Kultur mit Kind, Meinung

Schwangerschaft: Sechs skurrile Veränderungen

Der Bauch wird dicker, die Launen wechseln manchmal schnell und dann ist da immer mal wieder diese Müdigkeit: Das ist alles ist nicht neu und macht eine Schwangerschaft aus.

Ein paar andere nicht doch so ganz offensichtliche Dinge habe ich bei mir als Schwangere allerdings auch schon festgestellt.

1. Die Erinnerung

Ja, ja, die Schwangerendemenz, klang immer wie ein Klischee, bis man plötzlich selbst betroffen ist. Neulich rief ich beim Kinderarzt an, um einen Untersuchungstermin für meinen Sohn zu machen. Leider vergass ich mir diesen aufzuschreiben. Zweiter Anruf. Zettel verloren. Dritter Anruf. Irgendwie scheinen die das gewöhnt zu sein.

2. Die Gefühle

Kürzlich meinte eine Freundin: Nie ist man so nah bei sich selbst wie während einer Schwangerschaft.  Großartig. Ich muss der Kollegin unbedingt sagen, wie bezaubernd sie aussieht, der Freundin, dass das mit uns beiden nicht mehr funktioniert und wen ich jemanden nicht grüßen will, dreh ich mich einfach weg. Also alles wie immer: mit ein bisschen weniger Diplomatie. Ein bisschen anstrengend, aber ganz schön eigentlich.

3. Die Kleidung

Eigentlich trage ich nur Kleider und Röcke. Außer ich bin schwanger. Diese Gummibund-Hosen sind an Scheußlichkeit eigentlich schwer zu übertreffen, aber dennoch: Sie sind so bequem und passen immer. Nachdem ich kürzlich einen Minirock wegen 15 cm nicht schließen konnte, weiß ich diese Hosen wieder zu schätzen.

4. Der Musikgeschmack

 

Eigentlich höre ich gerne elektronische Musik, auch ein bisschen deutschen Gesang, aber auf viele andere Musikrichtungen reagiere ich allergisch. Außer ich bin schwanger. Voller Begeisterung lausche ich dem Rapper Marteria und neulich habe ich mit einem gewissen Entsetzen festgestellt, wie ich mit dem Kopf gewippt habe: Im Radio lief Reggae.

5. Die Bücher

Mein Bücherregal ist bunt. Und Sätze wie „Das ist doch keine Literatur“ fand ich immer schon bescheuert. Historien-Romane habe ich allerdings schon 20 Jahre nicht mehr gelesen. Außer in dickbäuchig: Natürlich. Guter Nebeneffekt: Auch alte Krimis kommen zu neuem Glanz. Das Ende habe ich häufig schlicht vergessen.

6. Die Gelüste

Nicht, dass ich sonst nur Rohkost essen würde, aber meine eigentliche Essensleidenschaft ist Chips und Popcorn. Nun esse ich plötzlich Schokolade. Und das in Mengen.

Und wie geht es Euch, welche Veränderungen habt Ihr an Euch plötzlich in schwanger wahrgenommen?

Kultur mit Kind, Schöne Dinge

Buch „Geborgen Wachsen“ zu gewinnen / Gewinnspiel

Warum ich so ein großer Fan von dem vor Kurzem erschienen Buch von Susanne Mierau bin?

Zum einen: Ich mag ihren Blog und bin mit froher Erwartung ran gegangen. Zum anderen: Ich wurde nicht enttäuscht.

