Alltag, Kultur mit Kind

Vom Baby zum Kleinkind: Ein Geburtstags-Wochenende in Bildern

Bereits seit einer Woche bin ich die meiste Zeit recht rührselig: mein Baby wird 1 und ich denke zurück, wie das letztes Jahr alles so war. Jede Menge Leute feiern mit uns und ab Freitag haben wir bereits Besuch: Wunderbar.

Mein Mädchen packt mit Begeisterung Geschenke aus. Besonders gut kommen die Klangeier an. (Affiliate Link:

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Gefeiert wird auch außerhalb von Zuhause: ein bisschen müssen wir warten bis alle wach sind – Zeit für ein Auto-Selfie.

Wir gehen „original“ japanisch essen: schmeckt ein bisschen wie selbstgemachtes Sushi – Kompliment ist das keines.

Am Nachmittag erwarten wir wieder Gäste: Der selbstgemachte Kuchen schmeckt auch gut, der gekaufte ist aber fotogener.

Am Sonntag hängt eine von uns ab: Bis wir wieder Gäste bekommen. So ein Geburtstag lässt sich auch bei strömenden Regen in Berlin gut feiern.

Am Nachmittag fahren wir nochmal los: Kuchen außer Haus essen.

Schön bunt.

Am Abend werde ich noch ein bisschen Harry Potter (Affiliate Link: Harry Potter und der Stein der Weisen) ,wohnt im Bad, lesen. Wie ich es finde? Ganz okay. Für den echten Hype bin ich wohl zu spät. Ich kann mir gut vorstellen, später mit den Kindern weiter zu lesen, alleine mache ich nach Band 1 aber erst mal Pause.

 

Und wie war Euer Wochenende so?

 

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Kultur mit Kind, Unterwegs

Festival mit Kind: Neun Do’s and Don’ts

Vor zwei Jahren waren wir mit Kind beim Festival: Was wir dort gelernt haben und was wir heute bei einem erneuten Besuch beachten würden, habe ich mal aufgeschrieben. 

 

 

Jetzt ist wieder Festival-Saison: Die Tage ist es mir wieder aufgefallen, weil an vielen Armen nun die bunten Bändchen hängen. Noch sind sie taufrisch und werden in den kommenden Wochen immer mehr verblassen: Bis sie irgendwann von selbst abfallen, oder der Grint so groß wird, dass sie ab müssen.

 

 

Ich kenne einige Eltern, die ihre Kinder für das Festival bei Großeltern unterbringen und wenige, die ihre Kinder mitnehmen. Wir haben mit „Festival mit Kind“ sehr gute Erfahrungen gemacht und gleich auch ein bisschen was gelernt.

 

 

Hier unsere Do’s and Don’ts: 

 

1.) Nehmt Essen mit: Natürlich sind diese kleinen Street-Food-Wagen toll. Und selbstverständlich kann ein Kind auch mal Pizza essen, aber manchmal gibt es da diese kleinen Probleme mit den Zeiten. Morgens um halb sieben haben wir wirklich guten Kaffee gekriegt, das Essen war aber eher experimentell und spärlich. Dafür waren die Leute nett und wir wirklich glücklich über unseren mitgebrachten Brioche mit Erdbeermarmelade. Danke noch mal an meine Cousine für die wunderbare Marmelade.

 

 

2.) Das Non Plus Ultra auf jedem Festival: Kopfhörer wie 3M Peltor Kid Kapselgehörschutz KIDV, Neon-grün, SNR = 27 dB, um auch wirklich in die Nähe von Lautsprechern gehen zu können. Ist auch wirklich eine super Investition: Im Nachgang konnten wir sie auch für Fahrten mit dem Rasentraktor benutzen und mein Junge ließ sie sich recht bereitwillig aufsetzen.

 

 

3.) Das allerwichtigste Utensil auf unserem Festivalbesuch war übrigens unser Kinderwagen: Nicht, dass wir nicht romantisch mit der Trage zur Musik geschaukelt wären, aber die Möglichkeit diese Unmengen von Dinge einfach mal auf den Wagen zu werfen und zu schieben, statt zu tragen: Unverzichtbar.

 

 

4.) Unseren ersten Festivalbesuch haben wir in einem Glamzelt verbracht, das gar nicht so glamig war: Gut kann ich mir auch die Unterkunft in einem Wohnmobil vorstellen. Wem das zu teuer ist, es gibt auch schöne Zelte wie das McKINLEY Familien Zelt Samos 6, grau/grau/grün die Platz bieten.

5.) Eine ganz kluge Person hat mal gesagt: Man kann mit Kindern alles machen, nur eben in Kindergeschwindigkeit. Das gilt auch für ein Festival: Wer unbedingt einem Timetable hinterher rennen möchte, sollte sich entweder ganz genau absprechen, oder das besser gleich lassen. Festival mit Kind geht nach einem anderen Rhythmus: Das muss nichts Schlechtes sein.

 

6.) Klamotten: Kurze Hose, lange Hose und das ganze Raster, vor allem aber Regenklamotten – fand man es selbst als älterer Teenie vielleicht ganz romantisch: Mit Kindern ist es ohne Regencape nicht lustig. (Wie der hier zum Beispiel Regenmantel Kinder Regenponcho mit Kapuze wasserdicht regencape für Kinder und Mädchen – Très Chic Mailanda (L, Blau)

 

 

7.) Ortskenntnis: Wir hatten für unser erstes Festival eines gewählt, das es grad zum ersten Mal gab. Das war hinsichtlich der Wege etwas schwer planbar. Idealerweise auf Festivals gehen, wo man die Begebenheiten kennt, oder zumindest Leute kennt, die schon vor Ort waren. Dann weiß man, was auf jeden Fall mit muss und was man sich klemmen kann.

 

8.) Apropos Freunde: Wir hatten bei unserem letzten Festivalbesuch den Fehler gemacht, dass wir zwar Freunde mit hatten, die allerdings anderswo campierten: Das war am Abend ziemlich blöd. Natürlich wollte keiner sein Kind alleine lassen und ein gemeinsames Aufpassen hatte sich dadurch auch erledigt.

 

9.) Markierung: Bei älteren Kindern, die schon alleine rumlaufen vielleicht ganz sinnvoll: Bändchen mit Namen: Reer 84010 HelpMe Info-Armband, hilft ein verlorenes Kind zu identifizieren.

 

Wir setzen dieses Jahr aus mit den Festivals: haben es aber für nächstes Jahr fest vor.

 

Wie schaut es bei Euch aus: Ward Ihr mit Kind auch schon mal auf einem Festival und könnt vielleicht eines besonders empfehlen? Oder ist Festival mit Kind so gar nicht Euer Ding?

 

 

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Kultur mit Kind, Unterwegs

Berlins beste Eisdielen: Berliner Blogger empfehlen Orte

In den kommenden Wochen geht es hier vermehrt um den Sommer in Berlin: den Anfang machen Berlins beste Eisdielen: Viel Spaß.

 

Wir verbringen den ganzen Sommer in Berlin und mindestens zwei von uns wollen nahezu Eis essen, aber wo gibt es eigentlich Berlins bestes Eis?

 

Ich muss gestehen: Ich weiß es nicht. Ich muss gestehen, ich weiß es nicht, zu groß ist Berlin, um alle zu kennen, deshalb habe ich bei ein paar Bloggerkolleginnen nach ihren Vorlieben gefragt.

 

1.) Anna von Berlinmittemom: „Wir haben zwei Lieblingseisdielen. Die eine ist „Il Glaciale„am Kollwitzplatz. Dort kann man das leckerste dunkle Schokoladeneis essen und alle Sorten sind hausgemacht. Wir nehmen das Eis gerne mit auf den Spielplatz auf dem Kollwitzplatz oder sitzen auf den Bierbänken vor der Eisdiele. Dann kriege ich auch manchmal einen Eiskaffee.

Die zweite ist die Berliner Eismanufaktur in der Auguststraße in Mitte, gleich gegenüber von Clärchens Ballhaus. Die hausgemachten Sorten schmecken alle köstlich. Ich stehe auf die Sorbets, die sind so superfruchtig und nicht zu süß.“

 

 

2.)Béa von Tollabea: „Eindeutig Hokey Pokey im Prenzlberg! Es gibt geniale Eismischungen, wie zum Beispiele Blaubeer-Baiser. Oder eine ganz ganz dunkle Schokolade… Mmmmhm! Einziges Manko: Anstehen. Manchmal stehen da gut und gern 40-50 Leute in der Schlange…“

(Hokey Pokey, Stargarder Straße 73 in Prenzlauer Berg)

 

Das Eis von Tiffy.

3.) Tiffy von Tiffy-fee: „Da wir wahre Eis-Liebhaber sind, ist es schwer, die eine Eisdiele dingfest zu machen. Aber ein paar richtig gute, die gibt es schon. 🙂 Eine befindet sich in Berlin-Kladow. Im Sommer kann es dort schon mal sehr voll werden. Der Weg zum Wasser ist allerdings nicht weit und an der Promenade isst es sich ganz wunderbar, während man der Fähre zusieht. Die Milchshakes haben es mir dort besonders angetan.

 

Da wir aber nicht jeden Tag in Kladow sind, haben wir auch hier in Kreuzberg, wo es eine große Anzahl an Eisdielen gibt, eben jene, die wir besonders gern besuchen. Fior di Latte -direkt am Viktoriapark- hat immer die leckersten Sorten hier in der Gegend. Hier sitzt es sich besonders schön am Wasserfall, direkt gegenüber.“

(Fior di Latte, Kreuzbergstraße 13, 10965 Berlin)

4.) Jette von Motzmama: „“Eis und heiß“ ist eine kleine aber feine Eisdiele in der Naugarder Straße. Das Eis ist selbst gemacht, das Softeis ein Traum und durch den kleinen Platz davor können Kinder sich frei bewegen. Bei meisten Eisdielen muss man sich nämlich auf dem Bürgersteig quetschen. Hier nicht!“

 

 

5.) Bella von Familieberlin: „Das wohl beste Eis seit langem hatten wir im Early Bird, in der Winsstrasse. Eis mit echter Vanille oder Kakao ist heutzutage selten. Aber auch Kirsch-Käsekuchen oder Salty Caramel sind ein Traum.“

 

6.) Alu von Großeköpfe: „Eisdielen gibt es im Friedrichshain ja echt viele, aber es gibt für ein schnelles, leckeres Eis zwei wirklich gute Adressen. Die eine ist das Schneeeischen in der Scharnweber Straße, wo es tolles Milchreiseis gibt,oder gute Sorbets. Hier kommt alles ohne Zusatzstoffe aus,was nicht nur toll schmeckt, sondern auch noch lecker ist. Auf der Frankfurter Allee (Ubhf Samariter) gibt es dann noch ein sehr gutes Ostsofteis, sozusagen das Pendant zu Motzmamas Laden im Pberg.

 

7.) Sarah von Mamaskind: „Das beste Eis aß ich in Wilmersdorf im Sweet2go am Ludwigkirchplatz. Dort gibt es riesige selbstgemachte Eiswaffeln, in denen das leckere Eis noch besser schmeckt. Meine Favoriten sind Schokolade und Kaffeeeis.“

 

8.) Sarah von Librileo: „Ich kann einen Ausflug an den Stuttgarter Platz empfehlen. Dort ist ein schöner Spielplatz und Kinder können dort auch ein bisschen mit Wasser plantschen. An der Ecke ist ein Eisladen, der schön ist für Kinder. Man viele verschiedene Toppings auswählen. Ich mag das Griesbrei-Eis sehr gerne.“

 

 

 

9.)Katharina von Stadtlandmama: „Puh, da bin ich echt überfragt. Meinen Kindern schmeckt jedes Eis – egal ob Bio-Vanille-Eis im Kollwitz-Kiez oder Farbstoff-Bombe von der Tankstelle.“

 

Stadtmama Katharina  scheint es wie mir zu gehen: Einige der genannten Eisdielen kenne ich, einige möchte ich mir auf jeden Fall anschauen, aber dann fällt mir doch noch mein Tipp ein:

 

10.) Frühes Vogerl-Tip: Im Wedding im Berliner Gesundbrunnen-Center gibt es Frozen-Joe, den wir wegen seiner Auswahl  – und nicht wegen dem Ambiente – toll finden: Joghurt in zehn verschiedenen Geschmackssorten mit zehn Saucen und über 50 Toppings und das Lustige daran: Selbstbedienung.

 

Wenn Ihr noch eine tolle Eisdiele kennt, die hier noch nicht vorkommt: Dann kommentiert doch bitte, der Sommer dauert ja noch eine Weile.

 

Kommende Woche dreht sich alles um Spielplätze: zu Wasser und zu Land.

Alltag, Kultur mit Kind

Bücher und Babyschwimmen in Berlin: Unser Wochenende in Bildern vom 15. bis 16. Juli 2017

Am Samstag erwartet uns Überraschungspost: Der Carlsen Verlag hat ein Päckchen zum Rezensieren geschickt, der Begünstigte packt gleich aus.

Wir werden uns die kommenden Tage gut einlesen und immer mal wieder etwas vorstellen: „Petzi baut ein Schiff“ kommt bereits ganz gut an, vor allem der Vater findet es recht lustig.

Da wir es letzte Woche ruhiger angingen, habe ich mich wenig um den Blog gekümmert: Samstagmittag hole ich das nach.

Den Nachmittag verbringen wir in Friedrichshain und ich vergesse Fotos zu machen: Ich denke erst wieder dran, als die Kinder anfangen, darauf aufmerksam zu machen, dass „man“ ja auch mal gekaufte Ikea-Möbel aufbauen kann.

Sonntagmorgen geht es früh los: Wir machen uns auf zum Baby-Geschwister-Schwimmkurs. Wenn Ihr mehr über das Babyschwimmen erfahren wollt, vor Kurzem gab es hier ein Interview mit der Betreiberin in dem sie zum Beispiel erzählt, wie alt dieser Trend eigentlich schon ist.

Wir sind knapp dran, schaffen es aber noch: Lustig war es, aber hinterher sind wir ganz schön müde.

 

Der restliche Sonntag ist vollgestopft mit Gemütlichkeit und Haushaltskrams: An dieser Stelle könnt Ihr Euch ein im Tascherl-schlafendes-Baby (bald, schon bald ist sie Kleinkind) und einen Jungen, der sich über viele neue Autos, die unter dem Sofa wohnten, gefreut hat.

 

Und wie war Euer Wochenende so?

Habt Ihr auch so ein durchwachsenes Wetter oder sind wir hier in Berlin ganz alleine damit?

 

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Alltag, Kultur mit Kind

Berliner Zoo: Unsere Freitagslieblinge

Immer wieder lese ich bei den Freitagslieblingen der anderen mit und denke mir, musst Du auch mal wieder machen, dieses Mal – mit leichter Verspätung – also unsere Freitagslieblinge.

Was war diese Woche so los? Was hat uns bewegt. 

 

1. Mein Lieblingsmoment mit den Kindern.

 

Im Berliner Zoo sind die Pandabären eingezogen und eine(r) von uns – ähem, ich – wollte unbedingt hin: die anderen beiden konnte man überreden. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, festgestellt, dass die Bedingungen erschwert waren (Kinderwagen und Trage vergessen) und uns mit einigen Touris in die Schlange gestellt.

 

Schön war es: der Panda, der da war, war super niedlich und ist nach dem Essen gleich mal in den Schlaf gefallen. Konnte ich total verstehen: Ich war auch etwas ko, ohne der Tragehilfsmittel.

 

Den Kindern hat es aber auch gefallen: Vor allem waren sie super entspannt dabei. Vielleicht müssen wir noch mal hin wegen eines Panda-Frühstücksbrettchen: Eine möchte so etwas haben.

 

2. Mein Lieblingsessen der Woche.

Am Freitagabend waren wir beim Italiener. Es soll ja Familien geben, die das eher anstrengend finden mit den Kindern essen zu gehen. Bei uns ist das meist nicht so: Gut war es, vor allem waren wir so früh dran, dass wir fast alleine waren.

 

3. Mein Lieblingsbuch der Woche.

Aktuell lese ich Harry Potter, aber es ist noch zu früh, um etwas zu sagen. Weil mein Junge die Hälfte der Woche krank war, haben wir im Bücherschrank gekramt, ob da nicht irgendwas steht, was wir noch nicht kennen und den „Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa. Tulipan ABC (Amazon-Partnerlink)“ entdeckt.

 

Den Schaffer von Cowboy Klaus hatte ich vor Ewigkeiten mal wegen eines Interviews getroffen und die Tage auf Instagram festgestellt, dass der längst kein Geheimtipp mehr ist. So oder so: Der nicht ganz so typisch Cowboy „Cowboy Klaus“ fetzt.

4. Mein Lieblingsmoment für mich.
Eine sehr liebe Freundin verlässt bald mit ihrer Familie die Stadt und wir werden alle die Familie vermissen: diese Woche haben wir noch ein spontanes Kaffeehaus-Date hinbekommen und weil das bald nicht mehr so einfach möglich ist, habe ich das besonders genossen.
5. Meine Lieblingsinspiration der Woche.
Bei der Fülle an Blogs lassen sich unmöglich alle lesen. Manche liegen mir aber besonders am Herzen, wie der von Julia.
Julia kenne ich in erster Linie von Twitter und sie tut sich dadurch hervor, dass sie bei Streitereien immer schlichtet ohne zu nerven: das kann ja nicht jeder von sich behaupten.
Sie ist Familienberaterin  und hat ihren Blog „Die gute Kinderstube“ reaktiviert: Schaut rein: es lohnt sich.
Und wie war Eure Woche so?
Mehr Freitagslieblinge gibt es wie immer bei Anna von Berlinmittemom.
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Alltag, Elternfragen

Alleinerziehend: „Entscheidend ist nicht unbedingt die Trennung, sondern wie die Eltern nach der Trennung miteinander umgehen.“

Wie Alleinerziehende dauerhaft gesund bleiben, auf welche Art die Konflikte mit dem Ex-Partner bewältigen, wie ist das mit dem Unterhalt und der Kinderbetreuung bzw. was macht das mit dem Elternteil und was können Freunde und Familie von Alleinerziehenden tun, um diese zu stärken?

 

Dr. Alexandra Widmer hat ein Projekt zur Hilfe zur Selbsthilfe von Alleinerziehenden gegründet, das Buch Stark und alleinerziehend: Wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst geschrieben und den Award 2017 für soziale Werte der Zeitschrift Emotion gewonnen: Nun gibt sie im Elternfragen-Interview einen Einblick in ihre Arbeit. 

 

Du bist Psychotherapeutin und Ärztin. Mit „Stark und alleinerziehend“ hast Du ein Projekt gegründet, dass sich um die Gesundheit von Alleinerziehenden dreht. Warum glaubst Du ist Deine Arbeit in dem Bereich so wichtig?

 

 

Die Vereinbarkeit von Job, Kind und Haushalt ist oft nicht mal mit zwei Elternteilen zufriedenstellend umsetzbar. Alleinerziehend ist es völlig utopisch, allen Bereichen gerecht zu werden.

 

Menschen, die dann einen hohen Anspruch an sich haben, werden früher oder später an ihre gesundheitliche Grenzen stoßen. Mit einer Scheidung bzw. Trennung ist es dringend notwendig, eigene Überzeugungen zu hinterfragen. Sonst ist der Burnout oder auch die Depression sehr nah. Andererseits sind schon die schlechten sozioökonomischen Bedingungen für Alleinerziehende eines der Hauptgründe, warum die psychische und körperliche Gesundheit deutlich leiden kann.

 

Es wird viel über Politik gesprochen. Die Gesundheit steht mir zu sehr im Hintergrund. Denn ohne eine gesunde Mutter bzw. Vater läuft gar nichts. Es ist die Basis von allem.

Ich biete Hilfe zur Selbsthilfe an. Alleinerziehenden Eltern brauchen Selbstvertrauen, Mut und Vorbilder. Ich nutze therapeutische Tools und verwende sie deutlich vereinfacht in der digitalen Welt. Wir brauchen Vorbilder und Strategien, die uns helfen den Alltag zu bewältigen.

Natürlich gibt es jedoch einen Punkt, da hilft kein gutes Zureden mehr. Da müssen dringend politische Maßnahmen greifen.

