Kultur mit Kind

Schulbeginn: „Droht euren Kindern nicht mit Schule.“

Wie entscheidet man sich für das richtige Schulmodell und was kann man überhaupt für die Einstimmung auf die Schule tun? Grundschullehrerin Sassi gibt in den Elternfragen Auskunft und verleiht der ganzen Hektik, die oft vorherrscht, ein wenig Ruhe. 

 

 

Mein Sohn ist dreieinhalb, doch immer wieder höre ich, dass wir uns nun doch mal informieren sollte, welche Schulmöglichkeiten später in Frage kommen. Ich schwanke zwischen „viel zu früh“ und „ob da tatsächlich was dran ist“: Was denkst Du?

 

Wie immer lässt sich sowas natürlich schwer pauschal beantworten, aber im Regelfall ist es nicht notwendig, sich im frühen Kindergartenalter bereits konkrete Gedanken zur Schulwahl zu machen. Das heißt aber nicht, dass man als Eltern nicht hier und da die Augen und Ohren offen halten darf. Gerade mit grundlegenden Fragen kann man sich durchaus schon zeitiger auseinandersetzen.

 

Soll es der klassische Weg sein? Ziehen wir alternative Schulen in Betracht? Wer sein Kind ohnehin auf die vom Sprengel vorgesehene staatliche Schule schicken möchte, kann getrost auf die Schulanmeldung warten. Wer jedoch andere Wege einschlagen möchte, der wird sich zwangsläufig schon etwas früher über die unterschiedlichen Möglichkeiten informieren.

 

Eltern von Inklusionskindern müssen sich meist auch eher früher mit der Schulauswahl beschäftigen, da es hier immer um grundlegendere Fragen geht. Soll es eine Förderschule sein oder möchten wir eine Regelschule für mein Kind? Wie sind die Schulen ausgestattet? Welcher Weg ist sinnvoll? Welche Unterstützung wünschen wir uns für unser Kind?

Die konkrete Entscheidung fällt normalerweise im Vorschuljahr. Dort laufen die Schulanmeldungen und meist zeitlich passend auch Informationsveranstaltungen (Elternabende, Tag der offenen Tür). Darüber hinaus muss jede Familie individuell entscheiden, wie früh und auf welche Weise, sie sich mit dem Thema Schule auseinandersetzt.

 

Die Grundschule ums Eck, die besondere Schule zwei Stadtbezirke weiter, Waldorfschule oder eine freie Schule: Momentan finde ich das eher verwirrend. Nach welchen Kriterien sollte man seine Schule wählen? 

 

Die Frage der Schulwahl hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Viele Eltern prüfen genau, möchten ihr Kind bestmöglich aufgehoben wissen und geben sich mit der vorgesehenen „Grundschule ums Eck“ nicht mehr zufrieden. Eine Entwicklung, die ich erstens als Mutter nur allzu gut verstehe und zweitens auch durchaus erfreulich finde, denn so werden die Schulen ein wenig aus der Reserve gelockt, sich an die Veränderungen unserer Gesellschaft anzupassen.

Aber wer die Wahl hat,…

Bei der Auswahl spielen immer eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, so dass auch hier eine pauschale Aussage nur schwer möglich ist. Im Fokus steht natürlich das jeweilige Kind und nicht weit davon auch seine Eltern.

Wer sich einen klassischen Weg wünscht, selbst auf Kontrolle und Dinge wie Hausaufgaben und klaren Fachunterricht Wert legt, der sollte eher eine gewöhnliche, staatliche Grundschule wählen.

Hierbei finde ich es persönlich völlig legitim nach einer guten Schule Ausschau zu halten und gegebenenfalls einen Gastantrag zu stellen, wenn es eben nicht die nächstgelegene Schule sein soll. Allerdings muss man damit rechnen, dass dieser nicht erfolgreich ist. Hier sollte man rechtzeitig (im Vorschuljahr) mit der betreffenden Schule Kontakt aufnehmen.