„Geborgen Wachsen“, ihr Buch heißt gleich wie ihr Blog, und die Liebe zu ihren Kindern spürt man von der ersten bis zur letzten Seite. Vor allem aber geht sie auf eine wunderbare Weise, damit um, dass sie ihre Kinder beobachtet, sie Kinder sein lässt. Frei nach dem Motto „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Möglichkeiten zur Interpretation


Susanne Mierau praktiziert viele Dinge, die nicht jedermanns Sache sind. Sie ist eine Anhängerin vom Familienbett, von Stoffwindeln oder betreut ihre Kinder ausschließlich zuhause. Dem kann man zustimmen, oder man kann das völlig anders sehen. Das ist für den Leser völlig ohne Belang. Denn Susanne zeigt vor allem eines auf: Jede Familie findet ihren Weg. Ich war in der glücklichen Lage, dass ich in meiner ersten Schwangerschaft keine schlechten Ratgeber gelesen habe. Und wenn dann nur angelesen. Aber ich hatte eine gute Hebamme und hatte das nicht schmerzlich vermisst.

Sehr gerne hätte ich diesen Ratgeber schon früher gelesen, und ich hab ihn auch jetzt gerne gelesen. Nicht weil vieles Neu darin ist, oder weil ich der Meinung bin, dass ich Dinge anders machen möchte. Nein, ich hab das Buch einfach so gerne gelesen, weil es so bestärkend ist. Weil Susanne davon spricht, dass Bindung vor Bildung geht. Dass man seine Kinder ernst nehmen muss, dass man sich und auch den Partner nicht aus den Augen verlieren darf und dass man die Augen immer geöffnet halten soll.

Natürlich weiß man das. Trotzdem ist es schön, dass auch mal zu lesen. Und davon, wie die Autorin ihre Rolle so als Mutter lebt. Dass sie auch Kleinkindpädagogin ist, wird dabei fast zur Nebenssache.


Zwei Bücher für Euch


Und weil ich dieses Buch voller wunderbarer Selbstverständlichkeiten als Liebeserklärung an das Leben mit Kindern empfinde, bin ich der Meinung, dass ganz viele dieses Buch lesen sollten. Und weil es vielleicht auch Menschen gibt, die Dinge anders sehen, und die das Buch überzeugen kann. Deshalb freut es mich besonders, dass mir der Verlag zwei Bücher zur Verlosung zur Verfügung gestellt hat. Und das müsst Ihr tun, um ein Buch Euer eigen zu nennen:

1. Kommentiert dazu diesen Beitrag, direkt im Blog, und hüpft damit in den Lostopf.
2. Für ein weiteres Los im Topf: Werde Fan und Follower vom Frühen Vogerl auf FacebookInstagram oder/und Twitter und teile das Gewinnspiel.
3. Und noch ein Los für Euch: Gebt mir Eure Stimme bei Brigitte MOM. Einfach die Nummer Eures Herzchens in Klammern ins Kommentarfeld unten schreiben.
4. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein.
5. Sagt mir, im Kommentar, neben der Frage, wo ihr hingeherzelt habt und wie ich Euch am besten erreiche.
6. Sollte aus irgendeinem Grund das Kommentieren nicht funktionieren, schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com.

Das Gewinnspiel geht ist bereits beendet. Die Gewinner heißen Sandra und Heike. Beide sind bereits benachrichtigt, wenn sie sich bis zum 15. Mai nicht zurückmelden, verlose ich neu.

Alltag, Kultur mit Kind

Ein kuscheliges Wochenende mit Strohwitwen-Dasein, ein paar Schwangerschaftsbeschwerden und viel Ruhe / Unser Wochenende in Bildern vom 23. bis 24. April 2014

