Alltag, Kultur mit Kind

Mini-Reise und Baum-Einzug / Unser Wochenende in Bildern vom 19. bis 20. Dezember 2015

Am Donnerstag habe ich das letzte Weihnachtsgeschenk gekauft. Juhu. Darum war Einkaufen am 4. Adventwochenende kein Thema. 
Unser Samstag beginnt mit Brezeln. 
Die Jungs fahren einkaufen und ich arbeite ein bisschen. Neben meinem frühmorgendlichen Job bin  ich ja auch noch ein frei tätig.   
Nach dem Essen wird das Mittagsschlaferl im Auto gehalten. 
Von uns beiden. 
Wir fahren in den Norden: Vorweihnachtlicher Familienbesuch. 

Fast vergessen ich auf das Bilder machen: Aber zumindest einen Teil des Baumes habe ich fotografiert. 
Unterwegs zu sehen: Tankstelle und Auto Ton in Ton. 
Und ein Schild, das mich oft befremdet. Hier verstehe ich es aber ausnahmsweise mal: Die Parkplätze sind sehr nah an der Raststätte. 
Sonntagmorgen erwischt der Sohn das Telefon. 
Ich muss dieses Wochenende ein bisschen mehr arbeiten als sonst. 
Zeit zum lesen findet sich aber immer. 

Mittags gibt es Kartoffelsuppe. Leider zu schnell weg für ein Bild. 
Und Kuchen. 

Unser Baum hat es mittlerweile geschafft ins Wohnzimmer zu ziehen. 
Abends aktivieren wir unseren Netflix-Account mit fünf Minuten Madagaskar. #streamteam
Einer von uns geht noch in die Wanne: Hier Thermometer an Weihnachtsdeko. 

Der Tatort/Polizeiruf fällt heute für uns aus. Statt dessen starten wir mit einer Serie. Ich vermute, dass es „Der Tatortreiniger“ wird. 

Welche Serien könnt Ihr empfehlen? Zur Orientierung „Breaking Bed“ habe ich echt geliebt. Und ich möchte sie mit meinem Mann schauen, „Girls 3“ (oder wie weit sind die?) fällt also aus. 🙂 Wir sind ja nun schon eine Weile im Stream-Team: Nun wollen wir mal anfangen. 
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Kultur mit Kind, Meinung

Zehn Postkarten für einen Abend / Elternblogger

Heute am Morgen habe ich Weihnachtspost bekommen. Und mich sehr gefreut. Mich wieder ein bisschen geschämt, dass ich das ja nie mache und mir gesagt, dass man da ja nie wüsste wo es aufhört. Und war fest entschlossen, das nicht zu tun.

Heute am Nachmittag war ich im Kulturkaufhaus. Wir haben die neue Spielecke bewundert. Haben festgestellt, dass der Wickeltisch eher für Kinder bis 5 kg geeignet ist, dass wirklich nahezu jeder dort heute einzukaufen scheint, dass mein Sohn unglaublich langmütig ist und dass es dort diese wunderbare Papeterie-Abteilung gibt. Und dass es doch eigentlich ganz nett wäre, ein paar Menschen zu sagen, dass man an sie denkt.

Heute am Abend sitze ich also nun hier und habe zehn Postkarten und bin wild entschlossen doch noch Weihnachtspostkarten zu schreiben. Zehn. Oder wie viele ich heute eben noch schaffe, denn morgen ist das Bedürfnis sicher wieder verschwunden.

Und Ihr: Schreibt Ihr Weihnachtspost?

Alltag, Kultur mit Kind

Die Weihnachtstage und die Wünsche / Die Bilderfrauen

Meine vier Bloggerkolleginnen Alina (Liebling – Ich Blogge, Jetzt), Alu (Grosseköpfe), Bella (familieberlin), Dajana (Mit Kinderaugen) und ich haben das Projekt Bilderfrauen ins Leben gerufen: Jede Woche stellen wir uns Fragen, die uns zu Mode, Beauty und Lifestyle durch den Kopf gehen.