 

Du bist selbst alleinerziehend: Wo liegen für Dich die größten Herausforderungen? 

 

 

Der größte Stress liegt in meinem Gedanken, wenn ich mich frage, ob meine Kinder mit der getrennten Eltern einen guten Weg ins Leben finden.

 

Anfangs war ich sehr verunsichert. Mittlerweile weiß ich, dass das durchaus gut möglich ist. Entscheidend ist nicht unbedingt die Trennung, sondern wie die Eltern nach der Trennung miteinander umgehen. Und das ist für viele eine große Herausforderung, wenn Trauer, Wut, Kränkung und Liebeskummer die beherrschenden Gefühle sind.

Im Alltag stressen mich die Hausaufgaben der Kinder. Nachdem ich aus der Praxis bin, hole ich sie am späten Nachmittag aus der Schule und dann müssen wir oft bis 18:00 Uhr noch daran sitzen. Bis dahin habe ich noch keinen Handschlag zu Hause gemacht. Vieles im Alltag ist Improvisation!

 

 

Welche Tipps gibst Du Deinen Klienten? 

 

 

Es gibt zwei Gruppen von Klienten. Die einen haben sich gerade getrennt und suchen eine erste Orientierung in ihrem Chaos. Angst, Trauer, Ohnmacht und Schuldgefühle sind Thema Nummer 1. Die anderen haben schon länger Konflikte mit dem Vater bzw. der Mutter. An dieser Stelle gibt es vieles, was man richtig und aber auch falsch machen kann.

Manche führen die Verhaltensmuster aus der Beziehung einfach weiter und verschlimmern oft auch unbewusst die Situation für die Kinder.

Der wichtigste Tipp ist es, die Idee aufzugeben, den ehemaligen Partner jetzt noch verändern zu können. Der zweitwichtigste Tipp ist es, den Mut zu haben, sich mit seinen emotionalen Verletzungen an einem sicheren (professionellen) Ort auseinanderzusetzen. Ohne diesen Schritt ist der Wechsel von der Paarebene zur Elternebene nicht möglich.

 

 

Wie können andere Menschen Alleinerziehende besser unterstützen?

 

Nicht sagen: Wie kann ich dir helfen, sondern konkret etwas tun. Nach dem Besuch den Müll mit runter nehmen. Das Kind aus der Schule abholen. Zum Abendbrot einladen. Anrufen und fragen, wie der heutige Tag war. Und falls es keine Reaktion gibt, sich nicht abschrecken lassen. Dran bleiben. Viele haben Ängste Hilfe und liebe Gesten anzunehmen.

 

Was wünscht Du Dir für Alleinerziehende in Deutschland?

Es ist längst überfällig, dass es eine rechtliche und steuerliche Gleichstellung gibt. Familien müssen finanziell gefördert werden. Nicht die Ehe.

 

Familie ist da, wo Kinder sind und Liebe ist. Egal ob zu 2., zu 3., zu 4. usw.: Der Wert eines Menschen darf niemals vom Beziehungsstatus abhängen. Aktuell ist es aber noch so und das macht mich rasend.

 

 

 

Außerdem ist es dringend notwendig, Alleinerziehenden psychosoziale Unterstützung mit Hilfe der Digitalisierung zugänglicher zu machen. Wer hat schon Zeit am Dienstagmorgen sich beraten zu lassen, wenn es darum geht den Arbeitsplatz zu erhalten?

 

Vielen lieben Dank für Deine Antworten, Alexandra.

Bildquelle: Manuel Geiger.

 

Eine Sammlung vieler alleinerziehender Mütter, die bereits zu Gast zum Interview bei mir waren, findest Du hier.

 

Besonders an Herz legen kann ich auch das Interview von Janina, die als zweifach-alleinerziehende Mutter täglich viel leistet.

 

In den kommenden Wochen dreht sich bei den Elternfragen alles rund um das Thema „Sommer in Berlin“: Seid gespannt, ich bin es auch.

 

Wenn Ihr Wünsche für Themen in den Elternfragen habt, könnt Ihr Euch natürlich immer an fruehesvogerl@gmail.com  wenden.

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