Vergangene Woche lang ich viel flach: Die Schwangerschaftsübelkeit kehrte zurück, deshalb wollten wir es am Wochenende ruhiger angehen. Zudem war ich die einzige Erwachsene im Haus. 
Weniger Bilder wurden es an diesem Wochenende allerdings auch: Das lag daran, dass ich am Freitag mein Telefon geschrottet habe, und die Glassplitter die Beweglichkeit etwas eingeschränkt haben. 
Am Samstag ist das Wetter schön und wir verbringen viel Zeit im Garten. 
Die Jungs finden es super. 
Blaubeeren stehen bei uns grad hoch im Kurs. 
Mittags gibt es leicht überteuerten Spargel.
Und am Nachmittag gehen wir sogar raus: Es gibt Eis.
Am Abend ist mir nach einem kitschigen Buch. Gut, dass mein Bücherregal so „bunt“ ist. 
Seit Samstagabend habe ich schreckliche Kreuzschmerzen. Zuerst dachte ich, dass es ein Hexenschuss ist. Mittlerweile vermute ich einen eingeklemmten Nerv. Wie wunderbar, dass mein Kind so kooperativ und auch für ruhige Dinge zu begeistern ist. 
Am Nachmittag mache ich den Text über das Buch von Susanne Mierau fertig. Ich bin begeistert, und freue mich am Dienstag auch zwei Bücher davon verlosen zu dürfen. 

Da es mit dem Rücken noch nicht wirklich besser ist, hoffe ich, dass Magnesium hilft. Oder der Kuchen, den später gleich eine Freundin vorbei bringt.
Die ultimativen Tipps für eingezwickte Nerven, Rückenschmerzen oder Hexenschüsse (Was es genau ist, kann ich ja nicht sagen: Es hat sich nicht vorgestellt!), nehme ich übrigens dankbar entgegen. 
Nun freuen wir uns, wenn wir in ein paar Stunden wieder alle vollzählig sind und gehen es weiter kuschelig an. 
Habt noch einen feinen Sonntag und morgen einen guten Start in die Woche. 
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Familienrollen, Kultur mit Kind

Hausgeburt, Geburtshaus und Krankenhausgeburt: “ Wie ich meine Kinder geboren habe, das macht mich stark und selbstbewusst in meinem Frau-sein.“ / Familienrollen-Interview mit Carola

Vier Kinder hat Carola geboren: Eines im Krankenhaus, zwei im Geburtshaus und eines zuhause. Welche Erfahrungen sie damit gemacht hat, wofür sie ihren Hebammen dankbar ist und was sie demütig macht, davon erzählt Carola vom Blog Frische Brise http://frische-brise.blogspot.de/ in den Familienrollen

Du hast vier Kinder und mir auf Twitter erzählt, dass Dir bereits als Jugendliche klar war, wie Du einmal ein Kind zur Welt bringen möchtest. Was waren Deine Vorstellungen, und in wie weit konntest Du sie verwirklichen?

Das ist wahr, ich wusste ziemlich früh, wie ich meine Kinder bekommen wollte. Und zwar selbstbestimmt und mit einer guten 1:1 Begleitung. Auslöser war eine Fernsehreportage über eine Hebamme, die auf dem Land Hausgeburten begleitet hat. Dass Frauen unter der Geburt so fröhlich, schön, stark und selbstbewusst sein können, hatte ich bis dahin nicht geahnt.

Das hat dann bei mir auch genau so funktioniert, weil ich mich in jeder Schwangerschaft schon sehr früh um eine Hebamme bemüht habe. Gleich nach dem positiven Schwangerschaftstest machte ich mich auf die Suche und hatte immer sehr viel Glück mit meinen Hebammen. Wir hatten während der ganzen Schwangerschaft viel Zeit, uns gut kennenzulernen.

Schwangerschaft und Geburt ist zunächst einmal etwas sehr Natürliches und wurde auch so behandelt. In den Händen der Fachfrauen war ich sehr gut aufgehoben. Musste ich in der Arztpraxis bis zu einer Stunde im Wartezimmer warten, um zehn Minuten die Ärztin zu sehen, waren meine Hebammen bei den Vorsorgeuntersuchungen immer eine ganze Stunde nur für mich da. Ohne Wartezeit. Ich fühlte mich ernstgenommen und rundum gut versorgt.

Krankenhaus mit Beleghebamme, Geburtshaus oder Hausgeburt: Welche Vorteile sahst Du in der jeweiligen Geburtsform? 

