Daniel Cole Ragdoll. Dein letzter Tag Krimi
Kultur mit Kind

Thriller: „Ragdoll. Dein letzter Tag“ – Werbung mit Gewinnspiel

Anzeige. Eine perfekt manikürte lila Hand zeigt in die Richtung der Wohnung von Detective Wolf. Klingt ganz harmlos. Könnte es vielleicht auch sein, wäre es nicht die Hand einer toten Person. Ein Körperteil einer Person, die gemeinsam mit fünf Körperteilen anderer – ebenfalls toter – Menschen zu einer monströsen Puppe vernäht wurde. So eine Puppe nennt sich „Ragdoll „und zu diesem etwas ungewöhnlichen Tatort wird Detective Wolf gerufen, um festzustellen, dass das alles irgendwie auch mit ihm zu tun hat. Und da wird es dann auch wirklich gruselig.

Pageturner – Spannung im Buch

Daniel Cole Ragdoll. Dein letzter Tag Krimi

Zeit zum Lesen findet sich immer.

Diese Szene ist –  Gott sei Dank – nicht grausige Wirklichkeit, sondern Teil einer Szene in einem eindrücklich beschriebenen Buch. Der Thriller „Ragdoll. Dein letzter Tag“ ist das Debüt von Daniel Cole und nimmt bereits zu Beginn mit viel Schauer Fahrt auf. Sein Protagonist Detective William Oliver Layton-Fawkes wird schnell selbst zum Gejagten. Er ist einer der besten Mordermittler, der zwar keine blütenweiße Weste, aber schon einiges gesehen hat. Eine Puppe, die aus Leichenteilen geschaffen wurde und von der Decke baumelt, ist ihm aber bisher noch fremd. Dass der Serienkiller immer ein bisschen schneller zu sein scheint als das Team, erschwert die Jagd und dann hat Wolf immer auch ein bisschen mit der Vergangenheit zu kämpfen.

 

Die Verstrickungen deuten schnell auf einen alten Fall hin, dass der Hauptverdächtige von damals nun tot ist, macht die Sache nicht einfacher. Doch bevor man einen alten Feind Wolfs allzu sehr ins Visier nehmen kann, zeigt sich, dass er einer der sechs toten Personen ist, die gemeinsam zu „Ragdoll“ wurden.

Daniel Cole Ragdoll. Dein letzter Tag Krimi

Und das Tolle ist: So ein Buch kann immer mit.

Bereits zu Beginn des fast 500-Seiten-starkes Werkes wird deutlich: Zimperlich ist Detective William Oliver Layton-Fawkes  nicht. Wie das alles zusammenhängt und warum die Leiche(n) genau in seine Richtung zeigt, und ob wirklich Gefahr besteht: Das verfolgt man als Leser mit Spannung. Und während der Serienkiller seine Liste abarbeitet, wird immer deutlich, dass die Rolle für Wolf hier nicht nur die des Ermittlers sein wird.

 

Als seine Ex-Frau schließlich eine Opferliste erhält, die mit Wolf endet, lässt es sich nicht mehr länger verleugnen, der lila manikürte Finger zeigte nicht zufällig in diese Richtung.

Ob jeder Leser Wolf mögen wird, ist fraglich. Aber ich gehe fest davon aus, dass der Autor hier nicht Schwiegermutters Traum schaffen wollte. Wie sonst lässt sich erklären, dass der Ermittler im Hawaii-Hemd zum Tatort marschiert, gleich zu Beginn einen Verdächtigen verprügelt, von der eigenen Frau verlassen wurde und nun in einer ganz kleinen Wohnung lebt und eifersüchtig auf alte Freundschaften schielt? Aber soviel vorweg: Langweilig ist er nicht. Und auch sonst nimmt sich Cole Zeit seinen Figuren Raum zu geben. Schließlich sollte das auch der Auftakt einer Serie sein und macht auch bereits sprichwörtlich Lust auf mehr. Also ich bin nach der Lektüre des ersten Teils auf jeden Fall gespannt.

 

Spannung zum Schlafen gehen

Und ja, ich brauche Spannung zum Lesen. Während einige Mütter in meinem Umfeld sagen, dass seit der Geburt ihres Kindes der sonntägliche „Tatort“ Geschichte ist, kann ich das nicht behaupten. Das Fernsehprogramm um 20 Uhr 15 schaffe ich logistisch kaum, aber das Gute ist, dass mir lesen ohnehin immer schon näher war. Aktuell freue ich mich dann besonders über ein bisschen Nervenkitzel.

 

Denn mitunter bin ich tatsächlich müde und wirklich froh, wenn mich ein Buch fesselt. Komplexe Kurzgeschichten, verquere Lyrik oder Klassiker aus dem 19. Jahrhundert: Irgendwann lese ich – Teile davon-  bestimmt wieder gerne. Momentan aber halte ich mich gerne an Gruseliges.

 

Ich mag Krimis und Thriller. Ich mag das Gefühl, dass ich unbedingt noch ein Kapitel lesen muss, um zu wissen wie es weitergeht. Ich mag es im kuscheligen Bett zu liegen und Teil einer Ermittlung zu sein und ganz genau zu wissen, dass das alles weit weg ist.  Und manchmal, wenn es ganz gruselig wird, dann überblättere ich tatsächlich zwei Seiten. Aber meistens bin ich tapfer, und viel zu neugierig, um das nicht zu sein.

 

Und außerdem hat Lesen nämlich noch einen gewaltigen Vorteil: Du kannst es überall tun und zu jeder Zeit. Und auch fünf Minuten lohnen schon. Und dann muss das Buch natürlich fesselnd sein. Es wäre blöd, wenn man erst mit einer Geschichte warm werden muss und die Lesezeit vielleicht schon gleich vorbei ist.

 

Du kannst das nachvollziehen? Dann habe ich gute Nachrichten. Ich verlose drei Exemplare von „Ragdoll. Dein letzter Tag“. Dafür musst du direkt auf dem Blog folgende Frage beantworten:  „Worauf kommt es dir bei einem guten Buch an und findest du das Buch von Daniel Cole ansprechend?“

 

Zeit hast du dafür bis zum 5. April 2017 um 18 Uhr. Wenn du anderen Menschen von diesem Blog erzählt, freue ich mich natürlich. Und unter uns gesagt: Die Zeit für verquere Lyrik kommt vielleicht nie, und dafür bin ich ganz alleine verantwortlich.

Alltag

Nachhaltigkeit: Die besondere Herausforderung mit Kindern

In der Fastenzeit stelle ich einmal die Woche eine Bloggerumfrage zum Thema Nachhaltigkeit vor. Letzte Woche habe ich Euch gezeigt, wie einige Blogger das Thema Nachhaltigkeit definieren. Diese Woche dreht es sich um Dinge, die nicht ganz so leicht fallen. Der Schwachpunkt bei uns zuhause liegt eindeutig bei der Essensverwertung. Leider wird nicht alles weiterverarbeitet, sondern immer wieder wird etwas vergessen und dann öfter mal ein Gemüse – kurz vor der Frisur – entsorgt. Und das haben die anderen Blogger als Probleme beschrieben:

 

Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Eltern in punkto Nachhaltigkeit?

 

 

„Plastik ist eine der größten Herausforderungen, weil einfach so viel aus Plastik hergestellt wird und natürlich sind da noch die Verpackungen. Einerseits besitzen wir z.B. in der Küche bereits viel Plastik, weil wir es „geerbt“ haben (gut, man soll ja nichts wegwerfen und Tupperware hält nun mal ewig…), andererseits geht mir diese unselige Verpackungswut auf die Nerven. Frühling bis Herbst kann ich Gemüse unverpackt beim Gärtner gegenüber kaufen oder im Garten ernten, im Winter bleibt mit aber nichts übrig als die in Plastik verpackte Gurke im Supermarkt zu kaufen. Kein Gemüse zu Essen ist nämlich keine Option. 😉 Überhaupt nimmt Plastik beim Essen Überhand. Süßes, Brötchen, Getränke … ganz vieles davon ist immer in Plastik verpackt. Und da sind wir noch nicht einmal beim Spielzeug, wo ich immerhin die Möglichkeit habe, alternativ etwas aus Holz zu kaufen. Es gibt hier bei uns (glaube ich) genau eine Joghurtmarke, die ihre Joghurts in Gläser abfüllt. Milch im Glas gibt es gar nicht (mehr), Säfte ebenfalls nicht. Mineralwasser, Cola & Co kaufen wir nie, aber auch hier: fast ausschließlich Plastik. Es ist definitiv eine Herausforderung und das, obwohl mein Plan nicht einmal wäre, plastikfrei zu leben, sondern es mir einfach nur um Reduktion geht.“ (Judith von Stadtmama)

 

 

 

„Was ich merke ist, dass die Kinder schon total von der Werbung „manipuliert“ werden, schon wenn sie klein sind.

 

Wir haben nicht einmal einen Fernseher und sie kommen aus dem Kiga zurück und wollen die neuesten Legosets oder beim Einkaufen unbedingt die Tiere, die es gibt, wenn man genug Treuepunkte gesammelt hat. Auch das eigene Umfeld belächelt einen oft und „arbeitet“ oft über die Kinder gegen unsere Versuche das Familienleben nachhaltiger zu gestalten.“ (Birgit von Fräulein im Glück, deren Blog wirklich eine Fundgrube zu dem Thema ist.)

Logo

„Die erste Herausforderung war für uns das Wickeln.

 

Bei unserem ersten Kind verwendeten wir einfach Wegwerfwindeln, wir waren gerade im Hausbaustress und hatten keinen Kopf für irgendetwas anderes.

 

Das hat sich beim zweiten Kind nun grundlegend geändert. Nun haben wir nach einer Nachhaltigen Lösung gesucht und sind bei den Stoffwindeln gelandet. Aber nicht nur die Stoffwindeln, auch unser einkaufverhalten hat sich grundlegend geändert. Wir Überlegen nun fünfmal, ob wir die verpackten Süßigkeiten kaufen sollen (Kinder und vor allem Eltern so ganz ohne Süßigkeiten funktioniert hier bei uns gar nicht)….
PLASTIK minimieren – ja das ist hier zur Zeit die größte Herausforderung…. Naja wir versuchen es so gut es geht, aber leider schaffen wir es nicht es ganz aus unserem Leben zu verbannen…“  ( Vera von Hausnummersechs)

 

„Wir wohnen in London, die Familie meines Mannes in den USA; um Langstreckenflüge kommen wir nicht herum, wenn wir wollen, dass die Kinder ihre “Grandma“ sehen.“ (Daija von liebevollerleben)

 

„Erstmal wohl bei Windel & Co. Gott sei Dank, hab ich diese Zeit schon längst hinter mir gelassen. Als Elternteil sind gerade am Land ist es mit öffentlichen Verkehrsmitteln leider nicht weit her. Und schließlich ist zwischen Kindergarten und Arbeitsplatz Effizienz angesagt. Meine Devise: wenn schon Auto, dann Hybrid (also teilweise elektrisch) – oder später mal ein gänzlich elektrisches Auto.“ (Birgit von Muttis Nähkastchen)

 

 

„Den Verpackungsmüll zu reduzieren ist weiterhin ein großes Thema für uns, da wir sehr ländlich leben und in unserem Wohnort nur eine Einkaufsmöglichkeit vorhanden ist und das Angebot an Wochenmärkten und Unverpackt-Läden fehlt, denn dafür müsste ich mehrere Kilometer fahren.“ (Marleen vom Aufbruch zum Umdenken)
Die Einkaufslogistik. Wenn wir etwas mehr plastikfrei und unverpackt einkaufen wollen, müssen wir in andere und mehrere Geschäfte gehen, das ist aufwendiger als nur 1x das Einkaufszentrum anzufahren. Die Hoffnung ist, dass sich neue Standards einspielen und es letztlich einfacher wird.(Martin von  www.marthori.wordpress.com)

Ein riesen Thema sind bei uns die Windeln, da es noch keine Wegwerfwindel gibt, die vollständig abbaubar ist und wir somit einen riesigen Müllberg anhäufen.(meine liebe Dani von Glucke und So)

Svenja

„Kauflust statt Minimalismus steht bei meinen Kindern hoch im Kurs und macht auch schwerlich vor instabilem Plastikschrott halt.“ ( Svenja von Hauptstadtpflanze)

„Plastik vermeiden- mit Kindern nicht so einfach, weil es halt überall zu finden ist, was ihnen gefällt oder schmeckt: das geht bei Süßigkeiten oder Getränkeflaschen los und hört mit dem (meist nicht lange haltbaren) Spielzeug im Kinderzimmer noch lange nicht auf. „(Tanja von Tafjora)

Little Bee

„Schwierig finde ich das Thema Kinderschuhe, weil sie in guter, fairer, nachhaltiger Qualität einfach unendlich viel kosten und den Kinderfüßen nur einen so geringen Zeitraum passen.“ (Michaela von littlebee)

„Die Wünsche der Kinder zu respektieren und mit allen anderen (selbstauferlegten) Kriterien in Einklang zu bringen.“ (Daniela von Die kleine Botin)
„Nachhaltiges Einkaufen ist meist teurer (Bioladen, besondere Bekleidungsfirmen im Internet etc…) oder eine logistische Herausforderung (Wochenmarkt, Bauernladen, Metzger etc müssen separat und ggf. auch öfter angefahren werden als der große Supermarkt mit vielen Plastikverpackungen)“.(Susanne von Nullpunktzwo)

Tina

“ Ganz klar Windeln. Ich hab einiges getestet, aber es blieb bei Wegwerfwindeln, was mir selbst ein Dorn im Auge ist. Aber da siegte die Bequemlichkeit und das Wohlbefinden des Kindes. Und das Kind hat mehr Kleidung als nötig, aber vieles davon spenden wir dann wenn es rausgewachsen ist. (Tina von Jutima)

Und in welchen Situationen steht ihr als Eltern (in punkto Nachhaltigkeit) vor besonderen Herausforderungen?? Findet Ihr Euch in den Aussagen wieder?

Nächste Woche dreht sich dann alles um die Tipps, wie Nachhaltigkeit mit Kindern gut gelingen kann. 

 

Im ersten Teil drehte sich alles um die Definition von Nachhaltigkeit: Hier geht es zum Artikel.

Familienrollen

Synästhesie: „Selbst ein Knacken in der Heizung ist für mich visuell wahrnehmbar.“

Was bedeutet eigentlich in Farben sehen? Julia erzählt in den wöchentlich Familienrollen, was Synästhesie für sie bedeutet und in welchen Bereich sie ihr besonders hilft.

 

Zahlen haben für Dich Farben, hast Du mal gesagt. „Synästhesie ist eine Normavariante der Wahrnehmung“, sagt Wikipedia. Und in Wahrheit habe ich keine Ahnung. Beschreib doch mal, was das wirklich bedeutet.

Es gibt etliche Varianten der Synästhesie. Konkret habe ich die „Wort-Farb-Synästhesie“, die „Sequenz-Raum-Synästhesie“ sowie die „Musik-Farben-Synästhesie“, letztere allerdings etwas weniger stark ausgeprägt. Was das alles heißt? Die „Wort-Farb“-Variante besagt, dass ich Buchstaben und Zahlen in Farben sehe, wobei jeweils eine Zahl eine feste, unveränderbare Farbe hat. Für Buchstaben gilt das auch, allerdings zieht sich die Farbe des ersten Buchstabens immer über das ganze Wort. „Bettina“ ist also in einem schönen Erdbeerrot geschrieben, also vor meinem inneren Auge.

 

Die „Sequenz-Raum“-Variante meint, dass ich eine bestimmte visuelle Vorstellung von Tagen, Monaten und Jahren habe, konkret: Jeder Tag hat für mich eine bestimmte Form (und auch eine Farbe); der Montag ist z.B. kreisrund und sonnengelb.

 

Und die „Musik-Farben“-Synästhesie lässt mich Formen sehen, wenn ich Töne höre – selbst ein Knacken in der Heizung ist für mich visuell wahrnehmbar. Es ist also richtig schön bunt in meinem Kopf – mit Betonung auf „in meinem Kopf“, denn: wenn ich ein Blatt mit schwarzer Schrift oder Zahlen sehe, so sind die für mich natürlich auch als schwarz erkennbar. Aber sobald jemand das Wort „fünf“ sagt, sehe ich vor meinem inneren Auge eine 5, und die ist dann eben erdbeerrot gefärbt.

 

Synästhesie tritt „in Familien gehäuft auf“: Wer ist bei Euch betroffen, und vor allem: Wie habt Ihr das rausgefunden? 

 

Julia als Kind mit VaterSynästhesie wird vererbt, ich habe es von meinem Vater. Ich erinnere mich an eine Situation, als ich ungefähr in der 1. Klasse war – auf jeden Fall konnte ich schon die Wochentage aufsagen – in der ich meinen Vater gefragt habe, welche Farbe sein Dienstag hat. Woraufhin er mir seine Wochentage aufgemalt hat. Dass es sich dabei um Synästhesie handelte, wusste er nicht; ich habe es herausgefunden, als ich während eines Praktikums nach dem Abitur einen Artikel zu dem Thema schreiben sollte. Erstaunt habe ich aufgeschaut und in die Redaktion gefragt: „Wie jetzt, bei euch haben Wochentage, Zahlen und Buchstaben keine Farbe?!“

 

Es ist kein Thema, das ich an die große Glocke hänge – gleichzeitig bin ich ein bisschen stolz darauf, so einen farbenfreudigen Kopf zu besitzen!

 

Bisher habe ich übrigens nur zwei Menschen persönlich kennengelernt, die auch Synästhetiker sind, dieser „special effect“ ist ziemlich selten.

 

 

Diese Besonderheit verbindet die Menschen, oder wie hast Du das zwischen Dir und Deinem Vater wahrgenommen? 
Stifte

 

Ja, Synästhesie verbindet. Allerdings, wie erwähnt, findet man eher zufällig Menschen im Umkreis, die das auch haben. Doch es gibt eine lustige Facebook-Gruppe (I’m not a freak, I’m a synesthete), in der sich weltweit Synästhetiker über ihre verschiedenen Formen austauschen, auch da ist jeder anders.

 

Oft kommt es auch zu – mit einem Augenzwinkern – gemeinten Streits über die Farbe der Zahlen: „Die 4 ist eindeutig gelb, wie kannst du sagen, dass sie dunkelblau ist?!“.

 

Meinen Vater und mich hat es auf jeden Fall verbunden, auch wenn wir ja nicht wussten, dass es etwas Unübliches ist. Wir haben also meine Mutter und meinen Bruder dadurch nicht ausgegrenzt.

 

Synästhesie ist eine wundervolle Verknüpfung im Gehirn, die mein Leben auf jeden Fall um einiges bunter macht und da sie keinerlei negative Auswirkungen hat – na gut, mit komplexen Musikstücken bin ich oft aufgrund der vielen Formen, die entstehen, überfordert – wäre es natürlich auch für meine Kinder eine schöne Sache. Wir könnten dann gemeinsam unsere Zahlen mit Buntstiften malen…

 

Du bist Journalistin. Yoga-Lehrerin und machst grad eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin: Kannst Du durch in diesen Berufen durch Deine Besonderheit profitieren?

Ich behaupte mal, dass alle meine drei Berufe eine kreative Basis haben und die Synästhesie hilft mir auf jeden Fall dabei, wenn auch nicht so offensichtlich spürbar. Farben und Formen und ihre Bedeutung und Wirkung auf unsere Stimmung haben für mich schon immer eine große Rolle gespielt, als Kunsttherapeutin beschäftige ich mich nun wieder stärker damit. Und meine Arbeit als Journalistin ist ziemlich sicher davon beeinflusst, für mich haben Worte ja auch Eigenschaften und sind sympathisch oder nicht; Worte mit hässlicher Farbe sind mir unangenehm, die nutze ich auch seltener und greife dafür auf schön gefärbte Begriffe zurück.

 

Außerdem, und da wären wir beim Yoga, kann ich mir durch die Farbigkeit der Buchstaben leichter Wörter merken – bezüglich der ellenlangen Sanskrit-Begriffe, die ich in der Ausbildung lernen musste, war das sehr hilfreich.

 

Was würdest Du anderen mit auf den Weg geben, die die Synästhesie grad an sich oder ihren Kindern entdecken und noch unsicher sind? 

Herzlichen Glückwunsch! Synästhesie ist eine wunderbare Sache und – auch wenn sie oft als „falsche Verknüpfung im Gehirn“ bezeichnet wird – auf keinen Fall etwas Negatives!

 

Es gibt wie gesagt viele Gruppen, in denen man sich austauschen kann; ansonsten: nutze deine Kreativität, die diese unübliche Kopplung deiner Gehirnareale mit sich bringt!

 

Vielen lieben Dank für das Interview, Julia. 

 

Julia bloggt seit 2008 auf Fräulein Julia: Nicht nur weil sie eine meiner liebsten Freundinnen ist, lege ich Euch den Besuch ihres Blogs nahe.

 

Ihr habt ein Thema, das ihr gerne mal in den Familienrollen lesen würdet, oder eine Familiengeschichte, die ihr mir gerne erzählen würdet? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.

Kultur mit Kind

Kinderbuch: Frieda Fricke – unmöglich! – Werbung mit Gewinnspiel

Anzeige. Vor mir liegt das Kinderbuch „Frieda Fricke Unmöglich“ vom KOSMOS Verlag: ein Buch, das wir gerne einer 8-jährigen Berlinerin schenken wollen. Warum? Zum einen machen Bücher ja per se Freude. Zum anderen habe ich da den Verdacht mit Großstadt und Landleben: Doch dazu muss ich erst mal ausholen.

 

Wir leben in Berlin. Zugegeben nicht direkt neben dem Alexanderplatz, aber dennoch: Stadt ist bei uns Thema. Mein Junge und mein Mädchen werden mit Straßenbahnen groß. Wissen genau, wie ein Flughafen aussieht (auch wenn nicht jeder in ihren Kinderjahren fertig wird), kennen heute schon einige Museen und können bereits in jungen Jahren vieles von einer Großstadt mitkriegen.

 

Wenn wir am Abend essen gehen wollen, können wir wählen: Wollen wir indische Küche, asiatisches Sushi oder mal syrisch probieren? Die Vielfalt in einer Großstadt ist groß. Aber was meine Kinder auch kennen, ist das Landleben.

 

Wir haben Familie, die nicht in der Großstadt wohnt und auch Freunde in ländlicheren Gebieten. Wenn unsere Kinder Kühe anfassen wollen, weiß ich genau, welche Freundin uns den Wunsch erfüllen kann. Auch eine Fahrt auf einem Traktor haben wir schon mehrmals gemacht. Unsere Kinder werden in beiden Welten groß.

Für all jene, die entweder nur das Land oder nur die Stadt kennen, ist „Frieda Fricke Unmöglich“ wunderbar.
Es geht um ein Mädchen, das mit sechs Kühen und einem Hund auf einem Bauernhof wohnt. Dann freundet sie sich plötzlich mit einem Stadtjungen an, der gar nicht so arrogant ist, wie es anfangs scheint.

Außerdem geht es um Familienzusammenhalt, finanzielle Sorgen, die Widrigkeiten des Alters und all diese Dinge, die überall vorkommen: Egal, ob Stadt oder Land. Und es geht um Tierliebe. Schon eingangs wird der Besuch von Frieda im Kuhstall so eindringlich beschrieben, dass man nicht den Geruch in der Nase hat, sehr wohl aber die Tierliebe spürt.
Das zieht sich durch. Frieda ist auch später begeistert, als ihr Hund sich weigert, mit der Schnöselkarre mitzufahren – Tierische Loyalität.  Da auch unser zu beschenkendes Kind große Freude mit Tieren hat, bin ich mir also ziemlich sicher, dass das Buch gut ankommen wird. Und ein bisschen Landlust macht das Buch auch, selbst hartgesottenen Städtern, glaub ich.

 

Ein Buch über das Landleben: in der Hand einer kleinen Leserin unterwegs in der Großstadt Berlin.

Und auch ihr habt die Möglichkeit das Buch zu verschenken, oder euren 

Kindern damit eine Freude zu machen: Bitte kommentiert direkt im Blog folgende Frage: „Wo lebt ihr – auf der Stadt oder auf dem Land – und was macht für euch den Zauber aus?“

 

Bis zum 25. 03.2017 um 18 Uhr habt Ihr Zeit mitzumachen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr den Beitrag teilt.
Außerdem macht es mich immer glücklich, wenn ihr anderen von diesem Blog erzählt. Ob in einer Krabbelgruppe, der Schwester oder auf Facebook, finde ich dabei unerheblich.

 

Bei diesem Beitrag handelt es sich um Werbung: Meine Meinung bleibt davon aber unbeeinflusst. Lesen fetzt- einfach (fast) immer.

 

Das Gewinnspiel ist bereits beendet: Gewonnen haben Yvi, Britta und Melanie B. Ihr habt bis zum 31.3. Zeit mir Eure Adresse an fruehesvogerl@gmail.com zu senden. Dann wird neu gelost.

Alltag, Elternfragen

Rechtliche Fragen rund um die Elternschaft: eine Juristin im Interview

Mit „Elternfragen“ möchte ich einmal wöchentlich mit Experten reden, Mythen hinterfragen und Antworten auf Fragen finden, die sicher viele beschäftigen. Fragen stellen finde ich nicht nur bei Kindern wichtig. 

Heute geht es juristische Fragen rund um das Thema Schwangerschaft, Geburt und Elternzeit: Antworten gibt Sandra, Juristin und Autorin eines gerade erschienen Ratgebers. 

 

Was ist dran am Mythos Schwangerschaft und Unkündbarkeit?

 

 

Tatsächlich ist etwas dran an dem Mythos:

 

Jede Mutter unterliegt ab dem ersten Tag der Schwangerschaft dem Sonderkündigungsschutz.

 

Darunter versteht man, dass eine vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung unwirksam ist – egal aus welchem Grund. Auch eine Kündigung während der Probezeit fällt darunter. Der Mutterschutz-Sonderkündigungsschutz dauert bis vier Monate nach der Geburt an – meistens geht er dann in den Elternzeit-Sonderkündigungsschutz über, wenn die Mutter im Anschluss an die Geburt Elternzeit anmeldet. Falls dem Arbeitgeber die Schwangerschaft noch nicht bekannt ist und die Mutter eine Kündigung erhält, muss sie den Arbeitgeber innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung über die Schwangerschaft informieren, andernfalls ist die Kündigung wirksam.

Welchen Hebammenanspruch hat eine schwangere Frau in Deutschland?

 

 

Jede schwangere Frau hat einen gesetzlichen Anspruch auf Hebammenleistungen vor, während und nach der Geburt. Dieser Anspruch kann auch theoretisch eingeklagt werden. Eine Übersicht über die gesamten Leistungen könnt ihr hier nachlesen.  Wichtig ist vor allem, dass man sich sehr früh um eine Hebamme kümmert, nicht erst nach dem 3. Monat. Und wenn es irgendwo hakt, sofort bei der Krankenkasse nachfragen oder den Hebammenverband kontaktieren.

 

 

Immer wieder hört man von der Kündigung in der Elternzeit. Du warst auch betroffen: Was kann man tun?

Cover des gerade erschienenen Buches von Sandra Runge

Ich erhielt am ersten Tag nach der Elternzeit eine Kündigung, also am ersten Tag, an dem keine Sonderkündigungsschutz mehr bestand. Hier bleibt nur der Weg eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen. Achtung: Dabei gelten Fristen. Die Kündigung muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung eingereicht werden, andernfalls ist sie wirksam.

 

 

Jedes Elternteil hat das Recht auf zehn Krankentage: Was machen, wenn diese schon im März vertan sind?

Das ist für alle Eltern in der Tat eine sehr schwierige Situation. Am besten versucht man mit dem Arbeitgeber eine einvernehmliche Lösung zu finden, z.B. Überstundenabbau, bzw. Nacharbeiten der Stunden, Arbeiten aus dem Homeoffice. Im Zweifel geht natürlich immer das Kind vor.

 

Das heißt ein Anspruch auf Freistellung auch nach Inanspruchnahme der Krankentage besteht immer, allerdings entfällt dann der Anspruch auf das Gehalt.

 

 Welche rechtliche Frage ist Dein Herzstück Deiner Arbeit und wirst Du am häufigsten gefragt?

 

Tatsächlich sind das sehr oft grundlegende Fragen zu Elterngeld und Elternzeit. Also wie melde mich Elternzeit an und welche Elterngeldkombination passt am besten zu mir. Das letzte ist natürlich eine sehr individuelle Frage, die man nicht pauschal beantworten kann. Bei der Anmeldung von Elternzeit sollte man unbedingt beachten, dass die Anmeldung schriftlich (also wirklich auf Papier und handschriftlich unterzeichnet) und innerhalb der gesetzlichen Fristen erfolgt (7 Wochen vor Beginn, wenn das Kind 0-3 Jahre alt ist, 13 Wochen vor Beginn, wenn das Kind 3 – 8 Jahre alt ist).

 

 

Vielen lieben Dank für die Antworten, Sandra. 

 

Sandra bloggt auf Smartmama über rechtliche Fragen und Antworten.

 

Ihr habt einen Wunsch zu welchem Thema ein Experte in der Kategorie Elternfragen Antwort geben sollt? Dann schreibt eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com

Alltag, Kaffeehauskultur

Twitter-Verkaufsberatung: Das Wochenende danach in Bildern (18.+19.3.2017)

Regen, Regen, Regen: Die Wetterprognosen für das Wochenende in Berlin waren äußert bescheiden. Am Freitag machten wir uns auf in ein großes Einkaufszentrum, um einen Staubsauger zu besorgen.

 

Ich hasse Haushaltsgespräche, wirklich. Nicht desto trotz habe ich vergangene Woche wirklich lange mit Supermom Jette und Susanne von Geborgen Wachsen darüber gesprochen. Gekauft haben wir dann allerdings weder einen Sockelsauger noch ein Wunderwischdingens: Sondern einen Normalen.

 

Vater und Sohn zerstampfen Kartons

Am Samstag kümmern sich die Jungs um die Verpackungsverkleinerung.

Kalender mit Plüschtier

Am Samstagnachmittag ist Bürozeit: für alle.

Und Süßigkeiten stehen auch auf dem Programm.

Das ist übrigens der Staubsauger.

 

Kuchen

Unser Sonntagsprojekt lautet Kuchen zu backen, mit dem wir gleich zu Freunden ans andere Ende der Stadt fahren. Hier ist das Frauenzeitschriften-Rezept dazu.

 

Mit ein bisschen grünem Rasen: ein Sonntags-Selfie.

 

Noch ein feines Rest-Wochenende: Hattet Ihr es auch schön?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer am Abend bei Susanne von Geborgen Wachsen.