Kultur mit Kind, Meinung

Datenschutz: Persönlich sind nicht nur Bilder

Eine junge Frau in Österreich hat ihre Eltern verklagt. Zu viele Bilder von ihr wurden online gestellt. Ein Kind ist sie gewesen, leicht bekleidet und keiner hat sie gefragt. Nett ist das nicht, und ihre Persönlichkeit wurde dabei verletzt. Klingt nachvollziehbar, das ihr das nicht gefällt und ist hier nachzulesen.

Auch ich zeige meine Kinder nicht von vorne. Zeige mal eine Hand, einen Anblick von hinten und niemals sind sie frontal von vorne zu sehen. Das mache ich weniger, weil ich Angst habe, dass sie mich verklagen, sondern eher weil es mir zu persönlich ist. Nicht jeder muss wissen, wie die Zwei aussehen.

Wir sind viele, die die Kinder nicht direkt zeigen und wenige, die hier eine Ausnahme machen. Es entspinnen sich schon heftige Diskussionen, warum die Kinder so geschützt werden müssen.

Was ich allerdings nicht verstehe, warum gilt das nur für das Bild? Wenig Hemmungen scheinen in anderen Bereichen zu bestehen: Oft lese ich von Müttern, die arg von ihrem Kind genervt sind und das – bloggend unter Klarnamen – kundtun, höre von den Problemen kleiner Mädchen mit den Mitschülern, Liebeskummer von Teenagerjungs oder Ehegatten, die zu wenig helfen. Auch ist zu lesen darüber, wie Kinder schlafen, welche Bilder sie malen und wie ihre Verdauung grad ist. Ganz unter uns: So richtig nett ist das auch nicht.
Ist ja alles legitim, man sollte nur vielleicht bedenken, dass jeder andere Grenzen hat, bevor man sich zu sehr abfeiert, weil man das Kind nur von hinten fotografiert. Oder was meint Ihr?
Alltag, Familienrollen, Kultur mit Kind

Kleinkind-Kurse und andere Alltagsdinge / Unser 12 von 12 im September

Wir genießen noch immer die doppelte Elternzeit (Die Liebeserklärung dazu gibt es hier). Unser heutiger Dienstag sieht so aus.
Wir lesen zu Dritt ein Wimmelbuch. Für mich nicht so leicht, denn meine Brille ist zu dem Zeitpunkt grad verlegt.
Der Heißhunger auf Süßigkeiten hält weiterhin an: Ob das bis zum Ende der Stillzeit dauert?
Als das Mädchen gewickelt gehört, stelle ich fest: Keine einzige Windel im Haus. Wie bei so Anfänger-Eltern. Gott sei Dank naht Hilfe.
Mittags gibt es Spinat, Kartoffeln und Ei.
Mittagsschlaf ist so wichtig.

 

Parkhaus-Idylle.
Vater und Sohn gehen seit ein paar Wochen Kleinkind-Schwimmen. Da wir das Babyschwimmen damals frühzeitig abgebrochen haben (zur Erinnerung hier), ist es für mich jetzt wieder völlig neues Terrain.
Wir beobachten die Schwimmenden durch das Fenster und ich stelle fest: Schwimmtrainer sind mir in der Regel nicht sonderlich sympathisch. Auch in diesem Kurs werde ich nicht warm. Muss ich aber auch nicht.
Das Kleinkind hat nach dem Schwimmen richtig Hunger.
Es gibt Pizza.
(Fast) alle essen einen Nachtisch.
Zuhause wartet schon jemand.

Babykurs-technisch werden wir auch beim Mädchen nicht sehr aktiv werden. Und wie handhabt Ihr es da mit diversen Kursen: Pikler, Pekip und Co.?

Mehr 12von12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

Alltag, Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Eine Liebeserklärung an die gemeinsame Elternzeit

Wir frühstücken zu viert und das jeden Tag. Einige von uns schlafen später noch ein bisschen nach. Manche perfektionieren den Mittagsschlaf. Wir fahren zu Ikea und gestalten Zimmer neu. Machen Fotos von besonderen Momenten und tackern Bilder an die Wand, damit die Kinder die Momente auch bewahren.

Wir gehen durch die Räume und denken drüber nach, was wir noch alles brauchen und irgendwann auch kaufen werden. Wir stellen den Kinderwagen auf die Terrasse und das Planschbecken ins Gras. Ich lese den fünften Roman und blogge kaum. Wir reden über Kleinigkeiten stundenlang und manchmal treffen wir auch andere Leute. Aber nur solche, die wir mögen.

Wir entdecken Familiensüßigkeiten, essen morgens zu Zweit ein spätes Frühstück und denken über den Nachmittagskuchen nach. Wir machen Mädelsnachmittage, an denen wir zu „Die höchste Eisenbahn“ tanzen. Jungsurlaube, in denen Traktoren eine große Rolle spielen und Geschwister entdecken sich gegenseitig. Wir machen Vater-Tochter-abhängen und Mutter-Sohn-lesen, der Hund übt den Bewacherstatus und meistens freuen wir uns auch über das Wetter.

Wir denken über einen größeren Urlaub nach und stellen fest, dass wir es Zuhause eigentlich ganz schön haben.

Wir haben Elternzeit: Zwei Monate lang. Beide. Zwei Wochen sind noch übrig. Und ich liebe es.

Alltag, Kultur mit Kind

Bücher, Baby-Kleider und ein bezauberndes Album / Unser Wochenende in Bildern vom 26. bis zum 28. August 2016

Nachdem wir das letzte Wochenende flügge geworden sind, wollten wir es dieses Wochenende wieder ruhiger angehen. 
Der Himmel am Freitagabend. 
Der Soundtrack zum Wochenende kommt übrigens von „Die höchste Eisenbahn„: Das neue Album ist da. Wunderwunderschön. 

Zeit für ein Mutter-Tochter-Selfie. 
Innerhalb eines Tages lese ich ein Buch, das mir Susanne von Nullpunktzwo, geschickt hat. Wie versprochen: Leichte Unterhaltung, passend zum Wetter. 
Mittags gibt es Reispfanne mit Soja. 
Zweien von uns wird es draußen dann doch ein bisschen zu warm. 
Am Sonntag wird gepuzzlet. 
Und ein paar Bilder analog verschickt. 
Mittags wird es Zeit für neue Lektüre. Wie fast jedes Jahr kannte ich die vergangene Nobelpreisträgerin nicht. 
Das schöne Wetter ist auch toll für den Kleiderschrank: Es gibt da einiges, das wir unbedingt noch anziehen wollten, bevor unser Mädchen den Kleidern entwächst. Der Sommer sollte dafür noch mindestens eine Woche halten. 
Sonntagnachmittag geht es in den Garten.

Und wie war Euer Wochenende so?
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsenhttp://geborgen-wachsen.de/2016/08/28/wochenende-in-bildern-27-28-august-2016/
Alltag, Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Shopping-Touren, Spielplatz-Party, Sushi und Sommer / Unser Wochenende in Bildern (20.+21.8.2016) mit wenig Wochenbett

Bald einen Monat ist unser Mädchen bald alt: Unser Radius wird immer größer.
Der Samstagmorgen beginnt erstmal entspannt.
Und natürlich braucht einer von uns, sein Ei.
Kaffee ist auch nicht zu verachten.
Wir bekommen Familienbesuch, der auch Obst mitbringt.
Am Nachmittag machen wir einen Ausflug in den Prenzlauer Berg: Erstmaliger Besuch eines Shoppingscenters.
Da ist einiges passiert in unserer Abwesenheit: So ist ein traumhafter Laden hier eingezogen.
Da es der erste Ausflug dieser Art ist, und wir einiges besorgen müssen, kommen die Kinder in die Kinderwägen. Beide.

 

Im Anschluss geht es auf den Spielplatz. Dort hat nahezu jeder Erwachsene ein Glas Wein dabei. Die Erklärung: der Markt ist nebenan. Irritiert bin ich irgendwie trotzdem.
Wir feiern heute noch eine Premiere. Erstmals zu Viert essen gehen. Das ist fein.
Auch wenn das Sushi nur die Erwachsenen begeistert.
Sonntagmorgen beginnt mit Kakao-teilen.
Mittags gibt es Nudeln.
Im Shoppingscenter gab es gestern für drei Euro einen antiquarischen Krimi, den ich tatsächlich noch nicht kenne: Juhu.
Mit tatkräftiger Kleinkind-Unterstützung habe ich heute gebacken: Das war schön.
Bruder und Schwester drehen noch eine Runde durch den Garten.
Und irgendwie ist auch wieder ein bisschen Sommer.

Die Weintrinker am Spielplatz Kollwitzplatz haben mich echt irritiert. Das habe ich bisher weder auf einem Spielplatz in Pankow noch in Friedrichshain gesehen. In Österreich auch nicht.

Mittlerweile habe ich ein paar Leute gefragt, das ist wohl keine Ausnahme. Mancherorts sitzen dann noch ein paar Leute mit Thermoskannen Kaffee und Kuchen dazwischen. Klingt irgendwie auch wieder ganz nett.
Wie geht es Euch da? Kennt Ihr das? Mögt Ihr das? Oder hätte Euch das zuerst auch mal irritiert?
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen.
Alltag, Kultur mit Kind

Das Wochenbett wird flügge / Unser 12 von 12 im August

Immer am 12. des Monats versammeln wir (nach einer Aktion von Draußen nur Kännchen) 12 Alltagsbilder. Im August ist es das erste Mal, dass auch unser Mädchen dabei ist. 

Dieser Freitag beginnt kuschelig. 
Mittags gibt es schnelle Küche. 
Im Anschluss hängen wir ab: Das können wir schon richtig gut. 
Wir kriegen Babypost: Auch für den großen Bruder ist etwas dabei. 
Der Mittagsschlaf fällt großzügig aus. 
Im Anschluss fahren wir in ein Kindercafé und treffen uns mit einer Freundin, die auch zwei kleine Kinder hat. Beide fast gleich alt wie unsere:  Im Garten sind wir alleine. Das ist schön, wie daheim, nur mit Gastrobetrieb. 
Alles schaut schon nach Herbst aus. 
Nie ist Kuchen so wichtig wie in der Stillzeit: Das weiß ich schon, die im Kindercafé anscheinend auch.

Hier war ein Bild im Auto, das leider auch beim dritten Hochladen verschwunden blieb. Zum Trost: So spannend war es gar nicht.

Abends wird wieder ein bisschen abgehängt. 
Und übrigens haben wir am 12. August auch Bloggergeburtstag gefeiert: Einen Text dazu gibt es auch. 
Und zu später Stunde gibt es noch ein Betthupferl. 

Ihr merkt also wir werden wieder mobiler. Und wie war Euer Freitag so?