Das Umfeld im Krankenhaus bei der Geburt meines ersten Sohnes vor 17 Jahren war nüchtern und steril. Gekachelter Raum, grelles Licht, ein Bett mitten im Raum, keine Privatsphäre. Obwohl ich meine eigene Hebamme dabei hatte, wurde ich von der Stationsärztin mehrmals gestört. Sie kam unangemeldet in den Raum, ließ die große Schiebetür sperrangelweit aufstehen und schloss sie beim Rausgehen auch nicht. Ich stand nackt und unter der Geburt da und alle draußen im Gang konnten in den Raum hineinsehen. Schon zwei Stunden nach der Geburt verließ ich die Klinik schnell wieder. Der einzige große Vorteil war tatsächlich, dass ich meine eigene Hebamme hatte.

Meine beiden nächsten Kinder wurden in Berlin im Geburtshaus geboren. Dort habe ich auch die Geburtsvorbereitungskurse und die Vorsorgeuntersuchungen mit meinen Hebammen erlebt. Ich fühlte mich dort sehr wohl und geborgen. Das Geburtshaus war gleich in der Nähe, ich hatte die Vorstellung, dort bei Beginn der Geburten hin zu spazieren. Es ging dann aber doch alles so schnell, dass mein Mann und ich das Auto genommen haben. Klarer Vorteil waren die vier Hebammen, die rund um die Uhr Rufbereitschaft hatten und ich so immer die Gewissheit hatte, eine gute Begleitung zu haben.

Nach dem Umzug von Berlin nach Hamburg waren die rasanten Geburtsverläufe der ausschlaggebende Grund für die Planung einer Hausgeburt. Das Geburtshaus am anderen Ende der Stadt würden wir nicht rechtzeitig erreichen können. In der nächstgelegen Klinik hatte ich mich trotzdem vorsichtshalber angemeldet. Großer Vorteil einer Hausgeburt: natürlich die eigenen vier Wände! Eigene Dusche, eigene Toilette, eigene Küche, eigenes Bett. Ich konnte mich so bewegen, wie es mir gerade passte. Ich war total entspannt und ganz bei mir. Nach der Geburt brauchte ich nirgends mehr hin und konnte mich mit dem neugeborenen Sohn in unser Bett kuscheln. Einfach herrlich!

Bei all meinen Geburten hat mich immer wieder überrascht, dass ich niemals von den Hebammen zu irgendetwas aufgefordert wurde. Ich durfte mich ganz frei bewegen und spürte meistens von ganz allein, welche Phase der Geburt gerade anstand. Niemals während meiner vier Geburten wurde ich zum Pressen aufgefordert oder gar angefeuert, wie man es aus vielen Filmen kennt. Nichtmal gehechelt habe ich. Im Bett habe ich nur eins von vier Kindern geboren. Ansonsten war ich unter den Geburten immer aufrecht. Die Nabelschnur dufte immer auspulsieren und ich habe auch jedes Mal die Plazenta gesehen. Die Babys wurden nie sofort gebadet, wie man es so aus Filmen kennt, weil das gar nicht nötig ist.

Schön war auch jedes Mal die Zeit des Wochenbetts. Meine Hebammen kamen regelmäßig nach Hause und schauten nach mir, dem Kind, ja der ganzen Familie. Sie beruhigten, trösteten, machten Mut, lachten und weinten mit uns.

Als Dein viertes Kind zu Hause geboren wurde, waren da bereits drei Kinder: Wie hast Du die Geburt in einem so personenstarken Haushalt organisiert? 

Ich habe ein dichtes Netz aus Freundinnen und Freunden und Nachbarinnen und Nachbarn gewebt und die entscheidenden Personen auch untereinander vernetzt. Alle Telefonnummern hingen gut sichtbar am Küchenschrank. Unsere Kinder hätten eine gute Betreuung gehabt. Alles übrigens ohne Verwandtschaft in der Stadt.