Dieses Mal ging es aber um Weihnachten: Ich wollte von den anderen wissen, wie sie Weihnachten verbringen und was sie sich dafür wünschen? 

Bei uns ist das recht leicht. Unsere Familien wohnen 1000 km auseinander: Familien-Hopping in den Feiertagen zu betreiben, das haben wir also nur einmal gemacht. Es ist wirklich sehr unpraktikabel. Seit Jahren legen wir alle Feierlichkeiten über den ganzen Dezember, welche Vorteile das bringt, habe ich Tafjora schon in ihrem Adventstürchen verraten.

Am 24. Dezember sind wir alleine zuhause, am 25. unterwegs und am 26. bekommen wir dann doch ein bisschen Besuch. Und dazwischen genießen wir  ein fast leeres Berlin.

Außerdem bin ich unglaublich gespannt, wie das Weihnachten für unseren Sohn ist. Vergangenes Jahr hat er ja noch nicht so viel davon mitbekommen. Dieses Jahr wird das anders werden.

Und das haben die anderen auf die Frage nach ihren Weihnachtsplänen und ihren Wünschen gesagt:

Alina von Liebling – Ich blogge, Jetzt

Liebe Bettie,

Alinas Sohn und der Adventkalender. 

wir feiern Heiligabend im Kreise der engsten Familienmitglieder, Oma, Opa, Tanten und Onkel. Wir sitzen zusammen und irgendwann gibt es gemütlich Essen und nebenbei eine tolle Bescherung.

Dieser Ablauf wird sich sicherlich noch in den nächsten Jahren verändern, denn wenn der Kleine größer wird, ist auch mehr Spielraum für eine schöne Bescherung.

Gerade fällt es mir noch sehr, sehr schwer über die Feiertage nachzudenken, denn ich bin noch überhaupt nicht im Weihnachtsfieber. Zu viele Dinge liegen noch auf meinem Schreibtisch und der Kopf ist zu sehr damit beschäftigt, die noch alle rechtzeitig vor Weihnachten abgearbeitet zu haben.

Ich wünsche mir nur, dass der Stress im nächsten Jahr besser wird, dass ich über die Feiertage einmal abschalten kann und nicht noch mehr Haare auf dem Kopf verliere.

Ich möchte wieder ein wenig zu mir selbst finden und Freude am nichts tun gewinnen, das wünsche ich mir wirklich sehr. Zur Zeit geistert immer wieder eine neue Herausforderung in meinem Kopf herum. So wünsche ich mir für den Heiligen Abend, das wir als Familie einfach in Ruhe beieinander sitzen und das Besinnliche zu lassen und feiern können – das ist mein Herzenswunsch.

In Liebe, Deine Alina

Alu von Grosseköpfe

Liebe Bettie,

für die Weihnachtsfeiertage gelten seit einigen Jahren bei uns dieselben Regeln: Am 24. hängen nur wir vier in der Wohnung ab. Wir schmücken den Baum, gehen zum Krippenspiel und machen es uns danach beim Geschenke auspacken gemütlich. Es gibt keinen wirklichen Zeitplan und keine Verpflichtungen. Mehr habe ich an diesem Abend nicht vor und das fühlt sich sehr gut an.

Am 25. gehen wir meist essen. Wir haben somit keinen Stress mit dem Kochen und jeder kann sich sein Lieblingsessen aussuchen. Danach gehen wir meist noch eine Runde raus und dann kommen auch schon meine Schwiegereltern vorbei und bringen Weihnachten mit Glitzer und Glammer zu uns. Diese Nachmittage sind sehr schön und gemütlich.

Am 26. kommt dann meine Familie vorbei. Zu dem Mittagsmahl bringt jedes Familienmitglied Essen mit und wir tafeln gemeinsam. Danach hängen wir wieder rum und packen das dritte Mal Geschenke aus, dieses Mal alle zusammen. Eigentlich besteht somit Weihnachten bei uns aus Ruhe und Gemütlichkeit und genau das ist es auch, was ich mir jedes Jahr aufs Neue wünsche! Frohe Weihnachten liebste Bettie!