 

Wer sich für sein Kind einen freieren Start ins Schulleben wünscht, dem empfehle ich, sich mit Einrichtungen wie z.B: Montessori auseinanderzusetzen. Hier gibt es keine klassische Leistungsbeurteilung durch Noten, keine Hausaufgaben, keinen nach Einzelstunden aufgegliederten Fachunterricht und vor allem wenig Leistungsdruck. Der individuelle Lernprozess der Kinder steht im Vordergrund. Sie haben viel Mitspracherecht und bestimmen oft selbst, mit welchen Lerninhalten sie sich beschäftigen wollen. Die Lehrkraft begleitet diesen Weg, ist Ansprechpartner und stellt z.B. geeignetes Material zur Verfügung. Wählt man diesen Schulweg muss man als Eltern allerdings aushalten können, beispielsweise nicht permanent Einblick in das derzeitige Material zu haben.

 

Da es keine Hausaufgaben gibt, gehen selten Hefte oder Ähnliches mit nach Hause. Außerdem sollte man überlegen, ob das eigene Kind mit der lockereren Struktur zurechtkommt. Ich bekam einmal mitten im Schuljahr ein Kind mit Asperger-Syndrom in meine Klasse. Es war zuvor auf einer Montessori-Schule gewesen und war dort aber mit den wechselnden Abläufen (obwohl es natürlich auch klare Rituale gibt) und seiner eigenen Entscheidungsfreiheit überfordert. Er brauchte dieses engen Strukturgrenzen einer Regelschule. Ich selbst bin im Übrigen großer Verfechter der Montessori-Pädagogik und arbeite, so gut es mir an einer normalen Regelschule eben möglich ist, danach.

 

Freie Schulen orientieren sich am allgemeinen Bildungsauftrag des Landes, sind in ihrer Struktur und ihren Schwerpunkt allerdings sehr individuell. Sie arbeiten zweisprachig, mit religiösem Fokus oder besonderen Konzepten. Hier muss man sich wirklich vor Ort ein Bild von der jeweiligen Arbeitsweise machen.

 

 

Immer mehr Leute schicken ihr Kind auf Privatschulen: Auf den ersten Blick find ich das immer recht absurd, manche Begründung finde ich dann aber in Teilen nach verständlich. Was hältst Du als Lehrerin vom Konzept „Privatschule“? 

 

Eine Privatschule ist erstmal nichts anderes, als eine Schule, die sich eben nicht in öffentlicher, staatlicher Trägerschaft befindet, sondern durch einen nichtstaatlichen Schulträger (Organisationen, Sozialwerke, Vereine, Privatpersonen) verwaltet wird. Allerdings obliegen sie, zumindest ist das in Deutschland so, einer staatlichen Aufsicht und erfüllen grundlegend den landeseigenen Bildungsauftrag. Für ihr Lehrpersonal und die Gestaltung ihrer Strukturen und Konzepte sind sie jedoch selbst verantwortlich. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Religiöse, pädagogische oder fachliche.

Zu den Privatschulen gehören beispielsweise Waldorfschulen, kirchliche Schulen, freie Schulen, internationale Schulen, Montessori-Schulen oder Internate (mit unterschiedlichen Schwerpunkten). Privatschulen sind also nicht, wie viele Eltern tatsächlich erstmal denken, besondere Eliteschulen, sondern eben z.B. Montessori-Schulen, die sich derzeit großer Beliebtheit erfreuen. Ob eine solche Schule für das eigene Kind in Frage kommt, muss natürlich individuell entschieden werden. Die eigene Weltanschauung, das jeweilige Kind, religiöse oder pädagogische Überzeugungen, sowie nicht zuletzt vor allem auch finanzielle Faktoren werden dabei eine Rolle spielen.

Ich selbst schätze diese Vielfalt in unserer Bildungslandschaft und bin beispielsweise vom Montessori-Konzept zu weiten Teilen sehr überzeugt. Ein wenig schwierig finde ich die Isolation und das „Nebeneinanderherlaufen“ der verschiedenen Einrichtungen. Aber die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten bieten Eltern und Kindern einfach die Chance, sich für einen individuellen Bildungsweg zu entscheiden, der zu ihnen und ihrem Kind passt. Und nicht zuletzt bietet er auch Lehrern die Gelegenheit, jenseits der klassischen Schulen zu unterrichten und in einem alternativen Konzept eigene Ideen zu verwirklichen.

 

Als wir für unseren Sohn eine Kita gesucht haben, bin ich über verschiedene Konzepte gestolpert: Naturwissenschaftliche Ausprägungen, frühmusikalische Bildung oder Sportschwerpunkt – die Liste war lang. Für ganz Kleine finde ich so einen Schwerpunkt noch nicht notwendig. Auch bei der Grundschule bin ich da bislang skeptisch: Was denkst Du?

 

In der Grundschule wird der klassische Fächerkern (Deutsch, Mathe, Sachunterricht, später Englisch, Musik, Kunst und Sport), soweit ich weiß, eigentlich immer unterrichtet. Gesetzte Schwerpunkte fließen dann eher in das Schulgeschehen mit ein. Meine Schule ist z.B. Sportschule und Schule mit musikalischem Schwerpunkt. D.h. wir bieten pro Jahrgang eine Chorklasse (diese hat eine zusätzliche Musikstunde) an und arbeiten mit der Musikschule zusammen, so dass im Anschluss an den Unterricht Instrumentalunterricht (Streichinstrumente) angeboten wird. Außerdem gibt es einmal im Monat ein Treffen in der Aula zum gemeinsamen Singen. Und schließlich kann man eine Musical-AG wählen. Durch unsere zweiten Sportfokus stehen bewegte Pausen im Blickpunkt und mindestens ein sportliches Fest pro Halbjahr.

 

Oft ergeben sich durch diese Schwerpunkte einfach schöne Zusatzangebote, die hier von Eltern und Kindern sehr geschätzt werden. Da die Kinder durch die verschiedenen Fächer und den gesamten Bildungsauftrag aber dennoch mit einer Vielfalt an Inhalten in Berührung kommen, finde ich das Setzen solcher Schwerpunkte (zumal sie, wie gesagt meist ergänzend auftauchen) durchaus in Ordnung. Zumal sie dem Schulleben sogar Struktur geben können. Außerdem bieten Sie (und das finde ich besonders wichtig) auch Kindern aus finanziell schwächeren Familien die Chance, Angebote wie Instrumentalunterricht, den es hier kostenlos gibt, zu nutzen. Auch unsere vielen Flüchtlingskinder konnten wir super einbinden.

 

Ob man als Eltern die Schulwahl von einem solchen Schwerpunkt abhängig macht, hängt sicherlich wieder von der individuellen Situation ab. Für mich selbst wäre es aber sicherlich kein Hauptkriterium. Pädagogische Leitlinien würden für mich z.B. immer eine größere Rolle spielen.

 

Wir haben noch über drei Jahre bis die Schule losgeht, doch für viele ist es ja nun schon soweit: Was rätst Du als Leserin um den Übergang in die Schule gut zu meistern: Eltern und Kindern?

 

Meist nicht so viel. Aber ich habe ein großes Anliegen, eine große Bitte. Droht euren Kindern nicht mit Schule. Verkauft sie nicht als „Ernst des Lebens“. Sätze wie „wenn du erstmal in der Schule bist, kannst du das vergessen“ oder „das werden sie dir in der Schule schon austreiben“ sind mehr als kontraproduktiv. Macht die Kinder neugierig. Stärkt sie. Gebt ihnen Selbstvertrauen und Rückwind. Lasst sie so selbstständig werden, wie ihr Entwicklungsstand es eben zulässt. Sprecht über die Schule, geht die Schulwege ab, schafft einfach ein wenig Sicherheit. Niemand muss Zahlen oder Buchstaben kennen, wenn er in die Schule kommt. Manche Kinder wollen das schon vorher lernen und ausprobieren, das ist natürlich in Ordnung. Aber es ist eben kein Muss. Aber Selbstbewusstsein, das Wissen um einen sicheren Hafen, ein wenig Selbstständigkeit und ein positiver Blick auf die Schule ist etwas Wert. Aber das ist ja im Grunde genommen genau das, was man als Eltern ohnehin täglich möchte. Stark machen. Vertrauen schaffen.