Nun ging die Geburt aber doch zum Glück gegen Mitternacht los. Da schliefen alle Kinder und bekamen überhaupt nichts mit. Wäre ein Kind aufgewacht, hätte sich mein Mann um das Kind gekümmert. Da ich ja die Hebamme bei mir hatte, wäre das in Ordnung gewesen. Mich hätte aber wohl auch nicht gestört, wäre ein Kind bei der Geburt dabei gewesen, wenn es das gewollt hätte.

Die Geburt verlief wieder sehr schnell. Ich war froh, dass ich nicht das Haus verlassen musste und wegen der Nachtstunden auch nichts weiter organisieren brauchte. Mein Mann war an meiner Seite und mir wieder eine sehr gute Stütze.

Wenn Du ein fünftes Kind kriegen würdest, würdest Du Dich wieder für eine Hausgeburt entscheiden? 

Aber ja, sofort! Hätte ich eine unkomplizierte Schwangerschaft wäre das für mich keine Frage. Was kaum jemand weiß: vor einer außenklinischen Geburt wird man so genau und ausführlich aufgeklärt, wie sonst nie. Das Wissen ist sehr wichtig, um Situationen besser einschätzen zu können und gegebenenfalls auf die Hebamme und ihre Anweisungen zu hören. Jede Kleinigkeit im Geburtsverlauf wird genauestens besprochen, das war für mich immer sehr aufregend. Habe ich mich doch hauptsächlich mit positiven Geburtserfahrungen umgeben und mich nicht von Horrorgeschichten verunsichern lassen.

Wie schätzt Du die Hebammen-Situation in Deutschland für die kommenden Jahre ein? 

Ich bin da im Moment etwas ratlos. Die schlechten Nachrichten nehmen seit Jahren zu und ein Ende ist nicht in Sicht. Immer mehr Geburtsstationen schließen, weil sie sich nicht rentieren, Schwangere werden unter der Geburt in Kliniken abgewiesen und müssen in der Gegend umherfahren. Viele Schwangere werden mittels CTG quasi ans Bett „gefesselt“ und die Hebammen sitzen im Stationszimmer vor Monitoren, um mehrere Geburten gleichzeitig zu überwachen. Hausgeburtshebammen gibt es so gut wie gar nicht mehr. Die Wahlfreiheit was den Geburtsort und die Art, wie Frauen ihre Kinder gebären möchten, wurde und wird empfindlich eingeschränkt. Das alles ist im Moment Realität.

Vielleicht muss die Talsohle aber erst noch erreicht werden, bis etwas Neues entstehen kann. Mir tun allerdings die vielen Familien leid, die unterdessen keine positiven Erfahrungen rund um Schwangerschaft und Geburt machen dürfen, was u.a. jedes Jahr am Roses Revolution Day am 25. November an die viel zu kleine Öffentlichkeit tritt. Schwangerschaft und Geburt sind die sensibelsten Zeiten im Leben einer Familie, die allerhöchsten Respekt verdienen. Familien haben ein Recht auf eine gute Begleitung während der gesamten Zeit.

Du schreibst so wunderbar über Deine Geburten: Was sind Deine prägendsten Geburtserfahrungen, die Dich in der Form vielleicht sogar überrascht haben und in wie weit haben sie Dich auf Deine Mutterrolle vorbereitet?

Wie ich meine Kinder geboren habe, das macht mich stark und selbstbewusst in meinem Frau-sein. Ich erinnere mich sehr gerne an meine Schwangerschaften und Geburten. Es war insgesamt eine sehr schöne Zeit. Dass ich mit einem ansonsten etwas defizitären Körper vier Kinder bis zum Termin ausgetragen habe und so schöne schnelle Geburten hatte, macht mich sehr dankbar und demütig. Das sind sehr intensive und prägende Erfahrungen. Sie machen mich aber nicht automatisch zu einer besseren Frau und schon gar nicht zu einer guten Mutter.