Deine Alu

Bella von familieberlin

Liebe Bettie,

seit dem herrberlin und ich zusammen weihnachten, war es immer etwas stressig. Den einen Tag bei der Familie, den anderen bei der Oma usw. Immer waren wir unterwegs und sind von einem zum anderen gehetzt. Ruhige Feiertage hatten wir selten.

Auch unser erstes Weihnachten mit Kind war so. Das soll dieses Jahr anders werden. Wir werden dieses Weihnachten nur bei einer Familie sein- meiner.

herrberlins Familie besuchen wir am 4. Adventswochenende und seine Eltern kommen uns am 2. Feiertag besuchen. So hoffen wir auf etwas Entspannung. Bei meinen Eltern sind meine Großeltern, wir wollen Spiele spielen, backen und einfach gemeinsam die Zeit genießen. Das liebe ich sehr und ist mir in dieses Tagen auch besonders wichtig.

Meine Wünsche sind demnach auch bescheiden. Ich möchte mich erholen vom schnellen Dezember und Kraft tanken. Ausschlafen wäre auch mal nett, aber wer weiß: Da redet miniberlin ja noch ein Wörtchen mit. Aber ich glaube, die Zeit in Familie wird dazu schon ihr übriges tun, denn so unternimmt jeder mal etwas mit allen anwesenden Kindern.

Ich wünsche dir auch eine ruhige Zeit und vor allem tolle Momente in Familie!

Liebe Grüße
Bella


Dajana von Mit Kinderaugen

Liebe Bettie,

dieses Jahr wird Weihnachten etwas anders bei uns ablaufen. Normalerweise sind wir in Hütte bei unseren Familien. Da die Mini Chefin aber noch recht klein ist, möchten wir die sieben Stunden Fahrt nicht auf uns nehmen und feiern deswegen bei uns zuhause. Auf der einen Seite freue ick mich sehr darauf. Auf der anderen Seite bin ick aber auch etwas traurig, dass wir so nicht die ganze Familie sehen können.

Die drei Feiertage werden wir mit meiner Mama verbringen. Es wird also richtig schön ruhig und gemütlich ablaufen. An Heiligabend kommt sogar der Weihnachtsmann zu uns. Den haben wir extra „bestellt“. Wir werden die Feiertage richtig genießen und schlemmen (und tschüß Dezember-Diät), zusammen spielen, spazieren gehen (das gehört für mich zu Weihnachten dazu) und einfach die Zeit zusammen genießen. Am zweiten Feiertag werdenwir essen gehen. Da lassen wir uns dann nach zwei Tagen selber kochen verwöhnen. Auch zu meinem Papa werden wir fahren und mit ihm ein paar schöne Stunden verbringen. Du siehst also, bei uns stehen drei ruhige und gemütliche Feiertage an und ick freue mich schon sehr darauf. Genaus sollte Weihnachten auch sein: Ruhig, besinnlich und gemütlich. Oft artet es ja leider n Stress aus. Das kann uns dieses Jahr nicht passieren. HoHoH Deine Dajana

Und was habt Ihr an den Feiertagen geplant und habt Ihr Wünsche dafür?




Kultur mit Kind, Nachgefragt

Stadtlandmama aus Köln: „In Berlin habe ich auf der Straße gelebt.“

Wie ist das eigentlich so mit der Vereinbarkeit von Kultur und Kind, wenn man von Berlin Prenzlauer Berg in eine Gegend mit viel Wald und Haustieren zieht? Das verrät diese Woche Lisa von Stadtlandmama im Interview. 

Stell Dich doch bitte kurz vor.

Ich bin Lisa, 33 Jahre alt, Mutter einer neunjährigen Tochter und siebenjähriger Zwillingsjungs, verheiratet seit knapp zehn Jahren und von Beruf Journalistin. Gebürtig bin ich aus Berlin (Schöneberg), genau wie unsere drei Kinder (Friedrichshain, Tempelhof). Bis vor drei Jahren haben wir in Prenzlauer Berg gelebt, dann sind wir ins Bergische bei Köln gezogen. Genau wie ich damals als Kind. Die ersten Jahre Hauptstadt, ab dann in die Provinz (um nach dem Abi zurück nach Berlin zu ziehen).

Wir wohnen hier in einem offenen, freundlichen Haus mit meinen Eltern und einigen weiteren tollen Menschen, mit viel Garten und Wald und Haustieren. Mit dem Umzug aufs Land haben meine Kollegin Caro und ich auch unser Blog „Stadt Land Mama“ gegründet. Das Blog war eine Fortführung unseres Buches „Ich glaub, mich tritt ein Kind“, das 2013 bei dtv erschien und in dem wir uns im Dialog austauschen. Im Buch ging es um das Thema Schwangerschaft. Im Blog geht es darüber hinaus, mittlerweile bezeichnen wir es eher als Magazin. Seit einem Jahr ist Caro nicht mehr als Stadt-Mama an meiner Seite, sie hat sich zurückgezogen, um Zeit für ihren Roman zu haben. Seitdem fülle ich sechs Mal pro Woche zusammen mit Katharina aus Berlin das Blog. Das tun wir nicht hauptberuflich, wir sind beide auch noch als freie Journalistinnen unterwegs.

Du bezeichnest Dich selbst als Landmama, davor warst Du Berlinerin. Was hat Euch dazu bewogen dorthin zu ziehen, wo Ihr nun wohnt?

Wir wohnten in Prenzlauer Berg zu fünft in einer Vierzimmerwohnung im ersten Stock, Vorderhaus. Direkt vor unserer Haustür führte eine vierspurige Straße mit Straßenbahn in der Mitte entlang. Das war schon etwas anstrengend. Als dann unsere große zur Schule kam, dachten wir: Okay, jetzt müssen wir umziehen. In Prenzlauer Berg waren die Mieten aber so hoch geworden, dass wir uns fragten: Was jetzt? Wo wollen wir denn eigentlich wirklich die Kinder wachsen sehen?

Dann dachte ich an meine Kindheit im Bergischen. Das Haus gibt es noch, meine Eltern wohnen noch dort. Und es gab Platz. Also zogen wir dort hin. Seither hat sich wirklich vieles verändert. Ich brauche ein Auto, dafür müssen wir nicht mehr auf den Spielplatz, weil der Garten groß ist. Ich kann auch mal ein Kind allein lassen, weil immer irgendjemand im Haus ist für den Notfall. Wir wohnen recht einsam auf einem Berg, da musste ich mich erstmal dran gewöhnen. Mittlerweile sehe ich aber die vielen Vorteile. Etwa, dass wir einfach mal eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen können. Hier ist Platz. Das wäre in Berlin enger geworden.


Was sind die großen Unterschiede, die Du als Mutter dort, im Unterschied zu Berlin, ausmachst? 

Wie schon angedeutet, die Unterschiede sind himmelgroß. In Berlin habe ich auf der Straße gelebt. Während die Kinder in der Kita waren, habe ich aus dem Home Office gearbeitet, mittags habe ich sie abgeholt und wir sind auf irgendeinen Spielplatz gegangen, in ein Cafe, zur Eisdiele, aber sicher nicht nach Hause. Dort traf man dann einfach immer andere Eltern und Kinder, konnte quatschen.

Nach Hause ging es dann erst zum Schlafen wieder. Auf dem Land hat jeder seinen eigenen Spielplatz im Garten. Da gibt es keinen Treffpunkt, wo man mal zufällig andere sehen würde. Da gibt es Verabredungen. Und auch die Themen sind andere. Hier auf dem Land haben fast alle Eigentum, ein Häuschen. Da geht es dann um Heizungen und Reparaturarbeiten. In Prenzlauer Berg haben wir nie über unsere Mietwohnungen geredet. Das auf der Straße sein fehlt mir hier schon ziemlich. Aber ich gehe seit einiger Zeit wieder außerhalb des Home Offices arbeiten, in Köln und da seh ich wieder Leute und hab – zumindest ein bisschen – mein Stadtfeeling wieder.

Es gibt aber natürlich auch Vorteile hier.  Die Kinder können allein umherflitzen, haben ein Fußballtor im Garten, eigene Kaninchen. Und es gibt eine Beständigkeit. Hier zieht nicht dauernd jemand zu oder weg, so dass da – zum Beispiel bei der Fußballmannschaft unserer Söhne – ein wahnsinniger Teamgeist aufkommt.

Wie erlebt Ihr Kultur dort als Familie? 

Leider lebe ich hier fast komplett kulturlos. Denkt man im ersten Moment. Theater sind weit weg. Wir sitzen auf der Wiese. Aber ich lese viel und im Grunde sind die Ziegen hier in unserem Garten ja auch Kultur. Und die Kinonachmittage mit den Kindern und die Immenhof-DVDs. Der Opa, der Ausstellungskurator ist und mit hier im Haus wohnt und den Kindern plötzlich Weltraum-Modelle vorführt oder mit ihnen das Dreigestirn zeichnet.

Wir leben hier nicht das klassische Philharmonie-Literaturlesungen-Kulturleben. Aber neulich wurde hier in der Nähe ein Film gedreht und da wir auch Gästezimmer hier im Haus haben, wohnten die ganzen Schauspieler hier. Da es auch noch eine Kika-Serie war, die sie drehten, ist das für die Kinder natürlich etwas sehr besonderes. „Guck mal, die Petra heißt in dem Film ja gar nicht Petra.“ Das sind tolle Erfahrungen. Ach, und im Januar wurde hier bei uns im Haus auch ein Thriller gedreht.

Mein Kleinster musste dafür sein ganzes Zimmer leer räumen, er fand es nach der Schule komplett verändert vor, mit neuen Möbeln. Dafür durfte er unten beim Produzenten mit auf den Bildschirm schauen, als die Szenen gedreht wurden. Und auf unserem Hof stand ein riesiges Cateringzelt, wo die Kinder jederzeit Milchreis holen konnten. Die Keller-Szenen mit dem Kunstblut habe ich ihnen dann aber vorenthalten.

Kultur ist aber auch das Leben hier, meine Eltern haben einige Gastkinder bei sich wohnen, ganz unterschiedliche und da kommen unsere Kinder täglich auch mit anderen Kulturformen in Kontakt. Mein Bruder, der auch hier lebt, hat eine mexikanische Frau geheiratet, die nun auch hier einzieht und ihnen vielleicht Salsa-Tänze beibringen wird. Und mit unserer syrischen Flüchtlingsfamilie haben wir keine gemeinsame Sprache. Da lernen die Kinder: Reden kann man auch mit Händen und Füßen. Und ein Lächeln sagt eh mehr als tausend Worte. Nur weil wir auf dem Land wohnen, sind wir kulturell noch lange nicht weg vom Schuss.

Stichwort #metime: Was machst Du, wenn Du einen Abend für Dich hast? 

Tja. Das gibt es gar nicht so oft. Ich habe einen Mütterstammtisch gegründet, die Treffen machen mir Spaß. Ich würde auch gern regelmäßig tanzen und reiten, das klappt aber oft nicht. Mit meinem Mann geh ich manchmal abends essen, das ist auch schön und es gibt auch hier tolle Restaurants. Aber im Grunde sind wir abends oft zu Hause. Irgendwer zum Quatschen läuft einem hier immer über den Weg. Und sonst wartet halt ne warme Badewanne.

Auf Eurem Blog ist Dein Gegenpart die Stadtmama in Berlin: Vermisst Du Deine alte Heimat manchmal? 

Ja, das hatte ich oben ja bereits angedeutet. Wir waren jetzt gerade in den Herbstferien noch mit den Kindern eine Woche lang in Berlin, sind einfach durch unseren alten Kiez gelaufen. Ich war total gerührt und hab zu jedem Schaufenster gesagt: Schau, da hast Du zum ersten Mal das gemacht und da zum ersten Mal jenes. Die Kinder konnten meine Melancholie gar nicht verstehen 😉 Ich bin aber tatsächlich recht häufig in Berlin, zu Feiern, zu Bloggerevents oder für Interviews. Da tanke ich dann mein altes Leben. Und im neuen Leben weiß ich spätestens an Karneval, dass ich hier richtig bin. Bei mir tickt eben nicht nur ein Berliner Herz in der Brust, sondern auch ein rheinisches.

Vielen lieben Dank für das Interview, Lisa

Die Bilder wurden freundlicherweise von Lisa zur Verfügung gestellt.

Ihr habt auch ein Kind, Euren eigenen Umgang mit Kultur und wollt darüber reden? Schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Eine Übersicht über die bisher geführten Interviews zum Thema „Kultur mit Kind“ findet Ihr hier.

Alltag, Kultur mit Kind

Abhängen, genesen und vorweihnachteln / Unser Wochenende in Bildern vom 12. bis 13.12. 2015

Wir waren eine Woche krank. Alle. Deshalb hatten wir uns zum Wochenende vor allem eines vorgenommen: Ruhig sollte es werden. 
Alles über unseren Samstag: inkl. Weihnachtsparty findet ihr bei unserem monatlichen 12 von 12 im gestrigen Blogbeitrag
Unser Sonntagmorgenfrühstück endet immer mit Kaffee und Obstquetschie. 
Ein paar Geschenke werden verpackt. 
Seit dem das Kind ein bisschen Schokolade kriegt, ist es nicht leicht, geheim, welche zu essen, manchmal gelingt es aber. 

Der Schurkenbeardie war beim Friseur und riecht noch immer wie ein Kokusbusserl. 
Am Sonntag muss das Kokusbusserl häufig in den Garten, damit die anderen beiden die ferngesteuerten Autos austesten können. 
Mittags fange ich ein neues Buch an. 
Dann gibt es Marillenknödel. 
Das mit dem Abhängen haben wir dieses Wochenende wirklich gut verstanden. 
Nur kurz müssen wir noch mal raus. 
Einen Baum aussuchen. 
Der hängt jetzt aber erst mal auf der Terrasse ab. 

Vater und Sohn basteln eine Lampe fürs Auto. Wofür werden wir noch zeigen. 
Abends gibt es Jause. Mit Eiern. 

Und wie ist Euer Christbaum-Status so? Habt Ihr ihn schon, und steht er vielleicht schon fertig aufgeputzt im Wohnzimmer?
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Alltag, Kultur mit Kind

Ein Samstag im Advent in Berlin / 12v12 im Dezember

Immer am 12. des Monats gibt es 12. Bilder in Folge. Mehr Gesammeltes gibt es bei Draußen nur Kännchen
Der Samstagmorgen beginnt mit Milch für Vater und Sohn. 
Dann geht es rhythmisch an die Hausarbeit. 
Ein Mittagsschlaferl für Mutter und Sohn. 
Eine meiner Lieblingsstrumpfhosen ist hinüber. 

Unser Nachmittagsnack ist leider nicht so hübsch: Aber gut. 
Am Nachmittag sind wir eingeladen. 
Wir fahren nach Friedrichshain. 
Eine Weihnachtsparty bei Freunden. Auch eine Katze ist da. Ich gehe ihre ein bisschen aus dem Weg. Das Kind nicht. 
Es ist eine Weihnachtsbaumschmückparty. Unser Anteil hängt rechts. 
Abends holen wir uns Pizza. 
Schurkenbeardie hat übrigens eine neue Frisur. 
Abends ist ein bisschen Computerzeit. 

Und wie war Euer Samstag so? Vorweihnachtsstressig?