 

Vielen lieben Dank für Deine Antworten, Sassi. 

Sassi bloggt auf liniert.kartiert.de über Ihr Leben als Grundschullehrerin und Mutter: Sehr lesenswert.

 

Welche Grundschule habt Ihr für Euer Kind gewählt, oder steht Euch das- wie uns – noch bevor?

Kultur mit Kind, Meinung

Trotzphase: Fünf Gründe für die Lektüre des Einerschreitimmer-Buches + Gewinnspiel

Morgens das falsche Brot schmieren, im Supermarkt den falschen Weg einschlagen oder das ideale T-Shirt ist bei der Wäsche: Jeder hat seine eigenen Erfahrungen mit der Trotzphase und seinen – manchmal verbesserungswürdigen Umgang damit. 

 

Einige Bücher sind bereits zum Thema Autonomiephase erschienen. Nun hat sich Bloggerkollegin Christina vom Mamablog Einerschreitimmer – gemeinsam mit dem Gatten, ans Thema gemacht und mit Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Der Eltern-Survival-Guide ein unterhaltsames Fachbuch vorgelegt.

5 Gründe, warum Ihr es lesen solltet

(und gewinnen könnt Ihr es auch)

 

1.) Die Frau kann schreiben, schließlich war sie auch vor den Kindern schon als Journalistin tätig. Und hat mir dazu schon mal ein Interview gegeben. Und sie ist lustig: Humor ist bei dem Thema, und auch sonst, arg von Vorteil.

 

2.) Jedes Kind ist anders. Alle Eltern haben andere Herangehensweisen. Diese Grundsätze halten mich ja meist sehr fern von Ratgebern: Hier werden auch andere Eltern befragt, in den Aussagen kann man sich wiederfinden, oder auch nicht, vor allem aber wird auf Dogma verzichtet.

 

3.) Kindern  auf Augenhöhe begegnen und ihnen nicht einfach ungefragt im Mund herumfuchteln: Klingt logisch, macht auch aufgeschrieben sehr viel Sinn.

 

4.) Was ich besonders mag an dem Buch: es ist ein Nachschlagewerk. Also kein Buch, dass mich drängt, es bitte sofort und gleich ganz zu lesen, sondern je nach Bedarf. Neben Grundsätzlichem kann man sich in der Abteilung Medien und Sozialleben Gedanken machen, ob man den immer so handelt wie man möchte.

 

5.) Und zu guter Letzt plädiert das Buch dafür die Trotzphase zu schätzen, denn hinterher sind die Kinder zwar ein Stück weniger trotzig, aber dadurch vielleicht auch schon ein Stückchen weiter weg und das ist doch irgendwie ein wichtiger Gedanke.

 

 

Wenn Ihr das Buch noch nicht habt, hab ich etwas für Euch. Der Trias Verlag hat mir zwei Bücher zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Was müsst Ihr dafür tun?  Bitte direkt auf dem Blog kommentieren, wie ihr mit der Trotzphase umgeht: Hier gehen sowohl Geheimtipps, wie auch Offenbarungen, was eben nicht ganz so gut klappt. Teilen ist keine Pflicht: Ist aber trotzdem toll. Für das Folgen auf Facebook gibt es auch noch ein Extra-Los.

Das Gewinnspiel ist bereits beendet.

 

Mehr zum Thema Trotz:

 

Interview mit Katja Seide von „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten„.

 

PS.: Immer mal wieder gibt es nun beim Frühen Vogerl Amazon-Partner-Links: Wenn du über diese Links ein Produkt erwirbst, zahlt du nicht mehr, aber wir kriegen ein paar Cent von Amazon: Das hilft uns dabei weiterhin kostenlos Inhalte zu erstellen. Danke.

Kultur mit Kind, Nachgefragt

Lese-Tipps: Vier Krimis zum Festlesen und einer zum Gewinnen

Gefühlt ist die halbe Welt grad auf Urlaub: Wir nicht. Wir waren schon, und auch in Berlin, find ich immer wieder Zeit zum Lesen. Und wer also spannende Lektüre sucht: Hier meine vier liebsten Krimis für den Strand, den heimischen Garten oder – wenn es grad mal wieder regnet fürs Bett.

 

1.) Nora Roberts: Theoretisch könnte man sich vor Nora Roberts immer ein bisschen erschrecken, da ihre Bücher öfter auch mal im Supermarkt auslegen. Praktisch muss ich aber sagen, dass ich sie sehr gerne lese: Ihre Alltagsbeschreibungen sind sehr fesselnd. Und auch Die Stunde der Schuld: Roman habe ich echt gerne gelesen.

 

Worum geht es und warum soll man es lesen?

Ein elfjähriges Mädchen entdeckt durch Zufall, dass ihr Vater Frauen tötet. Jahre später hat sie es einigermaßen überwunden und das Drama geht von vorne los. Besonders mochte ich, dass ich die „Lösung“ früh erahnen konnte, aber bis zum Schluss recht unklar war, ob ich recht habe.

 

2.) Mary Higgins Clark: Die Autorin lese ich auch immer wieder gern, anscheinend bin ich hier in eine Reihe geraten, die ich noch gar nicht kannte. Tut aber Und niemand soll dich finden: Thriller (Laurie Moran, Band 3) keinen Abbruch.

 

Worum geht es und warum soll man es lesen?

Erzählt wird die Geschichte von einer Frau, die kurz vor ihrer Hochzeit einfach verschwand: Jahre nach ihrem Tod dröselt sich auf, dass nahezu jeder verdächtig ist und das überraschende Ende kommt dann doch unerwartet.

 

3.) Joy Fielding: Ich bin ein Joy-Fiedling-Fangirl, habe alle Bücher gelesen und vor einigen Wochen mit Begeisterung festgestellt, dass mit Solange du atmest: Roman wieder ein neues da ist.

 

 

Worum geht es und warum soll man es lesen?

Es geht um eine Therapeutin, die sich ihrer eigenen Vergangenheit nicht wirklich stellen will, und bei der vieles im Argen liegt. Umso mehr sie sich damit auseinander setzt wird deutlich, dass sie wirklich wenigen Menschen trauen kann und irgendwie finde ich, dass es mal wieder auf eine Art geschrieben ist, die wirklich nur ihr gelingt: inkl. unsympathischer Verwandte, wie ich in jedem Buch.

 

4.) Klaus-Peter Wolf: Die Ostfriesenkrimis lese ich ganz gerne und stelle fest, dass sie sprachlich von Band zu Band besser zu werden scheinen. In Totenstille im Watt: Roman hat nun der Kommissarin Ann Kathrin Klaasen einen Gegenspieler bekommen.

 

Worum geht es und warum soll man es lesen?

Ein Hausarzt namens Bernd, der weder praktizieren dürfte, noch unter seinem echten Namen lebt, mausert sich zum Serienkiller und bringt die Ostfriesen auf Trab.

 

5.) Caroline Eriksson: Voller Begeisterung habe ich mir dieses Buch   Die Vermissten: Psychothriller besorgt und hab nun nicht genug Mumm zum lesen.

Worum geht es und warum soll man es lesen?

Denn es geht um ein verschwundenes Mädchen an deren Verschwinden, die eigene Mutter beteiligt sein soll. Die Spannung merkt man schnell, aber ich gestehe – ich bin zu feig: Seit „Girl on the Train“ bin ich ein Lesefeigling, aber dieses Buch braucht einen Leser.

 

Deshalb verlose ich es an Euch, sagen müsst Ihr mir nur, wo Ihr das Buch lesen würdet? Bis zum 23. August um 18 Uhr könnt Ihr diese Frage beantworten, dann läuft das Gewinnspiel aus und der Gewinner wird ermittelt.

 

Der Gewinner steht fest und ist bereits benachrichtigt: Danke fürs Teilnehmen.

 

Ein Teilen des Beitrags ist natürlich keine Pflicht: Freut mich aber trotzdem

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Elternfragen, Kultur mit Kind, Unterwegs

Gastgärten, Schanigärten oder Biergärten: Berliner Blogger verraten ihre Tipps

Die Miniparade zum Berliner Sommer geht in die letzte Runde: Heute dreht sich alles um das Thema Schanigärten oder wie man hierzulande sagt „Gastgärten“ in Berlin. 

 

Berliner Blogger haben mir ihre Orte verraten: 

 

 

1.)Béa von Tollabea: „Der Prater in Prenzlberg ist total klasse! Locker, international, mit vielen Spielmöglichkeiten, leckeren Speisen, voll mit Menschen und dennoch nie überfüllt – weil sehr geräumig. Und das mitten im Szeneviertel.“

 

 

2.) Tiffy von Tiffy-fee: „Wir lieben das Golgatha. Es ist gemütlich und der große Spielplatz direkt nebenan. Das Frühstück ist sehr zu empfehlen, aber auch die Leckereien vom Grill kommen nicht schlecht weg. Direkt am Tresen gibt es Kuchen, Eis und Schokolade. Bei gutem Wetter unbedingt reservieren!

 

 

3.) Jette von Motzmama: „Lecker Tapas essen während die Kinder entspannt spielen? Geht nicht? Geht doch! Und zwar bei Alois S. in der Stargarder Straße. Der Spielplatz mit Schaukel, viel Sand und etwas zum Klettern ist direkt an der Terrasse der Tapasbar. Die Kinder hat man beim Essen also immer im Blick beziehungsweise ist man schnell bei ihnen.

 

4.) Bella von Familieberlin: „Ich mag das Teehaus im Tiergarten sehr. Große Wiesen davor, leckeres Essen und viel Platz. Mit den Kindern gehen wir sonst gern in den Olivenbaum, Pankow. Ein großer Biergarten direkt neben einem Spielplatz, das ist perfekt für alle.“

 

5.) Alu von Großeköpfe: „Ganz neu im Friedrichshain und echt schick ist die Brauerei Schalander auf dem RAW Gelände. Es gibt Flammkuchen, Bier und Platz. Die Familie hat eine Laden in der Bänschstraße und nun auch dort. Familiär, hipp und eben mitten drin im Friedrichshain.“

 

 

6.) Anna von Berlinmittemom: „Keine Ahnung, ob ich das verstehe: was ist ein Schanigarten? Sowas wie ein Schrebergarten? Oder ein Park? Generell gehen wir selten gezielt in Parks, weil wir einen eigenen Garten haben. Schöner finden wir es nirgends!“

 

 

7.) Sarah von Librileo: „Café Lotte am Rüdesheimer Platz ist toll. Es gibt tolles Essen, super Café und leckeres Erdbeereis. Man kann draußen sitzen und gegenüber ist auch ein ganz toller Spielplatz, man Wasser.“

 