Danke Dir für Deine Antworten und die Bilder, liebe Carola. 

Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an fruehesvogerl@gmail.com. 

Kultur mit Kind

Elf Dinge über mich und das Reisen und meine Handtasche

Lange hat mich dieser Bumerang schon nicht mehr getroffen. Jetzt ist es wieder soweit. Sarah von Schwesternliebeundwir hat mir elf Fragen über mich gestellt. Wie eine Art Kettenbrief scheint es zum Liebster Award eine Art Beanwortungspflicht zu geben: Nun gut.


1.) Wie bist du auf deinen Blognamen gekommen?
Mein Sohn hat den Hang zum frühen Aufstehen, er ist ein frühes Vogerl, besonders gerne am Wochenenende. Das war so, als ich im August 2014 diesen Blog gestartet habe und hat sich bis heute nicht wirklich geändert.

2.) Wohin ging deine schönste Reise?
Als Kind ging die ins Disneyland: Ja, dort ist es wirklich ganz wunderbar. Und als Erwachsene im Winter nach Schweden. Mit einem Wohnmobil. Es war zauberhaft.

3.) Welches Schulfach mochtest du gar nicht?
Turnen, Physik und Biologie.

4.) Kannst du dir vorstellen in zehn Jahren immer noch zu bloggen?
In irgendeiner Form bestimmt, ob ich allerdings dann noch einen klassischen Blog habe, das weiß ich nicht. Aber auf alle Fälle wird die Kommunikation da nach wie vor wichtig sein, wie wahrscheinlich für jeden, der zum einen gerne schreibt und zum anderen nicht alle Lieben in 5-km-Entfernung hat.

5.) Was hast du immer in deiner Handtasche/Rucksack/etc.?
Meist eine Kleinigkeit zu essen, die nicht immer ganz taufrisch ist, ein Spielzeug, dass sich darin verirrt hat, ein ein Buch, ein Notizheft und ein bisschen Chaos.

6.) Wie wäre ein Tag ohne Smartphone für dich?
Das fände ich grundsätzlich gar nicht schlimm, habe nur festgestellt, dass ich dann anderen Smartphone-Besitzern gegenüber sehr intolerant bin und das dann auch nicht so ergiebig ist.

7.) Fahrrad oder Auto?
Ich komme aus einer Kleinstadt, deshalb bin ich irgendwie sehr ans Auto gewöhnt. In Berlin brauche ich es nicht ganz so dringend, zu Fuß und Bahn geht auch. Fahrrad kommt eher weiter hinten in der Liste.

8.) Welche Serie schaust du zur Zeit am liebsten?
Gar keine. Hatte kürzlich auf dem Blog darüber geschrieben, dass ich nach dem Tatortreiniger auf der Suche nach einer neuen Seriebin. Ich suche noch immer, also Empfehlungen bitte gerne. 

9.) Dein absolutes Lieblingsbuch?
Diese Frage kann ich unmöglich beantworten.

10.) Was könntest du so gar nicht essen?
Ich esse seit über 20 Jahren kein Fleisch, von daher wohl irgendsowas wie ein Mettbröttchen.

11.) Hast du einen zweiten Vornamen?
Ja, aber ein paar Geheimnisse möchte ich vor „diesem Internet“ bewahren. 😉

Wie vorgegeben nominiere ich nun drei weitere Blogger: Alu von Grosseköpfe, Judith von Stadtmama und Stefanie von Dreifachjungsmami für folgende Fragen:

1.) Was möchtest Du, dass Deine Kinder später über Dich sagen?
2.) Wenn Du noch mal Teenie wärst, welchen Beruf würdest Du mit dem Wissen von heute ergreifen, und warum?
3.) Welche Eigenschaft vermisst Du an Dir selbst am meisten?
4.) Würdest Du für Dich selbst die Unsterblichkeit wählen, wenn es diese Option geben würde?
5.) An welche Werte glaubst Du?
6.) Welche Orte möchtest Du unbedingt noch besuchen?
7.) Und wo willst Du Dein Lebtag nicht hin?
8.) Unter welchen Voraussetzungen verstehst Du Selbstjustiz?
9.) Und welche Eigenschaften an Menschen findest Du wirklich unerträglich?
10.) Sind Freunde und Familie für Dich gleichbedeutend?
11.) Und: Wärst Du gerne mit Dir selbst befreundet?

