Familienrollen, Kultur mit Kind

„Andere Mütter sind in anderen Dingen gut. Mein Weg ist nur mein Weg, kein Standard für alle.“ / Familienrollen-Interview mit Berlinmittemom

Immer am Freitag gibt es die Familienrollen. Heute erzählt Anna (Berlinmittemom), warum sie nicht glaubt, dass es Mommy Wars wirklich gibt, was ihr bei ihrem Geburtstrauma geholfen hat, wie sie die Erinnerung an einen geliebten Menschen lebendig hält und was sie sich für ihre Kinder wünscht. 

Du bloggst auf berlinmittemom mit viel Gefühl. Ein besonderes Anliegen scheint Dir immer, dass sich Mütter nicht gegenseitig fertigmachen: Ein guter, und wie ich finde sehr wichtiger, Ansatz: Warum glaubst Du kommen sogenannte Mommy Wars überhaupt zu Stande?

Ich glaube, es gibt sie nicht. Es ist ein Klischee, das vor allem eine Extremsituation beschreibt, die entstehen kann, wenn Eltern mit verschiedenen oder sogar gegensätzlichen Konzepten aufeinander treffen. Kann, nicht muss. Ich kann Klischees nicht leiden, selbst wenn sie immer auch ein Fünkchen Wahrheit enthalten. Sie sind gänzlich ungeeignet für den Versuch einer Erklärung von komplexen Zusammenhängen – dafür taugen sie einfach nie was. Genauso verhält es sich mit so einem Begriff wie „Mommy Wars“.

Ich glaube, wir sind als Mütter genauso individuell, wie wir es schon vor der Geburt unserer Kinder waren – warum auch nicht? Was habe ich denn plötzlich mit tausenden anderen Frauen gemeinsam, außer der Tatsache, dass wir Frauen sind und ein Kind groß ziehen? Zunächst mal: nichts. Diese Versuche, Mütterstandards aufzusetzen und uns Frauen daran abzugleichen, ist verrückt. Genau mit diesen Schablonen wird dann aber operiert, wenn es darum geht, künstliche Fronten auszumachen. Aha, das sind Mommy Wars, da stehen die Tragemamis den Kinderwagenmamis als feindliche Linie gegenüber oder die Langzeitstillenden den Fläschchengeberinnen undsoweiter.

So ist das wirkliche Leben aber nicht. Im echten Leben sitze ich als Kaiserschnittmama mit einer Mutter, die zu Hause geboren hat, ganz entspannt nach dem Elternabend bei nem Bier zusammen und diese Aspekte sind kein Thema. Warum auch? Sie unterscheiden uns vielleicht in unseren Erfahrungen, aber sie definieren uns doch nicht.

Ich glaube, Mommy Wars sind ein künstlich hoch gepushtes Klischee, gegen das wir uns wehren und wovor wir uns hüten sollten, wenn unsere Individualität und die Deutungshoheit über unser Muttersein uns etwas bedeuten. Viel wichtiger als die individuellen Unterschiede sollte die gegenseitige Unterstützung sein, Mütter-Netzwerke, Verständnis für Herausforderungen, die wir alle kennen – nicht die Profilierung der eigenen Entscheidungen auf Kosten anderer. Das versuche ich immer wieder zu zeigen.

Du hast selbst eine Interviewreihe mit dem Titel „Die gute Mutter“ ins Leben gerufen: Welche Kernkompetenzen beim Ausleben der Mutterrolle findest Du besonders wichtig?

Es gibt, meiner Meinung nach, keine Kernkompetenz, die die Voraussetzung zur Mutterschaft bildet oder die man sich bemühen sollte, zu erreichen. Wir Mütter sind verschieden und auch unsere Stärken und Schwächen sind unterschiedlich – das ist normal und okay. Ich finde nicht, dass wir uns einen Gefallen tun, wenn wir ausgerechnet bei so etwas Zentralem (und durchaus Lebensveränderndem) wie unserer individuellen Mutterschaft versuchen würden, irgend einen Standard zu erreichen.