8.) Sabine von Mumandstillme: „Vor ein paar Wochen waren wir zum ersten Mal in „Emil’s Biergarten“ (Berliner Straße 82). Knirschender Kies, große Schatten spendende Bäume, einen Sandkasten für Buddelkinder und vor allem superleckere (Kinder-) Pizza… Sehr gemütlich und entspannt – die Entspannung sollte man aber auch selbst mitbringen, wenn man aufs Essen wartet, denn das kann bei sommerlichem Betrieb schon einmal eine Weile dauern. Auf dem Gelände gibt es übrigens auch immer wieder mal Open-Air-Kino Vorführungen. Die Nutzungsvereinbarung für den Biergarten gilt übrigens nur noch bis voraussichtlich September 2018, da ein Investor mit dem Gelände dann wohl andere Pläne hat…“

 

9.) Katharina von Stadtlandmama: „Der Prater auf der Kastanienallee ist natürlich ein Berlin Klassiker. Ist aber auch einfach schön da – viele Bäume, Spielsachen für die Kids, gutes Bier.

 

10.) Frühes Vogerl-Tip: „Im Kindercafé Milchbart ist es die vergangenen Sommer im Garten immer ganz entspannt gewesen, fast so als hätte ein Kindercafé im Hinterhof eigene Regeln

 

Bisher:

Berliner Blogger verraten, wo es das beste Eis gibt

Berlins beste Spielplätze

Berlins beste Badeorte

Berlin beste Orte bei Regen

 

Die neuen Elternfragen gibt es dann wieder Ende August zum Thema Schule mit der bezaubernden Sassi von liniert-kariert.de

Alltag, Kultur mit Kind

Ein Berliner-Bücher-Ort im Regen: unser 12 von 12 im August

In Berlin regnet es momentan ständig (hier gesammelte Ausflugstipps von Bloggern dazu) und auch an diesem Samstag schaut es total danach aus und so wird es auch.

 

Der Morgen beginnt mit diesem Duo.

Theoretisch ist das ein Brelfie: praktisch das Bild von den Beinen dazu. (Über unser Stillverhalten habe ich die Tage hier geschrieben.)

Wir wollen los und suchen den Hund: Findet Ihr ihn?

Im Auto ist die Stimmung gut: wir wollen Bücher kaufen.

Am Eingang wartet bereits eine „Frühes Vogerl“-Begrüßung.

Wir gehen auch zu Viert sehr gerne essen.

Kaffee muss immer sein.

Das Buch könnte Bloggerkollegin Birgit gefallen, sie macht grad den 10. Haustausch.

Der Hund war nicht mit in der Stadt, kam aber die Woche viel rum: Wir hatten ein eBike getestet: den Artikel dazu gibt es auf dem Blog.

Von unserem Dussmann – Ausflug, da waren wir, nahmen wir ein zum Wetter passendes Kinderbuch mit.

Mein persönliches Gruselbuch blieb dort.

Jetzt habe ich wieder Wetterkopfschmerzen: Für Tipps bin ich dankbar.

 

Und wie war Euer Samstag so: Auch so vom Wetter geprägt, oder seid Ihr sowieso grad alle auf Urlaub?

 

Mehr 12 v0n 12 gibt es wie immer am 12. des Monats bei Draußen nur Kännchen.

Kultur mit Kind

Pendeln mit dem eBike von Klever Mobility – Werbung

Anzeige. Ein Elektrofahrrad testen? Als ich gesehen habe, dass Klever Mobility deutschlandweit auf der Suche nach Bloggern war, die ein Fahrrad testen, war ich begeistert. Weniger für mich: Mit zwei kleinen Kindern ist mit das zweirädrige Fahren zu holprig, aber für meinen Mann Björn fand ich es super. Der liebt nämlich Fahrradfahren und hat einen Arbeitsweg für den sich so ein E-Bike gut eignen könnte.

 

Und so konnten wir zwei Wochen lang das Modell „Klever X RAW“ testen. Da ich ihn nur damit ankommen und abfahren sah, habe ich ihn -der Einfachheit halber – direkt danach befragt.

 

Du bist Radsportler, der auf Grund der Entfernung, aber kaum mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt: Erzähl doch mal, wie war Deine grundlegende Einstellung zum Thema E-Bike vor dem Test?