Ich hoffe Ihr macht mit, verlinkt mich und nominiert mindestens drei weitere. 🙂

Alltag, Kultur mit Kind

Das Traktorieren, das Shoppen und natürlich das Essen in Berlin / Unser buntes Wochenende in Bildern vom 16. bis 17. April 2016

Das Wetter in Berlin ist aprillaunisch, aber ein paar schöne Wettermomente konnten wir trotzdem draußen genießen. 
Samstagmorgen verräume ich die letzten Sterne die aus der Blogfamilia-Einladung für Anfang Mai purzeln. Ich hoffe, dass ich einige von Euch dort treffe. 
Mein Heißhunger auf Obst ist an diesem Samstag groß. Aber ich hab zu wenig geschnitten und krieg nur wenig ab. 
Mein Sohn liebt es das Wochenende sehr viel Zeit mit seinem Vater zu verbringen. Der hat sich aber ein Gartengerät ausgeborgt und wir sehen in bis Mittag erst mal nur von der Ferne. 
Das findet auch jemand anderes ziemlich doof. 
Nach dem Mittagsschlaferl gibt es Kuchen. Und Kaffee oder Milch. 
Am Nachmittag fahren wir ins Kulturkaufhaus, wie fast jedes Wochenende. Wie praktisch so ein Kinderwagen doch ist: Auch wenn das Kind darin nicht immer zu halten ist. 
Bei der Heimfahrt kehren wir bei einem unserer Lieblingsitaliener ein. 
Und parken an einem Ort, wo fast nichts erlaubt ist. 
Der Maulwurf ist bei uns zuhause sehr beliebt. Wir haben uns Nachschub besorgt. 
Während die Männer ins Bett gehen, bzw. einer den anderen bringt, mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Mit Bananenjoghurt, denn nun ist es auch in dieser Schwangerschaft soweit: Das Sodbrennen ist zurück. Ultimative Tipps nehme ich übrigens jederzeit entgegen. 
Sonntagmorgen gibt es bei uns Brioche. 
Während die Jungs eine Runde durchs Viertel drehen, mache ich Schreibtischkrams. 
Mittags gibt es bei uns am Sonntag gerne mal frische Nudeln. Diese sind dem Kind aber zu experimentell und er will ein Extra-Menü. 
Am Nachmittag ist Zeit für Steckerleis. 
Schön langsam mache ich mir Gedanken, was wir vor der Geburt noch kaufen müssen. Mir fällt einiges ein, was wir beim Frühen Vogerl umsonst besorgt haben. Wie zum Beispiel: den Himmel über dem Bett. Ich schreibe einen Blogbeitrag und hoffe auch von anderen Erfahrungen dazu mitgeteilt zu bekommen. 
Wir gehen das mit dem Fahrradfahren noch mal an: Die nächsten Tage dazu mehr. 
Die sonntägliche Playlist vom Kulturbad. 
Eigentlich gäbe es am Sonntag Salat. Aber dieses Sodbrennen macht schon die Vorstellung daran unmöglich: Deshalb haben wir bestellt. Hier hält sich mexikanisches Esssen warm, während das Kinderessen fertig gemacht wird. 
Unsere Wochenendblumen scheinen auch noch in der kommenden Woche schön zu sein. 

Wir klemmen uns heute den Tatort. Und dann ist auch fast schon wieder Montag. Wir wünschen Euch einen guten Start in die kommende Woche.


Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen