Familienrollen

„Als dann die Älteste auf der Welt war, hat mich das Gefühl der Fremdbestimmung erst einmal umgehauen“. / Interview mit der Mutter einer Großfamilie

Zuerst alleinerziehend, dann patchworkend, bald Mutter von Vieren und Hochzeitsanwärterin: Heute in den Familienrollen kommt Susanne (Blog: Nullpunktzwo.de) zu Wort. 

Sie erzählt, wie unterschiedlich sie die Schwangerschaften ihrer Kinder wahrnimmt, was sie für das Modell „Patchwork“empfiehlt und wie sie ihre Familie auf Zukünftiges vorbereitet. 

Du bist zu Deinem vierten Kind schwanger, und schreibst wöchentlich Updates zu Deiner Schwangerschaft inkl. lustiger Gelüste wie Kakao auf Deinem Blog. Bereitest Du Dich in gesonderter Form auf Dein viertes Kind vor, oder gehst Du immer intuitiv ran? 

Also immer bin ich nicht intuitiv an die Schwangerschaften herangegangen. Vor allem beim 1. Kind habe ich alles verschlungen, was mir an Ratgeberliteratur in die Finger kam. Auch drei Jahre später bei Nummer 2 habe ich wieder gerne darin gelesen. Bei Nummer 3 noch ab und zu geblättert, aber da dann schon wesentlich seltener. Inzwischen habe ich meinen Körper im Zustand „schwanger“ ganz gut kennen gelernt und weiß die gängigsten Dos & Don’ts für Schwangere und Wöchnerinnen.

Die Faszination aber, die bleibt oder wird sogar noch größer: Dieses unglaubliche Wunder, wie sich trotz so vieler möglicher Hürden aus zwei kleinen Zellen zuerst ein Gummibärchen mit Herzschlag und später ein richtiges Baby entwickelt – unglaublich!

Um diesem besonderen Gefühl Raum zu geben und einmal nur Zeit für mich und das kleine Bauchwesen zu haben, möchte ich auch dieses Mal wieder einen Kurs vor der Geburt besuchen. Zwar keinen Geburtsvorbereitungskurs, aber Yoga für Schwangere wird es wohl werden. Erste Gedanken in Richtung Komplettierung der Erstausstattung mache ich mir auch schon und genieße es gerade richtig, ein paar besondere Stücke auszusuchen auf den Wunschzettel zu setzen.

Du kriegst das vierte Kind und hast mir erzählt, dass Du auch selbst drei Geschwister hast. Hast Du deshalb immer von einer Großfamilie geträumt? 

Nein, ganz und gar nicht! In einer Großfamilie aufzuwachsen bedeutete auch immer gleichzeitig ein wenig Verzicht auf Materielles und auch gewisse andere Dinge, die bei anderen Mitschülern immer selbstverständlich waren (zum Beispiel Ausflüge oder eine Shoppingtour mit Mama).

Jetzt als Erwachsen bin ich sehr froh, so viele Geschwister zu haben und kann es mir gar nicht anders vorstellen.

Mir war immer klar, dass ich Kinder haben möchte, aber an eine bestimmte Anzahl habe ich dabei nie gedacht. Eher daran, dass ich mich auch mit Kindern nicht selbst verlieren will.

Als dann die Älteste auf der Welt war, hat mich das Gefühl der Fremdbestimmung erst einmal umgehauen. Bämmm! Tag und Nacht verantwortlich zu sein war eine große Umstellung für mich. Dazu die irgendwie automatisch geänderten Rollen in der Paarbeziehung, mit denen ich mich nicht abfinden konnte und wollte. Das war doch nicht mehr ich, oder?!

Als Alleinerziehende gab es dann plötzlich mehr „ich“ als ich mir vorher vorstellen konnte. Die Zeit war anfangs hart, tat mir persönlich aber sehr gut, weil ich für mich selbst weiterkam. Irgendwann tauchte dann auch wieder die Sehnsucht nach Partner- und auch nach Mutterschaft auf. Gerade als ich schon nicht mehr daran glaubte, traf ich meinen inzwischen Verlobten. Gemeinsamer Nachwuchs stand von Anfang an fest, aber eine genaue Zahl gab es nie. Wofür auch? Man kann nicht alles planen.

Deine große Tochter hat einen anderen Vater als die kleineren Kinder: Wie gut funktioniert das Modell Patchwork bei Euch? 

Es läuft inzwischen ganz okay. Regelmäßige Umgangswochenenden, die für alle sichtbar im Kalender eingetragen werden und keine Streitereien, die auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden, lassen die gemeinsame Tochter ganz gut zwischen der Welt von Papa und Mama hin- und her wechseln.

Natürlich lief es anfangs nicht ganz so toll, aber seitdem es auf beiden Seiten neue Partner und auch neue Kinder gibt, ist der Fokus da wo er sein sollte: bei den Bedürfnissen der gemeinsamen Tochter und ihren beiden Familien und nicht bei denen der Ex-Partner.

Natürlich können wir sie nicht vor der Sehnsucht nach dem abwesenden Elternteil bewahren (die wird auch durch die moderne Technik nicht verringert, eher noch verstärkt!), aber sie wird von uns beiden Eltern so gut es geht dabei aufgefangen.

Wir sind jetzt auch keine XXL- Familie wo sich alle „super-duper-gut“ verstehen und alles „easy-peasy“ ist, aber zum Beispiel ihre Einschulung feierten wir alle wirklich nett zusammen. Und genau das merkt unsere Tochter: Mama und Papa leben zwar getrennt, aber das ist okay für alle.

Aktuell plant Ihr Eure Hochzeit: In wie weit werden die Kinder hier mit einbezogen? 

Bei der eigentlichen Trauung wird nur die Älteste mit dabei sein. Diese findet nämlich vormittags im Standesamt statt, und um es uns ein bisschen stressfreier zu machen, werden wir die Kleinen ganz normal morgens in die KiTa bringen und nachher zur Feier wieder abholen.

Ob die Große die Ringe tragen möchte, weiß ich noch gar nicht. Aber Blumen streuen, das will sie ganz bestimmt! Das hat sie schon stolz auf der Hochzeit ihres Vaters gemacht. In den letzten zwei Jahren hat sie uns immer gelöchert, wann wir denn nun endlich heiraten und freut sich wirklich sehr, dass es nun soweit ist! Die beiden jüngeren Geschwister können mit dem Thema überhaupt nichts anfangen und haben hoffentlich einen tollen Tag mit uns und den Verwandten.

Was wünscht Du Dir für Dich und Deine Familie für die Zukunft?

Gesundheit, Zufriedenheit und natürlich eine gute Ankunft des neuen Familienmitglieds!
Ein Umzug steht in nicht allzuf erner Zukunft auch noch an und ich hoffe sehr, dass wir etwas Schönes für uns alle finden.

Vielen liebe Dank, Susanne. 

Die Fotos wurden von Susanne zur Verfügung gestellt. 

Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Alltag, Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Geburtstag vom Kleinkind, kränkeln und Kultur / Unser Wochenende in Bildern vom 27. bis 28.Februar 2016

Am Donnerstag wurde das frühe Vogerl zwei Jahre alt: Krankheitsbedingt (dieses Mal: ich) gingen wir es aber recht ruhig an. Am Wochenende wollten wir ein bisschen nachfeiern. 
Der Samstag beginnt mit Einkaufen (ohne Bild) und im Anschluss wird gebacken. 
Ostermuffins – leicht unmodelliert – nach einem Rezept vom Blog Einer schreit immer. 
Besuch gab es auch: Mit tollen Geschenken, hier ein Beispiel. 
Ein bisschen Kuchen schaffte es in den Sonntagmorgen. 
Mittags gab es Palatschinken. 
Und Unterhaltung mit lustigem Gefährt: Der rechte Wagen kam am Samstag dazu. 
Noch immer recht erkältet mache ich am Nachmittag ein bisschen Schreibkram. 
Die Männer wellnessen im Bad: Wie immer mit persönlichem Kulturprogramm. 
Zum Abendessen gibt es Toast. 

Nun hoffe ich, dass wir alle schnell genesen und wünsche Euch einen schönen Start in die kommende Woche.

Mehr Bilder gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Kultur mit Kind, Unterwegs

Reisen mit Kind / Die Bilderfrauen

Einmal die Woche gibt es die Bilderfrauen: Alina (Liebling – Ich Blogge, Jetzt), Alu (Grosseköpfe), Bella (familieberlin) und ich stellen uns Fragen, die uns zu Mode, Beauty und Lifestyle durch den Kopf gehen.

Diese Woche bin ich wieder die Fragende: Heute geht es um das Thema Reisen, und um Tipps, wie Reisen mit (Klein)-Kindern besonders gut funktioniert: 

Da unsere Familien bis zu 800 km weit weg wohnen, hat sich die Frage, ob wir mit Kind auch weite Strecken bewältigen können, nie wirklich gestellt. Schwanger gingen wir optimistisch einfach mal davon aus, dass unsere Kind kein Problem mit Autfahrten haben wird.

Bereits zwei Monate nach der Geburt fuhren wir 800 km nach Süden und ein paar Tage das Gleiche wieder retour. Mit dem Auto. Problematisch war es nicht. Geholfen haben uns bisher immer: Ausreichend Pausen, im Ernstfall Musik, ein paar Zeitpuffer und guter Wille von allen Beteiligten. Außerdem: gemütliche Klamotten und ein bisschen Unterhaltungskram (in Form von Büchern und kleinen Autos.)

Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir früh genug damit angefangen haben. Wahrscheinlich haben wir auch Glück, dass unser Kind ganz gerne Auto fährt: Wer weiß?

Bald werden wir aber die erste Flugreise unternehmen, erstmalig länger mit dem Rad unterwegs sein und das mit den Zugreisen ausprobieren. Ein bisschen nervös bin ich schon, drum habe ich nach den Erfahrungen von anderen gefragt.

Und das haben mir Alina, Alu und Bella auf die Frage nach ihren Reiseerfahrungen geantwortet: 

Alina von Liebling – Ich blogge, Jetzt

Liebe Bettie,

ich bin mit Samuel bisher noch nicht wirklich viel verreist. Die Zeit und das Geld haben für lange, spektakülare Reisen bisher immer gefehlt.

Dabei würde ich an dieser Stelle so gerne von einer spannenden Flugreise mit Kind berichten. Unsere Reisen haben uns einmal ins vertraute Holland mit dem Auto geführt und einmal sogar ins winterliche Berlin mit dem Zug. Wir waren gemeinsam zu einem Kochkurs eingeladen. Zwei Tage Berlin mit Samuel. Hin und zurück eine Zugfahrt mit einer Fahrtdauer von etwas vier Stunden: Eine Herausforderung war das für mich.

Alles fing schon vor der Einfahrt des Zuges in den Kölner Hauptbahnhof an. Ich wusste, dass ich nur etwas zwei bis drei Minuten haben würde, um Kind, Buggy und Gepäck und im besten Falle mich in den Zug zu verladen. Das Einzige woran ich dabei unentwegt dachte, war das große Loch zwischen Gleis und Zug. Am Ende war es nicht ganz so groß und trotzdem konnte ich an nichts anderes mehr denken. Als der Zug letzendlich einfuhr, pochte mein Herz bis in die Tiefen meines Kopfes.

Glücklicherweise halfen mir ein paar nette Menschen mit all den Dingen, die ich zu verladen hatte. Wir kamen, Dank der Hilfe netter Mitmenschen, gut in den Zug Richtung Berlin. Unseren Platz fanden wir, dank der gut ausgeschilderten DB Organisation sehr schnell und auch der Rest lief im Zug einwandfrei.

Wir hatten aus Versehen zwei Sitzplätze mitten im Großraum Abteil, als ich später durch den Zug mit Samuel marschierte, merkte ich, dass es separate Abteile mit Kindern zu buchen gibt, dies wäre sicherlich noch einfacher gewesen. Doch auch so gelang uns diese Zugfahrt recht gut. Die deutsche Bahn ist wirklich sehr familienfreundlich. Im Bord Restaurant gibt es eine süße Überraschungskiste für die Kleinen UND auch das Essen für die Kleinen ist ganz lecker.

Unser Abteil reagierte sehr sympatisch und zugewandt auf Samuel. Ich glaube sogar sie waren glücklich, dass ein Kind mit an Bord war. Mit Samuel verflog die Zeit, wie im Flug. Er unterhielt das ganze Abteil. Große Freude hatte er daran auf und ab zulaufen. Nur schlafen wollte er nicht, das worauf ich heimlich gehofft hatte.

Beim Aussteigen halfen uns die lieben Menschen, die Samuel ganze vier Stunden mit seinem Lächeln verzaubert hatte. Es war Ihnen eine große Freude dem jungen Mann beim Aussteigen behilflich zu sein. Kurze Zeit später schlief er seelig in seinem Buggy ein.

Ich muss wirklich sagen, dass die Deutsche Bahn im Umgang und der Organisation mit Kindern sehr freundlich umgeht. Es war für mich trotz allem sehr anstregend. Die Unterhaltung des Kindes bleibt nicht aus. Ich denke beim Auto fahren wäre Samuel zwischenzeitlich eingeschlafen und ein Flug wäre nicht allzu lang gewesen, dennoch ist der Zug zu empfehlen. Es gibt viele schöne Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kleinen.

Deine Alina

Alu von Grosseköpfe

Liebe Bettie,

in neun Jahren habe ich eigentlich schon fast alle Transportmittel mit Kindern durch, möchte dir aber heute von unserer Radreise mit den Kindern erzählen.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal zu der Sorte Eltern gehört die eine Radreise mit den Kindern überhaupt in Erwägung zieht, aber das kam so. Da ich im letzten Jahr sehr viel geflogen bin, störte mich meine persönliche Ökobilanz. Ich sprach mit dem Mann darüber, das sich fand wir sollten unseren Urlaub vielleicht noch spartanischer als gewohnt in den Angriff nehmen und recherchierte nach Reisemöglichkeiten mit Zug und Rad.

Nach einigem Hin und Her, einem geplatzten Lastenraddeal usw. stand es dann fest: Wir würden mit den Rädern urlauben. Dafür liehen wir uns extra Radtaschen aus und versorgten uns mit Outdoorkleidung von Freunden.

Frühmorgens um sechs Uhr bestiegen wir mit müden Kindern und drei Rädern das Radabteil eines RE. Die Entscheidung den ersten Zug zur Ostsee zu nehmen, stellte ich später als SEHR vorteilhaft heraus, denn beim Umsteigen in Stralsund war der ganze Bahnsteig voller Räder und Menschen und der Fahrstuhl kaputt.

Ich kann nicht sagen, dass ich das Reisen in dieser Art nicht als anstrengend empfand, aber es entschleunigte auch irgendwie. Einzig „Abkürzungen“ auf Radkarten vertraue ich nicht mehr und halte mich das nächste Mal lieber an die ausgeschilderten Wege. Wie der komplette Urlaub dann gelaufen ist, kann man HIER nachlesen und HIER meine Begeisterung für ein Lastenrad, denn da wir kein Auto haben, ist das Thema noch nicht vom Tisch.

Deine Alu

Bella von familieberlin

Liebe Bettie,

was das Reisen mit Kleinkind angeht, sind wir Profis. Kurz vor miniberlins zweitem Geburtstag waren wir in Paris und haben festgestellt, dass es ihr zwölfter Flug war. Wow, meine kleine Jetsetterin.

Bevor wir Eltern wurden, haben wir uns geschworen, dass wir mit Kind nicht aufhören, die Welt zu bereisen und zu entdecken und wie du siehst, haben wir uns daran gehalten. Doch Reisen mit Baby ist anders als mit aktivem und forderndem Kleinkind. Mit Baby hatte ich hier schon einmal drüber geschrieben und diese Entdeckungen waren Gold wert für uns.

Mittlerweile ist miniberlin älter und mobiler und einige Sachen haben sich geändert, gerade beim Fliegen. Hier gilt jetzt: Let me entertain you. Das Kind braucht Beschäftigung. Das geht gut- mit Snacks und der Spucktüte. Nein, die braucht ihr (hoffentlich) nicht für ihren eigentlichen Zweck, sondern zum Dinge verstecken, Gesichter aufmalen und Handschuh-Ersatz. Denn bisher haben bekannte Spielzeuge in dieser aufredenden Umgebung wenig Reiz gehabt.

Neues musste her, also habe ich mir während eines Sechs-Stunden-Fluges nach Abu Dhabi mehrmals die Bordzeitschrift angeschaut, aus drei bis fünf Spucktüten ein Versteckspiel gebaut oder den Screen des Board-Entertainment zur Spielwiese erklärt. Ich finde alles legitim, solange die anderen Fluggäste nicht allzu genervt werden und nichts zu schaden kommt. Demnach liebe Bettie: werde kreativ mit den Dingen, die auf der Rückseite der Lehnen klemmen, denn Bücher, Puzzle und Co sind bei uns total langweilig gewesen.

Viele Grüße
Bella

Und welche Reisen habt Ihr mit Kind schon unternommen? Und habt Ihr vielleicht noch den einen oder anderen Tipp?


Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Happy birthday, frühes Vogerl!

Im Winter 2014 war ich dickbäuchig, müde und hungrig. Ein bisschen launisch und sehr erwartungsfroh. Ende Februar war der sogenannte ET. Ein gesetztes Datum, das uns zu Eltern machen sollte: Wir wussten alles und gleichzeitig noch nichts.

Erste Insta-Bilder.

Viel ins Kino sollten wir gehen vor der Geburt des Kindes, sagten andere Eltern. Das geht dann eine Weile nicht. Wir entschieden uns fürs Essen gehen: Viatnamesisch, indisch, italienisch und ein paar andere Nationalitäten –  im Februar 2014 haben wir uns durch halb Berlin gefuttert. Essen, schlafen und gespannt sein.


Wie wird es sein?

Am 24. Februar waren wir wieder essen. Eine große Pizza für mich alleine. Und ein paar Süßigkeiten. Und schließlich sogar noch eine Oransoda, das Sodbrennen ignorierend. Im Anschluss holten wir den Kinderwagen, den wir schon vor langer Zeit bestellt hatten. Und dachten nun haben wir wohl alles. Theoretisch kann es dann jetzt auch mal losgehen. 
Und immer ein bisschen diese komische Angst, es nicht zu merken, wenn es denn losgeht. Drei Stunden nach dem Festmahl ging es los. Keine Ahnung, wie ich dachte, dass ich das nicht merken könnte.


Zwei Jahre später

Nun backe ich Kekse. Geburtstagskekse. Bin wieder etwas runder und ein bisschen hungriger. In wenigen Stunden ist es zwei Jahre, dass dieses entzückende kleine Wesen, dieses frühe Vogerl, das Licht der Welt erblickt hat. Dass ich verstanden habe, dass dieses Klischee „Keiner kann Dir vorher sagen, wie viel Du tatsächlich für so ein Kind empfindest“ wahr ist. Zwei Jahre, die mich mein Kind verzaubert, und in denen ich so viel über uns alle gelernt habe. Wie sehr ich diese Mutterrolle mag, wie gut wir als Familie funktionieren und wie schwierig das Loslassen doch manchmal ist.

Wie nahe einem manche Menschen plötzlich sind, und wie andere plötzlich weiter wegrücken. Wie sehr mich dieses kleine Lächeln täglich begeistert, und wie sehr ich mich jeden Tag freue diesen Typen zu Mittag von der KITA abzuholen: Und das auch wenn er manchmal etwas müde ist, und nicht ganz so happy über den Abholdienst wie ich. Wie großartig das Gefühl von kleinen gatschigen Händen auf meinem Bauch, und das Hören von Glucksen, wenn jemand den Bagger auf der Straße entdeckt.

Ich bin ein bisschen sentimental: Aber mein Baby wird heute zwei: Happy birthday, frühes Vogerl!

Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Hübsche Gemütlichkeit / Kinderanzug zu gewinnen

Ich liebe es gemütlich. Weiche Stoffe mit denen man sich überall hin sitzen kann ohne das etwas zwickt: Großartig. Aber: Ich bin nicht so der Joggingsanzug-Typ. Auch nicht zuhause.

Deshalb rennt mein Kind auch eher selten nur in Strumpfhose und Joggler-Oberteil rum.

Wir sind immer auf der Suche nach Gemütlichkeit, die gut aussieht. Gibt es.

Für Erwachsene habe ich sie leider noch nicht in der ganzen Form gefunden, aber für Kinder.

Beim Berliner Label petit-cochon habe ich einen Anzug entdeckt, der hübsch ist und so komfortabel ist wie nur ein Strampler. Und natürlich auch aus Naturfasern Schlupflatzhose nennt sich das Ding, wird regional und nachhaltig in Berlin hergestellt. Durch die kleinen, süßen Bündchen an den Beinen wächst die Hose praktischerweise gleich mit. Und mein Lieblingsding, dazu gibt es eine passende Lokführer Mütze.

Das frühe Vogerl liebt sein neues Spiel-Outfit, dessen Anzugstoff – mit Ausnahme der Bündchen – aus 100 Prozent Baumwolle besteht.

„Petit-cochon“ bedeutet übrigens kleines Schweinchen, oder netter Dreckspatz, ist also auch ein gutes Outfit für die Übergangszeit.

Da ich Hose und Mütze so toll finde, freue ich mich besonders auch ein Set dieser Art (erhältlich in den Größen 0 (62/68), 1 (74/80) und 2 (86/92)) zu verlosen.

Und das müsst Ihr dafür tun:
Erzählt mir für wen ihr Hose und Mütze gewinnen wollt, und vor allem auch in welcher Größe.

1. Kommentiert dazu diesen Beitrag, direkt im Blog, und hüpft damit in den Lostopf.

2. Für ein weiteres Los im Topf: Werde Fan und Follower vom Frühen Vogerl auf FacebookInstagram oder/und Twitter und teile das Gewinnspiel.
3. Und noch ein Los für Euch: Gebt mir Eure Stimme bei Brigitte MOM. Einfach die Nummer Eures Herzchens in Klammern ins Kommentarfeld unten schreiben.
4. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein.
5. Sagt mir, im Kommentar, wofür ihr Euch entschieden habt und wie ich Euch am besten erreiche.
6. Sollte aus irgendeinem Grund das Kommentieren nicht funktionieren, schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.

Das Gewinnspiel endet am 28. Februar 2016 um 12 Uhr, der Gewinner  wird ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es ist keine Barauszahlung möglich. Der Gewinner wird hier auf dieser Seite bekannt gegeben und nach Austausch der Kontaktdaten von der Firma direkt zugesandt.

Ich bedanke mich bei der Firma petit-chocon, die freundlicherweise Hose und Mütze zur Verfügung stellen.

Body und Strumpfhose sind lediglich Kulisse und bleiben in unserem Privatbesitz.

Das Gewinnspiel ist bereits beendet. Die Gewinnerin heißt Julia Riechers.

Alltag, Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Ein Hochzeitstag, eine Kinderparty, eine Buchempfehlung und ein paar Kleinigkeiten / Unser Wochenende in Bildern vom 20. – 21.02.2016

Dieses Wochenende steht im Zeichen von Hochzeitstag und Party. 
Der Samstagmorgen beginnt mit Himbeeren. Der Kleinste von uns isst die meisten. 
Und weil Samstag ist, gibt es für mich auch einen Kaffee. Mittlerweile wird mir nicht mehr schlecht, aber ich kann ihn nur sehr langsam trinken. Unter der Woche verzichte ich deshalb drauf. 
Samstag ist unser Hochzeitstag: Wir sind seit sechs Jahren verheiratet. Und ja, Winterhochzeiten sind toll. 
Vergangenes Wochenende haben wir bei Ikea eingekauft, nun füllen wir die Rahmen mit Bildern, die endlich angekommen sind. 
Mittags gibt es das Lieblingsessen vieler Schwangeren: Eis. 
Am Nachmittag sind wir zu einem Geburtstag eingeladen. Das Geschenkpapier ist aus, aber wir wissen uns zu helfen. 
Auf der Party sind Gäste zwischen 1 und 80, und an manchen Ecken geht es stürmisch zu. 

Weil es uns allen gefällt, bleiben wir überraschend lange. 
Am Samstagbend gibt es noch Erdbeeren. 
Sonntagmorgen stöbern wir in der Kiste mit den Hochzeitsgratulationen von damals: Einige rühren mich noch immer sehr. 
Am Nachmittag gibt es Erdbeer-Himbeer-Bananen-Joghurt: Sieht vielleicht schrecklich aus, schmeckt aber sehr gut. 

Unser Spaziergang fällt – wegen Erkältung und Wetter – kurz aus. 
Schnell noch das Buch, das ich letzte Woche gelesen habe, verräumen. Falls Ihr es noch nicht kennt: Unbedingt lesen. Der österreichische Autor, von dem ich bisher – warum, auch immer noch nichts gelesen habe, schreibt über die Demenzerkrankung seines Vaters. Dabei stellt er diesen nie bloß, entfacht einen Zauber im Alltäglichen in einer schwierigen Situation, beschreibt Schwieriges mit viel Würde und einem anderen Fokus auf eine Krankheit und macht das Buch – bisher – zu meiner Leseentdeckung 2016. 
2016 misten wir übrigens ordentlich aus. Dieses Mal unter anderem meine Winterstiefel: Hoffentlich kommt kein Schnee mehr. 

Und wie war Euer Wochenende so?

Habt Ihr auch schon ein Lieblingsbuch für 2016, das ihr empfehlen könnt?
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen