Familienrollen, Kultur mit Kind

„Ich sagte ihr in etwa, dass ich mich in meiner männlichen Rolle nicht mehr wohl fühle.“ / Nina über ihr Coming Out und das Geschlechterbild

Nina wurde in einem männlichen Körper geboren. Heute lebt sie als Frau und bloggt auf Frau Papa  über ihren Alltag. Wie es ihr mittlerweile damit geht, was ihre vier Kinder dazu sagen und wie ihre Ehefrau Jane damit umgeht,  das erfährt im Familienrollen-Interview der Woche mit Nina und Jane.

Nina, Du bist in einem männlichen Körper geboren, lebst heute als Frau: Gab es diesen einen Schlüsselmoment und wie kam es letztlich zum Coming Out?

Jane und Nina im Urlaub. 

NINA: Ich fange gleich einmal am Ende der Frage an: ich bin eine Frau, also das ist meine Geschlechteridentität. Ich lebe als Frau, weil ich eine bin und immer war. Bei der Geburt wurde mit lediglich aufgrund der Anatomie als Geschlecht männlich in die Geburtsurkunde eingetragen. Seit letztem Jahr habe ich aber eine richtige Geburtsurkunde.

Coming out und die eigene Erkenntnis meiner Identität möchte ich hier mal trennen. Bereits im Kindergarten fühlte ich mich unter den Buben falsch. Die Mädchen, ihre Spiele, ihre Themen, ihre Kleidung waren für mich immer attraktiver. Schon früh versuchte ich zu vermitteln, dass ich mich als Mädchen fühlte. Dazu muss ich sagen, dass ich in einem katholisch geprägten, eher konservativem Umfeld aufwuchs. Transsexualität passte in keiner Form in das Weltbild meiner Familie.

Wenn ich Fragen stellte, warum ich kein Mädchen sein kann, wurde das mit „Weil du ein Zumpferl hast“, beantwortet. Und mein Wunsch Kleider zu tragen war nicht einmal im Fasching ohne Spott möglich. So war ich Struwelpeter statt Prinzessin. Irgendwann resignierte ein Teil von mir und ich lernte in der Gesellschaft als Mann zu funktionieren. Doch meine Schulzeit war davon geprägt, dass ich von den Jungs oft fertig gemacht wurde, weil ich zu sensibel und schwächlich war. Ich verstand die Mädchen, verstand warum sie sich von den Buben fern hielten. So wurde ich das, was man Frauenversteher nennt.

Mein erstes Coming Out hatte ich bereits mit sechzehn Jahren. Ich erinnere mich gut daran, dass ich einer sehr engen Freundin sagte, dass ich lieber eine Frau sein wollte. Ich wusste damals nichts über die Behandlungsmöglichkeiten bei Transsexualität und alles was mit Männern in Frauenkleidung zu tun hatte, war in meinem Umfeld einfach „pervers“ oder fand als Einlage beim Faschingsball statt. Entsprechend überraschend war die Reaktion meiner Freundin, die mich fragte, wie ich mir das vorstellen würde und was dann aus meiner Familie würde. Ich zog mich also zurück in meine Rolle.

Als meine zweite Ehe scheiterte fand ich eine Therapeutin, mit der ich auch das Thema Transsexualität ansprechen konnte. Ich war über dreißig und meinte, es wäre besser weiter als Mann zu leben, als mit großem Aufwand eine hässliche Frau zu werden. Eine Frau, die sich ständig erklären muss und gesellschaftlich ausgegrenzt wird.

Mein wichtigstes Coming Out war das bei meiner Frau Jane. Es war einige Monate vor der Geburt unseres zweiten gemeinsamen Sohnes und ich sagte ihr in etwa, dass ich mich in meiner männlichen Rolle nicht mehr wohl fühle. Ich habe sie nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich glaube, das hätte ich gar nicht gekonnt. Wir beschlossen gemeinsam heraus zu finden, wie weit mein Bedürfnis Frau zu sein, ginge. Alle Schritte, die ich von da an machte, passierten gemeinsam mit meiner Frau und später auch mit meinen Kindern.

Du schminkst Dich als Frau, nimmst Hormone und trägst hohe Schuhe: Wie weit möchtest Du gehen, ist eine Totaloperation eine Option für Dich oder setzt Du Grenzen?

Foto: @A. Höhne. Oktober 2014.

NINA: Ich muss ein wenig schmunzeln, wegen der Frage zur geschlechtsangleichenden OP. Mein Geschlecht wird nicht durch meine Genitalien bestimmt und ehrlich gesagt, ist das ein Thema, das abgesehen von meiner Frau, nur mich und die behandelten Ärzte etwas angeht.

Die Frage, wie weit ich gehen will: Ich bin eine Frau und habe aufgehört mich ständig als Mann oder Trans zu fühlen. Ich glaube, ich bin weiter gekommen, als ich je erwartet hätte.

Als Du, Jane, Dich in Nina verliebt hast, war sie noch nicht Nina, sondern er war noch ein Mann. Wie ging es Dir damit und wie ist es heute für Dich? 

NINA: (lacht) in sexueller Hinsicht. Das kann spannend werden.

JANE: Mich störte das im ersten Moment nicht so groß, weil mir egal ist, ob ich Männer oder Frauen liebe. Der Schritt in die Öffentlichkeit war schwieriger, als das sexuelle, weil es einfach ungewohnt war und eben mit vielen bescheuerten Blicken und Reaktionen verbunden war. Und natürlich kam es auch gerade anfangs zu modischen Entgleisungen. Das hat sich aber schnell gelegt.

NINA: Dann war noch der Aspekt mit der Ehe. Bei der Hochzeit war ich ja bei dir schon geoutet.

JANE: Geheiratet haben wir trotzdem. Es gab später viel Unsicherheit, wie es mit dem Status der Ehe nach der Änderung von Namen und Geschlecht wird. Vor allem, weil man sehr unterschiedliche Erfahrungsberichte mit Ämtern im Netz finden kann.

NINA: Es fällt Dir also nicht schwer, dass ich deine Frau bin?

JANE: Nein. Anfangs schon, aber das hatten wir ja eine Umgewöhnungszeit, wie die Kinder mit dem neuen Vornamen. Ist viel Gewohnheit. Man darf halt einfach nicht erwarten, dass alles von Jetzt auf Gleich klappt.

Ihr habt gemeinsam vier Kinder zwischen 12 und 5, die entweder Papa oder Nina zu Dir sagen: Wie gehen die Kinder mit der Situation um? 

Nina und Kind. 


JANE: Wir reden mit den Großen relativ viel, weil sie auch viele Fragen hatten, die Kleinen wuchsen mehr mit der Situation auf. Wenn Kinder Fragen haben, dann ist das Wichtigste: ehrlich sein zu den Kindern. Alle vier Kinder haben einen riesen Schub in Sachen Toleranz gemacht und in manchen Dingen einfach ein dickes Fell bekommen.

NINA: Einer der Gründe für mein Coming out war, dass ich den Kindern vorleben will, dass sie zu sich selbst stehen dürfen, egal, wer oder was sie sind. Außerdem haben wir bei den ersten Schritten in die Öffentlichkeit immer die Kinder mit einbezogen. Inzwischen bin ich einfach Nina und eben ein wenig anders als andere Frauen und andere Väter. Aber alle vier Kinder laden gerne mal Freunde nach Hause ein. Ich denke, das würden sie nicht tun, wenn sie damit Probleme hätten, dass ich eine Frau bin.

JANE: Das sehe ich auch so.

NINA: Unser mittlerer Sohn sagt allen, die ihm Fragen zu mir stellen, sie sollen mich doch selbst fragen. So hat jedes Kind Strategien entwickelt.

Welches Geschlechter-Rollenbild möchtet Ihr Euren Kindern vermitteln? 

JANE: Keines.

NINA: Meine Erfahrungen mit Rollenbildern hinterließen nicht gerade die besten Spuren. Wir lassen den Kindern den Freiraum, ihre Rollen zu finden. Wir mischen uns selten in Kleidungs- oder Spielzeugwünsche ein.

Wie reagierte das Umfeld auf Deine Veränderung, Nina? Musst Du Dich häufig erklären? 

NINA: Das Umfeld reagiert sehr unterschiedlich. Ich bin sowohl im Kindergarten, als auch in der Schule Elternvertreterin. Generell ist es den meisten Menschen wahrscheinlich eher egal, zumindest erfahre ich keine breite Ablehnung. Ja sicher, es gibt auch Leute, die nicht damit umgehen können, aber die Menschen, denen ich begegne haben sich wahrscheinlich zum Großteil an mich gewöhnt.

Meine Familie… das ist etwas komplizierter. Meine Schwestern gehen seit dem Coming out sehr positiv mit mir um. Meine Eltern haben da mehr Schwierigkeiten, aber ich hoffe, dass sich das mit der Zeit legen wird.

Aktuell suchst Du grad einen Job: Thematisierst Du Deine Transsexualität bei Bewerbungen und wie wird das aufgenommen?

NINA: Ich habe meine Bewerbungen nach der Namensänderung geändert, aber ich hatte kein Bedürfnis die alten Zeugnisse neu ausstellen zu lassen. Meine Transsexualität kann ich nicht verstecken – anders als viele andere Transmenschen – und spätestens wenn jemand meine Stimme hört wird klar, dass ich nicht in einem weiblichen Körper geboren wurde. Also ja, ich habe einen Absatz im Lebenslauf, der meine Transsexualität ganz offen und direkt anspricht. Natürlich weiß ich, dass dadurch eine gewisse Diskriminierung passieren kann, aber wer mein Geschlecht wichtiger nimmt, als mein Qualifikation, das ist kein Arbeitgeber, bei dem ich ein gesundes Klima zu erwarten hätte.

Was wünscht Ihr Euch als Familie für die Zukunft?

NINA: Gesundheit.

JANE: Weniger Idioten.

Vielen liebe Dank Euch Zweien. 

Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Alltag, Kultur mit Kind

Entspannte Tage / Unser Wochenende in Bildern vom 29. -31. Jänner 2016

Da wir vergangene Woche krank zuhause verbrachten, wollten wir auch das Wochenende entspannt angehen. 
Freitagabend lese ich eines der ersten Bücher von Nicci French zu Ende. Ich mag es sehr: eine Geschichte über zwei befreundete englische Familien und natürlich gibt es auch einen ungelösten Mordfall dazwischen. Ich hatte das Buch in den 90ern gelesen und praktischerweise alles vergessen. 
Am Abend nutzen wir Netflix: Es läuft der Tatortreiniger. Ich werd immer wärmer mit ihm. 
Dazwischen drängt der Hund auf seine Runde. 
Samstagmorgen geht es in Richtung Prenzlauer Berg. Leicht irritiert ist der Sohn, dass der Vater da ohne ihn rein geht. 
In Berlin liegen immer für lange Zeit Weihnachtsbäume auf den Straßen. Ich bin immer unschlüssig, ob ich das besonders traurig, oder besonders lustig finden soll. Bemerkenswert finde ich es auf jeden Fall. 
Wir haben für den Hund auch etwas gekauft. Es gibt eine Fahne. 

Wir gehen asiatisch essen. 
Einmal das Essen für die Mutter, einmal das Essen für das Kind: Beides so naja. 
Richtig gut kommt aber die Nachspeise an: eine Art Milchreis-Nigri. 
Kuchen gibt es zuhause. 
Der Rucksack wurde aufgemotzt .
Sonntagmorgen frühstücken wir bei Mc Donalds. Meines Erachtens die einzige Mahlzeit, die dort schmeckt. 
Am Nachmittag malen wir. Stifte halten bei uns – Hund und unbekannter Schwund – meist nicht lang. Aber grad haben wir wieder einen neuen Schwung. 
Noch ist Kaminwetter, das nutzen wir. 

Und gleich: Tatort.
Ich hoffe, Euer Wochenende war auch so entspannt. 

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Familienrollen, Kultur mit Kind

„Kein Arzt konnte mir sagen, wie die Schwangerschaft verläuft, denn nicht jeden Tag ist eine Frau mit einer Körpergröße von 1,20m schwanger“. / Eine Mutter im Rollstuhl erzählt in den Familienrollen

Immer am Freitag gibt es die Familienrollen: Diese Woche erzählt Nici (Rollimami) von ihrem Leben mit der Diagnose Glasknochenkrankheit, warum sie sich wenig mit ihrer Behinderung beschäftigt, wie es ihr in der Schwangerschaft ging und natürlich vom Familienleben. 

Dein Blog thematisiert Dein Leben als Mutter, die im Rollstuhl sitzt: Was ist für Eure Familie bezeichnend? 

Unsere kleine Familie bestehend aus meinem Mann, mir und unserem Sohn. Mein Mann ist 34 Jahre, berufstätig und ein toller Hobbykoch. Ich bin 33 Jahre, momentan in Elternzeit, sonst ebenfalls berufstätig und eine kleine kreative Bastelfee und seit Frühling 2015 blogge ich unter Rollimami.

Unser Sohn *Mäusekind*, gerade mal 1 Jahr, darf noch mit Mami die Zeit zu Hause geniessen und erobert die Welt mit neugierigen Blicken und großen Schritten.
Wir sind für andere Menschen wohl eher eine ungewöhnliche Familie die man nicht jeden Tag überall so sieht, für uns, unsere Familie und Freunde jedoch total normal.

Was bedeutet die Diagnose „Glasknochenkrankheit“? 

Die Diagnose „Glasknochenkrankheit“ kann ganz viel unterschiedliches bedeuten. Es ist eine Krankheit, die es in wahnsinnig viele Formen gibt. Von „ich merke die Krankheit kaum das ich sie habe“ bis zu dem Punkt, wo man Eltern sagt, dass das Kind „nicht lebensfähig“ sein wird.
Ich persönlich habe eine relativ leichte Form dieser Krankheit erwischt.

Würde ich heutzutage geboren werden, wäre ich vielleicht gar nicht so stark beeinträchtigt. Da die Medizin viel viel weiter ist. Da ich jedoch für die Medizin zu zeitig geboren wurde, sitze ich nun im Rollstuhl und kann mich auf Gehilfen kurze Strecken bewegen.

Glasknochen sind ein Gendefekt und da ich dieses veränderte Gen in mir trage kann ich es natürlich zu 50 % weitervererben. Man geht davon aus, dass es bei einer Weitervererbung dann ebenfalls wieder beim Kind in der Form auftritt wie bei der Mama.

Ob unser Mäusekind diese Krankheit vererbt bekommt oder nicht, wollten wir während der Schwangerschaft nicht wissen. Es hätte für uns keinen Unterschied gemacht. Wir haben uns auf ihn gefreut, waren mega glücklich als er in unserem Armen lag und unglaublich dankbar, als wir 4 Monate später erfuhren, dass es ein wirklich gesundes Baby ist.

War Dir bereits immer klar, dass Du Kinder haben möchtest und wie hat Dein Umfeld darauf reagiert? 

Ja, ich liebe Kinder schon immer sehr und es war schon ein großer Wunsch von mir, mit meinem Mann, ein Kind groß ziehen zu dürfen.
Vorbilder hatte ich diesbezüglich nicht. Ich beschäftige mich so wenig mit meiner Behinderung, dass ich großteils nur Freunde habe, die vollkommen gesund sind. Andere Rollstuhlfahrer treffe ich wenn aus Zufall, weil sich unsere Wege kreuzen, aber nicht, weil ich auf der Suche nach Gleichgesinnten bin.
Zum Beispiel hab ich einige wirklich nette Menschen mit Handicap durch die Ausbildung kennen gelernt, einen Arbeitskollegen und auch einen wundervollen Neffen, beide sind ebenfalls im Rollstuhl unterwegs.

Klar, es gab natürlich Ängste während meiner Schwangerschaft. Von mir glaub ich allerdings am wenigsten. Ich war einfach so glücklich über dieses Wunder von Baby in meinem Bauch, dass ich alle Ängste versucht habe auszublenden. Mein Umfeld hatte da glaub ich schon hier und da mal mehr bedenken. Und auch kein Arzt konnte mir sagen, wie die Schwangerschaft verläuft, denn nicht jeden Tag ist eine Frau mit einer Körpergröße von 1,20m schwanger.

Wie verlief Deine Schwangerschaft? 

Ich habe eine Bilderbuch Schwangerschaft gehabt. Bis zur 37. Woche habe ich ohne Probleme durchgehalten. Hatte weder Wassereinlagerung, noch andere typische Schwangerschaftsprobleme.
Mein Mäusekind lag so super im Bauch, dass er fein nach aussen getreten hat und somit auch meine Organe nicht beeinträchtigt wurden. Was auch gut war, bei meinem aktiven Bauchbaby.
Ich habe bereits einen langen Artikel auf meinem Blog zum Thema „Abenteuer Baby“ geschrieben. Schaut doch einfach mal vorbei.

Wie schaut Euer Alltag aus? 

Unser Papa geht in Schichten arbeiten.
Wenn er zu Hause ist kümmert er sich um die Wäsche und versorgt uns mit leckeren Essen. Nicht weil ich nicht kochen kann, aber er macht das einfach viel lieber wie ich und es schmeckt viel besser. Er kümmert sich um unser Mäusekind wie es jeder andere liebevolle Papi auch tut und unterstützt mich natürlich in der Rolle des Ehemannes auch im Haushalt.

Ich stehe mit unserem Mäusekind morgens gegen 8 Uhr auf.
Dann frühstücken wir, erledigen den Haushalt und gehen eine Runde an die frische Luft, treffen uns mit Freunden, gehen in die Krabbelgruppe oder zum Pekip.
Anschließend gibt es Mittagessen und Mittagsschlaf.
Das ist jetzt meine Zeit um noch ein bisschen Haushalt zu erledigen, mich auch ein bisschen auszuruhen oder am Blog arbeiten zu können.

Nachmittags spielen wir, gehen auch nochmal raus oder treffen uns mit Freunden.

Gegen 18 Uhr gibt es Abendbrot, dann wird das Mäusekind bettfein gemacht und nach dem Guten-Nacht-Gebet und Lied hat die Mami und der Papi Feierabend.

Wir haben einen relativ normalen Alltag. Ich habe keine Schmerzen, wie andere Menschen mit Behinderungen vielleicht. Ich kann mich relativ gut bewegen und bin in vielen Dingen einfach geübt. Daher brauche ich auch wirklich viel weniger Unterstützung wie es auf den ersten Blick scheint.

Das für mich wirklich Beste ist, dass ich selbstständig Auto fahren kann. Somit bin ich auf dem Dorf auch nicht angebunden, sondern kann mich frei bewegen.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Für die Zukunft wünsch ich mir, dass unser Sohn ein glückliches und gesundes Kind bleibt und wir viele schöne Stunden als Familie haben werden.

Vielen lieben Dank für Deine Antworten, Nici. 


Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Kultur mit Kind, Meinung

Karneval, Fasching und Tabus / Die Bilderfrauen

Donnerstag ist Bilderfrauen-Tag: Alina (Liebling – Ich Blogge, Jetzt), Alu (Grosseköpfe), Bella (familieberlin) und ich stellen uns Fragen, die uns zu Mode, Beauty und Lifestyle durch den Kopf gehen.

Diese Woche bin ich wieder die Fragende. Heute geht es um Fasching/Karneval, und die Frage lautet: Habt Ihr bei Verkleidungen eigentlich Tabus?

Fasching mochte ich schon immer. In Österreich habe ich das noch einigermaßen zelebriert, in Berlin ist es – mangels an Möglichkeiten – ein bisschen in Vergessenheit geraten. Aber nun ist mein Sohn in dem Alter, in dem das Thema ist und ein Kostüm musste her.

In einem wunderbar sortierten Laden in Bayern wollten wir uns etwas suchen. Sehr ambitioniert stand ich vor einem reichhaltigen Angebot und stellte fest: Ich habe Grenzen. Kein Cowboy-Kostüm: Zweijährige mit Waffen irgendwie erschließt sich mir das nicht. Scheint aber ein Markt zu sein, immerhin gab es auch Kinder-Uzi’s.

In der Mädchen-Abteilung schreckten mich weniger die Farben – da ich selbst ein großer Fan von Rosa war, find ich das einfach nicht schlimm, wohl aber die Materialien: Kommen Elsa und Co. immer in Polyester. Na, Mädchen-Mütter?

Im Dunkeln: eine Kinder-UZI. 

In meiner Kindheit gab es noch jede Verkleidungen, die dann schlicht einfach eine Nationalität benannten und somit für etwas stehen sollten. Nicht alle Verkleidungen aus den 80ern waren gut. Amazon machte durch das Kostüm „Flüchtling“ von sich reden.

Ihr seht die Liste ist lang, deshalb wollte ich von den anderen wissen, wie seht Ihr das bei Faschingskostümen. Erlaubt ist was gefällt: Und wenn ja, wirklich alles?

PS.: Unsere Wahl fiel übrigens auf ein Matrosen-Outfit.

Und das haben die anderen auf die Frage nach ihren Faschings-Tabus gesagt:

Alina von Liebling – Ich blogge, Jetzt

Pirat Samuel

Mein kleiner Mann ist noch so klein, dass er Gott sein Dank auf uns hört, was sein Kostüm und seine Feierei anbelangt. Ich glaube später würde ich ihm so gut, wie alles erlauben, wenn es ein Kostüm ist.

Für mich ist ein Flüchtlings-Kostüm oder eine Nachahmung eines besonders bösen, aggressiven Menschens, wie ein Terrorist oder ähnliche Dinge, einfach kein Kostüm. Ich war zu Karneval immer etwas, das ich auch gerne im echten Leben gewesen wäre – Cowgirl, Funkemariechen, Katze, Pipi Langstrumpf etc.pp: Jaja so war das hier in Köln.

Ich habe mit meiner Oma immer besonders viel Wert darauf gelegt, dass es besonders hübsch und nicht billig aussieht. Ich glaube, ich würde versuchen Samuel auch das mit auf den Weg zu geben und je nach Situation entscheiden, wie ich das Kostüm finde. Er wird ja hoffentlich mit mir in die Kommunikation treten und sich mit seinen Eltern, wenn es auch nur oberflächlich ist, austauschen.

So lange er noch so klein ist, stecken wir ihn in alle süßen Kostüme, die wir finden können. Gesetz den Fall wir feiern. Ich denke: Ich werde an den Tagen, wie Weiberfastnacht oder Rosenmontag nicht unbedingt vor die Tür gehen.

Das was sich in Mitten des Zentrums abspielt hat für mich nur noch wenig mit Karneval zu tun. Es ist ein einziges Betrinken und Gröhlen. Oft ist der Tag auch schon gegen 18 Uhr mit vielen unschönen Flecken vor Haus und Tür zu Ende. Nun gut, lassen wir uns überraschen.

Dieses Jahr muss ich ohnehin arbeiten. Ich denke für die Kleinen sind in Köln die Karnevalszüge am Schönsten. Je weiter man raus fährt, und sich etwas an die Randbezirke orientiert, ist es dort auch sehr schön und übersichtlich.

In diesem Sinne auf ein schöne Kölle AAALLLAAAAAFFFFF 🙂 Alina

Alu von Grosseköpfe

Olaf alias K2 hofft auf Umarmungen. 

Seit acht Jahren umgibt mich das Thema „Faschingskostüme“ nun schon. Acht Jahre in denen ich Kostüme gesehen habe, die nicht mal den Namen eines Kleidungsstückes wert waren, da sie quasi am Körper des Kinder gar nicht existierten, dazu zählen für mich Kostüme wie „Bikinimaus“, oder „Strandschönheit“.

Am Anfang ist das mit Kindern ja noch recht einfach. Man malt ihnen eine Nase an und setzt ihnen einen Mausehaarreif auf, oder zieht ihnen einen Pilzumhang um, fertig ist das süßeste Faschingskind der Welt. Spätestens ab dem dritten Lebensjahr jedoch, wird es kompliziert.

Denn das Kind will natürlich genau das gleiche Kostüm haben wie ALLE ANDEREN in der Kita auch. Nur mit großer Überredungskunst, einem guten Draht in die Staaten und einer nähfähigen Oma konnte ich Doubletten von Dornröschen, Rapunzel, einem Feuerwehrmann usw. bis dato vermeiden.

K1 ging daher schon als Frau des gestiefelten Katers (ihr bester Kitafreund als Kater), Haifisch, Meerjungfrau,  Monster aus Monster AG,  Braut (bester Kitafreund als Bräutigam), Vampirzombie und Piratenkapitänin.

Mit jedem Jahr werden die Ansprüche höher, so haben wir in diesem Jahr ein komplettes „Alice im Wunderland Kostüm“ herbeigeschafft, was ihr wirklich hervorragend steht. K2 ging mit seinen jungen Jahren bereits als Haifisch, ein Polizisten-Bauarbeiter-Feuerwehrmann und Vampir. Da er sein Spiderman Kostüm ja eh immer trägt, ist dies zu Fasching gar nicht besonders gefragt. In diesem Jahr äußerte er den konkreten Wunsch als Schneemann Olaf aus der Eiskönigin zu gehen.

„Weißt du Mama, alle Mädchen in der Kita gehen als Elsa und Olaf liebt doch Umarmungen.“ Wer könnte da widerstehen? Wir haben dem kleinen Kerl also ein dickes Kostüm gekauft und hoffen auf viele Umarmungen für ihn.

Geschmacklose Kostüme habe ich in unserem Umkreis eigentlich noch nie gesehen, vielleicht ist der Friedrichshain dafür zu gesetzt? Ich kann mich aber an die Debatte einiger Eltern erinnern, als ein Kitafreund von K1 mit einem Ballkleid zum Fasching erschien! Er war die schönste Prinzessin von allen und alle Mädchen mochten ihn danach noch viel lieber <3. Einige Eltern fanden das befremdlich, ich fand es einfach nur wunderschön.

Deine Alu

Bella von familieberlin

Liebe Bettie,

Ein Umhang ist schon zuviel, damit kann miniberlin nicht spielen. 

dieses Jahr wird miniberlin das erste Mal kostümiert in die KiTa gehen. Würde dort kein Poster hängen „Wir feiern Fasching“ käme ich nie auf die Idee, sie zu verkleiden. Zum Spiel ja, gezielt für die Kita nein.

Denn wir sind nicht so die Karnevals-Jecken obwohl ich selbst mal Funkemariechen und Garde-Kapitänin war. Doch das ist lange her. Die Einstellung zu Kostümen hat unsere Tochter dann wohl schon im Blut.

Sie zieht sich zwar gern mehrere Pullis übereinander oder wechselt mehrmals täglich die Mützen, aber ein Kostüm? Ungern. Das stört aktuell noch beim Toben und sobald sie sich bewusst wird, dass sie da etwas anderes anhat, muss es ausgezogen werden. Es bestimmen also weniger ihre Vorlieben oder unsere Tabus die Kleiderordnung, praktisch und unkompliziert muss es noch sein. Deswegen wird sie ganz schlicht und einfach als Marienkäfer gehen. Dazu braucht es nicht viel und wenig Schnickschnack. Ich nähe auf ein rotes Oberteil kleine Flügel und schwarze Punkte, dazu bekommt sie eine schwarze Leggins und vielleicht einen schwarzen Punkt auf die Nase. Fertig.

So kann sie den ganzen Tag durch die Gegend fliegen und nichts stört. Ich bin gespannt, wie es im kommenden Jahr sein wird, denn dann wird sie es wohl bewusster wahrnehmen. Und wer weiß, vielleicht muss ich dann auch eine kleine Prinzessin ausstatten, obwohl ich das nicht möchte. Denn diese zahlreichen Prinzessinnen- und Ritter-Kostüme finde ich langweilig, denn wo ist der Reiz am Verkleiden, wenn alle im Raum wieder gleich aussehen?

Viele Grüße
Deine Bella

Und wie ist Eure Einstellung zum Fasching? Was ziehen Eure Kinder an? 

Pistole, rosa Kleidertraum oder etwas ganz anderes: Gibt es für Euch auch Dinge im Kostümfundus, die gar nicht gehen?

Familienrollen, Kultur mit Kind

Depression:“Ohne Therapie werden wir nie wieder als Familie zusammen leben.“ / Eine alleinerziehende Mutter erzählt in den Familienrollen

Immer am Freitag gibt es die Familienrollen. Heute erzählt Tanja (bloggt auch auf chaoshoch2), warum klassische Familienvorstellungen nicht immer funktionieren, perfekte Planung nicht alles ist und wieso sie mit ihren Zwillingen heute alleine lebt. 

Auf Twitter war ich auf der Suche nach einer Mutter, die mit dem Kindsvater zwar zusammen ist, aber nicht mehr zusammen lebt. Wie kam es bei Euch zu dieser Konstellation? 

Wir sind zusammen gezogen als ich schwanger war. Als die Murmels 5 Monate alt waren, haben wir geheiratet. Wir hatten eigentlich ziemlich klassische Familienvorstellungen – Vater, Mutter, Murmels. Nur war von Anfang an klar, dass es bei uns nicht die klassische Rollenverteilung geben wird. Ich war die Hauptverdienerin und bin nach acht Monaten Elternzeit wieder arbeiten gegangen. Mein Mann wollte dann sechs Monate Elternzeit machen und nach der Eingewöhnung bei der Tagesmutter wieder arbeiten.

Wir waren der Meinung, wir hätten alles perfekt geplant!

Unsere Maus war von Anfang das, was man ein Schreikind – oder High-need-Kind – nennt. Es war selten einfach mit ihr und phasenweise hatten wir das Gefühl, sie hört gar nicht mehr auf ihren Unmut kund zu tun. Obwohl es auch für mich oft sehr anstrengend war, bin ich immer irgendwie klar gekommen. Mein größtes Problem war eher, dass ich Angst hatte, dass der Nasenbär untergeht bei so einer anspruchsvollen Zwillingsschwester.

Als ich dann wieder arbeiten gegangen bin, fing die Maus morgens an zu schreien, wenn sie wach wurde und ließ sich erst am Nachmittag von mir beruhigen. Die Nächte waren auch die absolute Katastrophe, da beide Kinder beschlossen haben, die Nacht als Spielzeit zu nutzen.

Wir sind beide völlig auf dem Zahnfleisch gekrochen! Am 2. Advent 2012 ist dann die Situation eskaliert. Der Murmelpapa hatte nicht mal mehr die Kraft, zu versuchen, die Maus zu beruhigen. Für mich war das unerträglich und wir sind darüber fürchterlich in Streit geraten. Als die Kinder irgendwann im Bett waren, teilte er mir mit, dass er das Geschrei keine Sekunde länger erträgt und ausziehen wird…

Plötzlich war ich die verlassene Ehefrau und Mutter OHNE KINDERBETREUUNG! Zum Glück habe ich die tollsten Eltern der Welt, die direkt in die Betreuung eingestiegen sind und uns für vier Monate Asyl gegeben haben.

Die Trennung bedeutete für mich den Umzug in die alte Heimat und die Vermietung meines Hauses. Alleine hätte ich es in meiner Wahlheimat nicht geschafft.

Ihr seid wegen der Depressionen Deines Mannes auseinander gezogen: Wie geht es Euch heute damit?

Spielzeit mit Papa.

Dass er tatsächlich unter Depressionen litt, wussten wir zum Zeitpunkt der Trennung nicht. Er hat sich komplett eingeigelt und war maximal via WhatsApp erreichbar. Es hagelte wüste Beschuldigungen und Vorwürfe. Es war eine schlimme Zeit. Ich saß mit den Murmels bei meinen Eltern im Gästezimmer und mein ganzes Leben und meine Zukunftspläne waren ein Trümmerhaufen.

Anfangs musste ich erstmal das Leben für die Murmels und mich neu sortieren und organisieren. Der Mann war fest entschlossen eine Therapie zu machen. Bloß leider gibt es für Kassenpatienten im Ruhrgebiet keine Therapieplätze.

Mittlerweile habe ich allerdings den Eindruck, dass der Mann die Situation – so wie sie ist – ganz ok findet und keine Veranlassung mehr sieht, etwas zu unternehmen.

Ohne Therapie werden wir nie wieder als Familie zusammen leben.

Das Risiko, wieder zu scheitern und wieder alles zu verlieren, ist mir definitiv zu groß!

Die Murmels kennen nur den aktuellen Status quo. Da sie noch keine zehn Monate waren, als wir uns getrennt haben, haben sie keine Erinnerung daran, dass wir mal eine „normale“ Familie waren.

Natürlich sehen sie, dass bei anderen der Papa immer da ist und bei ihnen nicht. Da meine Schwiegermutter oft die Hilfe meines Mannes braucht, gehen die Murmels aber davon aus, dass er wegen ihr nicht bei uns wohnen kann. Wir kennen aber auch heute schon Situationen, dass sie ihm erzählen, dass er ihnen gar nichts zu sagen hat und dass er zu sich nach Hause fahren soll!

Wie es mir damit geht, kann ich so konkret gar nicht sagen. Manchmal ist es für mich ok. Dann genieße ich es, abends meine Ruhe zu haben. Meistens macht mich gerade seine Untätigkeit und seine Zufriedenheit mit der Situation traurig und auch wütend!

Auch wenn er sich mit der Situation ganz wohl fühlt, für mich ist klar, dass es kein Zustand für die Ewigkeit ist! Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Modell noch leben kann und leben will – aber definitiv nicht ewig!

Am stärksten wirkt diese unendliche Müdigkeit. Vereinbarkeit funktioniert für mich nur in Kombination mit abendlichen Home Office und der Haushalt wartet auch noch, wenn die Murmels schlafen. Wenn ich müde bin, bin ich launisch und unzufrieden…

Wie hat sich Eure Beziehung verändert?

Kuschelzeit mit Papa

Unsere Beziehung ist eine Achterbahn – immer abhängig von seinen Phasen und Befindlichkeiten und auch davon, wie gut ich damit gerade klar komme. In den letzten Monaten sind wieder einige Dinge passiert, mit denen ich gar nicht klar komme.

Paarzeit findet bei uns nur statt, wenn er da ist und die Murmels dann abends schlafen. Dadurch dass seine Mutter aktuell im Krankenhaus ist, muss er immer abends nach Hause, da die Katzen morgens und abends versorgt werden müssen. Da er 60 km von uns weg wohnt, entfällt somit Paarzeit, Redezeit, komplett.

Wir sind ein paar Stunden zusammen Eltern und dann geht er in sein Leben und ich bleibe 24/7/365 Mama…

Welche Rolle spielt Dein Mann im Alltag Deiner Kinder? 

Wenn es gut läuft, ist er mittwochs und an den Wochenenden bei uns. Er ist sowohl im Alltag der Kinder als auch für mich in der Planung meiner Arbeitszeit eine feststehende Größe.

Wir fahren auch wenigstens 1 bis 2 mal im Jahr zusammen als Familie in den Urlaub.

Schwierig für mich ist dabei, dass ich alles (Thema Alltag) planen und organisieren muss. Er ist dann da und das hat zu reichen – seiner Auffassung nach. Mir reicht das aber nicht! Einer meiner Standard-Vorwürfe im Streit lautet daher auch, dass wir das Familien-Ding gemeinsam wollten – eine gleichberechtigte Partner- und Elternschaft… und dass ich unsere gemeinsamen Pläne alleine „ausbaden“ darf.

Das ist keine Kritik an unseren Kindern oder an meiner Mutterschaft. Die Murmels sind und bleiben das schönste und größte Abenteuer meines Lebens. Das ist ein Vorwurf ausschließlich an den Murmelpapa und seiner mangelnden Bereitschaft, an dem Status quo was zu ändern.

Was unterscheidet Dich von alleinerziehenden Müttern ohne Partner? 

Ich weiß nicht, wie sich ein „anderes“ alleinerziehend anfühlt.

Wenn es dem Murmelpapa gut geht, haben die Murmels vermutlich mehr Papazeit als die Kinder anderer alleinerziehender. Ich habe betreuungsmäßig den Vorteil, dass ich nicht noch mehr Home Office am Abend machen muss, um meine Stunden für Vollzeit zusammen zu kriegen. Allerdings müsste ich als „anders“ alleinerziehende vielleicht auch weniger Rücksicht auf seine Befindlichkeiten nehmen.

Für mich ist das Familiengefühl im Urlaub am stärksten! Gerade dann habe ich die ganz starke Hoffnung, dass wir vielleicht doch irgendwann wieder richtig Familie sein können. Wenn wir so zusammen sind, fühlt sich alles richtig und leicht an!

Was wünscht Du Dir für Dich und Deine Familie für die Zukunft?

Ich weiß bis heute noch, warum ich ihn wollte – als Papa für meine Kinder und auch als Mann für mich! Natürlich gibt es immer noch den Wunsch nach einer richtigen Familie für uns.

Das wichtigste ist aber, dass die Murmels eine möglichst unbeschwerte Kindheit haben.

Ich habe vor längerem auf Twitter den Spruch gelesen, dass unser Alltag ihre Kindheit ist… Genau DAS führe ich mir regelmäßig vor Augen. Ich möchte nicht, dass die Kinder die Leidtragenden meines Hamsterrades sind!

Ich möchte, dass sie eine glückliche Kindheit erleben können – möglichst unbelastet vor unseren Problemen und Sorgen.

Vielen lieben Dank für Deine Offenheit, Tanja. 

Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Alltag, Kultur mit Kind

Das Ende der Winterferien / #jaennerprojekt Woche 3

Ganz langsam kommt dieser Blog wieder aus seiner etwas verschlafenen Winterpause. Nach dem ich die letzten Wochen wenig gebloggt, sondern mehr gelesen habe und draußen unterwegs war, wird es nun wieder lebhafter hier.

Und darum ging es auch diese Woche in meinem #jaennerprojekt (Ihr erinnert Euch Aufgeschobenes, das lange lag): Die nächsten Wochen soll auf dem Blog wieder mehr los sein. Die Familienrollen sind bereits wieder gestartet und ich habe für die kommenden Wochen viele tolle neue Interviewpartner. Zum Beispiel zum Thema Transsexualität. Außerdem wird es eine ganz neue Interviewreihe geben.

Zudem ein bisschen Kultur, ein bisschen Alltag und ein paar andere schöne Dinge, die ich Euch vorstellen möchte.

Vieles ist geplant, aber noch nicht alles steht fest, heute möchte ich mal von Euch wissen: Was wünscht Ihr Euch zu lesen? Mehr schöne Dinge? Mehr Berlinerisches? Mehr Alltag? Oder irgendwas das ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte?

Ich freue mich auf Eure Antworten. 🙂

Zu gewinnen gibt es heute nichts. Aber bald. Versprochen.