Alltag, Kultur mit Kind

Unser Festival-Wochenende / Wochenende in Bildern vom 14. – 16. August 2015

Dieses Wochenende war es endlich soweit. Unser erster Festivalbesuch mit Kind stand an.
In Marienwerder bei Berlin wurde zum ersten Mal das Secrets-Festival veranstaltet.
Der Kinderwagen hat uns das ganze Wochenende gute Dienste erwiesen.
Freitagnachmittag war noch nicht alles geöffnet.
Wir hatten uns entschieden ein, bereits aufgebautes, Zelt zu mieten.
In der Zwergenstadt war immer Hochbetrieb, denn: Eine Menge Kinder waren da.
Die Brücke verband Zeltstadt und Bühnen.
Die Tipis waren oben noch offen. Ein Bikini-Girl kümmerte sich darum.
Leider nicht um alle, und wir wurden kurz ein bisschen nass. Gott sei Dank ist mindestens einer von uns handwerklich begabt.
Das frühe Vogerl war begeistert von der Dekoration.
Als das Kind schlief, lauschten wir noch ein bisschen der Musik. Die wurde dann nur leider etwas lauter. Ein Shitstorm http://www.facebook.com/groups/Secrets.Festival.Kritik/?fref=tsdarüber und über einige andere Dinge ist bereits im Netz zu finden.
Aber, und das war uns am wichtigsten, einen hat es nicht gestört.
Samstagmorgen spazierten wir erst mal durch Marienwerder. Dort trafen wir zum Beispiel eine Gruppe, die auf dem Spielplatz geschlafen hat und auf der Suche nach einem Taxi war.
Auf dem Festivalgelände war noch wenig los: Wir lasen – laut – das Buch von Patricia von @dasnuf.
Die Sonne war schon wieder richtig warm.
Ein interessierter Blick gen Hauptbühne.
Die Uhren gingen hier etwas anders. Das letzte Frühstückssandwich gehörte aber uns.

 

Wäre auch egal gewesen, wenn nicht, für das frühe Vogerl war das Beste: Erdbeermarmelade von der Großcousine.
Samstag waren auch Künstler unterwegs.
Und natürlich: Musik.
Für einen Euro hatte ich eine goldene Dame auf dem Oberarm.
Im Foodareal war viel los.
Wir trafen uns mit Freunden in der Zwergenstadt.
Für das Programm war das frühe Vogerl noch zu klein.
Meine größte Angst, mit einem Dixie umzukippen, ist übrigens wieder nicht eingetreten.
Besonders beliebt: Stand up paddling: Aus unterschiedlichen Motivationsgründen haben wir nicht teilgenommen.
Wenn wir nicht vor einer Bühne abhingen, oder mit der Essensbeschaffung beschäftigt waren, sind wir immer wieder hier gelandet.
Samstagabend geht es schwer beladen nach Hause. Das nächtliche Lautstärke-Risiko war uns dann doch zu groß.
Auf dem Gelände war es grad ruhig. Fast alle suchen Unterschlupf vor dem Regen. Wir fahren nach Hause.

Ob wir wieder zum Secrets Festival fahren würden? Ich weiß es nicht. Und wer weiß, ob es dieses Festival in dieser Form weiter geben wird. Ob wir wieder auf ein Festival mit Kind fahren würden? Aber natürlich. Unser Kind hatte Spaß. Und auch uns hat es gut gefallen. Gelernt haben wir natürlich auch etwas: Planung ist super, Flexibilität aber auch.

Und wie sind Eure Erfahrungen mit Festival und Kind: Schon mal unterwegs gewesen und was hat Euch gut gefallen, was weniger?
Mehr Wochenende in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen.
Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Kinderbücher im Doppelpack zu gewinnen

Die kleine Giraffe Sophie begleitet uns schon lang. In der Anfangszeit war sie unser einziger hübscher Beißring. Später gab es dann das tolle Buch, in dem Sophie ihre Freunde sucht.

Gabin, Lazare, Kiwi, Josephine und Margot, die Giraffe Sophie wird von ihren Freunden gesucht. Und das frühe Vogerl freut sich. Nun hat der Verlag zwei neue Bücher rausgebracht und wir haben reingeblättert.

In „Ein Tag mit Sophie“ strotzt die kleine Giraffe voller Tatendrang. Mit dabei sind wieder ihre Freunde und tolle Fühlelemente. Bei uns leistet das Buch bereits hervorragende Dienste. Wenn das mit dem Frühstück mal etwas länger dauert.

Das Buch „Wo ist Sophie?“, der Nachfolger von unserem ersten Buch,  finde ich auch ganz wunderbar. Das frühe Vogerl auch. Theoretisch. Er kriegt es noch nicht, denn es hat tolle Pop-ups, die noch der Gefahr der Zweckentfremdung ausgesetzt sind. Das heben wir noch ein bisschen auf.

Diese zwei tollen Bücher darf ich nun, Danke an den Dorling Kindersley Verlag,  zwei Mal verlosen. Wer die Bücher noch nicht kennt, oder ein bis zwei kleinen Menschen eine Freude machen möchte,  macht mit bei der Verlosung.

Und das müsst Ihr tun.

1. Kommentiert diesen Beitrag, direkt im Blog, und hüpft damit in den Lostopf.
2. Für ein weiteres Los im Topf: Werde Fan und Follower vom Frühen Vogerl auf FacebookInstagram (helletage) oder/und Twitter und teile das Gewinnspiel.
3. Und noch ein Los für Euch: Gebt mir Eure Stimme bei Brigitte MOM. Einfach die Nummer Eures Herzchens in Klammern ins Kommentarfeld unten schreiben.
4. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein.
5. Sagt mir, im Kommentar, wofür ihr Euch entschieden habt.

Das Gewinnspiel endet am 19. August 2015 um 12 Uhr, der Gewinner der zwei Bücher wird ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es ist keine Barauszahlung möglich. Der Gewinner wird hier auf dieser Seite bekannt gegeben, der Gewinn wird nach Austausch der Kontaktdaten direkt vom Verlag zugesandt.

Das Gewinnspiel ist bereits beendet. Die Bücher-Gewinnerin heißt Katja Ecker. Bitte sei so lieb und schreib Deine Kontaktdaten an fruehesvogerl@gmail.com, damit ich sie an den Verlag weiterleiten kann und dieser Dir die Bücher zuschickt.

Das Gewinnspiel ist Teil der Reihe Geburtstagsmonat August. 

Familienrollen, Kultur mit Kind

„Es ist eben am Ende auch eine Frage der Versorgung. Wenn diese nicht gesichert ist, macht das keiner Mutter Spaß zu Hause mit dem Kind zu sein und täglich zu bangen.“ / Familienrollen: Christina über ihre Rolle als Alleinverdienerin

Jede Woche gibt es die #familienrollen: Dieses Mal erzählt mir Christina aus Frankfurt, mit welchen Vorurteilen sie als Alleinverdienerin zu kämpfen hat, und wie die Dinge in der Heimat ihres Mann anders laufen. Christina arbeitet als Shopping Assistent am Frankfurter Flughafen und Kinder hat sie natürlich auch: Theo ist 2006 geboren und Arya kam 2013. 

Du bist mit einem Italiener verheiratet und die Alleinverdienerin der Familie. Packt man ein paar Klischees aus, klingt das erst mal ungewöhnlich. Wie funktioniert das bei Euch? 

Flughafen-Selfie

Klischees und Schubladen- wie ich sie liebe: Mit dieser Art zu denken, werde ich tatsächlich täglich konfrontiert. Nun mein Mann, der Italiener, der oft gar nicht Klischee-Italiener ist, ist eigentlich ein Mann der auf die klassische Rollenverteilung steht. Also hier doch schon ein Klassiker. Das ist das Ziel auch für uns.

Es gefällt ihm überhaupt nicht, dass ich so viel arbeiten muss. Weniger arbeiten: Das würde mir auch sehr gut passen, denn Ich habe wirklich viele Ideen für mehr Freizeit mit meinen Kindern.

Da ich schon seit fast 13 Jahren in diesem Betrieb am Flughafen arbeite und mein Mann erst 2012 ( das Jahr in dem Ich auch schwanger wurde) nach Deutschland kam und wir einige Dinge, wie Nestbau, zu erledigen hatten- war es einfach klar das ich sofort wieder arbeiten gehen würde. Auch weil mein Mann als Künstler auch eher schwierig anzustellen ist. Das geht so fix nicht.

Natürlich hatten wir einiges versucht, um Ihn irgendwo unterzubringen auch allein schon wegen der Sprache. Die musste er ja auch erstmal lernen. Aber die Zeit verflog zwischen renovieren, umziehen, familiären Streit (habe es mit der Stärke und dem Halt meines Mannes geschafft mich endlich von meiner tyrannischen Familie zu trennen ), heiraten hier und in Italien und so ging ich drei Monate nach der Geburt wieder arbeiten.

Es war auch nicht so schlimm wie ich es mir selbst ausgemalt habe. Darüber bin ich sehr froh.
Das heißt nicht das es einfach war und ist. Es gibt schwarze Tage an denen ich mir sehr verloren vorkomme. Wie ein Roboter. Dazu kommt dann mein Mann, der ja mindestens genauso, an der nicht ganz optimalen Situation, leidet. Doch wir raffen uns immer wieder zusammen. Unser Wille für eine entspanntere Zukunft ist nicht zu brechen.

Da mein Mann raus will aus diesem Familienmodell „Wo die Mama ständig arbeiten geht“, nutzt er quasi jeden Moment um seine kreativen Ideen zu verwirklichen. Arbeite ich nicht, versuche ich viel das Haus zu verlassen, damit er besser arbeiten kann. Natürlich unaufgefordert.

Ich arbeite im Wechsel-Schicht-System, und das bedeutet das ich jeden Tag verschiedene Zeiten habe. Dieses gegliedert in Früh und Spät. Meine Frühdienste fangen zwischen 2:30 und 9:00 an und die Spätdienste zwischen 11:30 und 14:30. Habe ich also einen Frühdienstblock kann es sein das ich am ersten Tag um 2:45 anfange, am zweiten Tag um 6:30, dann am dritten um 3:00 und am vierten um 8:00. Das ist sehr anstrengend.

Dann habe ich gewöhnlich zwei Tage frei und es geht weiter mit Spätdiensten. Man kann unter Umständen mit Kollegen einzelne Dienste tauschen, damit alles erträglicher wird innerhalb des Blocks. Aber die da oben, auf den Sesseln, sehen das überhaupt nicht gerne.  Es gibt aber einige Kollegen, die schon etwas älter sind und die möchten natürlich weniger nachts und/ oder durcheinander arbeiten- deshalb übernehme ich oft diese Dienste und das wird ohne Probleme genehmigt.

Der Vorteil an den Diensten vor 4:00 morgens ist die Tatsache das ich schon zum Mittagessen zu Hause bin. Meist muss ich dann doch mit der Kleinen ein Schläfchen machen und bin insgesamt ziemlich matsche, aber: ich bin da. Der Sohn liebt es, wenn ich Frühdienste habe, denn für ihn bin ich den ganzen Tag da.

Mal abgesehen von diesem Leben ohne Rhythmus gibt es auch nerventötende Faktoren wie:
Sehr viel Lärm (ob Baulärm oder Menschen aus aller Welt, die aufeinandertreffen ), sehr viel Staub und Dreck, sehr viele Menschen, sehr viel Kerosin und Strahlen, sehr viel Zeitdruck, sehr viele andere stressige Arbeitsbedingungen.

Nun: Diese Arbeit mit diesen Arbeitszeiten wird ganz gut bezahlt.


Wie reagiert das Umfeld darauf? 


Die Familie.

Mein Vater reagierte genauso wie auch viele meiner Kollegen. Als mein Mann ohne Deutschkenntnisse hier eintraf, behandelte er ihn wie jemanden, der nur darauf aus ist in einem Industrieland leben zu können. Ja. Klischeedenken ist hier ON!
Wie bescheuert, wenn man weiß das mein Mann ein studierter Italiener ist. Er braucht keine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Er ist ein Mensch mit viel Kultur und vielen Sprachkenntnissen. Er ist viel gereist,war erfolgreich und besaß Anteile der Firma und hat alles wegen mir hingeschmissen. Gewonnen habe da eher ich.  Und nicht er.

Auf der Arbeit herrschten viele blöde Lügen über mich. Immer schön in die Schublade reingezwängt. Die wenigsten Menschen, die in Wechselschicht arbeiten haben ein ausgeglichenes Privatleben und sind einfach nur neidisch.

Dass Rob nach drei Jahren nun noch nicht angestellt ist, liegt ja daran das er die Betreuung unserer Kinder übernimmt.

U3- Betreuung ist hier absolute Mangelware und unbezahlbar. (600 Euro inklusive Essens- und Windelgeld ). Viele können nicht verstehen, dass er in Elternzeit ist und rufen: Er solle doch „wenigstens“ einen Minijob machen. Ja, leider ist er auch dafür nicht flexibel genug, liebe Leute.

Also haben wir noch ein wenig Geduld bis die kleine Maus in den KiGa geht und somit sich alles ändert.

Hier muss ich noch hinzufügen das es bei meiner Arbeitsstelle noch weitere Fälle von „Frau auf Arbeit und Mann bei den Kindern“ gibt.

Es ist eben am Ende auch eine Frage der Versorgung: Wenn diese nicht gesichert ist, macht das keiner Mutter Spaß zu Hause mit dem Kind zu sein und täglich zu bangen. Und erst recht nicht wenn man eigentlich mehr verdient als der Mann.

Ja auch bei mir in der Firma verdienen die Männer mehr als die Frauen bei gleicher Anstellung.

Merkst Du einen Unterschied in den Rollenbildern zwischen Deutschland und Italien?

Theo und Arya

In Italien gibt es wenige Männer, die zu Hause mit den Kindern sind. Sehr, sehr wenige. Auf einer Seite ist alles sehr viel familiärer. Aber auf der anderen Seite werden Familien vom Staat so gut wie gar nicht unterstützt.

Dort gibt es kein Kinder-, Betreuungs- oder Sonstwas-Geld. Nicht mal Elterngeld wird annähernd so an die Familien weitergegeben wie hier. Drei Prozent vom Gehalt in den ersten drei Monaten: Das erhielt eine Bekannte aus Mailand.

Die Männer haben eher gut bezahlte Jobs als die Frauen ist und so bleibt die Mama daheim. Oder die Mama geht auch wieder schnell halbtags arbeiten, denn da ist Familie die aufs Kleine aufpassen kann.

Es sind die Familien, die sich untereinander finanzieren. FAMILIE: wird in Italien tatsächlich groß geschrieben.

Dass mein Mann zu Hause ist, immer wieder versucht diese Zeit gut zu investieren, und bisher eher wenig Glück hatte, das alles sehen die Italiener nicht so gerne. Es sind positive Menschen, aber traditionelle Menschen. Das Bild zeigt den Mann beim Arbeiten und die Frau mit der Schürze und dem Staubwedel.


Eure Kinder werden zwei-. bis dreisprachig erzogen. Wie sieht das im Alltag aus? 


Zum Glück ist mein Mann ein sehr schneller Lerner. Ohne Sprachkurs und nix, hat er sich kürzester Zeit einen guten deutschen Wortschatz zugelegt. Mit dem Sohn spricht er eigentlich meist deutsch und weniger italienisch. Mit den Kindern zusammen wiederum ausschließlich italienisch.

Ich muss zugeben, dass es für mich am Anfang schwierig war mit ihm deutsch zu sprechen, da wir uns natürlich viel besser auf Englisch verständigen konnten. Heute ist das anders.

Das Englisch rückt immer mehr in den Hintergrund, aber oft spricht jetzt auch der Sohn die dritte Sprache und so hatte es ja auch etwas Positives.

Wir reden viel und manchmal wenn wir nicht so aufmerksam sind, werden alle drei Sprachen wild umher gewirbelt. Ein großes Sprachdurcheinander- aber das sind wir:  Eine liebenswerte Chaosfamily.

Mein Italienisch ist nicht so prächtig, aber ich arbeite dran: Ja. Ja, wirklich.

Der Große liest italienische Bücher und interessiert sich sehr- am liebsten würde er in die Nähe von Nonna, Nonno, Zia, Zio und allen anderen ziehen.

Die kleine Maus spricht täglich mehr und das ist eine unglaubliche Befriedigung. Manchmal benennt sie Dinge auf Italienisch und dann lobe ich sie aber drücke noch das deutsche Wort hinterher. Nicht immer funktioniert das. Oft beharrt sie dann auf die italienische Übersetzung. Denke aber die Hauptsache ist, dass wir viel reden, sie interessiert ist und wir beide Sprachen nutzen. Ich hatte echt Bedenken wegen unserem dreisprachigen Haushalts, aber es wird alles gut. Davon bin ich überzeugt. Molto bene.


Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft? 

Meine Familie und ich haben eine schöne und vor allem eine gemeinsame Zukunft.
Das ist es was wir wollen. Wir wissen gar nicht genau, wo es uns hinschlägt. Vielleicht lasse ich mich versetzen. Nach Berlin, vielleicht? Oder nach Hamburg? Oder nach Italien? Wir wissen es nicht.

Vielleicht klappt es mit Rob und einer Anstellung in einem Grafikbüro. In diesem Fall dürfte Ich weniger arbeiten oder gar ganz den Job wechseln, denn dieser Wechsel-Schichtdienst ist nicht familienfreundlich und macht definitiv müde.

Natürlich stelle ich mir vor, dass ich schon bald nicht mehr Vollzeit arbeiten muss. Und wenn ich mir was wünschen dürfte, wäre Rob erfolgreich auf halber Stelle angestellt, des Weiteren selbstständig mit seiner Kunst. Und ich? Ja, ich könnte mich mit Hochzeiten beschäftigen. Das ist nämlich meine Passion. Neben den Kindern natürlich. Die sind immer Nummer Eins. Doch vielleicht darf ich mich irgendwann Hochzeitsplanerin nennen. Das ist ein Traum.

Ein Traum, der vielleicht niemals wahr wird, aber mein Traum von meiner eigenen Familie ist bereits wahr geworden. Diesen Traum darf ich bereits leben und das tue ich mit allem was ich habe.

Auch wenn es oft Tage gibt, an denen ich scheinbar keine Kraft mehr habe: Ich liebe meine Familie und ich kämpfe mich da durch.

Wir sind glücklich und verdienen es glücklich zu bleiben und noch glücklicher zu werden.

Mein Mann ist einfach großartig. Er unterstützt mich überall und baut mich immerzu auf.  Er hört mir zu und schenkt mir jeden Tag seine Liebe- auch wenn er sehr unzufrieden mit seiner Situation ist.

Wie gerne würde er mit mir tauschen: Das Haus verlassen und nach neun Stunden wieder heimkehren. Und zum Beispiel seiner schürzentragenden Frau beim Backen und Wedeln zu schauen. Ich glaube an ihn und an seine Fähigkeiten.

Er ist ein fantastischer Künstler, und das muss einfach früher oder später auch Geldscheinchen nach Hause bringen können.

Und wenn es nicht seine Kunst ist: Naja, dann wird eben der Plan geändert.

Notfall-Plan ist immer die Familie in Mailand. Diese vielen Arme sind immer weit geöffnet.

Fakt ist: Dieses Modell wie es jetzt von uns gelebt wird, wird nicht ewig währen.
Ich möchte mehr Mutter sein und so wird es geschehen. Auch ein drittes Kind ist gewünscht, wenn die finanzielle Situation rosiger aussieht.

Vielen Dank für das Interview. 

Hier geht es zu Christinas „Mammablog“ cosmopolimam. Und hier zum Portfolio von Christinas Mann Rob.

Jeden Freitag gibt es ein Interview zum Thema „Außergewöhnliche Familienmodelle“ unter dem Schlagwort #familienrollen. Ihr kennt auch jemanden auf den das zutrifft, habt selbst eine Geschichte oder eine Idee, was Ihr unbedingt mal gerne lesen möchtet? Dann schreibt mir unter fruehesvogerl@gmail.com.

Kultur mit Kind, Meinung, Nachgefragt

Aus übervollen Herzeimern / v. Gastautorin Mara Braun über Familie, die nicht nur aus eigenen Kindern besteht

Andere Blickwinkel: Mara Braun schreibt, was für sie Familie ist, warum dort das Wörtchen halb nicht gilt und welcher Lebensmoment in der „Schatulle ihres Seele“ seinen Platz gefunden hat. 

Die Neffen. 

Kurz vor meinem zehnten Geburtstag machte mich meine große Schwester zum ersten Mal zur Tante. „Halbtante“, korrigierten mich einige Hobby-Familienologen damals mahnend, wenn ich die wundervolle Neuigkeit freudestrahlend erzählte. Ich konnte diesem Wort mit neun Jahren ebenso wenig abgewinnen wie heute. Auch wenn mich mit zwei meiner drei Geschwister bloß ein Elternteil verbindet, liebe ich sie doch alle von ganzem Herzen. Halb, das waren bei uns zu Hause nur die Hähnchen, die mein Vater so gerne gegessen hat.

Dreieinhalb Jahre nach dem ersten Neffen kam meine große Nichte zur Welt. Während der Neffe mit den blonden Wuschellocken aussieht, wie mein längst erglatzter Bruder als kleiner Junge, schlägt meine Nichte komplett nach ihrer Mutter und, wie diese, auch ein wenig nach der Schwester meines Paps’. Wenn ich die beiden heute anschaue, bin ich ganz erfüllt davon, was für großartige Menschen aus den kleinen Dötzen von damals geworden sind. Und immer fällt mir der Nachmittag ein, an dem meine Nichte mir mit kleinen Kinderfingern lauter Zöpfe in die Haare geflochten hat, oder der gemeinsame Urlaub, in dem Jahr als mein Vater starb.

Mit Ende zwanzig wurde ich zum dritten Mal Tante, und den Moment, in dem ich zu meiner kleinen Schwester und dem Zauberneffen in den Kreißsaal gestolpert bin, glühend von der Hitze des frühen Sommers, sprachlos im Angesicht des Zwergs, hüte ich in einer Schatulle meiner Seele, in der nur wenige Lebensmomente Platz finden. Meine Schwester mit ihrem Kind zu sehen, das pustet mir eine Ruhe und ein Glück ins Herz, dass ich manchmal ganz andächtig werden könnte davon. Der Zauberneffe und ich wurden früh ein Team, und als er eine Zaubernichte als Geschwisterchen bekam, nahm ich die zunächst kaum wahr.

Ohnehin konzentrierte sich sonst alles auf das Baby

Nichtenzopf.

Da war kein böser Gedanke dabei, und ohnehin konzentrierte sich sonst alles auf das Baby. Doch eines Besuchstages ließ mir meine Schwester die Kleine in den Schoß fallen mit den Worten: „Ich habe übrigens zwei Kinder!“ Die Zaubernichte strahlte mich aus ihren großen Augen an, steckte mir einen Finger in die Nase – und ab da waren alle vier Nichtenneffen in meinem Herzen angekommen. Und den meisten Spaß habe ich, wenn die Großen und die Kleinen aufeinandertreffen, was zum Beispiel bei Fußballspielen häufiger der Fall ist.

Weil der kleine Neffe auch mein Patenkind ist, machen wir regelmäßig Tantentage. Ich würde das gerne einmal im Monat schaffen, doch es klappt nicht immer, und quasi zum Ausgleich besucht er mich in den Ferien dafür gleich ein paar Tage. Inzwischen möchte seine Schwester immer mit zu den Ausflügen, und ich und die meine versuchen, ein gutes Gleichgewicht zu finden: Ihm seine Zeit mit mir nicht wegnehmen, sie aber gleichzeitig nicht ausschließen. Ein gutes Mittel dafür ist, ihn vor die Wahl zu stellen, ob die Zwergin mitdarf. Er ziert sich dann zwar schrecklich, eigentlich liebt er seine Schwester aber sehr, und so sagt er oft genug ja.

„Wann sind sie endlich da-ha?“ Jetzt. Wunderschön.

Diese Sommerferien hielten für uns drei eine Neuerung bereit, zum ersten Mal waren beide Kinder für mehrere Tage im Tantenurlaub. Bislang war entweder der Zauberneffe länger da, oder es waren beide Zwerge hier, dann aber nur für eine Nacht. Große Aufregung also auch an allen Fronten, und ein bisschen Bewunderung und sehr viel Glück bei mir, darüber, dass meine Schwester mir die Dötze so anvertraut.

Der erste Tag bot gleich genügend Highlights für jede Menge Schluckauf, angefangen mit dem Sommerfest von Mainz 05 in der Stadt. Dorthin begleitete uns der NummerEinsNeffe, ebenfalls Grund für strahlende Begeisterung. Plötzlich hatte ich ganz viel Platz auf meiner Bierbank, weil beide Zwerge lieber neben oder noch besser auf ihrem Cousin sitzen wollten. Später dann Abendessen mit dem Herzmann und seiner Tochter, in den Stunden zuvor bloß ein Satz, stereo und in Dauerschleife: „Wann sind sie endlich da-ha?“ Jetzt. Wunderschön.

Völlig aus dem Nichts dann ein akuter Anfall von Heimweh bei der Zwergin, die sich erstmal gar nicht beruhigen lassen möchte. Hoch und runter schaukelt die Bettdecke vom Schluchzen der Vergrabenen, bis ich sie vorsichtig ausgewühlt habe und ihr einen abgegriffenen Hund aus Plüsch hinhalte, der trägt eine gelbe Weste. „Den habe ich von meinem Paps’ bekommen, als ich klein war. Deine Mama hat denselben. Wenn wir früher Heimweh hatten, hat er immer auf uns aufgepasst.“ Die kleinen Wasserstrahler versiegen und nun schläft auch der Hund mit uns im Bett, das wir zu viert bevölkern. Es sei denn, eines der Kinder fällt gerade raus, was jede Nacht mindestens einmal passiert, aber nicht immer werden sie wach dabei.

Wir drehen uns wild auf dem Kinderkarussell

Mädchenzeit.

In den kommenden Tagen schauen wir Madagaskar und Ab durch die Hecke (bei Regen), wir frühstücken erst unser Schüsselchen Müsli auf dem Sofa und später Brötchen am Tisch. Dafür haben die Zwerge ein Glas Nutella im Gepäck, weil es sowas bei mir nicht gibt: Nussallergie. Wir besuchen einen Tierpark, füttern die Ziegen und flüchten vor den Wespen, wir drehen uns wild auf dem Kinderkarussell, essen Unmengen Eis, spielen Uno und die Dötze zocken mich beim Kinder-Monopoly ab. Ich lese vor, wir lesen gemeinsam, gehen in die Ritterausstellung im Museum und auf einen Indoorspielplatz. Zwischen zwei Stationen singt die Zaubernichte auf der Rückbank Lieder mit, die im Radio laufen („Mara, bitte schalte youFM an!“), als ich plötzlich den Text wahrnehme: „Sis sonks gonna hurt laika massafakka.“

Im Stadion. 

Als ich mich mit großen Augen zu den beiden rumdrehe, sagt ihr Bruder grinsend: „Sie weiß aber noch nicht, was das heißt.“ Keine zwei Minuten später verkündet die Zwergin: „Also entschuldige, das ist doch fuck!“ Ich beiße mir auf die Lippen und erkläre ihr, dass man das Wort nicht benutzen darf. Auch wenn es mir manchmal rausrutscht. Ihr Bruder nickt und sagt: „Aber nur beim Auto fahren und im Stadion.“ Damn. Apropos Stadion, dort sind wir natürlich auch noch, und beim Freundschaftsspiel gegen Lazio Rom hat der Zauberneffe seinen großen Auftritt, denn das Losglück war ihm endlich hold und er darf mit der Mannschaft einlaufen.

Wir gewinnen das Spiel, die Dötze reisen mit ihren Eltern ab und ich lege mich 24 Stunden schlafen. Am nächsten Tag renoviere ich meine Wohnung. Ich liebe die zwei, aber am aller meisten liebe ich meine Ordnung, und am Ende putze ich sogar die Fenster, einfach nur so. Danach funke ich den großen Neffen an, um ihm zu sagen, wie schön es war, ihn zu sehen.

Stille in der Leitung

Vor einer Weile hat mich eine potentielle Kundin am Telefon gefragt, wie viele Kinder ich hätte. Als ich, etwas irritiert über die Frage, antwortete: „Ich habe keine Kinder“, war kurz Stille in der Leitung. Dann sagte sie, in meinem Profil stünde, ich sei ein „Familienmensch“, und das empfinde sie „unter diesen Umständen als grob irreführend“. Entsprechend habe sie an einer etwaigen Zusammenarbeit auch keinerlei Interesse mehr. Anschließend legte sie so schnell auf, dass ich gar nicht mehr sagen konnte: „Ich auch nicht.“

Tower of Love

Alternativ hätte ich sie an Leute weitervermitteln können, die von halben Geschwistern oder Tanten reden, ich nehme an, sie hätten sich etwas zu sagen gehabt… Ich habe mich nie damit anfreunden können, den Begriff Familie auf diese Art und Weise einzuschränken und welche Menschen ich als meine persönliche Familie empfinde, bestimme ich glücklicherweise selbst. Gäbe es also nur ein Wort, das ich benutzen dürfte, um meine Werte zu beschreiben, wäre es genau das: Familie. Und sollte ich mich selbst in Beziehung zu diesem Wert setzen, wäre der Begriff, den ich benutzen würde: beschenkt. Aus übervollen Herzeimern.

Dieser Text ist Teil der Gastblogger-Beiträge zum Geburtstagsmonat August. Mara Braun betreibt den Blog Wortpiratin, bezaubert mit ihren Wort und hat auch schon ein paar Bücher geschrieben. „111 Gründe an die Liebe zu glauben“ hab ich auch schon rezensiert.

Alle Bildrechte liegen bei Mara.

Alltag, Kultur mit Kind, Meinung

12 Erkenntnisse in 12 Bildern – Bloggeburtstag

Am 12. August 2014 ging dieser Blog online. Heute, genau ein Jahr später, bin ich um einige Erkenntnisse reicher, und mache hier mein anderes #12v12.

Ein Bild vom vergangenen Sommer.


1. Das ist der 210. Beitrag innerhalb eines Jahres. Ich blogge also wesentlich mehr als ursprünglich angenommen. Wirklich überraschend ist das nicht. Zumal ein Stillstand des Blog automatisch zu weniger Austausch führt, das wiederum zu weniger Motivation meinerseits: Eine Spirale, die mich nicht loslässt.

Bücher bleiben aber sehr wichtig für mich.

2. Vor ein paar Jahren war ich ja noch eine Video-Buch-Bloggerin. Das hat auch ganz gut funktioniert. Den Aufwand konnte ich aber nicht dauerhaft bewerkstelligen. Auf „Das frühe Vogerl und die fabelhaften Veränderungen“ sind Bücher immer noch ein zentrales Thema, die Leser finden aber meist andere Texte interessanter. Deshalb, und aus Zeitgründen, machen sie hier nicht mehr die Mehrzahl der Texte aus. Immer mal wieder schreibt mir jemand, dass er sich für eine Empfehlung bedankt. Das freut mich dann ganz besonders.

Mit Bildern von mir habe ich kein Problem. Habt Ihr sicher schon gemerkt. 

3. Auf diesem Blog wird es keine Impfdebatten, keine Verdauungsgespräche und kein Gesicht des frühen Vogerls geben: Das habe ich mir im August 2014 gesagt. Der Meinung bin ich noch immer. Wie Susanne von Geborgen Wachsen ihrem Sohn in den Schlaf hilft, habe ich sehr gerne gelesen. Über diese Dinge schreiben, möchte ich allerdings nicht. Zudem ich ja ein anderes Themenfeld habe, außerdem möchte ich nicht alles zur Diskussion stellen. Wie Leserin XY zur Masernimpfung steht, hat für mich kein Mehrwert. Und manches ist mir auch zu persönlich, denn ich hab von Anfang an unter meinem Namen gebloggt.

Ein ganz normaler Samstagnachmittag. 

4. Das wirklich tolle am Bloggen ist für mich: Alltagsgeschichten aufzuschreiben. Eine Begegnung im Supermarkt, mein Empfinden beim Babykurs, wie ich Mutterkörper finde oder ein Loblied auf meine Hebamme: Ich mag das. Und ich mag die Reaktionen darauf. Meistens.

Interviewpartnerin Sarah.

5. Zwei Interviewreihen gibt es auf meinem Blog. Und ganz tolle Interviewpartner, konnte ich schon gewinnen. Bei #kulturmitkind zum Beispiel: Sarah, die feststellt, dass entspannte Kinder, entspannte Eltern machen. Oder in den #familienrollen: Martina, die über ihre Regenbogenfamilie spricht. Und Jana, die aus ihrem WG-Leben als Kind in den 70ern in Westberlin berichtet.

Béa: eine von vielen Menschen, die ich ohne „dieses Internet“ niemals kennengelernt hätte. 

6. Ganz tolle Menschen habe ich kennengelernt: Béa, die eine Kraft ausstrahlt, die auch in ihre Texte fließt. Dani, die ein bisschen emotionaler ist als andere. Oder Bella, die ich so wunderbar bedachtsam finde und noch einige mehr. Und wiedergetroffen habe ich auch jemanden: Mara, die so bezaubernd schreibt, wie kaum jemand.

Ich liebe meine Strumpfhosen-Kooperation mit Schweden. Oder anders gesagt: Meine liebenswerte Freundin dort. 


7. Ein bisschen irritierend finde ich immer das Geschrei um die Kooperationen: Manch einer möchte mit seinem Blog Geld verdienen, manch einer nicht. Wenn jemand über Dinge schreibt, die mich nicht interessieren, lese ich sie nicht. Auch schließe ich für mich Dinge aus, über die ich nicht schreiben möchte. Als Journalistin habe ich das Geld verdienen mit dem Schreiben immer im Hinterkopf, ob das in Zukunft durch Aufträge, die sich aus dem Blog ergeben, oder die eine oder andere Kooperation sein wird, wird sich zeigen.

Nach einem schönen Abend mit Alu, Anja, Susanne und Andrea


8. Meine Mutter ist mit einer Freundin unterwegs. Wir rufen an. „Ah, schreit die Freundin, das frühe Vogerl“. Als ich Susanne von „Geborgen Wachsen“ bei der Party von Alu von „Grosseköpfe“ kennenlerne, kennt sie meinen Blog, der zu dem Zeitpunkt gerade ein halbes Jahr online ist. Es wäre irre zu behaupten, das mich so etwas nicht freut.

Die Zwei mag ich wirklich außerordentlich gerne. 


9. Ich bin eine von den vielen, die immer schon gerne geschrieben haben. Diese Spielwiese zu haben, macht mir natürlich großen Spaß. Natürlich schreibe ich nicht nur für mich. Motivieren tun mich allerdings meist wirklich die Themen, die mich persönlich interessieren. Verbiegen möchte ich mich nicht. Liegt auch ein bisschen daran, dass ich es sowieso nicht könnte.

Kaffeehaus, und im Sommer Schanigarten, ist natürlich immer wichtig. 


10. Wirklich überrascht hat mich wie sehr das Bloggen, nach einigen Jahren Abstinenz, wieder so sehr zu meinem Kulturbegriff gehört. Ich schreibe jeden Tag. Wenn ich mein Telefon nicht grad verlege, nehme ich es selten aus der Hand. Aber ich lebe in einem toleranten Haushalt, und das ist gut so.

Zwei dicke Freunde. 


11. Mein Kulturverhalten, um den es ja auf diesem Blog geht, verändert sich immer wieder. Wollte ich immer unbedingt über das Babykino schreiben, finde ich die Vorstellung da nun mit meinem eineinhalbjährigen Sohn reinzuwandern, völlig absurd. Wir finden täglich neue Wege. Und das ist großartig. Bald gehen wir endlich, endlich auf ein Festival.

Der ist immer flotter unterwegs. 


12. Nicht zuletzt die Freude: Dieser Blog macht mir unglaublich viel Freude. Manchmal kommt der Hund ein bisschen zu kurz, meinem Mann habe ich sehr, sehr viel zu verdanken und es ist schon vorgekommen, dass das Kind nochmal aufs Puky muss, weil ich noch ein Bild brauche. Aber ich liebe das. Für mich. Und weil ich auch viel zurück bekomme, die wenigen dummen Kommentare halte ich bis jetzt ganz gut aus.

Der Geburtstagsmonat August ist großartig. Ich habe meine liebsten Blogger gefragt, ob sie mir Gastbeiträge schreiben. Und alle haben ja gesagt. Ich habe bei Firmen gefragt, ob ich etwas verlosen darf und auch hier Zustimmung erhalten. Das ist großartig.

Leser gewinnen, neue Menschen kennenzulernen, zu schreiben und schließlich auch Geburtstag zu feiern: Das ist super. Der Blog geht in das zweite Jahr. Ich hoffe Ihr da draußen, kommt mit.

Grüße aus dem sonnigen Berlin,
Bettie – die im Chaos sitzt, aber unbedingt vorher diesen Text schreiben wollte.

PS.: Die Aktion #12v12 von Draußen nur Kännchen dient eigentlich dazu den Alltag immer am 12. des Monats festzuhalten. Ich erlaube mir, mich mit diesem Text anzuhängen. Die regulären Bilder vom 12. des Monats mache ich natürlich auch: aber auf Instagram.

Kultur mit Kind, Nachgefragt

„Salzburg bietet bei Schönwetter echt ein tolles Programm für Kleinkinder an“. / Kultur mit Kind Interview

Warum sie so ein großer Fan vom Tragetuch ist, was man in Salzburg mit Kleinkind alles unternehmen kann und auf welche Stärke ihres Sohnes sie in der Pubertät hofft, erzählt mir heute Melanie im Kultur mit Kind – Interview. 

Mit dem Fahrrad: Mutter und Kind
Unterwegs.

Stell Dich doch bitte kurz vor. 

Mein Name ist Melanie Hübner-Carbonari und ich bin komme aus der schönen Stadt Salzburg. Bin 26 Jahre und seit zwei Jahren mit meinem wundervollen Mann Raphael verheiratet.
Bis zu den Zeitpunkt als ich Vollzeit-Mama wurde, hatte ich das Glück und durfte meiner Kreativität auf den Köpfen andere Leute freien Lauf lassen ( Friseurin / Kosmetikerin ). Unser Sohn Nino ist sieben Monate alt und er ist ein sehr aufgewecktes und fröhliches Kind. Nur schlafen ist nicht gerade seine Stärke, aber das kommt dann bestimmt in der Pubertät!

Welchen Hobbies bist Du vor der Geburt Deines Sohnes nachgegangen, und welche hast Du behalten? 

Melanie und Nino am Berg
Hoch hinaus.

Bevor ich schwanger wurde waren unsere gemeinsamen Hobbys Skifahren im Winter. Was in Salzburg mit den Skigebieten echt der Wahnsinn ist. Im Sommer gingen wir gerne Schwammerl pflücken oder an einem sehr heißen Sommertag, lässt es sich auch sehr gut an einem See aushalten.
Mit unsern kleinen Schatz genießen wir es auch gerne an einem See und seine ersten Ski wird er zu seinen zweiten Geburtstag bekommen. Diesen Winter wird aber der Schlitten ausgepackt.

Wir haben in Berlin jede Menge Kindercafés. Meines Wissens gibt es das in Salzburg nicht. Dafür gibt es vielleicht andere Dinge, die ganz toll sind. Was treibt Ihr zwei so den ganzen Tag? 

Wir gehen auch noch Babyyoga, und Babyschwimmen steht für heuer auch noch auf den Programm. Leider sind solche Kurse sehr schnell ausgebucht, weil es zu wenig Angebote gibt. Langweilig wird uns nie. Fast alle unser Freunde haben Kinder mit denen wir sehr viel unternehmen, ob am Wochenende die ganze Familie oder unter der Woche die Mamis+Kind/er. Salzburg bietet bei Schönwetter echt ein tolles Programm für Kleinkinder an und wenn es wieder ein mal schlechtes Wetter ist,  hab ich auch mal wieder für meine Hausarbeit Zeit. Bei uns gibt es das Freilichtmuseum, fit-Dank-baby, ein Stillkaffee. Man kann wandern mit Kinderwagen ( da gibt es sogar ein Buch für Salzburger Berge ), Kleinkinderturnen, das Popelino (ist ein Indoor Spielplatz ) und die Kinderstadt, findet jedes Jahr im Volksgarten statt.
Was funktioniert bei Euch so gut, dass Du Dich zu einem Tipp für andere Eltern hinreißen könntest? 

Melanie mit Nino
Nino im Tuch.

Bei uns funktioniert sehr gut das Tragetuch, ob als Einschlafhilfe, beim Zähnen oder wenn er einfach nicht alleine sein möchte. Eine gute Freundin von mir, hat mir bereits in der Schwangerschaft gesagt: „Das erste Jahr ist das Tragejahr,  und ich sollte mir ein Tuch zulegen“. Und es funktioniert super. Ich verwende es auch sehr gerne beim Einkaufen, weil ich dann immer alle Hände frei habe,  und als er noch so zwei bis drei Monate alt war, konnte ich Berge damit weg bügeln.

Und meine Lieblingsfrage: Wie entspannst Du? 
Wir entspannen gerne alle zusammen oder auch jeder gerne mal für sich allein. Mit einem Kino Besuch mit Freunden oder etwas trinken gehen. Kommenden Samstag darf Nino das erste Mal bei Oma und Opa schlafen, ich bin schon sehr gespannt wie das klappt!

Die Bilder wurden freundlicherweise von Melanie zur Verfügung gestellt.

Vielen lieben Dank für das Interview. 

Ihr habt auch ein Kind, interessiert Euch für Kultur und möchtet darüber reden? Schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.