und Wassereinlagerungen

 auf sich?

 

Durch schwangerschaftsbedingte Wassereinlagerungen entstehen dicke Beine und geschwollene Hände. Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto ausgeprägter können die Wasseransammlungen in Erscheinung treten. Durch regelmäßige Bewegung wird der Abtransport der Flüssigkeit aus dem Gewebe gefördert und der Blutkreislauf angekurbelt. Damit das Ausschwemmen der Flüssigkeit gefördert wird, ist es ratsam, die Beine für 20-30 Minuten hochzulegen. Selbst während der Nacht sollten die Beine hoch liegen.

Wir haben diesem Problem in unserem YUMMY-MUMMY.AT Programm ein eigenes Behandlungspaket gewidmet. Vom 5. bis zum 6. Monat die Beine hoch legen und sich für schwangerschaftsgeeignete Streich- und Meridianmassagen entscheiden. Kühlende Beinwickel und eine individuelle Packung für Bauch und Beine runden das Gesamtpaket ab. Das wassereingelagerte Gewebe wird entstaut und entlastet.

 

 

Was verbirgt sich hinter dem neuen YUMMY-MUMMY.AT – Programm?

 

Unser  YUMMY-MUMMY Programm hat sich auf die Bedürfnisse stillender Mütter und Schwangerer spezialisiert. Die Schönheit ist gerade in der Schwangerschaft für viele Frauen ein großes Thema und nichts spricht gegen die übliche Hautpflege und Schönheits-Behandlungen, sofern diese für ein erhöhtes Wohlbefinden sorgen.

 

Schließlich bringen die Schwangerschaftsmonate viele Veränderungen für Körper, Haut und Gefühlsleben mit sich. Die hormonellen Umstellungen und ihre damit verbundenen Veränderungen sollen in den Griff bekommen werden. Unser Programm ist genau auf die Bedürfnisse der betroffenen Frauen zugeschnitten und geht nicht nur auf die einzelnen Phasen ein, es beschäftigt sich auch mit den Befindlichkeiten die daraus resultieren.

Das Hauptaugenmerk liegt auf den Produkten. So dürfen Pflegeprodukte für Schwangere und stillende Mütter keine Chemikalien, synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, Nanopartikel, Tenside, irritierende Emulgatoren, hormonelle Substanzen, Erdölrohstoffe und Paraffine enthalten. Lange haben wir nach den passenden Kosmetikprodukten gesucht und sind schließlich in Südtirol fündig geworden. Die Bio-Produkte vom Team Dr. Joseph sind rein pflanzlich und deshalb befinden sich Frauen während der Schwangerschaft und der Stillzeit auf der sicheren Seite.

 

Vielen lieben Dank.

 

Das Yummy Mummy Programm ist Sponsor vom Familienblogger-Event K3, das ich gemeinsam mit Birgit von Muttis Nähkästchen und Christina von Einerschreitimmer ausrichte: In diesem Zusammenhang ist auch dieses Interview in Kooperation entstanden. 

 

Nächste Woche dreht sich bei den Elternfragen alles um das Thema Basteln für Einsteiger mit der wunderbaren Melanie von Monstamoons.at.