 

Ich fahre eigentlich mein ganzes Leben viel Fahrrad, ob damals zur Schule, später zur Ausbildung oder zur Arbeit, da wo es passte nutze ich es gern. Es wurde weniger, als meine Arbeit zu weit weg war. Da habe ich wieder begonnen Downhill in Bikeparks zu fahren. Die 28 km zur Arbeit, sind meiner Meinung auch mit eBike ungünstig weit weg. Aber ich arbeite im Moment drei Tage die Woche an einem Projekt, wo ich nur 16 km fahren muss. Und als wir über die Testphase mit einem eBike sprachen, war klar, dass das gut passen würde.

 

Fast zwei Wochen lang konntest Du nun das „Klever X RAW“ testen: Wie fandest Du das Fahrrad?

 

Es ist unglaublich schön. Das war der erste Gedanke, als ich es gesehen habe. Und es ist sehr einfach zu fahren.

 

Wenn man den kleinen Bildschirm anklickt, geht es los. Man muss zum Fahren eigentlich nichts wissen. Mit der Plus- und Minustaste stellt man die Unterstützung ein, der Rest ist im Hintergrund. Mir sind Bremsen immer sehr wichtig, gerade in der Stadt sind sie oft entscheidend.

 

Die hier verbauten Tektro-Scheibenbremsen bremsen gut und wirken sehr stabil. Der Weg zur Arbeit war großartig, das Telefon sagte mir, wo ich abbiegen muss, da ich diese Ecken noch nicht kannte. Ich fuhr an Pferdekoppeln, Äckern und an einem Golfplatz vorbei und durch Plattenbau-Siedlungen: Viel besser als im Stau auf der Autobahn oder in der heißen S-Bahn.

 

Wenn man von Elektrofahrrädern wenig Ahnung hat, wie ich, könnte man dazu tendieren, dass sie eher etwas für bequemere Leute sind: Was denkst Du?

 

Ja, natürlich ist es bequemer. Ich kann auch die Strecke mit meinem klassischen Stadtrad fahren, nur mache ich das (aus Bequemlichkeit) nicht. Und mit dem eBike ging es leichter und hat auch noch mehr Spaß gemacht.

 

Wenn das eBike die Menschen zurück auf den Sattel holt, ist das doch sehr begrüßenswert.

 

Auf meinem Weg habe ich natürlich andere Radfahrer getroffen,  mit dem eBike zur Arbeit fuhr aber außer mir nur noch einer: Und das obwohl ich immer am Stau vorbei fuhr. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich auf die Minute genau so lange wie mit dem Auto gebraucht habe?

 

Beim „Klever X RAW“ konntest Du keinen Kindersitz montieren, bei anderen Modellen ist das bestimmt möglich: Ist das für Kinder überhaupt interessant?

 

Ja, meinen Kindern gefällt das. Testen konnten wir es nicht, da das Klever X ROW ein nacktes, chices Stadtrad ist.

 

Aber meinen Kindern gefällt das draußen sein, rumfahren, in die Kurve legen und, das vermute ich jetzt mal, das Beschleunigen. Ein eBike vergrößert den Aktionsradius ungemein. Plötzlich sind beide Zoos erreichbar, das ginge nicht mit einem normalen Rad.

 

Vom Auto- und Bahnfahrer für zwei Wochen zum eBike-Pendler: Wie hat es Dir gefallen?

Es hat mir gezeigt, wie weit man kommt wenn man den eingebauten Rückenwind hat. Ich stehe total auf Fahrspaß, eine Stunde nur strampeln gibt mir nicht viel. Mir hat das eBike pendeln auch gut gefallen, weil ich es gut in meinen Alltag integrieren kann. Eine Stunde Radfahren ist mit zwei Kleinkindern, Hund und Haushalt nicht oft drin. Den Weg zur Arbeit dafür nutzen ist super!

 

Dankeschön.