Für mich persönlich ist es so: ich versuche, meinen Kindern eine gute Mutter zu sein, indem ich präsent bin. Nicht unbedingt nur im physischen Sinn durch schiere Anwesenheit (wenn ich schlafend in der Ecke liege, bin ich ja auch DA aber nicht präsent), sondern vor allem, indem ich meine Aufmerksamkeit auf sie richte, wenn wir zusammen sind. Ich höre ihnen zu, ich interessiere mich für ihr Leben, ich beantworte ihre Fragen. Natürlich liebe ich sie und sage ihnen das, und ich unterstütze sie, so gut es mir eben gelingt, in ihrem individuellen Entwicklungsprozess. Ich versuche, dass alles mit Humor zu tun, uns alle nicht zu ernst zu nehmen und ihnen bei allen Regeln, die es im Zusammenleben der Familie natürlich gibt, keine Kandare anzulegen. Ich glaube, ich bin gut darin, sie zu s e h e n, wie sie sind. Nicht zu viel in sie hineinzulegen, sie nicht mit Erwartungen zu überfrachten, sie aber auch individuell zu fordern, so verschieden wie sie sind.

Andere Mütter sind in anderen Dingen gut. Mein Weg ist nur mein Weg, kein Standard für alle

Du schreibst häufiger auch über Deine Ursprungsfamilie. Einer Deiner Texte, die mich am meisten berührt hat,  ist der über Deine verstorbene Mutter aus dem sehr viel Liebe spricht. (Besonders schön der aktuelle Text.)Wie hältst Du diese Erinnerungen für Deine Kinder lebendig?

Das passiert ganz von selbst. Sie ist in meinem Denken und Fühlen sehr präsent und wir sprechen viel über sie. Dabei ist nichts Künstliches oder Erzwungenes so á la „wir machen jetzt eine Kerze an und denken an Oma“ – obwohl wir tatsächlich oft Kerzen anmachen, auch für sie. Sie ist einfach nach wie vor Teil unserer Familiengeschichte, ein wichtiger, großer, warmer Teil, der selbstverständlich seinen Platz in unserem Leben hat. Die Kinder fangen oft von ihr an oder ich oder mein Mann oder sonst jemand aus der großen Herkunftsfamilie. Dadurch ist die Erinnerung an sie eigentlich immer bei uns – mal mehr, mal weniger. Aber sie muss nicht lebendig gehalten werden. Sie ist es.

Du hast darüber geschrieben, dass Du mit Kaiserschnitt entbunden hast, und vor allem die Geburt Deiner ersten Tochter nahezu traumatisch war. Wie bist Du damit umgegangen?

Ich habe das Trauma zunächst erfolgreich verdrängt. Wir sind außerdem 8 Wochen nach der Geburt von Bonn nach Berlin gezogen, das hat das Verdrängen leichter gemacht. Erst, als ich Jahre später schwanger mit meinem Sohn war, kam alles wieder hoch und mir wurde schmerzlich bewusst, was ich da alles seit Jahren mit mir herum schleppte an Schuldgefühlen, Ängsten und Fragezeichen. Zum Glück hatte ich einen tollen Gynäkologen, der mich an meine wunderbare Hebamme weiter schickte. Mit ihr habe ich dann in der Schwangerschaft viel vom Trauma der ersten Geburt aufgearbeitet. Die zweite Geburt verlief dann mit ihr an meiner Seite zum Glück ganz anders.

Hausgeburt, Krankenhaus, Kaiserschnitt: Wie nimmst Du die Debatte um die Geburt aus Deiner persönlichen Geschichte heraus wahr?

Für mich persönlich steht eins an erster Stelle: die Selbstbestimmung der werdenden Mutter. Jede Frau sollte entscheiden können, wie und wo sie entbinden möchte – und sie sollte dabei auf die bestmögliche Art und Weise Unterstützung erfahren. In den aktuellen Diskussionen regt mich vor allem auf, wie wenig Einsicht es diesbezüglich gibt: es ist, als hätten wir als Gesellschaft vergessen, wie wichtig und existentiell diese Situation für die unmittelbar Beteiligten ist – die Mutter und ihr Kind. Der Wunsch nach Selbstbestimmung wird marginalisiert, und es tritt deutlich zutage, dass Hebammen und Eltern, diejenigen, die für die selbstbestimmte Geburt kämpfen, kaum eine Lobby haben in unserem Land. Ein so individueller und störanfälliger Prozess wie eine Geburt wird Kostenfaktoren und Klinikroutinen unterworfen mit dem Argument, das sei sicherer (was erwiesenermaßen nicht so ist. ) und überhaupt hätten schließlich die Mehrheit der Frauen in den letzten Jahrzehnten ihre Kinder so bekommen, dann sei das auch jetzt und in  Zukunft gut genug. Was das die einzelnen Frauen physisch und seelisch gekostet hat, erscheint aber auf keiner Kostenaufstellung keiner Klinik oder Krankenkasse.

Ich hatte Glück. Nach der traumatischen und vollkommen fremdbestimmt durchchoreographierten Geburt meiner großen Tochter, traf ich hier in Berlin auf einen Gynäkologen mit ausgeprägtem Bewusstsein für all diese Zusammenhänge und durch ihn dann meine wundervolle Hebamme. Sie hat dann einen Großteil meiner Betreuung während der Schwangerschaft übernommen und mich zur Geburt begleitet. Ungeachtet dessen, wie sich der Geburtsverlauf weiter entwickelte (ein erneuter Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand), war ich durch sie geschützt. Ich wurde gehört, ich war die „Bestimmerin“ in jeder Situation, ich musste nicht auch noch für meine Stimme kämpfen, sondern konnte mich ganz auf die Geburt konzentrieren. Ich fühlte mich gut aufgehoben, weil ich ihr vollkommen vertrauen konnte. Das ist unbezahlbar. Bei dem Gedanken, dass die heutige Politik diese Art Begleitung unter der Geburt faktisch unmöglich macht bzw. gemacht hat, könnte ich heulen. Meine zweite Geburt unter der schützenden Hand meiner geliebten Hebamme hat mich auf eine Weise geheilt. Ich weiß nicht, wie es mir gegangen wäre, hätte ich sie nicht getroffen.


Deine Schwester hat kürzlich entbunden und hat, wie ein Text verriet, auch gleich ein paar Fragen: Welche Erfahrungen aus Deinem eigenen Wochenbett konntest Du ihr mitgeben?

Ich glaube, auch wenn viele Dinge natürlich gleich sind, ist jedes Wochenbett anderes. Meine Schwester hatte einige Komplikationen durch Interventionen während der Geburt, daher war ihr Wochenbett sehr speziell. Ihre Bedürfnisse waren da andere als meine bei meinen Kindern, auch ihre Situation war eine ganz andere. Ich habe einfach versucht, für sie da zu sein, was nicht so einfach war, da wir nicht mehr in derselben Stadt leben. Wir haben viel telefoniert und ich habe versucht, meine Erfahrungen mit ihr zu teilen, ihre vielen Fragen zu beantworten und ihr ansonsten Tipps zu geben, wen sie in ihrer direkten Umgebung um Hilfe bitten kann: ihre Hebamme, eine Stillberaterin, eine Hilfe von der Krankenkasse, die sich in den ersten Wochen um sie und ihr Baby gekümmert hat, weil ihr Mann irgendwann wieder arbeiten musste.
Das Wichtigste war sicher, für sie da zu sein und sie zu ermutigen, auf ihre eigenen Bedürfnisse genauso zu achten, wie auf die ihres Babys.

Wenn sich jemand so unermüdlich für andere Frauen einsetzt, interessiert mich eine Frage vor allem sehr: Was wünscht Du Dir für Deine Töchter?

Das ist eine so einfache Frage, dennoch ist da Antwort sehr komplex, da sie so viele Ebenen berührt: gesellschaftliche, politische, sexuelle, feministische, spirituelle… Ich wünsche mir für alle meine Kinder eine friedliche Welt, eine gerechte Gesellschaft und natürlich ihr persönliches Glück. Aber für meine Töchter wünsche ich mir tatsächlich, dass sie auf ihrem Weg in ihr Leben ein gutes Konzept von ihrem individuellen Frausein entwickeln können, ohne Ängste, ohne Repressionen, mit so wenigen Einschränkungen wie möglich. Welche Rollen sie sich auch immer aussuchen (Werden sie beispielsweise Mütter sein? Wenn ja, wie werden sie das gestalten wollen?), welche Wege sie einschlagen mögen, ich hoffe, dass ich sie jetzt genügend gestärkt und ermutigt habe, um die Frauen werden zu können, die in ihnen bereits jetzt angelegt sind.

Frausein ist heutzutage nicht einfach, das war es nie, und wie es in  Zukunft sein wird, wissen wir alle noch nicht. Ich möchte meine Mädchen in eine Welt entlassen, in der sie wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit keine Nachteile erfahren, in der sie keine sexuelle Diskriminierung, Belästigung oder Anfeindungen erleben, eine Welt, in der sie nicht nur theoretisch sondern tatsächlich alle Möglichkeiten haben, ihr individuelles Potential auszuschöpfen und – sie selbst zu sein.

Vielen liebe Dank, Anna. 

Die Fotos wurden von Anna zur Verfügung gestellt. 

Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Elternfragen, Kultur mit Kind, Nachgefragt

Horrorfilme, Partygehopse und wilder Sex in der Schwangerschaft: Was ist wirklich verboten? / Fragen an die Hebamme

In der Schwangerschaft tauchen viele Fragen auf. Antworten weiß fast immer eine gute Hebamme. Jana vom Blog Hebammenblog erzählt, warum sie viele Regeln kritisch sieht, was sie von Horrorfilmen, Partygehopse und wildem Sex in der Schwangerschaft hält und noch ein paar andere Dinge mehr im Interview: Ein Interview das auch in die Reihe Elternfragen gehört.

Natürlich heißt schwanger nicht krank, aber was erlaubt ist, und was nicht da gehen die Meinungen auseinander. Einige raten werdenden Müttern, in der Schwangerschaft noch mal wegzugehen, in Urlaub zu fahren, häufig ein Kino zu besuchen und andere Ausflüge. Wie beurteilst Du diese Dinge?

Insgesamt sehe ich diese ganzen Regeln, die es inzwischen für Schwangere gibt sehr kritisch.

Frauen werden in vielem so verunsichert, dass ihr natürliches Empfinden für ihren Körper, ihr Wohlergehen und ihre Gesundheit manchmal kaum noch vorhanden ist.

Dabei lässt sich das meiste ganz einfach zusammenfassen: Nimm keine Drogen und wenn du Medikamente nehmen musst, lass dich dazu beraten. Iß kein rohes Fleisch, keinen rohen Käse und keine rohen Eier. Alle andere rohe Kost solltest du gut waschen.

Meide chemische Stoffe und tierischen Kot. Halte dich nach Möglichkeit von Menschen mit Infektionskrankheiten fern.
Ansonsten mach doch bitte alles, womit du dich gut fühlst. Die Regeln können sich ändern, sollte es Probleme geben. Aber davon ist doch erst einmal gar nicht aus zu gehen. Genieße die Zeit!

Hochschwanger Horrorfilme schauen, Gruselserien gucken oder blutrünstige Hörbucher hören: Gilt hier erlaubt ist, was der Mutter gefällt, oder rätst Du davon ab zu viel negative Fiktion zum Babybauch zu lassen?

Ich denke das Genre ist Geschmackssache. Es gibt Frauen die sich bei Horrorfilmen köstlich amüsieren. Warum sollte man ihnen das verbieten. Allerdings ist es ja oft so, dass sich die Vorlieben auch oft in der Schwangerschaft verändern und plötzlich ganz andere Sachen triggern. Ich denke also das regelt sich schon von allein.

Feiern bis zum 9. Monat: Wenn sich Mütter besonders fit fühlen, und bis zum Ende der Schwangerschaft gerne Party machen, was gilt es zu beachten? 

Das hängt ja ganz stark von der Party ab. Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, solange die Frau ihren Spaß hat. Allerdings sollte man auf extrem laute Bass-lastige Musik verzichten, drängelnde Massen meiden und natürlich (wenn möglich) im rauchfreien Raum bleiben. Auch hier sind die meisten Frauen schon von selbst eher vorsichtig.
Was den Schlafmangel angeht – besser sie gehen Tanzen und haben eine gute Zeit, als sie verbringen die Nacht mit Wadenkrämpfen und Toilettengängen und bekommen davon schlechte Laune, oder? Ein Mittagsschläfchen ist doch auch was Schönes.

Fünf Mal die Woche Joggen, oder eher einmal im Monat zum Schwangeren-Yoga: Wie viel Sport ist wirklich erlaubt?

Beim Sport kommt es absolut darauf an, was Frau gewöhnt ist. Leistungssportlerinnen sind oft in der Lage ihr Pensum noch sehr lange ohne Probleme aufrecht zu erhalten. Aber auch normal sportliche Frauen können erst mal weitermachen wie gewohnt, mit einer Einschränkung: Sind wir es sonst im Leben gewöhnt, immer bis an unsere Grenzen zu gehen (und gerne auch mal darüber hinaus), so empfehle ich in der Schwangerschaft, mit dem Körper etwas gnädiger zu sein. Fühlt sich etwas nicht so gut an oder tut sogar weh, ist Schluß!
Es gibt natürlich mehr oder weniger empfehlenswerte Sportarten. Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft sollte Beckenboden- Belastendes vermieden werden, ebenso wie alles, was ein hohes Sturzrisiko hat. Schwimmen, Fahrrad fahren oder Yoga können normalerweise bis zum Ende ausgeübt werden. Welche Sportarten besonders gut sind habe ich hier beschrieben: Tauchen in der Schwangerschaft Komplikationen wie vorzeitige Wehen oder Blutungen auf, ist der Sport erstmal gestrichen.

Sex mit dickem Bauch: Ist wirklich alles erlaubt? 

Es ist alles erlaubt was Spaß macht. Die Lieblingsstellungen ergeben sich dann schon aus den äußeren Bedingungen. Auch hier gilt, solange es sich gut anfühlt ist es das auch. Es ist übrigens häufig so, dass Frauen beim- oder kurz nach dem Sex leichte Kontraktionen haben. Das ist normal und gar nicht schlimm, sollte dann aber auch wieder nachlassen.
Bei bestimmten Risiken wie vorzeitigen Wehen oder Blutungen, sprechen Ärztin oder Hebamme eine Empfehlung zur Abstinenz aus.

Und was empfiehlst Du als langjährige Hebamme werdenden Müttern als absolute Entspannung? 

Ach baden ist toll. Eine schöne Massage – gerne vom Partner – kann wunderbar sein. Der Bauch kann liebevoll eingeölt werden. Am besten man kombiniert alle drei Dinge.
Oder eben Tee und Schokolade (aber nicht zu oft ;-)) und dazu ne Soap. Was einen entspannt, ist doch Typsache.

Vielen lieben Dank für Deine Antworten, Jana.

 

Das Interview ist bereits vor einiger Zeit entstanden. Jeden Dienstag gibt es hier ein aktuelles Interview zum Thema Elternfragen, dieser Archivtext ist quasi Faschingsvertretung.

 

Nächste Woche geht es wieder weiter zum Thema Zweisprachigkeit.

Alltag, Kultur mit Kind

Das Wochenende nach dem Urlaub / Unser Wochenende in Bildern vom 13. – 14. Februar 2016

Nach zwei Wochen Urlaub sind wir am Freitag wieder nach Hause gefahren. 
Zur Erinnerung: Wir waren zwei Wochen in Westjütland, und sind nicht grad vor Vorfreude auf Zuhause geplatzt. 
Aber immer wieder die Erkenntnis: Zuhause ist es eigentlich sehr schön. Vor allem, wenn schon Willkommens-Blumen da warten. 
Am Samstag sind zwei gestreift. Ich hatte die Tage ja darüber geschrieben, warum ich nun vermehrt Streifen trage: Die Strumpfhose ist es aber reiner Zufall. 

Samstagmorgen gehe ich zum Friseur: gefühlte drei Meter Pony werden entfernt. 
Ach ja, Haushalt: Im Kühlschrank hat nicht alles unseren Urlaub überlebt, drum misten wir erst mal aus. Nicht im Bild: ein paar Dinge, die bleiben durften. 
Ja, ja, so ganz regional sind sie nicht und sie schmecken ein klein bisschen nach Gurken, aber: Ich liebe Erdbeeren. 
Samstagnachmittag sind wir mit halb Berlin bei Ikea. Es ist so anstrengend dort, dass sogar schon die Möbel abgehauen sind. 
Überall herrscht Abbruchstimmung. 
Bald klärt sich auch warum. 

Mitgebrachtes essen wir zuhause. Vegetarische Kötbuller schmecken übrigens so, wie sich der Hardcore-Fleischesser den Vegetarier-Alltag in grausig vorstellt. Vermute ich. 

Sonntag ist Valentinstag. Ich liebe das. 
Mittags gibt es Suppe. 
Dass nun jeder selbstständig den Kühlschrank öffnen kann, das hat nicht nur Vorteile. 
Bei Ikea haben wir auch Bettwäsche gekauft: Das führt zu diesem Bild von Vater, Sohn und Hund. 
Sieht toll aus, oder? Schmeckt nur nicht. 
Und noch etwas vom Ikea-Ausflug: die beste Torte von dort. 
Und der eigentliche Grund für den Ausflug: ein Hocker zum selbstständigen Händewaschen. 
Zwischenzeitlich kracht unsere Garderobe zu Boden. 
Nie schmeckt essen so gut wie in der Schwangerschaft: Heute mexikanisch.
Abends teilen wir dänische Kronen und Euros. 

Fazit: Urlaub ist toll. Zuhause aber auch. Wehmutstropfen: Morgen ist dann wieder Montag. 
Und bei Euch so?
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Kultur mit Kind

Skandinavienliebe: Ein Freitag an der Küste in Dänemark in 12 Bildern

Fast zwei Wochen waren wir in Dänemark, in Westjütland. Heute geht es nach Hause. 
Am frühen Morgen genießen wir noch den Ausblick. 
Mein Schwangerschaftsgelüst Nr. 1: Klebrige Limonade. 
Im Anschluss gibt es dänisches Frühstück. 

Und wir machen uns auf zu einem Strandspaziergang. 
Das Wetter ist traumhaft. 
Und da ist auch schon das Meer. 
In tollen Farben. 
Der Hund trifft einen Kumpel. Nicht ganz seine Größe. 
Dann wird weitergepackt.
Einges an Essen ist uns sehr lieb geworden: Der Pudding zum Beispiel. 
Nicht alles können wir mitnehmen. 
Noch ein Blick aus dem Auto: Und dann geht es auch schon heimwärts 
Mehr über unseren Aufenthalt hier gibt es die nächsten Tage. Jetzt sind wir erst mal eine Weile unterwegs, und hoffen, dass in Deutschland auch die Sonne scheint. 
Kann mir das jemand verraten?

12 von 12 – ist eine Aktion seinen Alltag in 12 Bildern zu zeigen. Die Aktion ist initiiert vom Blog Draußen nur Kännchen
Kultur mit Kind, Meinung

Das Leben und die Lebensplanung / Familienplanung / Vereinbarkeit

Dass ich irgendwann Kinder haben möchte, wusste ich schon früh. Darüber nachgedacht, habe ich trotzdem lange Zeit nicht. Meine 20er waren geprägt vom Leben in Berlin: Ich machte was-mit-Medien, war viel und intensiv unterwegs und war recht zufrieden.

Dann lernte ich meinen Mann kennen. Und war noch ein Stück weit glücklicher. Wir lebten unser Berlin und irgendwann kam sie dann doch die Kinderfrage: Und plötzlich wurde er richtig greifbar dieser Kinderwunsch. Kurze Zeit danach war ich auch wieder auf der Suche nach einem neuen Job. Hatte ich schon erwähnt: Ich lebe in Berlin und mache was mit Medien? Es sollte nicht leicht werden. 
Gestreift in 2016.

In dieser Zeit hörte ich viele Dinge: „Wenn Du keinen Job findest, dann werde doch schwanger“. „Suche Dir einen tollen Job, und warte noch ein paar Jahre mit der Kinderplanung“. Es versteht sich von selbst, dass ich eigentlich nicht danach gefragt hatte. Die Tipps kamen trotzdem. Nicht zu vergessen, die Aussagen von Leuten, die tatsächlich Personalentscheidungen treffen. Vereinbarkeit und so: Nun ja. Über Monate passierte trotz großer Motivation zu beiden Zielen: exakt nichts. 

Dann hatte ich einen Teilzeit-Job, ein paar Pläne, wie die Freiberuflichkeit mein zweites Standbein werden sollte, und dann: waren da plötzlich und unerwartet diese zwei Striche. Ein paar Wochen nach meinem neuen Jobantritt, hatte ich also dieses Chef-Gespräch: „Ich muss Dir was sagen, und es kann sein, dass Eure Freude nicht ganz so groß ist, wie meine.“ Er freute sich. Und wir uns erst. 
Schwangerschaft und Babyzeit waren wunderbar, und irgendwie war klar, dass wir nicht drei Jahre warten wollen, um zu „planen“. Manche Dinge lassen sich auch einfach nicht planen. Nach eineinhalb Jahren fing ich wieder an, in der alten Firma zu arbeiten. Teilzeit. Nach ein paar Wochen war ich bei meiner neuen Chefin zum Gespräch. Der alte Chef ist nicht mehr dort. Ich weiß nicht, ob sie sich wirklich für mich gefreut hat. Aber sie hat mich zumindest verstanden. Wir freuen uns sehr auf den Hochsommer. Immer ein Stückchen dicker. 
Kultur mit Kind

Buchempfehlungen für Groß und Klein / Unser Wochenende in Bildern vom vom 06. bis 07. Februar 2016

Dieses Wochenende war wunderbar entspannt und ruhig. Und sehr bücherlastig, drum gibt es mit unserem Wochenende in Bildern auch gleich ein paar Empfehlungen. 
Zum Ende der Woche habe ich „Die Schneelöwin“ ausgelesen und bin begeistert. Ein großartiger Schwedenkrimi in dem eine Autorin ermittelt. Ein alter und ein neuer Fall werden miteinander verbunden und das so vertrackt, dass vieles erst zum Schluss klar wird. 
Blätterteig-Gebäck zum Aufbacken liebe ich ja. Auch am Samstag. 
Sehr viele Kinderbücher erzähle ich meist nur, weil der Inhalt so befremdlich ist. Wunderbare Ausnahme „Das kleine Ich bin Ich„. Ein Kinderbuch mit melodischen Reimen und wunderbarer Botschaft.

Samstagabend gibt es Nudelauflauf. Da wir Besuch haben wird dieses Mal ein ganzer Auflauf auf einmal leer. 
Der Sonntagmorgen beginnt ruhig. Und etwas früh. 
Wir frühstücken ausgiebig. Vom Spaziergang im Anschluss fehlen leider die Bilder: Schön war es trotzdem. 
Am Nachmittag lesen wir noch ein bisschen in „Ich bin der kleine Hund„, besonders beliebt wegen des Protagonisten. 
Liegt vielleicht an der Liebe zum Schurkenkumpel. 
Und ich lese noch ein bisschen an einem Buch voller Berlin-Geschichten. 
Hattet Ihr auch ein Wochenende voller Bücher?
Und auch fernab vom Wochenende: Habt Ihr auch Bücherempfehlungen für uns? Für Große und für Kleine?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen