Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Grandioses Buch von Okka Rohd über die ersten Jahre als Mutter zu gewinnen

Wenige Bücher haben mich im vergangenen Jahr wirklich begeistert. „Völlig fertig und irre glücklich“ ist eines davon. In meiner Rezension habe ich schon mal ausführlich beschrieben, warum ich dieses Buch so liebe. Es geht um die Liebe. Zwischen Mutter und Kind. Aber nicht nur.

Dieses tolle Buch darf ich nun, Danke an den Rowohlt Verlag,  zwei Mal verlosen. Wer das Buch noch nicht kennt, oder jemanden hat, dem er es immer schon mal schenken wollte, macht mit bei der Verlosung.

Und das müsst Ihr tun.

1. Kommentiert diesen Beitrag, direkt im Blog, und hüpft damit in den Lostopf.
2. Für ein weiteres Los im Topf: Werde Fan und Follower vom Frühen Vogerl auf FacebookInstagram (helletage) oder/und Twitter und teile das Gewinnspiel.
3. Und noch ein Los für Euch: Gebt mir Eure Stimme bei Brigitte MOM. Einfach die Nummer Eures Herzchens in Klammern ins Kommentarfeld unten schreiben.
4. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein.
5. Sagt mir, im Kommentar, wofür ihr Euch entschieden habt.

Das Gewinnspiel endet am 14. August 2015 um 12 Uhr, die Buch-Gewinner werden ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es ist keine Barauszahlung möglich. Der Gewinner wird hier auf dieser Seite bekannt gegeben, der Gewinn wird nach Austausch der Kontaktdaten direkt vom Verlag zugesandt.

Das Gewinnspiel ist beendet. Die Gewinnerinnen heißen Dani Wolf  und Eva-Maria Oehme. Schreibt doch bitte Eure Kontaktdaten an fruehesvogerl@gmail.com, damit Euch der Verlag den Gewinn zu kommen lassen kann.

Alltag, Kultur mit Kind

Sommer, Sonne und Seen / Unser Wochenende in Bildern vom 7. – 9.8.2015

Eigentlich sollte das Wochenende am Freitag mit ganz vielen Bildern aus dem Freibad Pankow beginnen. Eigentlich. Weil es so schön war dort, am vergangenen Wochenende. War. Am Freitag war es voll, und es waren all diese Menschen dort, die in den 90ern in Talkshows waren. Fragt nicht. 
Beim Heimkommen finde ich dieses tolle Geschenke von Dani von Glucke und So im Briefkasten. 
Mann und Hund waren Samstagmorgen schon eine Runde, bevor einer davon aufgebrochen ist zu einem Kurztrip. 
Bevor wir einkaufen gehen, gibt es erstmal Kaffee. 
Das Mittagsschlaferl ist lang. Ich werkle an weiteren Vorbereitungen für den Geburtststagsmonat August
Für den Ausflug zum See schneide ich Zeugs, das wir dort, zusätzlich zu den Pommes, essen können. 
Meine Freundin und ich sind jedes Mal überfordert, wenn der Kinderwagen wieder ins Auto soll. Dieses Mal schießen wir zur Sicherheit ein Foto. 
Wir sind am Gorinsee in Wandlitz. Und es ist – mit Ausnahme der Wespen – sehr schön dort. 
Gurken kommen gut an. 
Pommes noch ein bisschen besser. 
Der Strand ist nicht astrein sauber, aber „Hey, wir sehen den Boden“. War am Freitag im Freibad nicht überall so. 
Zwischenzeitlich erreicht uns ein Bild, das zeigt was der Urlauber in der Familie grad so macht. 
Die Freundin bleibt noch ein wenig, kocht uns etwas, wir teilen es auf, einer geht ins Bett und beim Wein trinken, vergesse ich glatt zu photographieren. 
Sonntagmorgen ist das Badregal in Gefahr. Dann gibt es erstmal ein paar Stunden keine Fotos. Mein Telefon scheint verschwunden. 
Deshalb gibt es nur die leere Wanne. Da war sehr, sehr viel Wäsche drinnen, die bei der Sonne im Nu trocknet. 
Während des Mittagsschlaferls hänge ich noch ein bisschen draußen ab. 
Am Nachmittag fahren wir zu Freunden in den Garten. Sechs der acht Steckerleis kommen dort auch heil an. 
Dort gibt es bunte Windräder und das Kind lernt pusten. 
Auch eine Wanne ist dort und ich freue mich, dass ich ausnahmsweise doppelte Wechselklamotten mit habe. 
Der Hund scheint zu merken, dass gleich das Herrchen nach Hause kommt.

Und wie war Euer Wochenende so?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Kultur mit Kind, Meinung, Nachgefragt

„Wer Yoga ganzheitlich praktizieren will, tut dies an jedem Tag, in jeder Minute und jeder Sekunde“.

Yoga am Strand

An Yoga komme ich irgendwie nicht ran. Da es im Geburtstagsmonat August um „andere Blickwinkel“ geben soll, erzählt nun meine Freundin Julia vom zauberhaften Blog Fräulein Julia von ihrer Leidenschaft.

„Würdest du einen Text darüber schreiben, was dich an Yoga so fasziniert?“ fragte mich Bettie als Vorbereitung auf ihren Blog-Geburtstag. Natürlich kann ich das. Dazu muss ich allerdings etwas weiter ausholen.

“Ooooooom” singe ich aus vollem Herzen, immer wieder, bis der ganze Atem aus meiner Lunge entwichen ist und mein Körper angenehm vibriert. Mit geübten Händen bespielt die Yoga-Lehrerin das Harmonium, diese eigentümliche Mischung aus Miniklavier und Akkordeon, und erfüllt den ganzen Raum mit sphärischen Tönen. Ich scheine nur noch aus Klang zu bestehen und habe eine dicke Gänsehaut. Doch so spirituell war und ist es nicht immer. Alles fing ganz anders an.

Es ist über zehn Jahre her, dass ich mich zum ersten Mal näher mit dem Wort „Yoga“ auseinandersetzte. Natürlich, in meiner Kindheit in den 80ern redete man auch schon davon, doch hafteten dem Begriff Assoziationen wie Hippies, Sekte, Räucherstäbchen und Guru an – nicht gerade einladend. Yoga, das machen bestimmt nur die Hare Krishna Jünger, die im Sommer mit Tüchern bekleidet singend und trommelnd durch die Kölner Innenstadt ziehen, dachte ich viele Jahre lang.

Yoga am StrandBis ich mich am Anfang meines Studiums für einen VHS-Kurs im Hatha Yoga – der Grundvariante – anmeldete, um etwas gegen meine Rückenschmerzen zu tun. Und mich schon in der ersten Stunde in diese Art und Weise, seinen Körper zu strecken und zu dehnen verliebte. Bei Kerzenschein (und mit Blick auf den Rhein) mit den anderen Teilnehmern gemeinsam das „OM“ zu singen, hatte, nach anfänglicher Scheu, etwas Erhabenes und Spirituelles.

Eine Dekade später bin ich immer noch dabei, noch mit viel mehr Engagement und Herzblut. In etlichen Yogastudios in Köln und nach meinem Umzug in Berlin hatte ich meine Matte ausgerollt, doch mal war es mir zu schweißtreibend, mal zu „esoterisch“, bis ich letztendlich meinen Platz in einem Studio in Prenzlauer Berg fand.

Yoga am Strand

Hier lernte ich, dass Yoga ein ziemlich weit gefasster Begriff ist, der einen ganzen Lebensstil umfasst – und die Körperübungen, die „Asanas“ nur ein kleiner Teil davon sind. Wer Yoga ganzheitlich praktizieren will, tut dies an jedem Tag, in jeder Minute und jeder Sekunde. Es geht um Wahrhaftigkeit sich selbst gegenüber, um Bescheidenheit und darum, den ständig plappernden Gedankenstrom im Kopf für eine Weile zu stoppen: „Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist“ heißt es bei Patanjali, der vermutlich im 2. Jahrhundert n.Chr. Das „Yogasutra“ verfasste, auf dem die Lehre des Yoga zu großen Teilen fußt – auch in der westlichen Variante.

Altar

Ziemlich sicher ist genau das ein besonders wichtiger Aspekt, warum ich mich mehrmals die Woche in den „Herabschauenden Hund“ strecke: In einer anderthalbstündigen Unterrichtsstunde bringen mich die Asanas und die Atemübungen – „Pranayama“ – zur Ruhe und mein Kopf gönnt mir eine kleine Pause vom hektischen Alltag. Ich kann die erstaunlich große Kraft in meinen Armen spüren, wenn ich mich aus der Hocke nach vorne lehne und plötzlich – getragen allein von meinen Händen – in der “Krähe” ankomme. Ich kann dankbar dafür sein, dass es meinem Körper gut geht und es auch sonst, seien wir ehrlich, ziemlich rund läuft im Leben.

Ich bin selbst immer wieder erstaunt, aber danach fühle ich mich wirklich: wie neugeboren. Und ja, die Rückenschmerzen sind auch verschwunden!

Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Fünf Krimitipps für den Sommer

In der Schwangerschaft hat man mir prophezeit, dass ich als Mutter keine Krimis mehr lesen kann. Hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet. Allerdings kann ich tatsächlich keine Bücher mehr lesen, in denen kleinen Kindern etwas passiert, oder Schwangere ermordet werden. Leider gibt es tatsächlich viele solcher Bücher. Steffi hat meinen Krimi-Geschmack und sie hat mir fünf Tipps aufgeschrieben. 

Eine kleine Top 5 meiner Lieblingskrimis?  Wer meinen Büchergeschmack kennt, weiß, dass diese Aufgabe für mich eigentlich unlösbar ist, weil sich in meinem Bücherregal neben ein paar anderen Genres eigentlich fast nur Krimis finden. Ich hab aber mein bestes gegeben und stelle euch, meine fünf Empfehlungen vor:

1) Samuel Bjørk „Engelskalt“: Ein düsterer Schweden-Krimi, der einen von der ersten Seite an (@Bettie: auf keinen Fall abschrecken lassen vom Beginn des Buches) in seinem Bann zieht. Wie bei so vielen Krimis macht auch hier das geniale Ermittlergespann vieles aus. Eigentlich gehört auch der zweite Teil „Die dritte Stimme“ auf diese Liste, aber ich darf ja nur fünf.

2) Chelsea Cain „Furie“: Mag ich deshalb so gerne, weil hier mal eine Frau der psychopathische Serienkiller ist. „Furie“ ist der erste von 6 Teilen, in denen die Serienmörderin Gretchen dem Detective Archie Seridan das Leben zur Hölle macht.

3) Linda Castillo „Die Zahlen der Toten“: Eine Geschichte über eine Polizeichefin in einem Provinzstädtchen, die sich wegen einer Mordserie bei den Amish mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert sieht.

4) Tess Gerritsen „Die Chirurigin“: schon etwas älter, aber immer noch gut. Der Täter operiert alleinstehende Frauen bei vollem Bewusstsein, nachdem er nachts in ihre Wohnungen eingedrungen ist. Ich denke, man kann sich vorstellen, warum man hierbei als Frau Dauer-Gänsehaut hat.

5) Charlotte Link „Das andere Kind“: Bei einer Liste der besten Krimis darf für mich Charlotte Link nicht fehlen.Es war schwierig, mein Lieblingsbuch von ihr zu benennen, aber ich glaube es ist „Das andere Kind“ – eine spannende Geschichte in Nordengland, die sich 1940, 1970 und 2008 abspielt.

Damit hier keiner falschen Eindruck von mir bekommt: Ich bin nicht so irre, wie man vielleicht nach dieser Liste meinen könnte, sondern im eigentlich eine ganz Liebe, die halt einfach gerne Krimis liest.

Zwei der Liste kenne ich sogar schon, und finde sie auch ganz toll. Auf die anderen bin ich sehr gespannt. Habt Ihr auch noch Empfehlungen für den Sommer?

Diesert Text ist Teil der tollen Gastbeiträge, die ich zu unserem Bloggergeburtstag bekommen habe.

Familienrollen, Kultur mit Kind

„Ein Kind kann nicht die Bürde tragen, etwas retten zu müssen oder zu verbessern“. / Dani von Glucke und So über Depressionen

Jeden Freitag gibt es die #familienrollen: Dieses Mal erzählt Dani von Glucke und So, wie sie damit umgeht, dass sie ihre Schwester sterben sah, was die Wochenbettdepression für sie bedeutet hat und wie sie ihrem Sohn die dunkeln Momente vermittelt. 

Du hast dunkle Momente, die über eine schlechten Tag hinausgehen. Woher kommen diese und wie bist Du in Deiner Erwachsenenzeit, bevor Du Mutter wurdest, damit umgegangen?

Ich habe schon viele viele Jahre, nennen wir es mal Gefühlsschwankungen. Ich kann von jetzt auf gleich sehr aufbrausend, impulsiv und emotional werden. Auslöser sind meist ganz simple Diskussionen oder Situationen. Oder aber es sind traumatische Erfahrungen, mit denen ich sehr schwer zurecht komme. Ich brauche deutlich länger Dinge zu verarbeiten.  Als ich schwanger wurde, wurde ich noch emotionaler und schneller wütend, aber auch noch schneller traurig. Ich isoliere mich dann so gut es geht, wenn es nicht geht, versuche ich natürlich es an niemandem auszulassen. Das klappt aber nicht immer.

Was hat sich durch die Geburt Deines Sohnes verändert?
Ich denke, dass sich einmal hormonell sehr viel verändert hat. Meine Angststörung wurde wieder verstärkt durch die schwere Zeit kurz nach der Geburt aber auch die neue Situation Mutter, Frau und auch Ehefrau zu sein, haben mich in ein tiefes Loch gestürzt. Ich hatte lange eine „Wochenbettdepression“. Ich war sehr unsicher, ich isolierte mich und meinen Mann vor der Außenwelt. Es war eine schwere Zeit für uns alle. Ich traf aber andere Mütter, denen es ähnlich ging und das half mir langsam.

Dein Sohn ist noch im Kleinkindalter. Was verbirgst Du vor ihm, wo gibt er Dir Halt und wo stößt Du vielleicht an Deine Grenzen?
Ich bin sehr stolz darauf, dass ich bis heute sagen kann, dass ich zu 100% nichts am Prinzen auslasse. Ja, er hat mich schon oft weinen sehen. Und ja er war auch dabei, wenn ich mal laut wurde, aber noch nie war ich ihm gegenüber gereizt, wütend oder dergleichen. Er gibt mir Halt. Nur durch seine Anwesenheit, er besitzt die Fähigkeit mich aufzumuntern, weil er mich in den Arm nimmt, oder lacht. Er lenkt mich so sehr ab, dass ich es schaffe aus dem Gefühls-Gefängnis auszubrechen.

In wie weit wirkt sich das auf Deine Beziehung aus?

Leider bekommt dann mein Mann ab und an den Frust, die Wut und die extremen Gefühle ab. Das tut mir unglaublich leid und ich arbeite wirklich sehr intensiv an mir, mit meinen Gefühlen zurecht zu kommen und ihnen nur bis zu einem gewissen Punkt die Macht zu geben. Jeder der weiß, wie es ist depressive Phasen, Angst- und Panikstörungen zu haben, der weiß welch unglaublicher Kraftakt es ist, alles im Rahmen zu halten. Durch die Hochsensibilität fühle ich einfach auch viel extremer. Ich leide auch extremer. Mein Mann hat es nicht leicht mit mir, da für ihn das alles total unwirklich ist. Man kann von einem Menschen, der so etwas nicht kennt, nicht verlangen es zu verstehen oder zu helfen.

Glaubst Du, dass Deine negativen Erfahrungen mit Menschen aus Deinem Umfeld auch Auswirkungen auf Deinen Sohn haben werden?
Der Prinz wird davon erfahren, das ich eine kleine Schwester hatte, die ich sterben sah und das hat mein Leben für immer verändert. Ein Traumata und damit verbundene Ängste wurden geboren, die ich bis heute versuche zu verarbeiten. Wir werden uns über den Tod unterhalten und was er für mich bedeutet. Er wird auch erfahren dass er eine Uroma hatte, die er auch treffen durfte.  Natürlich gibt es Dinge, die wird er nicht erfahren, diese Dinge haben keine Relevanz für sein und unser Leben. Er wird erfahren, dass ich einfach viel erlebt habe, was mich zu dem Menschen heute gemacht hat und dass es ok ist. Ich denke schon, dass es Auswirkungen auf ihn haben wird. Da ich zum Beispiel große Menschenmengen nicht mag, werde ich wohl niemals mit ihm auf ein Festival gehen. Wie ihr alle wisst bin ich eine Glucke, ich möchte ihn beschützen und werde immer darauf achten ein gesundes Maß an den Tag zu legen. Es wird aber nicht immer klappen. Der Prinz soll nicht in einer heilen-Welt-Blase aufwachsen in der nicht auch mal gestritten wird. Er soll einfach wissen, dass man sich selbst gern haben sollte und man dann auch alles schaffen kann. Er soll wissen, dass es immer Rückschläge und Schicksale gibt, die einen zurückwerfen, die den Tag dunkel machen aber solange man wieder nach vorne blickt, schafft man es, die Sonne zurück zu holen.

Was rätst Du Müttern mit dunklen Wolken, oder Frauen, die eventuell aus diesem Grund zu großen Respekt vor der Mutterschaft haben sollten?
Wenn ich auf mein Leben zurückblicke dann denke ich heute: Wow, ich bin stärker als ich dachte und mein Wille, ein Leben „trotz“ und mit all meinen Dämonen so gut zu leben zeigt mir einfach, dass es geht. Mir helfen Menschen, die dasselbe erleben. Mir hilft das Schreiben. Mir hilft, dass mein Mann mich lässt, wenn es so ist. Mir hilft der Prinz, da er dann noch mehr kuscheln will. Mir hilft Ablenkung. Mir hilft auch meine Therapie. Ich bin immer für professionelle Hilfe, da das Menschen sind, die sehr objektiv Dinge betrachten und andere Lösungen anbieten. Bekommt Kinder, wenn ihr denkt ihr könnt euch, dem Partner und dem Kind dann noch gerecht werden.
Viele sagen, jeder kann Kinder bekommen. Ich sehe das nicht so. Ein Kind zu haben ist eine Lebensaufgabe und sie ist immer da. Ein Kind kann nicht die Bürde tragen, etwas retten zu müssen oder zu verbessern. Das schafft man nur selbst. Die Liebe zu einem Kind, die macht Situationen erträglicher, aber aus dem Kind einen Nutzen ziehen zu wollen, wäre der falsche Weg.

Mir sagte mal jemand ich haben einen „Mega-Schuss“ und ja, das stimmt. Ich bin ziemlich eigen und anders. Es muss aber nicht immer was Schlechtes sein. Nichts ist unmöglich und das hilft mir und das werde ich auch an meinen Prinzen weitergeben.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Dani zur Verfügung gestellt.

Jeden Freitag wird hier nun ein Interview zum Thema „Außergewöhnliche Familienmodelle“ unter dem Schlagwort #familienrollen. Ihr kennt auch jemanden auf den das zutrifft, habt selbst eine Geschichte oder eine Idee, was Ihr unbedingt mal gerne lesen möchtet? Dann schreibt mir unter fruehesvogerl@gmail.com. 

Kultur mit Kind

Schöne Mütter / Milf

Dass sich Mütter nicht schlecht fühlen sollen, ist eines der Dinge für die sich meine liebe Bloggerkollegin Anna von berlinmittemom unermüdlich einsetzt.

Oft bin ich einer Meinung mit ihr. Selten nicht. So wie gestern auf Twitter. Es ging um den Begriff der „MILF“. „“Mother I’d like to fuck“ schrieb Anna. Noch Fragen?“
Der Begriff wird in Pornos verwendet, und Anna zeigt mir dann noch den schrecklichen Link des „MILF“-Makers. Und weiter steige ich nicht in die Recherche ein, denn ich mag den Begriff. Eigentlich. 
Der Begriff „MILF“ bedeutet für mich: Eine Mutter ist schön. Eine Mutter ist begehrenswert. Und ja, auch Mütter haben Sex. Männer finden Frauen anziehend, deren Bäuche vielleicht Streifen haben. Deren Busen keinen Bleistift mehr einzwicken kann. Die vielleicht an manchen Tagen stoppelige Beine haben. Deren T-Shirts Breiflecken haben, die noch vom gestrigen Tag stammen. Die eine Stoffwindel auf der Schulter haben und Schnuller in der kleinen Handtasche. Deren Wimperntusche auch mal am Lid landet oder die keine Lust haben sich überhaupt zu schminken. 
Aber Mütter sind auch Frauen, die mit ihrem Körper neue Grenzen erfahren haben. Deren Körper Hervorragendes geleistet hat. Die plötzlich zu Dingen in der Lage sind, die sie sich so nie vorstellen konnten. Die einen besonderen Blick haben. Die neue Welten kennengelernt haben und das tagtäglich tun. 
Und vor allem stand der Begriff „MILF“ für mich auch für die vielen Frauen, die sich – trotz Babybrei am Bauch – Gedanken machen um ihre Optik. Denen es nicht egal ist, wie sie aussehen. Auf schreckliche Bilder, die Frauen in Größe 32 zeigen, die – total realisitisch – im Bikini durch die Gegend joggen, will ich nicht näher eingehen. Auch nicht auf einen Stylisten, der jungen Müttern, ermöglicht, nach der Geburt geschminkt fotografiert zu werden. Wozu nochmal?
Es geht mir um das neue Körpergefühl, das mehr bedeutet als ein paar Kilos. Und so sehr ich dagegen bin, dass mich irgendein X-beliebiger Mensch Mama nennt, finde ich es gut, wenn Frauen ganzheitlich betrachtet werden. Und dazu gehört nun mal auch, dass sich der Körper verändert. Wahrscheinlich ist der Begriff „MILF“ tatsächlich etwas unglücklich gewählt, vor allem wenn man anfängt weiter hinterher zu googlen. Also lassen wir den Begriff bei Seite, Anna, und reden über etwas anderes. 
Dass viele Frauen durch ihre Mutterschaft ein ganz anderes Spektrum von Attraktivität aufweisen, das steht außer Frage. Und ich denke, da sind wir uns einig. In meinem Artikel „Überbleibsel der Schwangerschaft“ habe ich mit den Bilderfrauen mal grob das Thema umrissen. Gestern habe ich diesen wunderbaren Artikel von Dani von Glucke und So über ihr neues Körpergefühl als Mutter gelesen. 
Diese Geschichten, fernab von der Gewichtszählerei, würden mich wahnsinnig interessieren. Deshalb rufe ich im Geburtstagsmonat August zu einer Blogparade auf. „Wie hat sich Euer Körpergefühl verändert, seit dem ihr Mutter seid? Bitte verlinkt auf diesem Beitrag und verwendet den #mutterkoerper. Die #Blogparade geht noch bis zum 6. September 2015.

Wenn Ihr keinen Blog habt, aber etwas dazu sagen möchtet, dann nutzt doch das Kommentarfeld.